Dank Laura und Markus konnte Hannah, und so auch indirekt ich, eine ganze Hello Fresh (Reflink — ihr spart 20€, das sind fast 40 Mark!) Box testen! Insgesamt hatte ich zu dem Thema “Essen ungekocht liefern lassen” ja ein paar Vorurteile:

  • Einkaufen kann ich auch selber
  • Man muss zuhause sein, wenn der DHL-Mann kommt
  • Die Sachen werden sicher schlecht, bevor man sie benutzen kann
  • Ich mag die ganzen Sachen sicher nicht, die es da gibt
  • Alles viel zu teuer
  • Davon wird man doch gar nicht satt
  • Viel zu viel Müll

Aber probieren kann man es ja mal! Die Box enthielt folgende Gerichte:

  • Saftige Schweinefilets mit Thymian-Honig-Soße, gebackenen Süßkartoffeln und Prinzessbohnen: Das Schweinefilet konnte Hannah nicht an mich abtreten, weil ich kein Schwein mag — den Rest haben wir mit Gericht Zwei kombiniert. Die Bohnen mit Thymian waren sehr lecker!
  • Patatas Bravas — Spanische Bratkartoffeln mit Topinambur, Rucola, Oliven und Aioli: Ein weiteres Quasi-Salatgericht, diesmal mit Feta und auf Rucola-Basis. Sehr lecker. (Das Stück Topinambur war ungefär 6x2cm — kaum wahrnehmbar)
  • Ziegenkäse-Pancetta-Taller auf Feldsalat zu Ciabatta-Brötchen: War lecker, letztendlich aber ein normaler Salat mit Käse, wie er oft auf dem Speiseplan steht
  • Asiatische Nudelpfanne mit Zitronengras und viel Gemüse: Pilze mag ich ja nicht so, aber im Gesamtkonstrukt funktionierte das alles sehr gut. Sehr lecker, Zitronengras benutze ich sonst noch nie. Empfehlenswert. (“viel Gemüse” ist etwas übertrieben für eine Paprika und fünf Pilzchen)
  • Thai-Massaman-Curry mit aubergine, Champignons und Cashewkernen: Auberginen und Pilze, zwei Sachen, die ich nicht mag, dazu noch in einer sehr sehr scharfen Currysoße. Hat irgendwie trotzdem geschmeckt, war aber viel zu scharf. (Es waren genau 7 Cashewkerne enthalten)

Keins der Gerichte war jetzt grundsätzlich neu, Salat mit Feta, gebackene Süßkartoffeln, Asianudeln mit Paprika und Kokosmilch-basierender Soße oder Curry, alles Sachen die man auch so mal kocht. Trotzdem war das alles nochmal ein bisschen besonderer, da Hello Fresh Kram beilegt, den ich sonst nie kaufe, wie Zitronengras, Koriander oder Knoblauch (mag nicht, dass die Finger immer so stinken, deswegen lass ich ihn immer weg). Ein paar gute Inspirationen kann man dadurch also auf jeden Fall sammeln.

Einer der größten Vorteile der Box ist jedoch, dass sie einem einfach die Entscheidung abnimmt, was man einkaufen und kochen soll. Die Kiste kommt, man macht sie auf und kocht einfach das, was drin ist. Eine Entscheidung weniger!

Die meisten Kritikpunkte kann man auch etwas abschwächen. Den DHL-Mann kann man auf 19-22 Uhr timen, wenn man das 3-Tage-Paket nimmt wird wahrscheinlich auch nichts schlecht, bisher wurde ich immer satt und soviel teurer als selber kaufen ist es sicher auch nicht — vor allem wenn man einberechnet, wieviel Denkzeit man spart, wenn man sich nicht entscheiden muss.

Das einzige was bleibt ist natürlich der Müll und das es ab und zu was gibt, was man vielleicht nicht mag. Aber die Kühlakkus kann man ja aufheben, um sich im Sommer damit großflächig abzukühlen — oder sie einfach zurückschicken.

Tatsächlich freue ich mich ein wenig auf die neue Box mit den drei Gerichten für nächste Woche. Hello Hello Fresh! (der selbe Reflink wie oben, um die Werbewirkung zu steigern)

(Hätte ich gewusst, dass ich einen Blog habe, hätte ich qualitativ hochwertige Fotos von jedem Gericht erstellt)