Samsas Traum – Anleitung zum Totsein

10. July 2011 · Musik, Reviews · 2 Kommentare · 2 Likes

Ein neues Samsas Traum Album, yeah!

Nach dem relativ schwachen einfach ziemlich andersartigen Heiliges Herz – Das Schwert Deiner Sonne, welches mir nicht sonderlich gefallen hat, meldet sich der Herr Kaschte nun mit einem Album zurück, welches dem alten Sound wieder näher kommt.

Meine Lieblingsalben sind ja Tineoidea und a.Ura und das Schnecken.Haus, welche beide soundtechnisch sehr abwechslungsreich sind und insgesamt eine gute Story erzählen. Das neue Album jetzt geht glücklicherweise wieder mehr in diese Richtung, auch wenn es das Level der alten Alben zu keinem Zeitpunkt erreicht. Das ist aber weniger negativ als es klingt, denn das Level ist auch ziemlich hoch.

Das Album schafft es immerhin über alle zwölf Lieder hinweg sehr hörbar zu sein, ich habe bei keinem Lied das Gefühl es gerne skippen zu wollen. Als Highlights würde ich “Das ist Liebe” (auch wenn der Text etwas blablubb ist), “Durch die Wand der Träume”, “Im Zeichen des Wurms” und “Betet für mich” sehen. Aber die anderen Lieder sind auch gut.

Was mir insgesamt ein wenig fehlt ist die Abwechslung, irgendwie haben alle Lieder ein recht düsteres Grundthema (okay, bei dem Albumtitel irgendwie klar). Es gibt zwar mehr Vielfalt in den Arrangements als bei Heiliges Herz, aber mir fehlt etwas der Facettenreichtum von a.Ura.

Außerdem nervt etwas die Maschinengewehr-Sperrfeuer-Blackmetal-Bassdrum, die er in manche Songs eingebaut hat.

Insgesamt aber ein durchaus empfehlenswertes Album, vor allem für Leute, die Heiliges Herz genauso scheiße fanden wie ich.

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Schandmaul – Traumtänzer

1. February 2011 · Musik, Reviews · 4 Kommentare · 0 Likes

Letztens, genauer gesagt am Freitag, kam das neue Schandmaul-Album raus. Da ich Schandmaul ziemlich super finde, bestellte ich es vor.

Zunächst fällt auf, das es in einem ziemlich coolen Dingsbums daherkommt. Dicke Pappe, viel Booklet und sogar eine DVD mit irgendwelchen Videodaten drauf, die ich mir allerdings noch nicht angeschaut habe. Wahrscheinlich habe ich irgendeine limited Edition gekauft, oder so.

Die CD enthält 14 Titel. Mittlerweile hab ich sie bestimmt gut zehn mal durchgehört. Mein Urteil ist: gut. Alle Titel sind, äh, wie soll man es sagen, einfach schandmaulig. Es is keins dabei, was ich blöd finde, aber auch nicht sehr viele von denen ich behaupten würde sie total awesome zu finden. Ganz gut finde ich bisher “Der Alchemist”, “Hexeneinmaleins” und “Der Anker”.

Irgendwie fehlt dem Album so das i-Tüpfelchen. Für Leute die Schandmaul so mögen wie sie sind, ist es wohl ein wunderbares weiteres Album. Leute, die sich irgendeine Stil-Veränderung erhofft hatten, werden wohl nicht glücklich werden. Es ist einfach pur Schandmaul.

Ich hoffe ich werd’s mir auf der kommenden Tour irgendwann mal live angucken können.

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Bodo Wartke in Freiburg

17. September 2010 · Daily Life, Musik, Reviews · 2 Kommentare · 1 Likes

Gestern war ich mit dem Matze in Freiburg bei Bodo Wartke.

Den guten Herrn kenn ich ja jetz nun schon einige Jahre und hab auch zwei DVDs von ihm erworben. Irgendwie schaue ich aber nicht 24/7 auf Tourtermin-Seiten und daher hab ich es immer verplant mal auf ein Konzert zu gehen. Glücklicherweise kam der Matze nun vor ein paar Wochen auch auf den Bodo-Trip und so begab es sich, dass wir Tickets für das “Achillesverse”-Konzert in Freiburg erwarben.

