Weil ich das Tool im Büro schon öfter brauchte, aber nichts passendes fand, nahm ich mir mal eine Stunde Zeit und baute es! Und weil ich gerade Lust hatte, einen Screencast dazu aufzunehmen, dachte ich mir, es wäre vielleicht ganz witzig, das auch in einer Stunde durchzuziehen.

Daraus entstanden sind nun vier 15-Minuten-Häppchen, die ich einfach alle auf einmal hier verlinke, weil ich echt keine Lust habe, da jetzt jede Woche einen rauszuhauen, meine Zielgruppe der Leute, die anderen gerne beim Coden-und-Labern zugucken/hören ist nämlich ziemlich klein, fürchte ich.

Wozu das Ding überhaupt? Es passiert relativ häufig im Büro, dass ich mir Prozesse für Dinge ausdenke, die aber nirgens notiere. Das kann alles sein, angefangen vom Deployment einer Webseite (ja, ich wünschte, ich würde in einer Welt leben, in dem jedes Kundenprojekt einfach den gleichen standardisierten Deployment-Prozess hat), bis hin zu “Auf Seite XYZ einen neuen Download einfügen, welche drei Variablen muss ich anpassen”. Falls man mal krank wird, oder vergesslich, wäre es natürlich toll wenn man das mal aufgeschrieben hätte.

Leider fehlte mir dazu bisher das Tool. Also klar, ich könnte das in Things aufschreiben, aber damit ist es unteilbar und nach jedem abhaken müsste es wieder “resetted” werden. Ein Google Doc ist auch blöd, da kann man nichts abhaken. Im Redmine haben wir zwar Checklists, aber für jedes abarbeiten einer Checklist ein neues Issue anlegen ist auch dämlich. Daher nun dieses super simple Checklist-Tool, welches es natürlich auch bei Github gibt.

Das Feature-Set ist überschaubar: Anlegen und editieren von Checklisten. Diese können abgehakt werden und das wird sogar noch dokumentiert, wenn man auf Speichern klickt. So kann man z.B. auch nachvollziehen, wer jetzt das Deployment versaut hat — wenn man das möchte. Wer den Screenshot im Github mit dem Endergebnis im Video vergleicht, wird erkennen, dass ich doch nochmal eine Stunde investiert habe um zumindest ein bisschen Bootstrap-Styling einzufügen.