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Reviews (107)

Das Leben der Anderen

Der zweite Film, den ich im Rahmen meines Lovefilm-Abos bekommen hab war der deutsche Oscarprämierte Fim “Das Leben der Anderen”.

Der Film handelt, grob und dilletantisch gesagt, vom Stasi-Mitarbeiter Gerd Wiesler, der einen bisher ziemlich linientreuen Autor überwacht und dabei feststellt, dass das ganze System, für das er da die letzten Jahre gearbeitet, beziehungsweise eher gelebt hat, ziemlich hinterfragungswürdig ist.

Am Anfang hat mich der Film nicht sonderlich überzeugt. Irgendwie wirkte es ein bisschen, wie so eine “mmh, der arme alte Stasi-Mensch ohne Freunde, erkennt aufeinmal das es auch ein Leben gibt. So mit Nettigkeiten und sozialen Kontakten”-Geschichte. Von dieser Klischee-Sache kommt der Film allerdings recht schnell ab und wird ziemlich fesselnd und mitreißend. Zum Ende hin dann auch ziemlich emotional. Auf jeden Fall gute Schauspielarbeit von Ulrich Mühe, der ja leider nicht mehr unter uns weilt.

Fazit: Wenn ihr mal ein paar Stunden Zeit habt, anschauen. Plant durchaus mehr ein als die 137 Minuten Filmlaufzeit, ich hab durchaus noch ein paar Minuten danach zum Verarbeiten gebraucht. Guter Film.

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08. February 2010 — Film, Reviews

Notes: 1

Sherlock Holmes

Am Freitag war ich mit shao im Kino. Diesmal ging’s in Sherlock Holmes. Ein Film, auf den wir uns beide eigentlich schon seit längerer Zeit freuten.

Leider verwandelt Guy Ritchie den armen Herrn Holmes eher in eine Art Rambo des 19. Jahrhunderts. Ich muss dazu sagen, das ich vom Original keine richtige Ahnung habe, da ich nie einen der Romane gelesen habe. Trotzdem erschien Holmes hier nicht wirklich so, wie man ihn sich, den weitgehenden Erzählungen nach vorstellt. Unterstützt wird meine Einschätzung auch von verschiedenen anderen Reviews.

Wenn man den Film also nicht als Sherlock Holmes-Originalverfilmung sieht sondern einfach als recht flachen Action-Haudrauf-Streifen mit einem ganz guten Robert Downey Jr. in der Hauptrolle sieht, wird man nicht mehr so arg enttäuscht. Die Dialoge zwischen Holmes und Watson sind teilweise recht knackig und machen Spaß. Man kann sich den Film durchaus angucken und sich unterhalten fühlen, man sollte aber, wie gesagt, nicht erwarten eine originalgetreue Romanverfilmung geliefert zu bekommen.

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03. February 2010 — Film, Reviews

Notes: 1

The Dark Knight

Da ich immernoch nicht weiß, wie das mit der rechtlichen Lage ist, wenn man Kinoplakate verwendet, entschied ich mich meine nicht vorhandenen Zeichenkünste zu verwenden, um das Thema des Films kurz malerisch darzustellen.

Letztens erwarb ich günstig Batman – Arkham Asylum für die XBox 360, das gab mir den Anlass mich etwas mit dem Batman-Universum zu beschäftigen. Daher und aufgrund des ganzen Wirbels um Heath Ledger, entschied ich gestern dazu mir mal den dunklen Ritter anzuschauen.

Handlung

Batman jagt den Joker.

Fazit

Okay. Der Film begann irgendwie etwas lächerlich1Vielleicht lag das daran, das ich The Dark Knight als Einstieg wählte und nicht erst Batman Begins schaute. Diese übermäßig tiefe Stimme von Batman kommt schon derbe lächerlich. “Ich brauche keine Schulterpolster!” kchchch. Im normalen Leben gestaltet sich Bruce Wayne (Christian Bale) allerdings recht sympatisch. Ebenso geht es mir mit Alfred, dem Butler (Michael Caine) und, sagen wir mal Batmans Q, Lucius Fox (Morgan Freeman), vor allem die oftmals lustigen Dialoge lockern die ziemlich düstere Stimmung des Filmes auf.

Heath Ledger in seiner Rolle als Joker ist durchaus gut und ich kann einen Großteil der Lobhudelei verstehen. Allerdings begann mich der Joker relativ schnell zu nerven mit seinem Scheiß Geschmatze und den dummen Gesten. Ich hab die letzten anderthalb Stunden immer nur drauf gewartet das Batman ihn endlich kaltstellt. Aber Batman tötet ja niemanden.

