Wie Paypal die Situation doch noch gerettet hat.
Meine Freundin bestellt des Öfteren mal verschiedene Dinge bei eBay-Versendern aus chinesischen Randgebieten wie etwa Hong Kong. Normalerweise klappt das auch immer ganz gut, diesmal gab es allerdings ein paar Probleme.
Vorgeschichte
Es begab sich etwa zum Anfang des diesjährigen Aprils. Wir bestellten mal wieder einen Gegenstand mit einem gewissen Wert bei einer seriös wirkenden eBay-Auktion. Am Anfang lief alles normal. Kommunikation mit Verkäufer, Versand per EMS, Tracking-Daten erhalten. Am 13. April befand sich das Paket, laut der Tracking-Webseite am Frankfurter Flughafen. Dann passierte eine lange Zeit ersteinmal nichts. Aschewolke und so, wir erinnern uns. Als sich dann bis zum 4. Mai immernoch nichts getan hatte, fragte ich mal beim Verkäufer nach. Dieser sagte, ich sollte warten. Okay.
Tracking-Übersicht von EMS
Und, wie durch zufall tat sich am 5. Mai etwas. “Attempted delivery”. “Delivery”. “Signed for by: RETOUR AN ABSENDE“. Okay. Verstehe. Der Postmann hatte halt keine Lust, oder hat die Adresse nicht gefunden und hat es zurück geschickt. Super. Das Problem bei der Sache ist, dass man bei Paketen von EMS nie so genau weiß, wer die in Deutschland ausliefert. Ich hab schon EMS-Pakete sowohl von DHL als auch von anderen Diensten wie DPD erhalten.
Diskussionen
Zuerst hab ich mich nun an den Verkäufer gewandt. Er sollte doch mal bitteschön herausfinden wo das Paket ist und warum die Auslieferung nicht geklappt hat. Leider verstand er kaum Englisch und ich verbrachte viele Gespräche damit ihm zu erklären, dass “RETOUR AN ABSENDE”, der Name der für das Paket unterschrieben hatte, kein deutscher Name ist und dass es heißt, dass das Paket sich auf dem Rückweg befindet. Nach einigen weiteren Wochen der Diskussion und des wartens entschied ich mich, bei Paypal die Konfliktlösungs-Funktion zu verwenden.
Diese Aktion hat nun auch nocheinmal drei Wochen gedauert. Das Ergebnis: “Der Verkäufer hat den Versandbeleg vorgelegt, dieser sagt, das Paket wurde zugestellt, alles in Ordnung!”. Ernüchterung. Auf Paypal kann man also auch nichts setzen.
Lösung
Als letzte Möglichkeit habe ich dann doch nochmal manuell eine E-Mail an Paypal geschrieben und die ganze Geschichte erklärt. Und siehe da — wahrscheinlich kam diesmal ein anderer Sachbearbeiter die E-Mail auf den Tisch. Jedenfalls hatte ich nach gut zwei Tagen die folgende E-Mail im Postfach:

Paypal Antwortmail - Erfrischend menschlich geschrieben.
Irgendwie haben sie wohl herausgefunden, welcher Versanddienstleister in Deutschland für das Paket zuständig war. Grandios. Die hatten tatsächlich die Adresse nicht gefunden und das Paket zu sich ins Lager zurückgeschickt. Dort wurde es dann von dem Lagerarbeiter wohl als “Retoure an Absender” unterschrieben und irgendwo hingelegt. Hätte Paypal jetzt nicht herausgefunden, wo es liegt, würde es wahrscheinlich dort noch Jahre herumliegen.
Ich hab dann kurz da angerufen, die Sache geklärt und eine Neu-Lieferung vereinbart. Damit sollte das Problem wohl geklärt sein. Durchaus dann doch eine gute Arbeit von Paypal!