Die Fahrt gestaltete sich etwas suboptimal, da wir nicht den normalen Weg nehmen konnten, sondern aufgrund einer Straßensperrung untenrum — also durch die Schweiz, fuhren. Und da dort gerad etwas der Feierabendverkehr einsetzte brauchten wir dann fast drei Stunden für unseren Weg über Zürich nach Freiburg.

Der Paulussaal war allerdings leicht zu finden und so standen wir etwa 18:30 fröhlich in der immer länger werdenden Schlange und warteten auf den Einlass, der 19 Uhr fristgerecht startete. Wir schnappten uns zwei recht gute Plätze in der dritten Reihe und harrten aus, bis das Programm begann. Ich trug das andere Hemd, was ich besitze und noch nie getragen hatte und war damit garnicht so falsch dabei.

Da ich Durst hatte, kaufte ich mir noch ein Getränk — dummerweise durfte man sie nicht mit in den Saal nehmen. Daher musste ich den halben Liter Cola also am Stück austrinken. Ziemlich sinnlos. oô

Das Programm dann war insgesamt toll. Am Anfang hatte ich etwas Angst, dass er irgendwie nicht viel variiert — die ersten Ansagen und so waren schon exakt so wie auf der DVD, die Lieder auch exakt gleich, inklusive Mimik und Gestik und Pausen. Das gab sich aber glücklicherweise dann spätestens nach der ersten Pause, wo er dann auch mal andere Dinge einbrachte und sich auch gut mit einigen Leuten aus dem Publikum auseinandersetzte.

Des Weiteren spielte er auch zwei oder drei neue Songs, die alle auch supi waren. Aber mit dem neuen Programm dauerts wohl noch eine Weile, meinte er.

Nach gut drei Stunden (inkl. 30 Minuten Pause) war es dann vorbei und wir fuhren wieder heim — was wir dank freier Straßen auch in gut zwei Stunden schafften. An dieser Stelle vielen Dank an den Matze für das Autofahren!

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Jasper – Ohrenpost

5. May 2010 · Musik, Reviews · Keine Kommentare · 0 Likes

Tja. Am Anfang hatte ich ja etwas Angst, das neue Album könnte nix werden. Aber Jasper hat mich glücklicherweise vom Gegenteil überzeugt — das Album ist ziemlich klasse und auf jeden Fall mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar besser als sein erstes.

  1. So Lala (starstarstarstarstar) — In diesem Lied geht es darum, das man doch mal seinen Arsch hochkriegen und was machen soll, statt blöd rumzusitzen. Am Anfang hat es mich nicht so arg überzeugt, nach ein paar Mal hören ist es nun aber eines meiner Lieblingslieder der Platte. Ist einfach extrem eingängig und, ja, auch etwas motivierend.
  2. Unser Sommer (starstarstarstarblankstar) — Sommerlied. Is in Ordnung.
  3. Jenny (starstarblankstarblankstarblankstar) — An und für sich ein ganz lustiges Lied, das die aktuelle “Internetsüchtige” Generation beschreibt — das passiert allerdings in einer Weise die ich irgendwie nervig finde, so nach dem Motto “wie bekomm ich möglichst viele Buzzwords in das Lied” — Irgendwie skippe ich es gerne.
  4. Immer noch hier (starstarstarstarhalfstar) — Sehr schönes Lied, das eine gute Atmosphäre aufbaut, die durch die Pointe dann aber (freiwillig oder nicht) ziemlich zerstört wird. Hinterlässt dann irgendwie ein etwas komisches Gefühl
  5. Letzter Tag am Strand (starstarstarblankstarblankstar) — Etwas ruhigeres Lied. Schön, aber jetzt nicht so spannend.
  6. Hätte ich (starstarstarstarstar) — Ein Lied, dass ich schon von damals aus seinem Youtube-Channel kenne und ich damals schon total super fand. Hatte es auf dem ersten Album sehr vermisst, aber hier ist es ja nun endlich. Leider hat es nicht ganz soviel Kraft wie die Youtube Version, die ich direkt unten mal einbinde.
  7. Wann (starstarstarstarblankstar) — Einfach sehr gut.
  8. Ich schlaf erst ein (starstarstarhalfstarblankstar) –Geht wieder in die Richtung “schön aber nicht besonders spannend”.
  9. Wie Immer (starstarstarstarhalfstar) — Gut.
  10. Gewittertierchen (starstarstarstarblankstar) — Bei diesem Song muss ich immer wieder an Reinhard Mey denken. So wie es geschrieben ist, gesungen und gespielt wird, könnte es auch locker vom Herrn Mey sein. Nichts desto Trotz bzw. gerade deswegen gut.
  11. Lautlos (starstarstarhalfstarblankstar) — Angenehmes, wieder langsameres, Lied.
  12. Noch nicht müde (starstarstarstarhalfstar) — Schließt im Grunde ganz gut den Bogen zu “So Lala” und geht in eine ähnliche Richtung. Widerrum ein sehr gutes Lied.
  13. Dörte D. (starstarstarstarstar) — Unplugged Live-Mitschnitt. Lustiges Lied. Wunderbar.

