2012

Letzten Freitag waren wir im Kino. Nach einigem Überlegen entschieden wir uns für 2012.

Handlung (kurz)

Die Welt geht unter. Ein erfolgloser Autor rettet seine Familie. Explosionen, Feuer, Rauch, Umherfliegende Autos, Menschen, Flugzeuge, Häuser, Schiffe, Flugzeugträger, Petersdome, kaputte Eiffeltürme, Weiße Häuser, alles Mögliche. Am Ende Friede-Freude-Eierkuchen.

Handlung (lang, Spoiler, wirr)

Die Welt geht unter. Und zwar im Jahr 2011 2012. Um ein paar Leute zu retten werden in China, mitten im Himalaya ein paar Archen gebaut. Hierbei handelt es sich um Schiffe. Große Schiffe.1Anfangs dacht ich ja immer es wäre die Rede von Raumschiffen Für ein Reiseticket muss man etwa 1 Mrd Euro einrechnen. Außerdem kommen noch einige andere Leute drauf, abhängig von verschiedenen Faktoren wie Intelligenz um einen perfekten Gen-Pool für die Wiederbevölkerung der Erde sicherzustellen. Selbstverständlich werden auch einige Tiere und Kulturgüter gerettet.

Die Hauptstory dreht sich nämlich um den unbekannten Author Jackson Curtis, gespielt von John Cusack. Dieser hat noch eine Ex-Frau und zwei Kinder. Passenderweise hat er mal ein Buch geschrieben, zum Untergang von Atlantis oder so, kennt sich also mit dieser ganzen Untergangsgeschichte wohl ganz gut aus. Als die Erdkruste anfängt langsam verrückt zu spielen befindet er sich gerad mit seinen Kiddies im Yellowstone Nationalpark. Dort gehen sie natürllich erstmal ins abgesperrte Sperrgebiet und treffen auf den Wissenschafter Adrian Helmsley, Berater der Regierung in dieser ganzen Weltuntergangsgeschichte.

Dieser ist gleichzeitig wahrscheinlich der einzige Mensch, der das Buch vom Jackson gelesen hat und findet es total awesome. Trotzdem werden sie aus dem Sperrgebiet geschmissen und treffen dann direkt mal auf den Hippie Charlie Frost, der die ganze Weltuntergangssache total supi findet und direkt mal wissen will was im Sperrgebiet so abgeht. Naja. Danach campen sie dann erstmal ein bisschen, bis im heimischen Supermarkt aufeinmal die Erde aufreißt und die Mutter schleunigst ihre Kinder wiederhaben will. Gesagt getan, Kinder zurück.

Jackson geht dann wieder seinem normalen Job nach und kutschiert die verwöhnten Gören des stinkreichen Russen Karpov zum Flughafen. Zum Abschied meinen sie dann so “lol, wir überleben, du nich, :D ”. Jackson denkt sich dann so, “wtf, da is doch was im Busch, den Quatsch den der Hippie da erzählt hat über die Archen wird wohl stimmen” und mietet sich ein Flugzeug inklusive Piloten, rast zu seiner Familie und überzeugt sie davon, das sie dringend wegmüssen. Er wird dabei von einem heftigen Erdbeben in seinen Argumenten unterstützt und so fahren sie zusammen zurück zum Flughafen. Leider ist der Pilot bereits tot. Glücklicherweise kann der Gordon, der neue Macker von Jacksons Ex-Frau, fliegen… also zumindest hatte er schon 2-3 Flugstunden.

Die Verfolgungsjagd mit der Zerstörung, die im Auto begann setzte sich nun im Flugzeug fort. Erstmal fliegen sie selbstverständlich nach Yellowstone um dem Hippie die Karten abzuknöpfen. Karten auf denen eingezeichnet ist, wo die Archen sind. Der Herr Frost ist allerdings schon total zugedröhnt irgendwo auf nem Berg und berichtet dort all seinen Radiohörern vom Ende der Welt. Allerdings schafft Jackson es noch in letzter Sekunde die Karten von ihm abzuziehen und zurück zum Flugzeug zu kommen, während im Hintergrund spektakulär der Yellowstone ausbricht.

