Manchmal bin ich etwas dumm.

Zum Beispiel wenn es darum geht, Mobilfunk-Verträge zu kündigen.

In meiner Naivität hatte ich nämlich gedacht, dass heutzutage kein Anbieter mehr völlig überzogene Kündigungsfristen von drei Monaten hat. Tja, falsch gedacht. Heute kam meine T-Mobile-Kündigungsbestätigung. Gekündigt zum 30.04.2012. Klasse Sache. Alles nur wegen 14 Tagen.

Mein erster Weg trieb mich nun zunächst in den T-Punkt in Radolfzell, weil dort kann man ja mit Menschen reden, fand ich besser als mich mit der Hotline rumzuschlagen. Schnell mein Problem erläutert und mich dafür entschieden, meinen Vertrag dann halt nochmal zwei Jahre zu verlängern und dafür das iPhone 4 zu nehmen.

Beim Prozess kam es dann leider zu dem Problem, das der Vertrag als gekündigt markiert war und daher nicht verlängert werden konnte. Sollte mich also doch an den Kundensupport wenden.

Also schnell angerufen. Freundlichen Mann dran gehabt, der mir erstmal erklärte, das es total schlecht wäre im T-Punkt Verträge abzuschließen. Denn nur er könnte mir unglaubliche Bonbons geben. Das klang natürlich überzeugend, und so ließ ich mir mal alles erklären.

Nach fünf Minuten hatte ich also wieder einen 2-Jahres-Vertrag an der Backe. Mobile M Friends oder so, Festnetzflat, 120 Freiminuten, 40 FreiSMS, Tethering erlaubt, gleicher Preis wie der Tarif den ich gerade habe — ohne Freiminuten und Kram, von daher schon ein halbwegs gutes Update. Dazu halt iPhone 4 zum Freundschaftspreis.

Das Bonbon war dann, dass er mir 6 Monate Grundgebühr erlässt. Was ja immerhin auch 240 Euro sind.

Ein bisschen dumm ist noch, das T-Mobile natürlich noch meine alte Adresse hatte und die Versandadresse nach Abschluss des Vorgangs auch nichtmehr geändert werden konnte. Also bekommen meine Eltern das iPhone 4 zugesandt. Was die Zeit, bis ich es erhalte natürlich verlängern wird. Wer mich kennt, weiß, das ich immer gern alles sofort habe. Deswegen ging ich ja zuerst auch in den T-Punk. ._.

Bitte lasst Kommentare wie “oooh, jetzt steckst du schon wieder in einem Knebelvertrag!!! Du Dummerchen” bitte stecken, das weiß ich selber. u_u

Geschrieben am 16. February 2011, 11 Kommentare, 0
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Mal eine freche Frage an den Crumpler-Support.

Meine Frage:

Hallo!

Ich bin seit einigen Jahren Crumpler-Fan und habe mittlerweile schon ein paar Taschen von euch (Pretty Boy XL, Dinky Di, MuffinTop 5500) und bin sehr zufrieden.

Bei meinem letzten Einkauf, dem MuffinTop, habe ich allerdings ein kleines Problem. Und zwar ist das Schulterpolster zu klein und daher ist es etwas unbequem.

Ich hab mich jetzt damit beholfen, das Schulterpolster vom Dinky Di dranzumachen, damit ist alles super — besteht nur halt das Problem, dass ich dann für den Dinky Di keins mehr hab.

Daher eine kleine liebe Frage: Wäre es möglich, dass ihr mir ein 2. Schulterpolster von Dinky Di-Größe zuschickt? Das fänd ich ziemlich knorke.

Danke im Voraus,
Philipp Waldhauer

Ihre Antwort:

Hallo,

wir haben leider keine separaten Schulterpolster

Meine Stimmung: :(

Geschrieben am 14. September 2010, 3 Kommentare, 0
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Warum ich mir keinen Apple TV kaufen werde.

Gerade Livestream geguckt. Sieht ja ganz schön aus alles. Aber naja, nix für mich.

