Sunshine

Letztens sah ich Sunshine, einen Film, dessen Trailer ich damals, so vor drei Jahren mal im Kino sah und aufgrund der Effekte total super fand. Aus irgendeinem Grund kam es allerdings nie dazu, dass ich den Film im Kino sah. Das habe ich dann jetzt nachgeholt, wenn auch nicht im Kino.

Handlung (Spoiler!)

Bei dem Film von Danny Boyle geht’s im Grunde darum, das eine Crew aus Wissenschaftlern und Astronauten aufbricht, um die Sonne zu retten. Diese ist im Jahre 2057 nämlich kurz vor dem kaputt gehen. Irgendein Spezialist auf der Erde hat sich dann den grandiosen Plan ausgedacht, man könnte die Sonne wieder reaktivieren, indem man einfach eine kollosale Bombe reinschmeißt.

Sunshine wirft einen dabei direkt in die Handlung auf dem Raumschiff und erspart sich die Erklärung wie die Mannschaft zustande kommt.

Jedenfalls fahren sie halt ein bisschen Richtung Sonne. Als sie dann am Merkur vorbeikommen, empfangen sie dann plötzlich lustige Funksprüche von nem anderen Raumschiff, der Icarus I. Hier erfährt man dann, dass dies schon der zweite Versuch ist diese Mission zu erfüllen. Aus diversen rationalen und unrationalen Gründen entscheiden sie sich dann dafür, mal auf dem alten Raumschiff nachzuschauen, ob da vielleicht noch jemand lebt oder so. Außerdem könnte man es ja vielleicht reparieren und dann mit zwei Bomben zur Sonne fliegen.

Damit beginnt allerdings die ganze Misere — erst geht das Sonnenschild etwas kaputt, dessen Reparatur ein Crew-Mitglied kostet. Irgendwann später erwischts dann auchnoch den Oxygen-Garden, den Teil des Schiffes wo ne Menge Grünzeug wächst um Sauerstoff zu produzieren. Beim Andocken an die Icarus I kommt dann auch noch der einzige Überlebende der ersten Mission an Board — ein mit der Zeit etwas bekloppt gewordener, der nun erstmal das Dock sabotiert. Um doch noch zurück zu kommen “schießen” sich dann drei Leute, eingewickelt in irgendwelches Dämm-Material rüber. Leider kommen nur zwei an.

Der Psycho macht nun erstmal alles kaputt und tötet die Meisten Leute an Bord. Letzendlich schaffen die letzten beiden es dann doch noch die Bombe abzukoppeln und in die Sonen zu manövrieren, sterben dann allerdings gemeinsam mit dem Psycho-Typen. Somit sterben in diesem Film alle.

Meinung

Nunja. Zuerst einmal muss man sagen, der Film ist von der Präsentation her schon toll. Gut animiert, gut gefilmt, die Musik ist auch durchaus passend und angenehm. Es wird die anderhalb Stunden auch nicht langweilig, wobei der Film recht gemäßigt startet und dann, nachdem sie an der Icarus I andockten deutlich an Geschwindigkeit und Dramatik gewinnt.

Ich allerdings gerne mehr über das Zustandekommen der Mannschaft gewusst, ähnlich wie bei Armageddon, oder so. Wenn man da einfach so reingeworfen wird, kann man sich kaum mit den Crewmitgliedern identifizieren. Insgesamt war die Mannschaft allerdings gut zusammengewürfelt und allesamt recht interessante Charaktere.

Wenn man den Film erstmal nur aus einem “logischen” Standpunkt aus schaut, wird man sich den ganzen Film über wohl nur über die diversen Logikfehler aufregen. Angefangen schon bei der generellen Annahme man könnte mal eben mit nem Raumschiff ne Bombe in die Sonne schmeißen und dann, im Bestfall, noch lebend zur Erde zurückkehren. Aber auch andere Dinge, wie der etwas zickige Bordcomputer sind ein bisschen komisch. Die “okay, schießen wir uns mal 50 Meter durch den Weltraum, ohne irgendwelche Raumanzüge, nur in Dämmmaterial eingewickelt zu unserem Raumschiff zurück”-Aktion war auch etwas… naja.

Betrachtet man den Film allerdings dann nochmal aus einem eher unrationalen, philosophischen Kontext, dann kann man durchaus gute Dinge daran erkennen. Auf “g-wie-gorilla.de” gibt es da ein interessantes Essay.

Jedenfalls hat mich der Film unterhalten und auch zum Denken angeregt, auch wenn er jetzt nicht das große Kino war, was ich nach dem Trailer erwartet hatte.

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PS: Das Foto stammt natürlich nicht aus dem Film sondern ist von mir. Ich hab keine Ahnung wie das copyrightmäßig aussieht mit Screenshots aus dem Film/Filmplakaten, deswegen hab ich mich nicht getraut :/

24. October 2009 — Film, Reviews