Grill den Balkon

Hi, ich bin jetzt 30!

Wie es sich für eine fette Geburtstagsparty zum dreißigsten gehört, dachte ich mir, ich mach ne geschmeidige Balkonparty und wir grillen ein paar ordentliche Würstchen. So wie man das macht, wenn man endlich kein Zwanzigjähriger mehr ist. 🤔

Aktuell besitze ich leider nur einen Elektrogrill von einer dieser Billigfirmen, für 20€ bei Amazon gekauft, damals, als der Balkon noch neu war. An und für sich funktioniert er auch ganz gut, hat halt etwas wenig Power, aber es ist halt, wenn man ehrlich ist, einfach nur eine Pfanne mit langem Stromkabel.

Etwas neues muss also her. Doch was? Leider ist da ein Gasgrill schon das höchste der Gefühle in einer Wohnanlage, in der man Nachbarn hat, die zwar gerne genüsslich eine Zigarre auf dem Balkon verdrücken, aber sich wahrscheinlich schleunigst beschweren würden, würde ich auch nur darüber nachdenken Holzkohle anzuzünden.

Martin kaufte letztens einen Weber Grill go-anywhere — was für ein wundervoller Name. Die 200€-Preisrange fand ich ganz interessant, der Grill überzeugte mich aber von den Bewertungen her nicht so sehr. Abgesehen davon, dass ich Angst hatte mit der Größe keine 15 Leute verköstigen zu können, meinten vor allem viele Leute, dass die Reinigung aufwendig sei, und das er wackelig ist und sich anfühlt als ob er direkt auseinanderfällt. Naaaja.

Doch der Markt für günstige, Balkon-geeignete Gasgrills für um die 200€ ist natürlich größer. Char-Broil hat den X200 Grill2Go im Angebot, dessen durchwachsene Bewertungen mich genauso wenig überzeugten wie die vom Enders Explorer.

Liest man einmal so Dinge wie “hat kein XYZ-Gassonstwas-Rücklaufstutzenventil, wenn man nicht aufpasst explodiert alles” in den Kommentaren und paart das mit meiner Abneigung Gas gegenüber, hat man auf jeden Fall nicht mehr so viel Spaß sich mit der ganzen Geschichte zu beschäftigen. Dazu kommt, dass die meisten dieser Kompaktgrills sich wohl relativ mäßig in der Temperatur regeln lassen — keine Ahnung ob das für Würste und Burger-Patties relevant ist, aber es klingt auf jeden fall schlecht.


Einen ganzen Abend recherchierte ich also, welcher Grill wohl am unwahrscheinlichsten explodieren wird, überlegte, ob ich mir wirklich eine Gasflasche kaufen will, weil die Kartuschen sind ja viel zu teuer und nachdem ich drei mal gelesen hatte, das man irgendwelche Druckminderer und Schläuche braucht habe ich das Kapitel Gasgrill abgeschlossen. Zuviel Unwissen und anscheinend für 200€ kein Grill der mich restlos überzeugen könnte — für fast 400 Steine gibts den Weber Q 1200, der ganz interessant aussieht und gute Bewertungen hat, aber das ist mir zu teuer.


Und das Fazit? Nun gibt es zur Feier Burger aus der Pfanne — und wenn man mal ordentlich grillen will muss man halt doch mit dem (Einweg-)Grill in den Stadtpark. 🌳

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