  1. Filme, Serien nur ausleihbar
  2. Nur streambar, nix zum speichern (Okay, wenn mans eh nur leihen kann, braucht mans nich speichern). Aber Stream bedeutet Qualitätsverlust und Internetabhängigkeit
  3. Man kann zwar sicher von DLNA (oder wie das heißt), also den meisten NASen, streamen, aber sicher kein 1080p h264 mkv-Zeug und so.
  4. Kein Bluray-Laufwerk

Für mich als Freund des klassischen “Medium-Kaufen, Anschauen, ins Regalstellen”s ist der Apple TV damit ganz klar ein Schritt zu weit in der volldigitalen Zukunft.

Danke.

Geschrieben am 1. September 2010, 7 Kommentare, 7
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Warum ich diese kategoriebezogenen Versandkosten bei eBay hasse.

Aus irgendwelchen Gründen hat sich ebay ja gedacht, dass es total super wäre, in manchen Kategorien zu verbieten Versandkosten zu verlagen.

Okay, formuliert ist es etwas anders. Die erste Versandart muss kostenlos sein. Das ändert aber auch nichts an der Tatsache, denn die meisten eBay-Käufer werden wohl nicht auf die Idee kommen, eine Versandart zu wählen, die etwas kostet, wenns auch kostenlos geht.

Letztens war ich ja auf der Animagic. Dort gab es wiedermal eine Tüte mit allerhand Zeug, darunter 2 DVDs, ein Manga und eine komische Actionfigur. Wie schon letztes Jahr wollte ich das Zeug, was ich nicht brauche, nun bei eBay verkaufen. Also schnell alles reingestellt. Leider war in jeder Kategorie natürlich diese Versandkostenbegrenzung aktiviert.

Nach ein paar Tagen hatte ich die folgenden, nicht guten aber nicht schlechten, Ergebnisse eingefahren:

Michiko & Hatchin DVD 8,49€
Gunslinger Girl DVD 4,51€
Manga 1,00€
Actionfigur 3,00€
17,00€

So. Geld erhalten, ab zur Post. Wollte alles per Warensendung versenden, weil is ja das billigste. Dafür braucht man aber erstmal entsprechende Versandtaschen und so Klammern, damit man sie so verschließen kann, damit die Post es auch öffnen kann ohne was kaputt zu machen. Oder so. Also eingekauft:

3x Versandtasche 1,60€
Klammern (80 Stück) 2,50€
4,00€

Okay, von den Klammern werd ich noch den Rest meines Lebens lang genug haben, aber was solls. Dann schnell alles eingetütet und abgegeben. Die Actionfigur hat aufgrund ihrer Dicke natürlich nicht in so einen Umschlag gepasst und die anderen Teile kosteten 1,65€, ich dachte Warensendungen wären 85 Cent oder so? Nun gut:

3x Warensendung 4,95€
1x Päckchen 4,10€
9,05€

Super Sache. Fassen wir also zusammen:

Einnahmen 17,00€
ebay-Gebühren (8%) -1.36€
Ausgaben Material -4,00€
Ausgaben Porto -9,05€
2,59€

Diese Verkaufsaktion hat also gigantische 3,95€ 2,59€ eingebracht. Zieht man jetzt noch die Zeit fürs reinstellen und zur Post gehen ab, hätte ich die Sachen auch genausogut wegwerfen können. Achso, ebay-Gebühren muss man ja auch noch abziehen, weiß aber gerad nich wieviel das ist. Update: eBay-Gebühren integriert. Danke sh00t.

Ebay war irgendwie damals freundlicher, wenn man mal schnell ein paar kleine Dinge verscherbeln wollte.

Ja, okay, ich hätte die Sachen auch einfach in irgendeiner zufälligen Kategorie einstellen können, aber ob dann noch jemand die Sachen gefunden hätte ist fraglich.

Geschrieben am 11. August 2010, 7 Kommentare, 3
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Animagic 2010 und Spaß mit der Bahn.

Am Wochenende war ich mal wieder mit meiner Freundin auf der Animagic in Bonn. Dieser Eintrag soll und auf die verschiedenen Bereiche dieser Reise eingehen.

