Splinter Cell Conviction

19. June 2010 · Reviews, Spiele · 2 Kommentare · 1 Likes

Ich mochte Splinter Cell ja schon immer. Ich spielte die ersten drei Teile und kaufte mir vor einiger Zeit sogar einmal, so ein Set, in dem die ersten vier Teile enthalten waren. Von der Spielmechanik her waren, zumindest die ersten drei, ja recht gleich. Rumschleichen, ab und zu mal schießen, usw. Teil 4, Double Agent, hab ich leider nie gespielt — weiß auf Anhieb jetzt nicht genau warum, wahrscheinlich keine Zeit gehabt.

Vor einiger Zeit kam jetzt der fünfte Teil, Splinter Cell Conviction, raus. Zuerst las ich den Test in der Gamestar, die das Spiel als “Fantastisch in Szene gesetzten Agententhriller” mit 90 Spielspaß-Punkten versieht1

Abgeschreckt hat mich von vornherein die Problematik mit dem Ubilauncher und dem damit verbundenen Onlinezwang. Ebenfalls erwähnte Gamestar, dass die Solokampagne wohl recht kurz ist (wobei man ja von Splinter Cell auch nichts langes gewohnt ist). Das waren die Gründe, weshalb ich auf keinen Fall einen Vollpreis-Kauf in Erwägung zog. Glücklicherweise gab es das Spiel nach wenigen Wochen bei meinem Lieblingsbezugspunkt für Spiele — zavvi.com — für etwa 20€. Für diese Investition war ich bereit.

Auf die Handlung will ich nicht näher eingehen, dafür gibt’s genug Seiten, die das besser Erklären. Kurz: Sam ist eigentlich nicht mehr im Third Echolon-Dienst, muss dann aber, um seine Tochter zu retten doch noch nochmal die Pistole in die Hand nehmen und für Ordnung sorgen.

Was mir beim Spielen so aufgefallen ist

Ersteinmal muss ich positiv erwähnen, dass es auf maximalen Details auf meinem Rechner flüssig läuft, trotz der etwas älteren Grafikkarte. Sieht auch ganz gut aus, aber mittlerweile sieht ja jedes Spiel eigentlich gut aus.

Context-sensitive Aktionstaste.

Context-sensitive Aktionstaste.

Was einem zuerst auffällt ist natürlich die neue Steuerung. Sam steuert man natürlich weiterhin mit Maus und WASD, aber fast alle anderen möglichen Aktionen sind jetzt context-sensitiv und liegen auf der Leertaste. Wenn man halt neben irgendeine Kiste geht, kann man draufspringen, geht man an ein Rohr, kann man hochklettern, usw. — das funktioniert zwar, bis auf ein paar Ungenauigkeiten ganz gut, trotzdem fühle ich mich dadurch aber irgendwie zu sehr eingeschränkt. Wirkt irgendwie ein bisschen in Richtung Casual Gamer.

Die Speicherpunkte sind leider auch nicht frei wählbar, aber dafür wenigstens meistens an recht guten Stellen positioniert. Manchmal hab ich aber auch frustiert aufgehört, weil ich zum 5. Mal irgendwo gestorben bin und dann ewig viel nochmal machen musste. Dafür werden die Savegames auf die Ubisoft-Server gesynct, was ich, an und für sich, eine gute Sache finde.

Weapon Stash - Gut zu erkennen, das ich nur die Five-Seven voll upgegradet hab.

An sein Equipment kommt man im Spiel über verteilte Weapon Stashes. Da kann man die Waffen auch mit Upgrades versehen, die man mit Punkten bezahlt, die man für das Abschließen von Archievments erhält. Vom Konzept her okay, allerdings sind die Upgrademöglichkeiten nicht sehr vielfältig und im Grunde benötigt man für das gesamte Spiel auch nicht mehr als zwei Waffen. Die primäre Handfeuerwaffe hat interessanter Weise immer unbegrenzt viel Munition — das führt letzendlich dazu das man 80% des Spiels damit rumläuft.

Was cool war, ist die Möglichkeit sich außen an Fenstern rumzuhangeln. Die Gegner sehen einen dann nämlich nur selten und wenn doch, dann rennen sie meistens direkt zum Fenster und man kann sie schnell rauszerren. Auch sonst gibt es am ganzen Spielgeschehen nicht viel auszusetzen, es ist einfach anders als die bisherigen Teile. Leider führt das dazu, das es bei mir keine richtige Atmosphäre aufbauen konnte. Die ganze Stimmung ist auch recht düster und es fehlen die witzigen Dialoge aus den vorherigen Teilen.

Auf der Ubisoft-Seite werden aus den Spieldaten umfangreiche Statistiken erstellt, eine Sache, die ich ja bei Steam schon gut finde. Zum Beispiel kann man daran erkennen das ich doch ganze 13 Stunden gebraucht habe um es durchzuspielen. Ebenfalls zeigt mir diese Statisktik für jedes Level etwa 5-10 “Nicht erreichte Ziele” an — das müssen wohl irgendwelche geheimen Nebenmissionen sein, von denen ich nichts mitbekommen habe. Leider fehlt mir im Moment, auch durch die mangelnde Atmosphäre, die Lust es jetzt nocheinmal zu spielen, um auch die letzten Ziele zu erreichen.

