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Bye, bye Furtwangen. Ein bilderloser Blogpost über volle Koffer und pünktliche Züge.

Am Donnerstag war es nun soweit, nach ein paar Jahren fröhlichen studierens im Herzen des Schwarzwalds kehrte ich Furtwangen vorerst den Rücken.

Okay, ein paar Mal muss ich schon noch hin. Da wären einmal die Wiederholung der BWL-Klausur, die mündliche Prüfung, die Thesis-Vorstellung und sicherlich noch ein paar andere Termine, die dann aber alle von Radolfzell aus abhandelbar sein sollten.

Am Mittwoch begann ich also mit meinen Aufräumarbeiten. Fenster putzen, Schränke auswaschen, Regale abstauben, Kühlschrank waschen, Herd schrubben, Bad putzen, usw… Dabei verbrauchte ich etwa eine Sprühflasche “Meister Proper Eins-für-alles”.

Donnerstag stand ich dann irgendwie um 7 oder so auf, packte noch die letzten Dinge in den Koffer und wartete auf den Hausmeister, der laut Auszugsinfozettel irgendwann zwischen 8 und 11 kommen sollte. So gegen 0830 kam er dann, guckte kurz rein und meinte direkt so “hier, die Ränder an den Herdplatten müssen sie nochmal schrubben und den Boden nochmal wischen, ich bin dann in ner Stunde wieder da”.

Hoch erfreut nahm ich dann zum wiederholten Male den Topfkratzer und den Herrn Proper zur Hand und schrubbte weitere 30 Minuten die Herdplattenränder und wischte nochmal schnell durch. Als der Hausmeister dann wieder da war, nahm er mir das Zimmer dann doch überraschend problemlos ab und ich stand mit Koffer, Rucksack, Tasche, Gitarre, Kissen und Microfaser-Decke vor meinem ehemaligen Zimmer.

Spätestens da merkte ich dann, dass es irgendwie etwas zuviel Gepäck war und stopfte die Decke noch in den brechend vollen Koffer und das Kissen unter den Arm und machte mich auf den Weg zur FH um dort bis 1219 zu warten, denn dann sollte mein Bus fahren.

Als ich dann nach schlappen 30 Minuten schwerster Anstrengung in der FH angekommen war, wurde mir klar, dass das so nichts werden kann. Also schnell das Zeug abgestellt und zur Post gelaufen, um mir 2 Pakete in Größe M zu besorgen. Wieder in der FH packte ich diese dann randvoll mit Schmutzwäsche und Zeug und brachte die gefüllten Pakete wieder in die Post. Der Koffer war nun schonmal wesentlich leichter, leider immernoch nicht wirklich gut transportabel.

Um 1205 machte ich mich trotz schweren Koffers auf den Weg zum Busbahnhof und stieg in einen völlig überfüllten Bus. Auf die Gesellschaft von 50 karnevalsgeschmückten Kindern hätte ich auch gut verzichten können. Die restliche Zugreise gestaltete sich dann relativ normal. Für den Weg vom Friedberger Bahnhof zu shao benötigte ich dann ebenfalls etwa 30 Minuten.

Was lernt man daraus? Man sollte nicht davon ausgehen, dass ein Koffer ja praktisch ein unbegrenztes Fassungsvermögen hat, wenn man plant umzuziehen.

Jetz bin ich jedenfalls erstmal noch bis zum 25.2. oder so bei meiner Freundin und dann gehts mit meinen Eltern über München nach Radolfzell!

13. February 2010 — Daily Life