Insgesamt, wie schon gesagt, sehr gelungenes Album und jedem zu empfehlen, der auf diese Art von Liedermacher-Musik steht.

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Zum Abschluss noch “Hätte ich”: Den ganzen Beitrag lesen »

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Saltatio Mortis in Karlsruhe (30.11.09)

16. November 2009 · Musik, Reviews · Keine Kommentare · 1 Likes

Am Freitag vor einer Woche war ich beim Saltatio Mortis-Konzert im Substage in Karlsruhe.

Los ging’s 14:35 in Furtwangen, nach Triberg, nach Karlsruhe und erstmal zu meinen Konzert-Mitgängern, da dann etwas rumgehangen und kurz vor 19 Uhr aufgebrochen, Richtung Substage. Vorher noch ein kleiner Snack im Subway. Nachdem wir uns dann Reingedrängelt hatten standen wir dann im relativ kleinen Substage, die Decke war nicht wirklich hoch und die Luft nicht wirklich angenehm, aber nunja.

Relativ pünktlich begann dann auch die Vorband zu spielen. Leider Gottes handelte es sich hierbei um Feuerschwanz. Also okay, nichts gegen Feuerschwanz an sich, aber seit ich sie auf dem Feuertanz 2007 mehrere Stunden lang immer wieder beim darbieten ihrer drei Songs bewundern konnte, hab ich irgendwie genug von ihnen. Texte die sich nur ums Saufen und Geschlechtsverkehren drehen zu Melodien, die entweder von andern Mittelalterbands stammen oder nicht sonderlich einfallsreich sind muss ich jetzt nicht solange haben. Einzig Met und Miezen war ganz lustig, letzendlich war ich aber froh als sie dann fertig waren.

Danach kamen dann Saltatio Mortis auf die Bühne. Bei den etwas größeren, wie dem Lasterbalk, erwies sich die tiefe Decke dann als kleiner Nachteil, die konnten nämlich kaum vernünftig stehen. Gut das er Schlagzeuger ist. Das nun folgende Konzert war äußerst gut. Die weniger guten Lieder haben sie gleich am Anfang abgehandelt (Rastlos, Ebenbild) und dann einige Stunden (hab keine Uhr mitgehabt) durchgerockt. Leider war das Publikum teilweise nicht so sehr von allein motiviert und hatte Probleme richtig mitzugehen, keine Ahnung woran das lag — ich hatte jedenfalls meinen Spaß. Salome war ohne Doro Pesch leider nicht ganz so supi, aber trotzdem genial.

Eigentlich guck ich bei Konzerten ja auch einfach nur den Gitarristen und Bassisten auf die Finger. Auch das bereitete hier viel Spaß. Samoel und Bruder Frank haben es schon ziemlich drauf. Wobei die anderen natürlich nicht weniger schlecht sind, aber man kann sich ja nich auf alle konzentrieren. Alea hat auch besser gesungen als ich es erwartet hätte.

Alles in allem also ein gelungenes Konzert.

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Saltatio Mortis – Wer Wind sät

2. September 2009 · Musik, Reviews · Keine Kommentare · 0 Likes

Am 28. August erschien das neue Album der Mittelalter-Rock-Combo Saltatio Mortis. Erstmals kam ich mit ihnen auf dem Feuertanz 2007 in Kontakt, wo ich sie direkt ziemlich geil fand und direkt ihr damals aktuelles Album “Aus der Asche” kaufte, was bis heute eigentlich ständig in irgendeiner Playlist verweilt, weil es einfach grandios ist.

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