Insgesamt muss ich sagen das der Film wirklich lang war. Fast zweieinhalb Stunden sind schon heftig, auch wenn es eigentlich kaum Längen gab oder langweilige Stellen. Aber fünf halbe Stunden Action am Stück strengen halt auch ziemlich an. Am Ende dachte ich mir schon erstmal so “Puh. Geschafft.”, musste dann aber auch erstmal ein paar Minuten sitzen und es verarbeiten. Wenn ich den Film in einem Wort zusammenfassen sollte, würde ich durchaus zu “imposant” greifen.

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21. January 2010 — Film, Reviews

Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat

Letztens meldete ich mich bei Lovefilm an und benutzte so einen 30-Tage-Test-Coupon. Unter anderem legte ich diesen Film in meine Ausleihliste.

Will ich garnicht viele Worte dazu verlieren. Der Film ist zwar historisch recht korrekt, aber gerade auch deswegen fällt es schwer irgendwelche Spannung aufzubauen. Außerdem ist mir Tom Cruise unsympatischer als je zuvor. Nein danke.

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20. January 2010 — Film, Reviews

Das Kabinett des Dr. Parnassus

Am letzten Freitag sah ich mit meiner lieben Freundin den neuen Terry Gilliam Film “Das Kabinett des Dr. Parnassus“.

Handlung (dilletantisch zusammengefasst, evtl. Spoiler)

Der Film dreht sich einerseits um den alten Herrn Dr. Parnassus (Christopher Plummer), der einen Wanderzirkus betreibt und es ziemlich gut findet, mit dem Teufel (Tom Waits) Wetten abzuschließen. Die Wetten drehen sich im Grunde immer wieder darum, wer mehr Seelen auf seine Seite bekommen kann. Dazu gibt’s im Wanderzirkus einen Spiegel, der als Tür in eine andere Welt fungiert. Leute, die dort reingelockt werden können, müssen sich dann am Ende entweder für ihr größtes Laster oder eben dagegen entscheiden. Im letzteren Fall geht die Seele auf Parnassus’ Konto, ansonsten auf die des Teufels.

Irgendwann wettete Herr Parnassus also mit dem Teufel und gewann Unsterblichkeit. Als er sich dann in eine Frau verliebte, fiel ihm ein, das Unsterblichkeit ziemlich dumm ist und wollte sie wieder abgeben. Dazu schloss er dann einen Pakt mit dem Herrn Teufel, wobei er eine eventuelle Tochter, die aus der Beziehung hervorgehen würde, mit ihrem 16. Lebensjahr dem Teufel vermachte.

Nun ist es tatsächlich alles so gekommen, und der Geburtstag von Valentina (Lily Cole1Sie ist so abartig hässlich. So ein ekliges rundes Gesicht!) ist nah. Weil der Teufel allerdings genauso gern wettet, schlägt er eine neue Wette vor. Wenn es Parnassus gelingt schneller 5 Seelen einzusacken kann er seine Tochter behalten.

Eines Tages finden sie dann den mehr oder weniger Hauptdarsteller, Tony (am Anfang gespielt von Hackfresse Ledger) an einer Brücke hängen und retten ihn. Es stellt sich dann heraus, dass er sehr begabt darin ist, Leute in den Spiegel zu locken und sie so zu bequatschen all ihre Laster abzulegen. So schaffen sie es immerhin recht fix 4 Seelen zu sammeln. Dann stellt sich allerdings heraus, das Tony garnicht so ein Saubermann ist sondern in Wirklichkeit der Joker ein böser Junger, der sich Geld von Russen leiht und Organe von Kindern verkauft. Als das am rauskommt, führt es nach ein bisschen Action dazu, das Valentina durch die Pforte des Teufels geht und er somit sowohl 5 Seelen2Er hat vorher noch 4 Russen an sich gerissen, als auch den Wetteinsatz bekommen hat.

Der Teufel findet das allerdings ein bisschen blöd, das es so gekommen ist und schlägt Parnassus vor, das er seine Tochter zurück bekommt, wenn er es schafft, das Tony stirbt. Letzendlich schafft er das auch. Tony tot, Tochter frei. Allerdings lässt der feine Herr Teufel den armen alten Parnassus natürlich im Unklaren darüber, wo er Valentina finden wird. Am Ende sieht man dann, das er — mittlerweile total verzweifelt und verwahrlost — sie in London wieder findet. Sie hat mittlerweile mit Anton, einem anderen Mitglied des Wanderzirkus, eine Familie gegründet.

