Damals, als das erste Xenoblade für die Wii rauskam war ich schon halbwegs interessiert, da es grafisch aber furchtbar aussah, habe ich die Finger komplett davon gelassen.

Als es für die Switch angekündigt wurde, horchte ich natürlich direkt wieder auf. Ich schaute ein paar Videos, die alle sagten, dass es toll ist, aber zeitaufwendig und dass das Kampfsystem kompliziert ist.

Wochenlang konnte ich mich nicht entscheiden, was ich mir kaufe, um mir die Zeit nach Zelda zu vertreiben. Entweder Skyrim, was ich schon kenne und gut fand, aber nie durchspielte — oder eben Xenoblade.

Marcel nahm mir die Entscheidung ab, da er mir sein Xenoblade etwas günstiger verkaufte.

Nach fünf Stunden Spielzeit hier mein ausführliches Review:

  • Ich find die Story ganz interessant und würde mir das ganze gerne in Anime-Form angucken
  • Nach 5 Stunden Spielzeit habe ich gefühlt etwa 2 Stunden mit Zwischensequenzen verbracht
  • Das Kampfsystem ist zum aktuellen Zeitpunkt noch furchtbar langweilig, weil man nichts tun kann, gleichzeitig bin ich schon zehn mal gestorben, weil ich nicht aufgepasst habe und man schlecht vor Gegnern wegrennen kann, wenn man einmal im Kampf ist, aus Versehen
  • Wenn man stirbt gibt es kein Auto-Save und man kommt zum letzten manuellen Save zurück. Manuell speichern geht nur über ein relativ langsames Menü.
  • Insgesamt ist die Interface-UX ziemlich 2005. Typisch JRPG würde ich fast sagen. Tief verschachtelte Menüs mit tausenden Sachen, die man machen kann
  • Die Grafik auf der Switch sieht okay aus, aber ein bisschen matschig, weil es wahrscheinlich upgescaled wird. Am Fernseher soll es toll aussehen, hab das aber nie ausprobiert
  • Weiteres aus der Kategorie “Ich habs vorher gewusst”: Der Anime-Style ist an sich hübsch, aber irgendwie bin ich auch aus dem Alter raus. Beziehungsweise fand ich Anime, wo alle weiblichen Charaktere riesige Brüste haben, schon immer fragwürdig. Hier wird das leider auch ziemlich gefeiert.

Ich denke man kann an dem Spiel eine Menge Spaß haben, wenn man dazu bereit ist, sich da richtig dafür einzuarbeiten. Zelda ist da wesentlich einsteigerfreundlicher und eignet sich auch wunderbar für meinen Casual Gamer “alle paar Abende mal ne Stunde”-Lifestyle. Daher habe ich mich entschlossen, das Spiel an jemanden weiter zu geben, der es mehr spielen wird.

(Der einzig verbleibende Vorteil von physikalischen Datenträgern: Man kann sie einfach weiter verkaufen und setzt nicht 60€ in den Sand, für ein Spiel, das einem keinen Spaß bereitet.)