Statistiken

Allgemeine Statistiken

Insgesamt muss ich sagen, dass das Spiel zu großen Teilen nur aus Rumgeschieße bestand und weniger aus Schleichen — eventuell lag es auch daran, das ich nur auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad spielte und man beim höchsten mehr aufpassen muss. Allerdings gibt es auch eine Reihe von Missionen, wo man garnicht groß schleichen kann sondern praktisch gezwungen ist rumzuballern.

Fazit

Joa. Um es auf den Punkt zu bringen. Conviction ist anders. Es macht Spaß, spielt sich ziemlich flüssig, hat ein paar coole neue Features, unterhält einige Zeit, kann aber atmosphärisch und auch vom Spielspaß nur bedingt mit den alten Teilen (1-3) mithalten. Meine Meinung. Hätte ich es für den Vollpreis erworben, hätte ich mich sicher geärgert, 20 Euro waren allerdings okay.

PS: Den Multiplayer-Teil hab ich nich ausprobiert, der soll aber recht spaßig sein.

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Fußnoten

  1. Gamestar Ausgabe 6/2010, Seite 68ff.
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andys großer Essmöglichkeiten-Test #4: kantine-kn.de

8. June 2010 · Essen, Essen in Konstanz, Reviews · Ein Kommentar · 3 Likes

Heute war ich, wie schon so oft, mal wieder mit ein paar Kollegen in der kantine-kn.de. Dort gibt es jeden Tag ein anderes warmes Gericht von dieser Karte, die sich jede Woche ändert. Außerdem gibts konstant auch eine Reihe von Salaten.

Das Essen ist zwar recht teuer, aber auch ziemlich gut. Glücklicherweise nehmen sie ja Restaurant-Checks. Bisher hab ich leider immer vergessen Fotos anzufertigen, daher jetzt erst der dazugehörige Bogpost.

Im Bild sieht man den Klassiker, einen Salat mit gebratenen Putenbruststreifen zum Preis von 6,90 Euro. Sehr lecker und gut! Die letzten Male hatte ich auch meist verschiedene Putenangebote, die allesamt sehr schmackhaft waren.

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Prince of Persia: Der Sand der Zeit

25. May 2010 · Film, Reviews · 2 Kommentare · 1 Likes

Am Pfingstsonntagabend waren meine Freundin und ich mal wieder im Kino — diesmal Stand Prince of Persia an — ein Film auf den wir uns schon lange gefreut haben, seitdem wir damals bei 2012 den Trailer sahen.

Ticket

Der Film dreht sich um den jungen Herrn Prinz von Persien Dastan, der irgendwann mal vom König von der Straße aufgesammelt wurde, einen kleinen Dolch, eine große Sanduhr und eine Prinzessin, die die Hüterin der letzteren beiden ist.
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andys großer Essmöglichkeiten-Test #3: bratbar — Thüringer Rostbratwurst

6. May 2010 · Essen, Essen in Konstanz, Reviews · Ein Kommentar · 2 Likes

Seit letzter Woche oder so hat sich auf dem Platz des TÜV gegenüber unseres Bürokomplexes ein kleiner Imbissanhänger niedergelassen. Drauf steht “bratbar.de” — die Webseite ist aber leider irgendwie nicht wirklich eingerichtet.

Jedenfalls bietet er original Thüringer Rostbratwürste an. Natürlich ist das oft gelogen. Durch die unmittelbare Nähe zur Arbeit und der Unlust auf etwas anderes zu essen, entschied ich mich heute mal eine Wurst zu probieren. Und sie war gut!

Es gibt sogar echten Born Senf dazu. Nachdem mir die Testwurst sehr mundete ging ich dann sogar nochmal runter um mir eine Zweite zu besorgen.

Mal sehen ob es sich für ihn rentiert. Er meinte er wäre jetzt erstmal immer Mittwoch und Donnerstag da, hoffentlich bleibt das ein paar Wochen so.

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Jasper – Ohrenpost

5. May 2010 · Musik, Reviews · Keine Kommentare · 0 Likes

Tja. Am Anfang hatte ich ja etwas Angst, das neue Album könnte nix werden. Aber Jasper hat mich glücklicherweise vom Gegenteil überzeugt — das Album ist ziemlich klasse und auf jeden Fall mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar besser als sein erstes.

