Warum ich mir kein iPad vorbestellte.

Kurze Antwort: Ich brauch’s nicht. Lange Antwort:
Ich habe durchaus darüber nachgedacht. Natürlich ist das iPad gewissermaßen ganz cool, ist halt ein Apple-Gadget. Aber mir viel bis heute kein richtig sinnvoller Einsatzzweck dafür ein.
Es passt nicht zu meinem Tagesablauf
Denn mein Tag sieht meistens so aus, das ich halt vor meinem Desktop-Rechner sitze. Dort nehme ich das Internet auf und kommuniziere. Dort mache ich alles. Weniger anspruchsvolle Dinge und auch anspruchsvollere Dinge. Ich mag es einfach. Mein Stuhl ist bequem, hier habe ich gute Musik-Beschallung, hier habe ich zwei riesige Monitore. Ich habe die Möglichkeit jederzeit alles zu tun, egal wie resourcenhungrig es ist.
Natürlich könnte ich mich auch mit meinem iPad auf die Couch oder ins Bett setzen und dort meine RSS-Feeds lesen, doch es würde mir etwas fehlen. Abgesehen davon kann man mit dem iPad nicht so arbeiten kommunizieren, wie ich es gewohnt bin, schon allein aufgrund des fehlenden Multi-Taskings1, aber halt auch weil ich zuwenig Monitore habe.
Wenn ich mich dann mal von meinem Schreibtisch löse, dann tu ich es aber auch um XBox zu spielen um mich auch mal aus der “digitalen Welt” zu lösen. Dann setzt man sich halt auf die Couch und liest ein Buch oder guckt fernsehen. Dann brauche ich kein iPad.
Falls ich dann doch mal aus dem Bett oder von der Couch aus online sein will hab ich ja auch immernoch mein Notebook, womit ich wesentlich besser kommunizieren und konsumieren kann — das kommt allerdings auch nur selten vor, eigentlich benutz ich das Notebook nur wenn ich unterwegs bin. Oder krank. Oder zum Beispiel Musik hören will, wenn ich bade.
Ich lese keine digitalen Bücher
Und als eReader würde ich das iPad auch nicht einsetzen. Ich kann mit dem ganzen eReader-Konzept sowieso nichts anfangen. Bücher müssen aus Papier sein, Bücher müssen in einem Bücherregal stehen. Das ist genauso wie Musik-CD’s. Da bin ich ganz altmodisch. So ein schönes altes großes volles Bücherregal macht doch viel mehr her als ein C:\Dokumente\iTunes\iBooks\.
Es ist zu teuer
Ein paar ganz okaye Einsatzmöglichkeiten fallen mir ja doch noch ein, aber das sind dann eher so Dinge, die auf dem iPhone auch problemlos gehen, nur halt auf dem iPad etwas komfortabler wären, da das Display größer ist. Ein Beispiel hierfür wäre RSS-Feeds lesen, früh’s im Zug zur Arbeit. Aber dafür bräuchte man direkt mal die UMTS-Version und noch nen entsprechenden Datenvertrag — da les ich doch lieber aufm iPhone.
Das iPad wäre bei mir so ein typisches Geek-Spielzeug, wo man 2 Tage mit rumspielt und dann liegt es halt in der Ecke. Daher verzichte ich. Danke.
Fußnoten
- Ja, ich weiß, das kommt dann mit iPhone OS 4 irgendwann
andy:
Wobei es nicht heißt, das ich nicht auch die Leute verstehen kann, die eins kaufen. Wenn’s denen halt in den Tagesablauf passt, warum nicht.
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andy:
Warum ich mich hier für etwas, was ich garnicht tue, rechtfertige, weiß ich auch nicht.
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Yannick:
Mein Tagesonlineverhaltenpcdinges spielt sich zu 40% am Schreibtisch und zu 60% auf der Couch ab. Darum ein iPad.
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Ein anonymer Mtz:
Ich gratuliere!
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Teo:
Ich denke nicht, dass das iPad für “uns” gemacht ist, sondern eher für Leute, die wenig Ahnung von Computern haben oder vielleicht keinen Rechner besitzen und trotzdem mal surfen wollen. Es ist ein Consumer-Gerät.
In Sachen E-Books, ist das iPad auch nicht die ideale Wahl. Der reflektierende Bildschirm macht es unmöglich mal am Strand oder auch nur bei Sonnenschein im Park zu lesen. Das E-Book-Konzept an sich finde ich dabei gar nichtmal schlecht.
Als weiterer gravierender Negativaspekt stellt sich für mich die Akkulaufzeit dar. 10 Stunden sind schön, aber das ist auch das Maximum, wenn man wenig CPU-lastiges macht.
Am Ende killt der Preis dann auch mein letztes Kaufinteresse. Ich weiss, dass diese Vorstellung unrealistisch ist, aber würde sich das iPad auf dem Preisniveau des iPod-Touch bewegen, wäre ich durchaus bereit das Geld anzulegen.
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chrisji:
Sehr guter Eintrag. Quasi das Pendant zu UARRRs Eintrag ‘Warum ich mir ein iPad kaufen werde’.
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Ich möchte dieses Tablett nicht kaufen, bitte | Teo-Net:
[...] Meinungen zum Pad gibt es z.B. bei Andy, UARR oder in einem Video vom [...]
Yannick:
@Teo: Nur weil ein Gerät intuitiv zu bedienen ist, ist es nicht auf eine spezielle Zielgruppe zugeschnitten. Eine solch einfache und sich selbsterklärende Bedienung wie Apple sie bietet, sollte Ziel jeder Entwicklung sein.
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Teo:
Die intuitive Bedienung sehe ich als Pluspunkt und nicht als Hauptargument für mein Non-Pro-Argument. Die geschlossene Umgebung, die das iPad darstellt in Kombination mit einigen fehlenden Features und Unfreiheiten lassen diesen Schluss wohl zu. Für mich sind das eindeutige Belege dafür, dass man zum Einen, vor allem ansonsten IT-ferne Kunden ansprechen will, als auch, dass man noch mehr Geld aus Apps pressen möchte. Weiterhin stellt sich mir die Frage, ob es sinnvoll ist, sich ein 500€-Gerät anzuschaffen, dass nur geringe Vorteile in einigen wenigen Anwendungsbereichen bietet, wenn ich bereits ein Notebook oder einen Desktop-Rechner besitze.
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Jannik:
Kann man hier irgendwo unterschreiben?
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Mufflkuchen:
Wow, und ich dachte, dass ich der einzige Mensch sei, der kein iP#d vorbestellt hat. Top!
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