Haruki Murakami – 1Q84

Ich nehme mir ja quasi ständig vor, endlich mal mehr zu lesen. Quasi bei jeder längeren Zugfahrt mit Bahnhofsaufenthalt, den ich meist im entsprechenden Bahnhofsbuchladen verbringe, denke ich mir “Ach komm, jetzt mal mehr lesen!”, kaufe mir irgendein Buch, fange es an, und dann wandert es auf meinen “Fertig zu lesen”-Stapel.

Nun ist es allerdings ja so, dass ich etwas länger zur Arbeit fahre als zuvor und es sich daher ja auch anbietet die Zeit in der U-Bahn sinnvoll zu nutzen. Vor ein paar Wochen oder Monaten lud ich mal 1Q84 (Buch 1 und 2) von Haruki Murakami auf den Kindle, weil Amazon.de es kostenlos anbot. Super Deal. Ich mag Murakami ja eh.

Als ich vor ein paar Wochen dann zum Ersten Mal ins Büro fuhr fing ich an es zu lesen. Fahrt für Fahrt las ich meine 5% und nach knapp 2 Wochen hatte ich die gut 1000 Seiten durch. Aber es gibt ja noch Buch 3. Eine Woche und 500 Seiten später hatte ich es dann geschafft. Ich glaube soviel las ich noch nie am Stück.

Ich bin kein super Buchkritiker, daher sage ich nur kurz: Das Buch ist gut. Fand ich. Also ja, es ist etwas lang gezogen, die Story hätte nicht unbedingt 1500 Seiten gebraucht. Aber Murakami schreibt ja gern viel drumherum.

Außerdem ist es nicht ganz zu psycho, wie man es vielleicht von Murakami kennt. Aber das ist okay. Ich hatte auf jeden Fall immer den Drang weiterlesen zu müssen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht, die nötige Spannung war also da.

Das Buch erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der zwei Hauptcharaktere Tengo und Aomame. Im dritten Buch kommt noch eine Person, Ushikawa, dazu, was die Sache etwas auflockert. Tengo versucht Schriftsteller zu werden, Aomame ist Auftragsmörderin. Allerdings verbindet die beiden etwas, und die Story dreht sich letzendlich darum ob sie am Ende zusammenfinden. Alles etwas ausgeschmückt mit einer leicht verworrenen Story mit verschiedenen Zeitebenen, kleinen Männchen, und Murakami-typisch etwas Erotik.

(Und das Hardcover ist schön. Werde mir bei Zeiten Buch 1 und 2 auch noch in Hardcover-Form kaufen)

Und nun mit dem nächsten Buch weitermachen versuchen nicht die Motivation zu verlieren.

Geschrieben am 24. January 2012, 3 Kommentare, 3
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Helge Schneider – Satan Loco

Letztens sah ich mal wieder TV Total und Helge Schneider war zu Gast. Ich liebe diesen Mann ja. Sein Humor ist einfach grandios, nicht zu vergessen seine musikalischen Fähigkeiten und alles andere.

Jedenfalls war er in der Sendung um, wie immer, sein neues Buch vorzustellen. Diesmal handelte es sich um “Satan Loco”.

In dem 138-Seitigen Büchlein geht es mal wieder um Kommissar Schneider. Und außerdem um den Herrn Satan Loco und seinen Puma, Legumes. Insgesamt ist die Geschichte herrlich bescheuert, so wie man es halt von Helge Schneider Büchern erwartet und gewohnt ist. Ebenso ist der gesamte Schreibstil sehr krank.

Ich hab das Buch auf der Heimfahrt von der Arbeit und dem darauf folgenden Rumsitzen im Wartezimmer meines Arztes eigentlich fast komplett durchgelesen und musste desöfteren laut lachen, was die Omas im Wartezimmer wohl etwas erschreckte.

Wer Helge Schneider und seine Bücher mag, sollte auch dieses Lesen. Wer ihn nicht mag, wird wohl Probleme damit haben.

starstarstarstarhalfstar

Geschrieben am 13. May 2011, ein Kommentar, 3
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Maarten Keulemans – Exit Mundi

Mein erster Kontakt mit diesem Buch war in einem Die Ärzte oder Bela B.-Newsletter in dem ich las, dass Bela B. die Hörbuchversion davon gemacht hat. Ich las allerdings nur den Titel, dachte mir so “klingt komisch” und vergaß es wieder.

Letztens las ich dann auf Celinas Blog erneut darüber, sah diesmal auch das Cover und konnte mir damit etwas darunter vorstellen. Weltuntergänge, okay, cool.

Jedenfalls kaufte ich es dann mal. Eigentlich nur, wegen Bela — da mir aber die Hörbuchversion zu teuer war halt als normales Buch. Klingt ziemlich unlogisch, aber naja. Ich stellte mir beim Lesen dann einfach vor, ich würde Belas Stimme hören, und dann hat das schon halbwegs geklappt.