  1. So Lala (starstarstarstarstar) — In diesem Lied geht es darum, das man doch mal seinen Arsch hochkriegen und was machen soll, statt blöd rumzusitzen. Am Anfang hat es mich nicht so arg überzeugt, nach ein paar Mal hören ist es nun aber eines meiner Lieblingslieder der Platte. Ist einfach extrem eingängig und, ja, auch etwas motivierend.
  2. Unser Sommer (starstarstarstarblankstar) — Sommerlied. Is in Ordnung.
  3. Jenny (starstarblankstarblankstarblankstar) — An und für sich ein ganz lustiges Lied, das die aktuelle “Internetsüchtige” Generation beschreibt — das passiert allerdings in einer Weise die ich irgendwie nervig finde, so nach dem Motto “wie bekomm ich möglichst viele Buzzwords in das Lied” — Irgendwie skippe ich es gerne.
  4. Immer noch hier (starstarstarstarhalfstar) — Sehr schönes Lied, das eine gute Atmosphäre aufbaut, die durch die Pointe dann aber (freiwillig oder nicht) ziemlich zerstört wird. Hinterlässt dann irgendwie ein etwas komisches Gefühl
  5. Letzter Tag am Strand (starstarstarblankstarblankstar) — Etwas ruhigeres Lied. Schön, aber jetzt nicht so spannend.
  6. Hätte ich (starstarstarstarstar) — Ein Lied, dass ich schon von damals aus seinem Youtube-Channel kenne und ich damals schon total super fand. Hatte es auf dem ersten Album sehr vermisst, aber hier ist es ja nun endlich. Leider hat es nicht ganz soviel Kraft wie die Youtube Version, die ich direkt unten mal einbinde.
  7. Wann (starstarstarstarblankstar) — Einfach sehr gut.
  8. Ich schlaf erst ein (starstarstarhalfstarblankstar) –Geht wieder in die Richtung “schön aber nicht besonders spannend”.
  9. Wie Immer (starstarstarstarhalfstar) — Gut.
  10. Gewittertierchen (starstarstarstarblankstar) — Bei diesem Song muss ich immer wieder an Reinhard Mey denken. So wie es geschrieben ist, gesungen und gespielt wird, könnte es auch locker vom Herrn Mey sein. Nichts desto Trotz bzw. gerade deswegen gut.
  11. Lautlos (starstarstarhalfstarblankstar) — Angenehmes, wieder langsameres, Lied.
  12. Noch nicht müde (starstarstarstarhalfstar) — Schließt im Grunde ganz gut den Bogen zu “So Lala” und geht in eine ähnliche Richtung. Widerrum ein sehr gutes Lied.
  13. Dörte D. (starstarstarstarstar) — Unplugged Live-Mitschnitt. Lustiges Lied. Wunderbar.

Insgesamt, wie schon gesagt, sehr gelungenes Album und jedem zu empfehlen, der auf diese Art von Liedermacher-Musik steht.

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Zum Abschluss noch “Hätte ich”: Den ganzen Beitrag lesen »

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Tommy Jaud – Hummeldumm

28. April 2010 · Bücher, Reviews · Ein Kommentar · 4 Likes

Auf dem Bild sieht man schonmal schön, was passiert, wenn man aufeinmal das Buch bei nem anderen Verlag rauskommt. Passt nichtmehr von der Höhe. Allein das ist schon ein ziemlicher Negativpunkt. Gekauft habe ich das Buch mit dem Anspruch einer lockeren Unterhaltung für die Zugfahrt am Sonntag, nicht um literarische Roman-Perfektion zu erhalten, das ist das Buch nämlich nicht. Aber deswegen ist es ja auch ein “Comedy-Roman”.

Im Buch erzählt der Tommy von einer geführten Reise durch Namibia, in einer Reisegruppe aus neun recht verschiedenen Charakteren, die aber alle nen ziemlichen Dachschaden haben. Im Grunde geht das Buch dabei auf die Geschichte von jedem Charakter mehr oder weniger ein, wobei der Fokus natürlich auf Matze, dem Hauptcharakter liegt.

Die ganze Geschichte wird eigentlich ganz gut erzählt, mehr oder weniger ganz im Stil den ich vom Tommy erwartet habe. Allerdings gibt es, besonders am Anfang, recht viele Stellen wo ein gewisses Fremdschäm-Aroma aufkommt, was es schwer macht, sich mit dem Hauptcharakter zu identifizieren. Daran scheitert dann auch das ganze Buch. Die Spannung bleibt allerdings mehr oder weniger erhalten und man will schon wissen wie es nun ausgeht, auch wenn man natürlich weiß, das es sowieso gut ausgehen wird, da man es von einem Jaud-Roman nicht anders erwartet. So hab ich mich dann doch recht schnell (Zugfahrt am Sonntag, Dienstag im Zug zur Arbeit und abends noch ein Stündchen) durch die 300 Seiten gelesen, wobei der zweite Teil schon eher von so einem “ach, jetz komm endlich zum Ende, damit ich das Buch beruhigt und ohne schlechtes Gewissen weglegen kann”-Gefühl begleitet war. Die letzten Seiten gefielen mir dann allerdings nochmal ein Stück besser und somit habe ich es auch nicht bereut es zu Ende gelesen zu haben.

Die Frage nun ist, kann ich das Buch empfehlen? — Für Jaud-Fans vielleicht, für alle anderen nicht unbedingt. Wer Jaud kennenlernen will sollte lieber Vollidiot und Millionär lesen.

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