Wer bei Twitter gelesen hat wird über das meiste schon informiert sein, hier ist nur alles noch etwas ausführlicher dargelegt. Schnell-Links: Ein paar Worte zur Con an sich, etwas zu Bonn, Kritik am Hotel und das ausführlichste: die Bahnfahrt.

Animagic

Die Convention war, naja, conventionmäßig. Nichts herausragendes, nichts besonders schlechtes. Viele Cosplayer in Kostümen, die ihnen nicht passen, viele Cosplayer in Kostümen die ihnen sehr gut passen. Tausende Knipser mit Kit-Canons, -Nikons, -Sonys, viele halbwegs professionelle mit entsprechendem Equipment. Händlerräume in denen man fast nicht atmen konnte und Cosplaywettbewerbe, die naja, eher so mittel waren.

Vom Programm haben wir, wie immer, nicht soviel mitbekommen. Ein paar Folgen Anime im Anime-Kino, die Auktion und der DCM-Vorentscheid im Hauptsaal und ein paar andere kleine Dinge. Für eine Teilnahme am Go-Turnier am Sonntag waren wir dann leider etwas spät da.

Die Tüte, die man erhält, wenn man das ConPaket Deluxe kauft, enthielt malwieder nur so mittelmäßig gutes Zeug, wovon ich das meiste wohl demnächst bei ebay reinsetzen werde, das hat im letzten Jahr eigentlich schon recht gut funktioniert und fast 20 Euro eingebracht.

Gekauft habe ich eigentlich sogut wie nichts, nur im Bring-and-Buy-Bereich ein Kanon-Boxset für 20€.

Bonn an sich

Bonn. Eine Stadt in der ich eigentlich nicht wohnen will. Spricht mich irgendwie nicht sonderlich an alles. Immerhin haben wir es am Samstag abend dann noch geschafft einen Netto zu finden um uns günstig mit Getränken zu versorgen. Bei der ersten Suche am Samstag Mittag wurden wir leider nicht fündig, da sich in der Innenstadt da außer Klamottenläden und Fastfoodketten wohl nichts befindet.

Der Subway am Bertha-von-Suttner-Platz wird positiv im Gedächtnis verbleiben, da er 5€-Footlongs angeboten hat und zudem gratis doppelt Käse verteilt. Grandiose Sache.

Hotel

Diesmal waren wir im deragHotelAndLiving Kanzler in Bonn. Das liegt glücklicherweise direkt an der U-Bahn-Station Museum König und war damit gut zu erreichen. Um zur Beethovenhalle zu kommen musste man auch nur in die 66 steigen und 5 oder 6 Stationen fahren. Tip-Top.

Das Hotel Kanzler hat laut Auszeichnung 4 Sterne. Sieht von außen auch ganz ansprechend aus, ebenso der Lobbybereich. Überall große Abbildungen von Bundeskanzlern, wow. Nach kurzer Zeit erhielt ich von der Hotelangestellten auch schon meine Karte. Komischerweise wollten sie direkt mal die Kreditkartennummer hinterlegen, aus fadenscheinigen Gründen. “Die Chefin will das so”.

flickr: Photo 4853827523

Das Bad war wenigstens verspiegelt.

Das Zimmer an sich ist dann doch recht klein und etwas obskur aufgeteilt. Das Bett ist für ein 4-Sterne-Hotel auch ziemlich klein gewesen, hatte dafür aber einen Himmel. Der Fernseher war an einer recht komischen Position, sodass man ihn vom Bett aus nicht komplett sehen konnte. Des Weiteren gab es nur die österreicherischen/schweizerischen Versionen von RTL, ProSieben und Sat1. Schweizerisch nachsynchronisierte Werbungen sind schon ziemlich komisch.

Der größte Schwachpunkt an dem Hotel ist jedoch, dass er keinen T-Mobile Hotspot oder wenigstens andersweitig kostenloses Internet enthielt. WLAN gab es nur im Konferenzraum/in der Lobby und kostete, ebenso wie die LAN-Steckdose in unserem Zimmer, horrende Preise. Glücklicherweise hatte ich ja meinen UMTS-Stick dabei. In allen Hotels in denen wir bisher waren boten kostenloses oder T-Mobile WLAN an, daher war ich hier wirklich sehr geschockt.

flickr: Photo 4854445962

Highlight: Der Wasserkocher.