Das Buch behandelt, wie schon erwähnt, eine ganze Menge Weltuntergangsszenarien, in recht lustiger Erzählweise. Viele davon findet man auch auf dieser ziemlich hässlichen Webseite.

Insgesamt waren die 250 Seiten ganz nett zu lesen, allerdings schien mir manches nach einiger Zeit etwas repetitiv. Aber das liegt wohl daran, dass es am Ende immer auf das gleiche, den Weltuntergang, hinausläuft.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, könnte man eigentlich fast sagen, das es dem Autor ganz gut gelingt Abwechslung in das fortwährende “X passiert, danach sind alle tot”-Schema zu bringen.

starstarstarhalfstarblankstar

Geschrieben am 11. April 2011, keine Kommentare, 0
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Haruki Murakami – Norwegian Wood

So. Auf der Fahrt nach Gelsenkirchen, zum Pur-Konzert, hatten unsere Senioren eine Zeitung dabei. Bereits als der nette alte Mann die Zeitung las, wurde ich auf einen Artikel durch das Bild aufmerksam, dass seinen Titel zierte. Nachdem die beiden den Zug verlassen hatten, schnappte ich mir die Zeitung und las den Artikel, es ging um einen Film namens “Norwegian Wood”, der wohl bei diesem wichtigen Filmfestival aufgeführt wurde.

Die Kritik klang etwas durchwachsen, jedoch klang die Geschichte interessant. Ich erfuhr, dass der Film auf dem gleichnamigen Buch von Haruki Murakami basiert. Murakami… da war doch was. Genau. Ein paar Tage vorher hatte mein pulloverleihender Arbeitskollege von diesem Autor erzählt. Also notierte ich mir erstmal den Titel.

Auf der Weiterfahrt am Sonntag recherchierte ich dann noch ein bisschen und bestellte mir das Buch letzendlich bei Amazon, in der englischen Ausgabe. Dienstag kam’s an, Dienstag Abend las ich die ersten 200 Seiten, heute Nacht die restlichen 180.

Anhand der Tatsache, dass ich das Buch an zwei Abenden verschlang, lässt sich schon erkennen, dass ich es wohl ziemlich gut fand. Normalerweise les ich 50 Seiten und dann wandert das Buch erstmal für einen endlosen Schlaf ins Regal. Hier aber nicht. Nach den ersten 200 Seiten hab ich auch nur aufgehört, weil es dann irgendwie 4 Uhr nachts war, hätte es wohl auch am Stück gelesen, hätte ich früher angefangen.

Ich bin kein guter Handlungszusammenfasser, und daher fällt es mir auch schwer, es irgendwie sinnvoll zusammenzufassen. Daher verweise ich einfach mal auf die Wikipedia-Seite, die das ganz gut macht.

Lustigerweise visualisierte sich die Geschichte bei mir während des Lesens in meinem Kopf als Anime. Ich weiß nicht warum, wahrscheinlich dachte sich mein Unterbewusstsein “Japanischer Autor! Anime mode ON!”. Hat der Sache eigentlich aber auch nicht geschadet.

Ebenso wie ich schlecht zusammenfassen kann fehlen mir zum ordentlichen wiederspiegeln meiner Eindrücke von dem Buch die richtigen Adjektive. Daher verbleibe ich damit zu sagen, dass sich das Buch wunderbar flüssig hat lesen lassen. Obwohl es nicht besonders spektakulär war, war es doch spannend und man wollte eigentlich stetig wissen wie es weitergeht.

Mit dem Hauptcharakter konnte man sich eigentlich ganz gut identifizieren, die Handlungen wirkten schlüssig, irgendwie hat im Großen und Ganzen alles gepasst. Allein das Ende war leider, für mich, nicht so super1. Nichtsdestotrotz war es ein sehr unterhaltsames Buch.

Ich hoffe der Film, der im Dezember in Japan ins Kino kommen soll, schafft es auch irgendwie nach Amerika/Europa. Vielleicht ist er ja garnicht so schlecht. Eine Anime-Adaption könnte ich mir allerdings auch gut vorstellen.

starstarstarstarblankstar

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Fußnoten

  1. Siehe letzter Absatz, für Leute die nichts gegen Spoiler haben
Geschrieben am 9. September 2010, keine Kommentare, 3
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Tommy Jaud – Hummeldumm

Auf dem Bild sieht man schonmal schön, was passiert, wenn man aufeinmal das Buch bei nem anderen Verlag rauskommt. Passt nichtmehr von der Höhe. Allein das ist schon ein ziemlicher Negativpunkt. Gekauft habe ich das Buch mit dem Anspruch einer lockeren Unterhaltung für die Zugfahrt am Sonntag, nicht um literarische Roman-Perfektion zu erhalten, das ist das Buch nämlich nicht. Aber deswegen ist es ja auch ein “Comedy-Roman”.

