Drei Abende mit GraphQL

Vor ein paar Wochen berichtete ich noch voller Vorfreude, dass ich mich endlich mit GraphQL beschäftige — am Beispiel des Adminpanels für Blogchain!

Nun kann ich voller Stolz berichten, dass das Adminpanel fertig, oder sagen wir, benutzbar, ist. Allerdings läuft die API jetzt doch ganz normal über eine REST-Schnittstelle.

“Warum?”, fragt ihr euch. Ist GraphQL dem werten Herrn Programmierer wieder nicht recht? Ist er so sehr gegen Facebook, dass es so sehr hasst wie React?


Naaaaja. Ich hab, um ehrlich zu sein, schon am Anfang gedacht, dass es wahrscheinlich ziemlich dumm ist, eine so komplexe Technologie, die man nicht mal eben so verstanden hat, in dieses Side-side-side-Projekt einzubauen, welches möglichst so laufen soll, dass es sehr wenig Zeit beansprucht, einfach funktioniert und auch in Zukunft leicht wartbar ist.

Bei GraphQL (und der Integration ins Frontend über vue-apollo) war es nun so, dass ich mich erst sehr freute, über die ganzen Sachen, die man sofort schön findet:

Nach dem ersten Abend war ich also ziemlich zufrieden. Der Abend danach, der zeitlich gesehen wirklich auch innerhalb von 24 Stunden folgte, war schon gespickt mit etwas Frust. Ich musste viel nachlesen. Wie macht man File-Uploads, wie macht man dies, wie krieg ich jetzt das Backend wieder schön gemacht, wenn ich eine Schema-File benutzen will. Warum sind die Queries und Mutations so super viel Schreibaufwand.

Trotzdem schaffte ich alles, was ich mir vorgenommen hatte und legte die Sache beiseite.

Einige Monde später, tatsächlich sogar eine ganze totale Mondfinsternis (dazu später mehr), schaute ich mir den ganzen Scheiß wieder an und wollte noch eben einen der letzten Todo-Punkte angehen: Authentifizierung. Nicht übel für ein Adminpanel, oder?

Mittlerweile hatte ich natürlich komplett vergessen, wie dieser ganze Apollokram funktioniert, und ich hatte auch nicht mehr so richtig Lust auf große Mutations und optimistische UI-Updates, die nur dafür sorgen, dass ich noch mehr dämliche Queries schreiben muss.

Nach dem dritten Abend hatte ich eine funktionierende Authentifizierung (ich brauchte dafür keinen ganzen Abend, ich investierte nur so 20 Minuten, ich hatte noch anderes zu tun!) und keine Lust mehr auf GraphQL.

Also baute ich es am vierten Abend alles aus. Normalerweise liest man ja immer diese Tweets, in denen Leute schreiben, wie viel Code sie löschen konnten, als sie von React/Redux auf Apollo umstiegen — bei mir sieht das jetzt komplett andersrum aus. Tausend Zeilen komische GraphQL-Queries weichen axios.get('/api/posts'). Das ist natürlich einfach nur witzig, ich verstehe schon, das es in einem Real-World-Projekt ganz anders aussieht — die ganzen Funktionen, die Apollo bringt, brauch ich nur gar nicht.


Nun könnte ich mich über die drei Abende ärgern, an denen ich etwas baute, was mittlerweile schon wieder gelöscht ist und nie benutzt wurde um einen Blogpost zu schreiben — aber das wäre Quatsch. Immerhin habe ich nun gelernt, was GraphQL ist!

Tatsächlich freue ich mich auch immer noch drauf, es in einem Projekt zu benutzen, das größer ist als das popelige Adminpanel dieses Blogs. Ich kann mir gut vorstellen, dass es in einer großen SPA eine richtige Daseinsberechtigung hat und eine Menge Spaß macht. Aber es ist halt, mit Apollo und all dem Kram der dazu gehört, ein richtig fettes Thema, mit dem man sich auseinandersetzen muss. Das muss sich schon lohnen.