Ebenfalls war das Frühstück natürlich exklusive und schlug mit 14 Euro zu Buche — daher haben wir diesen Service auch nicht in Anspruch genommen, auch wenn die Auswahl am Buffet schon relativ gut aussah. Aber für die 28€ hätten wir ja fast 6 Footlong Subs beim Subway bekommen. Des Weiteren muss angemerkt werden, dass das Hotelrestaurant ganze drei Euro für die Lieferung ans Zimmer verlangt. Das ich da dann kein Trinkgeld mehr gegeben habe, sollte wohl klar sein.

Bahnfahrt

Die Hinfahrt gestaltete sich relativ problemlos. 6:58 Uhr gings in Radolfzell los, dann nach Ulm, Darmstadt, Mainz, Bonn. Pünktlich um 13:42 waren wir da und sind dann erstmal zum Hotel. Im folgenden Bild sind die zu fahrenden Strecken abgebildet, ausgewählt wurden sie, da es die einzige Möglichkeit war Ende Juni noch an einen 51€-Sparpreis für meine Freundin zu kommen. Man hätte sicher leichter fahren können.

Die Rückfahrt hingegen war dann doch etwas weniger optimal. Um 17:37 sollte es in Bonn los gehen. Mit einem IC sollten wir erstmal nach Plochingen fahren. Leider hatte der IC als er in Bonn einfuhr auch schon etwa 15 Minuten Verspätung. Zu allem Überfluss war er natürlich auch überfüllt und nur meine Freundin hatte eine Sitzplatzreservierung. Bestimmt die Hälfte der zweieinhalbstündigen Fahrt habe ich also erstmal gestanden, bis dann irgendwann genug Plätze frei waren.

Zu diesem Zeitpunkt sah es auch noch ganz gut aus, wir hatten die Verspätung auf nur drei Minuten reduzieren können. Kurz darauf ging es dann aber relativ schnell wieder bergab — als wir dann vor Stuttgart noch in einem Tunnel 5-6 Minuten standen war dann alles verloren. Den Anschlusszug in Plochingen konnten wir abschreiben, damit auch unsere Anschlüsse in Ulm. Mehr oder weniger. In Stuttgart wäre zwar noch ein ICE nach Ulm gefahren, aber der zuständige Zugbegleiter konnte mir leider keine aussagekräftige Antwort geben, ob wir den jetzt benutzen dürfen. Daher fuhren wir dann erstmal weiter nach Plochingen und warteten dort auf den nächsten Anschluss nach Ulm.

Der andere Zugbegleiter im Plochingen-IC hatte uns nämlich gesagt, dass wir uns einfach dann an den ServicePoint in Ulm wenden sollen. Gesagt, getan. Gegen 23:05 Uhr waren wir dann in Ulm, wo gerad ein ziemliches Unwetter mit Hagel und allen Schikanen am abgehen war. Unglücklicherweise fuhr noch ein ICE nach Augsburg (wäre eigentlich 23:08 gefahren, hatte aber +20) und auch eine RegionalBahn nach Friedrichshafen (die Aufgrund des Unwetters auch erstmal mit +10 abfuhr). Der ServicePoint-Mitarbeiter stellte uns alsi zwei Taxi-Gutscheine aus (Augsburg – Friedberg und Friedrichshafen – Radolfzell) und schickte uns zu den Zügen. Ein Hotel wäre uns echt lieber gewesen in Anbetracht des recht stressigen Tages und der bereits fast sechsstündigen Zugfahrt.

Nun gut. Meine liebe Freundin stieg nun also in den ICE, der auch irgendwann ankam und konnte dann mit einem Taxi relativ fix nach Hause gelangen.

