Vor nicht allzulanger Zeit (um genau zu sein Mitte September) befand ich mich temporär in einem Hotel (dem Mövenpick Hotel in Kassel). Als ich mich dort ins Badezimmer begab war ich ziemlich überrascht, denn es war mir möglich den Sound des Fernsehers dort zu vernehmen. Denn im Bad befanden sich Lautsprecher! Grandios.
Dieser Eindruck verfolgte mich nun mehrere Monate und am Samstag erinnerte ich mich wieder daran. Im Bad Musik hören. Beim Duschen, beim Baden, beim… Zähneputzen!
Die ganze Sache sollte möglichst einfach sein. Aufm iPhone “Play” drücken und fertig. Mein erster Gedanke war also AirPlay, die grandiose neue Technik von Apple. Streamt über’s WLAN und so. Dummerweise wäre die günstigste Lösung hierfür ein AirPort Express (~88€) und dazu ein paar Boxen (~25€). Insgesamt teuer und nicht sehr kompakt. Abgesehen davon nur mit dem iPhone (und vll iTunes?) zu bespielen und nicht sehr kompatibel.
Andere Funk/WLAN-Lösungen gab’s in bezahlbarer Form leider nicht viele. Der Herr @roitsch brachte mich dann auf die Idee mit Bluetooth. Diese alte, längst vergessen geglaubte Technologie!
Kleine Vorstellung
Eine kurze Recherche ergab, dass es durchaus ein paar kompakte Geräte bei Amazon gibt. Nachdem die Rezensionen allerdings alle recht gemischt waren, entschied ich mich erstmal für die nun hier kurz vorgestellte Yamaha NX-B02 Box.

Sonntag bestellt, heute da, für Amazon wäre es akzeptabel, für einen Marketplace-Versender ist es schön. Die Box ist gut und relativ sicher in Styropor verpackt und kommt mit weißem Netzteil und einem Handbuch, das ich noch nicht angeschaut habe.

Der Lautsprecher an sich ist relativ klein. Also kleiner als ich es mir vorgestellt hab. Oben sind ein paar Tasten drauf, Lautstärke, Power, Bluetooth-Koppel-Knopf. Alles ziemlich shiny, glatt und glänzend. Bauweise ziemlich stabil und wertig. Aber ist ja auch ein 50€-Yamaha-Ding, wäre auch recht enttäuscht gewesen, wenn es nicht stabil gewesen wäre.

Auf diesem Bild sieht man die Box, stehend auf einem meiner grandiosen Barhocker und daneben mein iPhone, welches ein Musikstück der Band Kettcar abspielt. Stellt euch einfach vor, die Musik kommt aus der Box, völlig drahtlos und so. Die Box kann man nämlich auch mit Batterien befeuern! Ziemlich super.

Hier seht ihr die Box da, wo sie später mal stehen soll, nämlich im Bad, neben dem Klo-Reiniger-Pulver. In der Ecke, wo hoffentlich nicht soviel Wasserdampf hinkommt.
Der große Erfahrungsbericht
Box ausgepackt, Batterien rein, anschalten, Bluetooth-Koppel-Knopf drücken. iPhone koppeln, Musik abspielen. Das funktioniert alles perfekt und einfach. Auch die Reichweite ist für mich mehr als ausreichend. Das Telefon kann hier auf dem Schreibtisch liegen und die Übertragung funktioniert immernoch gut — das sind äh, vielleicht so sechs, sieben Meter und eine kleine dünne Wand.
Leider gibt es ein entscheidendes Problem mit der Box. Ein ziemlich hochfrequentes Fiepsen. Konstant, immer wenn man Musik hört. Egal wie laut man es dreht, egal ob man es an der Box laut macht oder im iPhone. Es fiept. Und das nervt gewaltig.
Ein zweiter Test mit meinem alten, ebenfalls etwas angestaubten, Notebook zeigte ähnliches Verhalten. Zwar fiepte es nicht, wenn ich irgendwelchen Mist von Youtube abspielte, bei normalen MP3s gab es dann aber wieder nervige Hintergrundgeräusche. Sehr sehr schade.
Okay okay, ich hätte es wissen können. Irgendwo, in irgendeiner Rezension stand etwas von diesem Problem. Aber ich dachte mir halt, ich probiers lieber mal selber aus. Zurückschicken kann ich die Box ja immernoch. Und genau das werde ich dann wohl auch machen müssen. Wäre ja nur zu schön gewesen, wenn es beim ersten Mal klappt. :/