Im Flugzeug merkt er dann, das sie nach China müssen, tolle Wurst. Also erstmal nach Las Vegas, auftanken. Dort trifft er dann seinen Arbeitgeber, den stinkreichen Russen Karpov, der da auch gerad nich weg kommt weil sein Flugzeug kaputt ist. Sasha, sein Pilot schafft es dann noch eine riesige Antonow An-225 zu organisieren. Mit Gordon als Co-Pilot fliegen sie dann los. Eigentlich wollten sie noch in Hawaii zwischenlanden und nachtanken, leider gibt’s Hawaii zu diesem Zeitpunkt schon nichtmehr. Da sich die Erdkruste aber eh permanent rumverschiebt, was ja eh der Grund für die ganzen Erdbeben ist und so, schaffen sie es auch ohne Treibstoff noch fast bis zu den Archen. Leider glückt die Landung ohne funktionierende Triebwerke nicht so optimal und der gute Sasha stirbt.

Die anderen schaffen es jedoch und werden von ein paar Chinesen aufgegabelt. Die nehmen allerdings nur den stinkreichen Russen Karpov und seine zwei verzogenen Gören mit, denn die haben ja Tickets. Der Rest der Gruppe verbleibt im vereisten Himalaya und macht irrt ein wenig in der Gegend rum, bis sie zufällig auf einen tibetischen Mönch treffen, der gerad mit seiner Familie mit dem Auto seines Mönch-Chefs durch die Pampa kurvt um die Archen zu erreichen. Sein Bruder ist da nämlich Schweißer und hat versprochen sie reinzuschmuggeln. Gemeinsam kommen dann alle an den Archen an und sie machen sich auf um durch irgendwelche Geheimtüren noch in die Arche zu kommen.

Währenddessen ist oben allerdings schon die Kacke am dampfen. Von den insgesamt 8 Archen oder so sind nämlich nur 4 oder so fertig geworden. Eine ist im letzten Moment auchnoch kaputt gegangen und kann daher nicht benutzt werden. Der stinkre… Karpov und seine Kinder hatten unter anderem Plätze dort gebucht und waren dann recht erzürnt mehrer Milliarden in den Sand gesetzt zu haben.

Irgendwann war es dann an der Zeit, die Schiffe aus dem Hangar rauszufahren, auf so eine Art Anker, der sie festhalten soll, während sie von der ankommenden Monsterwelle angeflutet werden. Also Tore zu, rausfahren. Im Hangar warten dann aber noch tausende Leute, die auch noch mitwollten. Der Wissenschaftler schafft es dann alle Leute davon zu überzeugen in den verbleibenden 60 Sekunden bis die Welle eintrifft halt die Tore nochmal aufzumachen um die Leute an Bord zu nehmen. Klasse Sache.

In dem Moment als die Tore des Schiffes 4 wieder aufgehen sind Jackson und seine Freunde allerdings gerade noch voll im Schiff-geheim-Betreten-Vorgang. Durch ein kleines Missgeschick fällt dann leider der überdimensionale Akkuschrauber vom Schweißer-Bruder in die Zahnradanlage des Tors. Außerdem stirbt Gordon. Der Rest kann sich allerdings in irgendeinen Gang unter dem biologischen Bereich retten. Als sie die Tore dann wieder schließen wollen, merken die in der Kommandozentrale recht schnell, dass da was klemmt, können das Problem allerdings auch nicht lösen.

Die Welle kommt also und durch das nicht ausreichend geschlossene Tor wird das Schiff etwas geflutet. Die Schotten werden geschlossen und Jackson und seine Freunde sind irgedwann eingeschlossen und drohen zu ertrinken. Irgendwann wird ihm dann allerdings gesagt, das da wohl was blockiert ist und er schwimmt mal eben rüber und versucht das Problem zu fixen, indem er den Akkuschrauber entfernt. Mehr oder minder klappt das dann auch irgendwann und die Tür schließt. Alle sind gerettet.

Am Ende ist dann alles Friede-Freude-Eierkuchen, das Wasser zieht sich langsam zurück und die Erde wird wieder bewohnbar. Außerdem erwähnen sie das Afrika sich erhöht hat und eventuell garnicht überflutet wurde. Was für eine Metapher!

(Puh, ganzschön wirr was ich da geschrieben hab. Und da fehlt noch die Hälfte der Charaktere und Handlungsstränge)

Fazit

Puh. Also ich hatte nicht viele Erwartungen an den Film, wollte eigentlich nur von dem Effektfeuerwerk unterhalten werden. Der Film begann leider etwas trocken, viel Gelaber, irgendwann gehts dann aber effektmäßig und so richtig los und der Film kommt in Fahrt. Die Fahrt ist allerdings dann irgendwann am ende des zweiten Drittels langsam vorbei und die letzten Minuten werden dann wieder etwas langsamer und vor allem ziemlich kitschig. Oh ja, kitschig. Aber insgesamt ein normaler Emmerich-Film.

starstarstarstarblankstar

26. November 2009 — Film, Reviews