Bear ist eine Notizen-App für Mac und iOS. Jetzt denkt ihr euch sicher, wow, wie innovativ, Notizenapps gibt es wie Sand am Meer, warum benutzt Philipp nicht einfach die Apple Notizen-App oder irgendwas anderes, blah blah blah.

bear

Bis vor ein paar Wochen benutzte ich iA Writer um darin Blogposts und alle anderen längeren Texte zu schreiben. Eigentlich klappte das auch ganz gut, nur leider war die Ordner-Navigation sehr komisch implementiert und so konnte ich Posts zum Beispiel nur schwierig aus einem “Drafts” in einen “Published” Ordner verschieben. Ja, das ist mein komischer Workflow, aber den unterstützte Writer leider nicht besonders gut. Trotzdem hielten wir es bestimmt ein Jahr miteinander aus.

Todos machte ich mir einerseits in Wunderlist — was ich aber noch nie so toll fand, weil ich immer vergaß reinzugucken, weil die App am Mac irgendwie so nebensächlich wirkt — und andererseits in ein Notizbuch im Büro, wo ich mir jeden Tag grob notierte, was es zu tun gibt. Das funktionierte eigentlich auch ganz gut, bis darauf, dass das Notizbuch halt nicht digital und immer-verfügbar ist und das ich die privaten Todos in Wunderlist gekonnt ignorierte.

Auf dem iPhone hatte ich zusätzlich noch Vesper, dort hatte ich vor allem die Konfiguration der Fitnessgeräte, ein paar Rezepte für Cocktails und alles andere gespeichert, was mir unterwegs einfiel. Leider ist die App einerseits discontinued und andererseits niemals mit einer Mac-App ausgestattet worden.

Vor ein paar Wochen kam dann Bear in mein Leben. Nach mehrfacher Empfehlung, unter anderem von Marcel, installierte ich mir die App und fing an erstmal alles aus Vesper zu übertragen.

Im Grunde ist Bear nicht viel anders, als andere Apps dieser Klasse. Ein Notizen-Editor mit Markdown-Support, Notizen sind sortierbar (aber nicht mit starren Ordnerhierarchien, sondern durch Hashtags), man kann Todo-Punkte anlegen, Notizen nach oben pinnen (um die aktuelle Todo-Liste immer oben zu haben), Notizen auch direkt als HTML kopieren (wichtig für mich, da ich kein Markdown-Wordpress-Plugin haben will).

Mittlerweile nutze ich es seit einigen Wochen und es hat sich in kurzer Zeit zu einer der meistgenutzten Apps entwickelt. Bear ist für mich Todo-Manager, Blogpostdraft-App, Code-Snippet-Sammlung, Cocktailrezepteverwalter und hat zum Teil sogar Sublime Text als “Mal schnell neues Fenster aufmachen weil ich kurz was reinpasten muss” abgelöst. Da die App so oft offen im Vordergrund ist, seh ich auch die Todos, die ich früher einfach ignoriert habe, wesentlich besser, und ich bilde mir ein dadurch ein bisschen mehr erledigt zu haben!