Hallo. Letztens schaute ich ja den Prince of Persia Film. Dort erwähnte ich auch meine Lust, mal wieder ein POP zu spielen und außerdem auch das neue Spiel, was irgendwie Ende Mai rauskam. Nen guten Monat später war es dann bei zavvi.com für etwa 20€ zu haben — da habe ich natürlich zugeschlagen und mir die XBox360-Version geholt.
Nach, sagen wir, etwa 12 Stunden Spielzeit, habe ich nun den Endboss besiegt. Der Kampf war durchaus mal etwas schwerer, mit etwas Taktik aber gut lösbar. Aber Endbosse sollten ja auch etwas schwerer sein.
Kontext
Man steuert natürlich den Prinzen von Persien. Die Story handelt davon, dass sein Bruder, Malik, irgendwie die Armee von König Salomon freisetzt. Dann geht alles den Bach runter. Ein böser Dschinn ergreift besitz von Malik und wir müssen nun versuchen ihn zu retten.
Dabei schnetzelt man sich durch Monsterhorden und springt natürlich ziemlich viel umher. Man läuft an Wänden hoch, macht Überschläge an rumhängenden Stangen, hält sich an Säulen fest und springt von Aasgeier zu Aasgeier. Um die ganze Sache zu erleichtern kann man Wasser einfrieren (und dann Wasserfontainen und Wasserfälle zum Klettern verwenden), sich kurzzeitig in einen Blitz verwandeln und, äh, muss in manchen Bereichen kaputte Palastbereiche kurzzeitig reparieren. Außerdem gibts ein paar Fallen, denen man ausweichen muss. Das Ganze erfordert meistens ein bisschen gutes Finger-Timing. Wenn mal etwas nich klappt kann man dann zur Not noch die Zeit zurückdrehen.
Um die Kämpfe zu erleichtern kann man sich auch der vier Elemente bedienen und so etwa Feuer hinter sich herziehen und Tornados beschwören. Die ganzen Skills kann man sich für Experience Points kaufen, die man selbstverständlich bekommt, wenn man Gegner umlegt. Hab ich was vergessen? Bestimmt.
Gedanken
So. Ich kann ich sagen, dass ich die grafische Darstellung durchweg gut fand, was aber bei aktuellen Spielen eigentlich eh kein Thema mehr ist. Da man sich die meiste Zeit allerdings innerhalb der Palastmauern befindet, wird’s allerdings irgendwann auch langsam eintönig. Monstertypen und so wiederholen sich auch recht oft. Eigentlich gibts nur so 4 verschieden kleine und 2-3 große Gegnertypen.
Die Steuerung. Schwieriges Thema. Im Großen und Ganzen ist sie ganz gut, ähnlich der Steuerung der vorherigen Teile. Manchmal ist sie allerdings auch arg hakelig und nicht sehr flüssig, teilweise springt der Herr Prinz auch gerne mal sonstwohin. Aber das passiert zum Glück relativ selten. Die Kämpfe mit den Gegnern gestalten sich relativ unspektakulär und sind lange nicht so gut und flüssig, wie etwa in Bayonetta. Außerdem one-hitted man etwa nach zwei Dritteln des Spiels eigentlich fast alle, was die Sache auch nicht gerad spannender macht.
Die musikalische Untermalung ist gut und passend, soundtechnisch gibt es soweit auch nichts zu meckern. Der Prinz und die Nebencharakterin reißen ab und zu mal einen lustigen Spruch — find ich gut, macht die Sache lebendiger.
Ich hab im Internet viele Meinungen gelesen, die sagen “Boah, die Story ist total linear”, “Ich komm mir vor wie in einem langen Tutorial”. Dazu muss ich sagen, ja. Stimmt. Die Story ist ziemlich linear. Außerdem ist im Grunde immer fest vorgegeben wo man langspringen muss um das Ziel zu erreichen. Allerdings find ich das eigentlich auch recht hilfreich, das einem da soviel geholfen wird, sonst würde man bei den teilweise ziemlich kranken Sprungeinlagen auch schnell die Übersicht verlieren.
Die Meinung mit dem “langen Tutorial” bezieht sich auf die Tatsache, dass es meistens so Abläuft: Prinz bekommt neue Fähigkeit → Prinz braucht genau diese Fähigkeit natürlich in den nächsten fünf Minuten besonders oft. Aber ich mein, das is doch eigentlich meistens so. Im letzten Drittel muss man dann eigentlich alles mögliche gleichzeitig und nacheinander einsetzen.
Fazit
Ich hatte Spaß beim Spielen. Manche Sprung-Passagen sind leicht, anderere doch ziemlich herausfordernd. Insgesamt ein guter Mix, auch wenn manche Frust-Momente durch eine weniger hakelige Steuerung hätten vermieden werden können. Kann das Spiel guten gewissens weiterempfehlen, wenn man so Spiele mag. Plattformer heißen die, glaub ich. Die Story is jetz natürlich nicht so herausragend spannend, also wer da Wert drauf legt, wird nicht unbedingt super bedient.
PS: Die Screenshots hab ich natürlich vom Fernseher abfotografiert.
PPS: Wer sich gerne Spoilern will oder Lust hat den doch ziemlich langweiligen Endboss-Kampf anzuschauen, hab ich das mal aufgezeichnet:




Bruder:
Info : Die Wii-Version von PoP The Forgotten Sands enthält sowohl eine abgeänderte Story,als auch KEiNE(!!!) Möglichkeit die Zeit zurückzuspulen.Es gibt spezielle Rücksetzpunkte.Dafür kann man in der Wii-Version per Cursor spezielle Fähigkeiten nutzen. So kann man etwa Ringe zum Klettern mit dem Cursor aktivieren oder mit einer Sandkugel in der Luft schweben.Der Charakter des Prinzen ist auch anders: So ist er in der Wiiversion naiver und wünscht sich Schloss und Prinzessin,während er in den Ps360 Versionen den Besitz ablehnt.
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