Am Freitag Abend sah ich nun endlich auch Public Enemies, den neuen Film mit meinem Lieblingsdarsteller Johnny Depp! Seitdem ich mal den Trailer dazu sah (wahrscheinlich vor Illuminati) war mir eigentlich klar, dass ich ihn mir angucken muss, denn der Depp ist ja eigentlich ein Garant für tolle Filme. Leider ging ich am Ende nicht mit großer Begeisterung aus dem Film.
Handlung (Spoilergefahr)
Der Film behandelt die Geschichte von John Dillinger, einem recht bekannten1 amerikanischen Bankräuber. Der Film gibt die Geschichte wohl recht realitätsgetreu wieder, was allerdings auch das Problem des Films ist — die Spannungskurve ist etwas suboptimal und das Ende ziemlich bescheiden.
Kurz und dilletantisch zusammengefasst: John befreit Freunde aus Gefängnis, alle überfallen Banken, John verliebt sich, sie überfallen Banken, sie werden gefasst, sie brechen aus, sie überfallen ne Bank, sie werden in ihrem Unterschlupf gefunden und bin auf John alle erschossen, John lebt kurz bei Freundin, dann bei Bordellbesitzerin und wird letzendlich nach dem Kino erschossen. Zwischendurch gibt’s allerhand Feuergefechte und tote Gangster, FBI-Agenten und Zivilisten.
Fazit
Der Film an sich ist gut. Die Story ist halt, naja, da Michael Mann sich weitesgehend an die Geschichte gehalten hat halt vom Spannungsverlauf etwas blöde. Der Depp spielt seine Rolle selbstverständlich wunderbar und es gibt auch den ein oder anderen “coolen Spruch”, allerdings hab ich das Gefühl, dass der Film mehr Waffensounds2 hatte als Dialoge.
Das was mich aber wirklich im ganzen Film, schon seit der ersten Sekunde extrem gestört hat, war diese neuartige digitale Aufnahmetechnik. Es wirkt einfach alles so komisch. Dazu kommt noch die elende Wackelkamera.
Insgesamt war ich direkt nach dem Film schon ziemlich enttäuscht weil ich mehr erwartet hatte. Im Nachhinein muss ich aber sagen das er bis auf die Aufnahmetechnik doch eigentlich in Ordnung war. Ich werd ihn mir nochmal anschauen wenn’s ihn auf DVD gibt.
PS: Wie ist das eigentlich mit Kinoplakaten? Darf man die zur Illustration von Review-Blogposts verwenden oder wird man dann direkt verklagt?
Fußnoten
- Ich hab vorher allerdings noch nichts von ihm gehört :/
- Die im Übrigen exzellent und realistisch klangen


Daniel:
Schönes Review, so ähnlich seh ich das auch. Und man kann sich gar nicht genug gegen Action-Wackelkamera aussprechen, auch wenns in Public Enemies noch gemässigt war.
Ich hoffe die Wackelära geht so langsam zu Ende, G.I. Joe (Ja ich hab mich breitschlagen lassen und schäme mich auch ein bisschen) z.b. hatte garkeine. Man konnte die, mit Sicherheit nicht billigen, time lapse CGI-Sequenzen dadurch sogar richtig geniessen und sogar Details erkennen!!1elf!!1
Zu den “volldigitalen” Filmen hab ich mich noch nicht entschieden wie ich das finden soll. Wenn man “im Film drin ist” merkt man ja nicht mehr das es aussieht wie mit der 200€ 1080p Kamera vom Pennymarkt gefilmt. Anererseits erleichtert es halt den Film-Produktionsprozess ungemein, und führt so vielleicht durch geringere Kosten zu mehr und besseren Filmen?!?
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