Im Buch erzählt der Tommy von einer geführten Reise durch Namibia, in einer Reisegruppe aus neun recht verschiedenen Charakteren, die aber alle nen ziemlichen Dachschaden haben. Im Grunde geht das Buch dabei auf die Geschichte von jedem Charakter mehr oder weniger ein, wobei der Fokus natürlich auf Matze, dem Hauptcharakter liegt.

Die ganze Geschichte wird eigentlich ganz gut erzählt, mehr oder weniger ganz im Stil den ich vom Tommy erwartet habe. Allerdings gibt es, besonders am Anfang, recht viele Stellen wo ein gewisses Fremdschäm-Aroma aufkommt, was es schwer macht, sich mit dem Hauptcharakter zu identifizieren. Daran scheitert dann auch das ganze Buch. Die Spannung bleibt allerdings mehr oder weniger erhalten und man will schon wissen wie es nun ausgeht, auch wenn man natürlich weiß, das es sowieso gut ausgehen wird, da man es von einem Jaud-Roman nicht anders erwartet. So hab ich mich dann doch recht schnell (Zugfahrt am Sonntag, Dienstag im Zug zur Arbeit und abends noch ein Stündchen) durch die 300 Seiten gelesen, wobei der zweite Teil schon eher von so einem “ach, jetz komm endlich zum Ende, damit ich das Buch beruhigt und ohne schlechtes Gewissen weglegen kann”-Gefühl begleitet war. Die letzten Seiten gefielen mir dann allerdings nochmal ein Stück besser und somit habe ich es auch nicht bereut es zu Ende gelesen zu haben.

Die Frage nun ist, kann ich das Buch empfehlen? — Für Jaud-Fans vielleicht, für alle anderen nicht unbedingt. Wer Jaud kennenlernen will sollte lieber Vollidiot und Millionär lesen.

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Geschrieben am 28. April 2010, ein Kommentar, 4
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Dan Brown – Digital Fortress

In den letzten Tagen las ich mein erstes 500+ Seiten-Buch fertig. Dabei handelte es sich um Dan Browns “Digital Fortress”, soweit ich der Wikipedia vertrauen kann sein erster Roman, der veröffentlich wurde. Gekauft hatte ich es ja bereits Ende Dezember in Leipzig, aber man kommt ja nich so oft zum Lesen.

Im Grunde geht es darum, das die NSA einen tollen Ubercomputer hat, der es möglich macht jede Verschlüsselung auf der Welt in kürzester Zeit zu knacken. Irgendwann kommt es dann aber zum Super-GAU in Form des Digital Fortress genannten supertollen Verschlüsselungsalgorithmus, der unknackbar scheint. Die Hauptcharaktere sind einmal Susan Fletcher, Kryptoexpertin, die versucht im NSA-Hauptquartier alles zu regeln und ihr Freund, David Becker, Hochschulprofessor, der nach Spanien geschickt wurde um dort den Key zu besorgen, der benötigt wird um Digital Fortress zu knacken. Die Erzählung wechselt dann immer zwischen NSA-HQ und Spanien, was an sich schon gut Spannung erzeugt.

Joa. Also insgesamt kann man sagen, das Dan Brown die Geschichte ganz spannend erzählt. Am Anfang gehts etwas langsam los, wird dann zum Ende hin aber ziemlich rasant, sodass ich teilweise das Gefühl hatte, ich müsste schneller lesen können um die Spannung etwas einzudämmen. Ab der Hälfte wird der “Hauptdrehpunkt” der Story aber vorhersehbar, sodass man dann ein paar Seiten nur drauf wartet, das es endlich den Leuten klar wird. Ebenso werden die letzten paar Seiten von einem “Na, jetzt kommt schon ihr Hochintelligenten Krypo-Experten, da kommt man doch sofort drauf”-Gefühl begleitet. Außerdem ist es ein bisschen kitschig. Ein klitzekleines bisschen.

Natürlich ist das Buch weder vom kryptografischen Inhalt her korrekt noch von den ganzen IT-Sachen, aber naja, es unterhält gut.

Teilweise kann ich mir eine Verfilmung gut vorstellen, weiß allerdings nicht ob das irgendwann wohl jemand in Betracht zieht. Is dann wohl doch nicht so ultra bekannt und Kritiker-geliebt. Aber ein Tom Hanks in der David Becker-Rolle fänd ich sicher gut.

starstarstarblankstarblankstar

Geschrieben am 18. January 2010, 5 Kommentare, 1
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