Bei mir war das leider etwas problematischer. Zunächst fuhr mein Zug (der auch aus etwa 60 Jahre alten Waggons bestand), wie gesagt, mit +10 ab. Aus diesen zehn Minuten wurden dann, aufgrund eines Stellwerkproblems, weil irgendwo ein Blitz einschlug, über die Fahrt hinweg gut 25 Minuten, sodass ich erst gegen 1:05 Uhr in Friedrichshafen ankam. Glücklicherweise hatte ich nichts mehr zu trinken bei mir, aber wenigstens noch ein paar Mikados um mir den Hunger zu vertreiben.

In Friedrichshafen warteten in der Unterführung auch schon zwei komische Gestalten, ich nenne sie mal Herbert und Gunnar, die ebenfalls mit dem Zug kamen und auch nach Markdorf, bzw Singen mussten. Leider hatten sie keinen Gutschein. Der etwas wuschige Taxifahrer lotste uns dann zu seinem VW und dann gings los. Ich hatte mich schnell mit dem Spruch “Ich hab den Gutschein, ich sitz vorne” auf den Vordersitz platziert. Glücklicherweise, denn was die da auf der Rückbank laberten, war schon sehr grenzwertig und ich hätte Probleme gehabt mich da einzuklinken. Zum Glück jedoch verstanden sich Herbert und Gunnar gleich prächtig und sülzten fröhlich vor sich hin:

Herbert, 18, kam nämlich aus Ulm. Ursprünglich war er am Wochenende zu einer Kollegin aus Wursthof, bei Hannover1 gefahren, musste dann aber mitten in der Nacht das Weite suchen, da er von ihrem Freund rausgeworfen wurde. Dann musste er wohl erstmal sieben Kilometer bis zum nächsten Bahnhof laufen, in dem auch schon kein Zug mehr abfuhr. Also legte er sich auf die Bank, wo er kurze Zeit später von einem jungen Mann türkischer Herkunft angesprochen wurde, ob er nicht mit zu ihm nach Hause kommen wolle. “Ich bin doch nich bekloppt, wer weiß was der mit mir gemacht hätte”. Irgendwie fuhr er dann erstmal nach München, nach Ulm, nach München und wieder nach Ulm. Am Ende war er sehr froh, dass er sich eine JugendBahncard gekauft hat, weil er dadurch an diesem Wochenende nun fast 200€ gespart hat.

Gunnar hingegen, war wohl schon etwas älter. Woher genau er kam und was er an dem Wochenende gemacht hat, kam leider nicht zu Tage, da der Herbert ja ununterbrochen gelabert hat. Immerhin konnte man erfahren, dass er schonmal ein Messer am Hals hatte. Von irgendsoeinem Afrikaner.

Ich fand es ja nicht so praktisch auf der Rückbank über gefährliche Ausländer zu lästern während vorne ein etwas aufgedrehter Mann türkischer Herkunft sitzt und mit 120 Sachen über die Landstraße fegt. Bei heftigem Regen. Seinem Kollegen erzählte er am Funkgerät, dass er nun “eine sehr hübsche Frau nach Singen fährt” — wahrscheinlich ist das ein Taxifahrer-Insider für “Ich muss hier mal drei Deppen 70km weit fahren, weil sie ihren Zug verpasst haben”.

Wie gesagt fuhr er recht rasant und nach wenigen Kilometern begann dann auch die Motoröl-Warnlampe wie wild zu blinken, was dazu führte, dass er nichtmehr Vollgas fahren konnte. In Überlingen kaufte er dann nen Liter Öl und dann gings die letzten Kilometer auch wieder mit Vollgas. Mit fast 200 Kilometern in der Stunde nach Radolfzell. Im Dunkeln, im Regen.

Bild auf dem man nichts erkennt.

Um kurz nach zwei Uhr kam ich dann doch noch unversehrt an. Die Uhr stand auf 132 Euro, ich bezahlte mit dem Gutschein von der Bahn. Herbert, der keinen Bahngutschein hatte, fuhr noch weiter nach Singen und durfte dort dann wohl um die 80 Euro erstmal auslegen. Der Arme.

