In Time. Unterhaltsamer Film mit durchaus interessanter Grundidee, aber letzendlich einer Story mit zu vielen Logikproblemen und offenen Fragen. Cillian Murphy ♥
Mehr Kommentar (Spoiler-Belastet)
Im Film geht’s quasi darum, dass Geld als Währung durch Zeit ersetzt wurde und jeder nur ein begrenztes Kontingent hat. Ist das aufgebraucht ist Schluss mit lustig. An und für sich nettes Konzept, was es aber sicher auch schonmal gab. Am Anfang ist der Film noch recht individuell, mit dem Typen, der dem Haupthelden Will 116 Jahre Zeit schenkt und seinem Leben damit ein Ende setzt.
Spätestens ab der Mitte des Filmes wird es dann aber etwas generischer. Er trifft die Frau, sie mag ihn erst nicht, dann doch, dann rauben sie zusammen ein paar Banken aus und am Ende sind sie zusammen. Auf die genaueren Hintergründe, wie das nun läuft mit der Zeit-”Währung”, was es genau mit den Zeitzonen auf sich hat und was nun eigentlich mit Wills Vater ist, wird nicht so richtig eingegangen.
Insgesamt läuft auch alles zu einfach. Keine wirklichen Story-Twists. Einfach mal ne Bank ausrauben? Kein Problem, einfach mit nem Transporter durch den Vordereingang breschen. Im Zeit-Duell mit einem Minute-Man? Kein Problem, einfach den alten Trick 08/15-Trick von Papa anwenden.
Musikalisch gesehen kann ich nichts dazu sagen. Irgendwie plätscherte die Musik meistens im Hintergrund umher, ohne große Highlights zu bringen. Nur kurz vorm Ende drehte es dann nochmal kurz auf, aber nicht der Rede wert.
Nun gut, aber ich will nicht soviel meckern, der Film hat mich unterhalten und es war nicht langweilig. Justin Timberlake war, soweit ich das beurteilen kann gut. 13 ist zu früh gestorben, dafür war Amanda Seyfried ein guter Ersatz. Cillian Murphy finde ich sowieso klasse.
Noch ein Schenkelklopfer zum Ende: In Time ist die investierte Zeit durchaus wert!