Also, meine Empfehlung: Schaut es euch ruhig mal an, es könnte ganz cool sein. Nur halt nicht für die kleinen Quatsch-Projekte, mit denen man es ausprobiert. (Außer man nimmt sich mehr als drei Abende Zeit)

Wer viel misst, misst viel Mist

In der letzten Zeit ist es warm, schon gemerkt? Gefühlt wird es in der Wohnung, trotz nächtlichen Lüftens und geschickter Verwendung von Verdunklungs-Rollos, nie wirklich kühl. Um diesen Missstand mal wissenschaftlich zu belegen dachte ich mir, dass ich ja endlich mal ein paar smarte Thermometer anschaffen könnte. Eins in jeden Raum und dann geile Auswertungen, an denen ich sehen kann, dass alles viel zu heiß ist.

Nachdem ich feststellte, dass das Eve Degree immer noch 70 Euro kostet, legte ich das Projekt fast auf den großen Haufen der Projekte, die ich zu einer späteren Zeit angehen werde. Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Hej! Letztes Jahr habe ich doch ein Vermögen in smarte Thermostate von Tado investiert. Die messen doch auch ständig die Raumtemperatur und schicken sie sicher in die Cloud!

Ein googeln später wusste ich, wie man mit der API spricht. Die ist natürlich nicht offiziell verfügbar, aber auch nicht sonderlich geschützt. Alles ziemlich standardmäßige REST-Ware. Schnell hatte ich ein schmutziges Skript zusammengeschustert, mit dem ich alle Messungen, seitdem ich die Dinger habe, exportieren konnte. Keine Ahnung, wie lang die das speichern, aber mindestens 9 Monate!

Weil ich nicht weiß, womit ich sonst Grafen malen soll, importierte ich die Daten fix in eine InfluxDB (sehr gute Software! Später mehr! Hahaha, als ob.) und kreierte mit Chronograf folgende Grafik:

messung.png

Wie man sieht ist es wirklich ziemlich warm hier. Puh. Tagsüber kommt man selten unter 28°C Raumtemperatur und das neue ganznächtliche Lüften des Arbeitszimmers bringt auch gerade mal ein kleines Bisschen Erfrischung mit sich: 22°C, für wenige Minuten.


Nachdem der Graf gemalt war, fragte ich mich, was das eigentlich soll. Auch ohne es zu sehen, ist mir seit drei Monaten klar, dass es viel zu warm ist. Immerhin habe ich damit Material für diesen Blogpost erzeugt!

Auf einem Benefiz-Konzert, das der schwerreiche Unternehmer Walter Loving veranstaltet, erfolgt ein Giftanschlag auf den Klarinettisten des Orchesters. Das ruft die Luzerner Ermittler Reto Flückiger und Liz Ritschard auf den Plan.

Die Musik stirbt zuletzt auf mediathek.daserste.de

Juchu, beim Schweizer Tatort hat sich mal jemand was getraut und statt dem Einheitsbrei einen 90-minütigen Oneshot-Spielfilm gedreht. Ich, als großer Fan dieser Art Filme (siehe Victoria und Birdman (ja, kein echter Oneshot)) kann das natürlich nur unterstützen. Props, trotz des falsch geschriebenen Namens, an Filip Zumbrunn, den Kameramann, für den das sicher alles sehr anstrengend war.

Guckt ihn euch an, solang er noch in der Mediathek ist.

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Bei der Hitze kleben einem die Tasten am Finger… Ich hoffe, ich bekomme bald einen Termin im Apple Store, die Anfrage ist raus.

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Vor Ewigkeiten machte ich ja mal ein paar analoge Fotos, mit der EOS 5 von Papa. Monate später scannte ich die Negative mal. Naja. Das hier sieht irgendwie ziemlich künstlerisch aus, vor allem wegen dem ganzen Staub auf dem Scanner.