Fußnoten

  1. Name der Stadt geändert
Geschrieben am 2. August 2010, ein Kommentar, 4
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Wie Paypal die Situation doch noch gerettet hat.

Meine Freundin bestellt des Öfteren mal verschiedene Dinge bei eBay-Versendern aus chinesischen Randgebieten wie etwa Hong Kong. Normalerweise klappt das auch immer ganz gut, diesmal gab es allerdings ein paar Probleme.

Vorgeschichte

Es begab sich etwa zum Anfang des diesjährigen Aprils. Wir bestellten mal wieder einen Gegenstand mit einem gewissen Wert bei einer seriös wirkenden eBay-Auktion. Am Anfang lief alles normal. Kommunikation mit Verkäufer, Versand per EMS, Tracking-Daten erhalten. Am 13. April befand sich das Paket, laut der Tracking-Webseite am Frankfurter Flughafen. Dann passierte eine lange Zeit ersteinmal nichts. Aschewolke und so, wir erinnern uns. Als sich dann bis zum 4. Mai immernoch nichts getan hatte, fragte ich mal beim Verkäufer nach. Dieser sagte, ich sollte warten. Okay.

Tracking-Übersicht von EMS

Tracking-Übersicht von EMS

Und, wie durch zufall tat sich am 5. Mai etwas. “Attempted delivery”. “Delivery”. “Signed for by: RETOUR AN ABSENDE“. Okay. Verstehe. Der Postmann hatte halt keine Lust, oder hat die Adresse nicht gefunden und hat es zurück geschickt. Super. Das Problem bei der Sache ist, dass man bei Paketen von EMS nie so genau weiß, wer die in Deutschland ausliefert. Ich hab schon EMS-Pakete sowohl von DHL als auch von anderen Diensten wie DPD erhalten.

Diskussionen

Zuerst hab ich mich nun an den Verkäufer gewandt. Er sollte doch mal bitteschön herausfinden wo das Paket ist und warum die Auslieferung nicht geklappt hat. Leider verstand er kaum Englisch und ich verbrachte viele Gespräche damit ihm zu erklären, dass “RETOUR AN ABSENDE”, der Name der für das Paket unterschrieben hatte, kein deutscher Name ist und dass es heißt, dass das Paket sich auf dem Rückweg befindet. Nach einigen weiteren Wochen der Diskussion und des wartens entschied ich mich, bei Paypal die Konfliktlösungs-Funktion zu verwenden.

Diese Aktion hat nun auch nocheinmal drei Wochen gedauert. Das Ergebnis: “Der Verkäufer hat den Versandbeleg vorgelegt, dieser sagt, das Paket wurde zugestellt, alles in Ordnung!”. Ernüchterung. Auf Paypal kann man also auch nichts setzen.

Lösung

Als letzte Möglichkeit habe ich dann doch nochmal manuell eine E-Mail an Paypal geschrieben und die ganze Geschichte erklärt. Und siehe da — wahrscheinlich kam diesmal ein anderer Sachbearbeiter die E-Mail auf den Tisch. Jedenfalls hatte ich nach gut zwei Tagen die folgende E-Mail im Postfach:

Paypal Antwortmail - Erfrischend menschlich geschrieben.

Paypal Antwortmail - Erfrischend menschlich geschrieben.

Irgendwie haben sie wohl herausgefunden, welcher Versanddienstleister in Deutschland für das Paket zuständig war. Grandios. Die hatten tatsächlich die Adresse nicht gefunden und das Paket zu sich ins Lager zurückgeschickt. Dort wurde es dann von dem Lagerarbeiter wohl als “Retoure an Absender” unterschrieben und irgendwo hingelegt. Hätte Paypal jetzt nicht herausgefunden, wo es liegt, würde es wahrscheinlich dort noch Jahre herumliegen.

Ich hab dann kurz da angerufen, die Sache geklärt und eine Neu-Lieferung vereinbart. Damit sollte das Problem wohl geklärt sein. Durchaus dann doch eine gute Arbeit von Paypal!

Geschrieben am 10. June 2010, 3 Kommentare, 8
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