
Am Wochenende war es nach langer Zeit malwieder soweit: Anime-Convention. Also die erste größere seit der Connichi im letzten Jahr. Laut animexx-Event haben sich gut 1000 Leute eingetragen, ich denke in etwa soviele waren letzendlich auch anwesend.
Die Location an sich war das Kloster Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck, 25 Minuten mit der S-Bahn von München entfernt. Idealerweise besitzt dieses beschauliche Örtchen eine Sparkassen-Filiale direkt neben dem Bahnhof. Sehr löblich. Die Aufteilung der Räumlichkeiten war ganz gut gelöst, der Händlerraum war ziemlich groß, größer als auf der Hanami, der Gamesroom war vergleichsweise riesig und dadurch wenig stickig und daher wenig atmosphärisch. Durch die großen Wiesen im Innenhof und drumherum gab es mehr als genug Platz um sich hinzusetzen, auszuruhen oder Fotos zu machen ohne von allzuvielen Menschen gestört zu werden, da könnte sich so manche Con was von abschneiden.
Für die Organisatoren wird die Verteilung der Räumlichkeiten aber eher schlecht gewesen sein, denn daraus resultierten 100 kleine Eingänge die bewacht werden mussten — denn rein gings natürlich nur mit Ticket. Und das war teuer. Ich empfinde 28 Euro für ein Zwei-Tages-Ticket doch schon relativ hoch. Die Hanami kostet nur die Hälfte1. Immerhin schien von der Organisation alles relativ gut geplant und zumindest mir ist nichts aufgefallen was aus den Ufern gelaufen wäre.
Selbst die Technik lief ziemlich reibungslos. Zumindest bei den beiden Showveranstaltungen wo wir anwesend waren. Das war zum einen Tsuki no Senshi, eine komische Truppe von umherhüpfenden und “Theaterspielenden” Leuten und zum anderen der Fremdschäm Cosplay Wettbewerb.
Tsuki no Senshi war, naja, sie haben sich Mühe gegeben. Angesagt war ein “Musical”, allerdings haben sie nicht wirklich oft gesungen, nennen wir es also eher “Theaterstück”. Worum es ging ist nicht von belang, jedoch schwankte die Story zwischen schnulzig und ganz gut. Als größte Störung hierbei empfand ich die technische Durchführung. Weils nich genügend Headsets gab haben einige Leute Handmikofone gehabt, andere gesprochene Parts wurden geplaybackt. Das ergab irgendwie eine sehr unschöne Mischung2. Das Licht war auch öfters nicht besonders ideal gesetzt3. Insgesamt war es aber doch ganz gut, vor allem visuell, denn die Kostüme waren schon ziemlich gut. Ich glaub ich wär zu perfektionistisch um bei soetwas mitzumachen.
Der Cosplay Wettbewerb, war wie schon gesagt, relativ naja.
Fotos habe ich nicht viele gemacht, eigentlich nur ein paar von shao. War aber nicht soviel los an Fotografen, 1-2 erstzunehmende DSLR-Benutzer4, leider weder der Gerlach noch der Hamsi da
Mal schauen ob es eine nächste Animuc geben wird und ob sie dann auf mehr Anklang stoßen wird.
Noch ein bisschen Ungeordnetes:
- Die “Extras” die es zum Con-Ticket gab bestanden nur aus ner dummen RTL II-Tüte mit Flyern und nem RTL II-Schlüsselband. Bei 28€ hätte ich da schon etwas mehr erwartet. Ja, ich weiß… Location… teuer…
- Dieser kranke “Foto-Workshop” war ja mal schrott. Ein Sessel/eine Bank, vor einer Wand zugepflastert mit Werbung, davor 2 Lichterchen und irgendeine Billigkamera, ein tolles Gespann was letzendlich qualitativ hochwertigste Fotos erzeugt hat, Schlagschatten inklusive. Ich glaub das hätte jeder 08/15-DSLR-User draußen besser hinbekommen. Interessanterweise schien die Sache jedoch recht beliebt zu sein…
Fußnoten
- Ja, ok, da kostet die Location vielleicht auch nur ein Viertel an Miete, …
- Ja, ich weiß, Headsets sind teuer, …
- Ja, ich weiß, es sind keine Profis in der Technik.
- Damit meine ich mal ganz materialistisch gesehen Leute die nicht mit 400D + Kit-Objektiv + Interner Blitz rumgelaufen sind. Ja, ich weiß, damit kann man auch gute Fotos machen


Nachtrag zur Animuc. | schafwelten:
[...] meinem Post zur Animuc erwähnte ich ja, dass ich keine ernstzunehmenden Fotografen gesehen hab. Scheinbar waren [...]