Eichhörnchen

Der Tag an dem man mitbekommt, dass auf dem Balkon ein Eichhörnchen sein Nest baut, ist natürlich besonders schön. Da freut man sich erst recht, dass man sich vor ein paar Monaten das 70-200mm-Objektiv gekauft hat und naja, natürlich wünscht man sich direkt ein 100-400mm, denn so richtig nah ran kommt man ja doch nicht.

Jedenfalls konnte ich das Tier gut 25 Minuten bei der Arbeit beobachten. Ziemlich übermütig schleppte es riesige Äste an – alle vom Nachbar-Balkon, unseren hatte es schon am Vortag abgegrast – und versuchte sie in Sicherheit zu bringen. Leider wählte das Hörnchen dabei fast immer den total dummen Weg über's Balkongeländer, wo es auch mehrfach ziemlich gefährlich runter rutschte. Konnte sich aber immer retten.

Hier also mal tausend Bilder!

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zieh
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Hängt wohl doch zu fest
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Upsi
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Am Ende ging's wohl nur noch um die Verschönerung

Bodyguard, Season 1

Erfreulicherweise hat diese Serie nichts mit dem Film mit Kevin Costner und Whitney Houston zu tun, ich dachte schon, es wäre ein Remake.

Jedenfalls geht es um Robb Stark, der nun als Sicherheitshansel der britischen Außenministerin arbeitet, seitdem er in Westeros nicht mehr gebraucht wird. Alles ist schlimm, Terroristen, Bomben, etc.

Die Serie ist ziemlich gut, hat nur sechs Folgen und lässt sich aufgrund der Spannung ziemlich schnell wegsuchten.

Für Fans von britischem Akzent sehr zu empfehlen!

★★★★★

Better Caul Saul, Season 4

Ich liebe diese Serie einfach. Gewohnt gemütlich geht es voran. Nicht zu viel Story, nicht zu wenig, einfach perfekt!

★★★★★

Markus Heitz - DOORS

Auf meiner Suche nach deutschen Büchern, die man mal lesen kann, ohne direkt die hohe Literatur auszupacken — meistens, wenn man nach deutschen Büchern sucht, empfehlen alle Kafka oder Thomas Mann, was ja auch okay ist, aber ich frag mich immer ob es nicht auch Autoren in diesem Land gibt, die noch leben — bekam ich von Caro via Chris dir DOORS-Reihe von Markus Heitz vorgeschlagen.

Der findige Hörer von uswief wird sich nun erinnern, dass dieser sehr erfolgreiche deutsche Autor schon so einiges geschrieben hat, unter anderem auch was mit Zwergen, was Flo gar nicht gefiel. Naaaja.

Bei DOORS gibt es einen gemeinsamen Start (ca. 80 Seiten, auch frei in diesem Internetz verfügbar). Danach entscheidet sich das Team, das die Hauptrolle spielt jeweils für eine von drei Türen (X, !, ?) und erlebt danach noch ca. 200 Seiten weitere Geschichte, die je nach Buch komplett unterschiedlich ist.

Wer mitdenkt erkennt schon, dass es ziemliche Abzocke ist, für ein 280-300-seitiges Buch, dessen erste 80 Seiten auch noch überall gleich sind und als PDF-Download zur Verfügung stehen, 9,99€ zu verlangen. Nun gut, aber was soll man machen.


Ich las die Bücher in folgender Reihenfolge: !, ?, X. Ich dachte mir nichts groß dabei. Meine ausführlichen Reviews aus dem Lesetagebuch:

!
★★★★☆
Wenn man sich ein bisschen an den Schreibstil gewöhnt, kann man das Buch echt rasch lesen und ist dabei gut unterhalten. Am Ende freut man sich vielleicht sogar auf das nächste aus der Reihe!

?
★★★☆☆
Puh. Irgendwie erheblich schlechter geschrieben als Blutfeld. Nur noch eins!

X
★★★★☆
Mh. Besser als „Kolonie“, schlechter als „Blutfeld“. Trotzdem das abwechslungsreichste Buch der Reihe.

Der Schreibstil von Heitz ist sehr komisch, und teilweise fühlt es sich an, als hätte man es in der siebten Klasse auch selber verfassen können. Wahrscheinlich so ein Fall, wo es einfacher aussieht, als es ist. Gewöhnt man sich etwas dran, dass es nicht von Kafka oder Thomas Mann geschrieben ist, kann man die drei Bücher schnell lesen und Spaß dran haben.

Die Grundidee mit den drei verschiedenen Story-Ausgängen ist eigentlich ganz gut. Ich hätte mir allerdings doch gewünscht, dass sie zumindest ein bisschen zusammenverwoben sind, oder vielleicht am Ende wieder zusammenführen? Schön weitere 30 Seiten, die in jedem Buch gleich sind! Andererseits hätte das die einzelnen Geschichten wahrscheinlich zu ähnlich gemacht.

Wie auch immer! Wer Lust auf sowas hat, eine Geschichte mit drei verschiedenen Ausgängen und am Ende einigen offenen Fragen, die sicher nie geklärt werden, außer vielleicht in der zweiten “Staffel”, die schon angekündigt ist, der kann hier gerne zuschlagen, wenn auch zu einem ziemlich saftigen Preis.

Auf der Suche nach dem Laden, in dem mal wieder ein DHL-Paket angegeben wurde, klickten wir uns durch Google Street View. Statt eines Geschäfts gab es aber nur ein paar Fensterfronten.

Interessiert fahren wir also durch das virtuelle St. Georg und entdecken so einige Läden und Häuser, die uns gänzlich unbekannt vorkommen. 1000 Töpfe — wer kennt es nicht.

Long story short: Ein Blick auf das Aufnahmedatum verriet, dass die Bilder von 2008 waren. Das ist zehn Jahre her. Einerseits erstaunlich, wie viel hier in den zehn Jahren abgerissen, neu- und umgebaut wurde, anderseits erschreckend, wie schnell so ein cooles Tool wie Google Street View für den Anwendungszweck “mal gucken, wo jetzt dieser Laden sein soll” unbrauchbar wird, weil die Daten nicht aktuell genug sind.

Aber als eine Art Zeitreise-Werkzeug funktioniert es natürlich ganz gut.