Die Geschichte mit dem Hauptdarsteller, der plötzlich tot war.

Bei dem Dreh dieses Filmes war es nun so, das sich der Herr Ledger mittendrin plötzlich umbringen musste. Danach wurde das Drehbuch dann etwas umgeschrieben. Glücklicherweise waren alle Szenen außerhalb des Zauberspiegels wohl abgedreht, in denen Heath mitspielte. Daher entschied man sich dann dafür, Tony in den Szenen in der Traumwelt von 3 anderen Schauspielern spielen zu lassen. Beim ersten Betreten des Spiegels handelte es ich dabei um Johnny Depp. Yeah. Ultra. Das waren die besten drei Minuten des Films. Leider war es danach auch schon aus mit Johnny. Danach gab’s dann noch Jude Law und Colin Farell, die ihre Sache auch gut machten.

Fazit

Okay. Der Film war durchaus sehr unterhaltend und eigentlich kaum langweilig. Am Anfang hat’s etwas gebraucht, bis er in Fahrt kam. Schauspielerische Leistung von Tom Waits als Teufel/Mr. Nick sehr gut, Plummer als Parnassus war auch gut. Heath Ledger, naja. Okay. Leider war die Johnny Depp-Szene viel zu kurz, aber die anderen “Vertretungen” machten ihren Job auch ganz gut.

Die Story fand ich eigentlich ganz gut und spannend, auch wenn Wetten mit dem Teufel jetzt nicht das neuste sind. Die Szenen in der Traumwelt kommen recht imposant und bunt daher. Würde eine Empfehlung aussprechen.

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20. January 2010 — Film, Reviews

Dan Brown – Digital Fortress

In den letzten Tagen las ich mein erstes 500+ Seiten-Buch fertig. Dabei handelte es sich um Dan Browns “Digital Fortress”, soweit ich der Wikipedia vertrauen kann sein erster Roman, der veröffentlich wurde. Gekauft hatte ich es ja bereits Ende Dezember in Leipzig, aber man kommt ja nich so oft zum Lesen.

Im Grunde geht es darum, das die NSA einen tollen Ubercomputer hat, der es möglich macht jede Verschlüsselung auf der Welt in kürzester Zeit zu knacken. Irgendwann kommt es dann aber zum Super-GAU in Form des Digital Fortress genannten supertollen Verschlüsselungsalgorithmus, der unknackbar scheint. Die Hauptcharaktere sind einmal Susan Fletcher, Kryptoexpertin, die versucht im NSA-Hauptquartier alles zu regeln und ihr Freund, David Becker, Hochschulprofessor, der nach Spanien geschickt wurde um dort den Key zu besorgen, der benötigt wird um Digital Fortress zu knacken. Die Erzählung wechselt dann immer zwischen NSA-HQ und Spanien, was an sich schon gut Spannung erzeugt.

Joa. Also insgesamt kann man sagen, das Dan Brown die Geschichte ganz spannend erzählt. Am Anfang gehts etwas langsam los, wird dann zum Ende hin aber ziemlich rasant, sodass ich teilweise das Gefühl hatte, ich müsste schneller lesen können um die Spannung etwas einzudämmen. Ab der Hälfte wird der “Hauptdrehpunkt” der Story aber vorhersehbar, sodass man dann ein paar Seiten nur drauf wartet, das es endlich den Leuten klar wird. Ebenso werden die letzten paar Seiten von einem “Na, jetzt kommt schon ihr Hochintelligenten Krypo-Experten, da kommt man doch sofort drauf”-Gefühl begleitet. Außerdem ist es ein bisschen kitschig. Ein klitzekleines bisschen.

Natürlich ist das Buch weder vom kryptografischen Inhalt her korrekt noch von den ganzen IT-Sachen, aber naja, es unterhält gut.

Teilweise kann ich mir eine Verfilmung gut vorstellen, weiß allerdings nicht ob das irgendwann wohl jemand in Betracht zieht. Is dann wohl doch nicht so ultra bekannt und Kritiker-geliebt. Aber ein Tom Hanks in der David Becker-Rolle fänd ich sicher gut.

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18. January 2010 — Bücher, Reviews