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Ein Blog im Wandel der Zeit

Als Titelbild wären nun ein paar alte Design-Screenshotinteressant gewesen, hab ich aber leider nicht

Heute morgen brachte ich oben in der Linkleiste dieses kleine Fragezeichen unter, welches auf /random verlinkt — eine Seite die einem widerrum auf einen zufälligen Blogpost verlinkt. Dabei habe ich dann einige alte Posts gelesen und mir ist aufgefallen, dass sich meine Art zu bloggen in den fast fünf Jahren die es diesen Blog schon nun gibt, ziemlich verändert hat.

Den Blog startete ich damals so richtig als Tagebuch. Mit richtig meine ich, ich habe echt versucht jeden Tag einen Blogpost zu veröffentlichen, in dem ich so schrieb was ich den Tag über so gemacht hab. Anfangs war das auch so eine Art Wettstreit mit dem Herrn Alcore, der seinen Blog zur gleichen Zeit startete und anfangs auch sehr regelmäßig schrieb. Aber spätestens seit seinem Australienurlaub hat sich die Postfrequenz bei ihm sehr verringert, seit fast nem Jahr ist da garnix mehr passiert.

Ich hab jedenfalls länger damit durchgehalten, zumindest als ich noch in der Schule war. Während des Zivildienstes wurde es dann schon langsam weniger und mit dem Studium kam das tägliche bloggen dann auch irgendwann zum erliegen. Mehr oder weniger zum Glück, denn irgendwie macht es auch nicht so viel Spaß wenn man jeden Tag zwanghaft noch schnell versucht einen Blogeintrag zu verfassen.

In den letzten Monaten veröffentliche ich jetzt nurnoch seltener Posts, in denen nur steht was ich gemacht habe, im Sinne von

Heute in der FH gewesen, zwei Blöcke, relativ langweilig. Dann Essen kaufen. Heute gibts Spaghetti.

sondern konzentrier mich eher auf mehr Beiträge mit mehr Inhalt oder auch eventuell interessanterem Inhalt. Diese anderen Sachen sind irgendwie mittlerweile hauptsächlich bei Twitter zu finden. Eigentlich bin ich mit dieser Tendenz auch recht zufrieden, wobei ich manchmal schon etwas vom Empfinden her durcheinanderkomme.

Eigentlich ist dieser Blog immernoch ein Tagebuch, eigentlich ja etwas privates. Trotzdem freue ich mich, wenn ich viele Feedreader habe und meine Google Analytics Statistiken gut aussehen, obwohl es mir andererseits halt auch egal ist, weil ich das hier doch auch zum großen Teil für mich selber schreibe. Aber es ist ja auch ein Blog, mit Kommentarfunktion, daher freut man sich natürlich immer auch über Kommentare. Und will eigentlich auch zum diskutieren anregen.

Manchmal frage ich mich, was ich eigentlich mit dem Blog erreichen will. Eigentlich will ich nur mein Leben, meine Gedanken festhalten und dokumentieren. Aber es ist halt auch dieser kleine Mann in meinem Kopf, der gerne erfolgreich und von 1000 Leuten gelesen werden möchte. Zum Glück ist er klein. :D

Die Geschichte mit Twitter ist noch, das man da, wie es scheint, seine Tweets selber archivieren muss, wenn man sie irgendwann später wieder durchgehen will. Über die API bekommt man soweit ich weiß nämlich immer nur die letzten 3200 Stück. Gut, das ich da halbwegs vorgesorgt hab. Irgendwann muss ich dann noch etwas basteln, das die Tweets dann Tagweise ausgibt, damit ich schön sehen kann, was ich so gemacht habe.

Ich weiß nicht, ob ich damit alleine da stehe, aber ich find es irgendwie gut, auch in 4 Jahren noch sehen kann, was ich in der Vergangenheit so gemacht habe und finde es, wenn ich jetzt zum Beispiel alte Blogposts lese meist ziemlich amüsant.

19. January 2010 — Blog