Black Gold. Ein ewig lang wirkender Film mit falschen Arabern und vielen Klischees.
Ein Zitat aus diesem IMDB-Review spricht mir aus der Seele:
“It is almost impossible to watch Banderas play Bedouin Sheik Nassib without constantly being reminded that he is, in fact, Antonio Banderas.”
Abgesehen davon ist der Antonio bei mir mittlerweile so zum Kater aus Shrek geworden, dass es schwer ist ihn in einer anderen Rolle zu sehen. Sollte eventuell mal wieder Once Upon a Time in Mexico schauen, oder so.

Nun gut, aber davon mal abgesehen war der Film zwar ganz unterhaltsam, im ersten Teil dann aber doch sehr langatmig und zeitweilig durch die großen Zeitsprünge zum Anfang recht verwirrend. Zudem sahen die Söhne der Sultane irgendwie auch alle gleich weichgespült aus, hatten mal Brille auf, mal nicht und ich brauchte einige Zeit bis ich sie auseinanderhalten konnte. (Dabei half auch die Tatsache, dass die meisten dann starben)
Der Hauptcharakter, gespielt von Tahar Rahim, spielte allerdings gut und ich fand ihn recht sympathisch. Ganz lustig war Riz Ahmed, der irgendwie so eine Sidekick-Rolle hatte um immermal einen Witz zu reißen. Allgemein fand ich es immer etwas befremdlich, wenn in diesem Film, der einerseits so ernst und moralträchtig (sagt man das so?) schien, dann teilweise total lustige Sätze waren. Klar, ich lachte, und irgendwie wäre es ohne die Szenen auch weniger unterhaltsam gewesen, aber irgendwie fühlte es sich immer etwas falsch an. Keine Ahnung.
Der Zweite Teil des Filmes nahm dann auch etwas an Fahrt auf. Es gab mehr Action, Blut, Mord und Totschlag. Das Ende ist dann wiederum ziemlich abrupt und nicht sonderlich aufschlussreich.
Insgesamt fand ich das Setting hübsch, die Klamotten und all das drumherum. Aber bei irgendwie 55 Millionen Dollar an Produktionskosten, sollte man sowas wohl auch hinbekommen. Und die ganze Zeit dieser gewollt Klischee-mäßige “Alt vs. Neu”, “Geld ist super vs. Geld ist kacke”, “West vs. Ost”, “Offen für Neues vs. Verschlossen”-Background, der oft genug zum Vorschein kam hat irgendwie auch etwas genervt. Außerdem hätten 30 Minuten weniger dem Film auch nicht geschadet, schätze ich.
Aber trotzdem eine Sneak Preview, die ich nicht bereue. Und was bleibt ist immerhin das Interesse, sich mal ein paar Wikipedia-Seiten zum Beginn der Ölförderungs-Zeit in Arabien durchzulesen.





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