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Der privateste Blog von Philipp.

Bye, bye MacBook

Jetzt ist es weg. Das MacBook, welches ich Anfang Dezember 2016 als Arbeitsgerät bekam, und über das ich insgesamt fünf Posts schrieb und auf dem sicherlich viel Code und anderer Kram entstanden ist.

Um ehrlich zu sein hat es mich am Ende nur noch in den Wahnsinn getrieben. Ständig dieses Lüftergeräusch, es wurde doch ziemlich warm und war entsetzlich langsam. Dazu kam, dass die Tastatur, die ich 2019 hatte zuletzt austauschen lassen auch schon wieder durch war. Doch statt mir ein neues Intel-Macbook oder ein M1 Air für den Übergang zu holen, harrte ich aus und wartete auf die immer wieder verschobenen MacBook Pro-Modelle mit M1-Prozessor.

Jetzt ist es da. Also schon seit zwei Wochen oder so, aber da ich mich entschied, die Daten nicht per Time Machine zu übertragen um den ganzen alten Schlonz, der sich seit 2012 angesammelt hatte, los zu werden (hätte dem alten Macbook sicher auch mal gut getan, so ein Clean Install), dauerte es halt einige Zeit, bis ich mich traute alles platt zu machen. Mal sehen wie lang der “_Old Macbook”-Ordner nun auf meinem Desktop überleben wird.

Zur Hardware an sich, brauche ich gar nichts sagen, es ist so wundervoll mega super geil wie alle sagen, aber natürlich hab ich was zu meckern, sonst wäre ich nicht ich:

Auf die nächsten fünf Jahre, wie sehen uns dann im Dezember 2026.

Tonebridge

Sucht man im Internet nach Tabs zu diversen Liedern, damit man sie auf der Gitarre nachspielen kann, dann landet man früher oder später bei Ultimate Guitar. Das war schon vor 20 Jahren oder so der Fall und auch heute lande ich sehr häufig auf dieser Seite. Das Problem: Natürlich wurde es über die Jahre alles sehr schlimm, was Werbung angeht und natürlich soll man sich auch ständig einloggen um die Seite im gesamten Umfang nutzen zu können. Meine Güte, ich will Textdateien angucken. Zu dem ärgerte ich ich immer, dass die normalen ASCII-Tabs auf dem iPhone-Display natürlich wirklich schlecht angezeigt wurden und man in alle Himmelsrichtungen scrollen musste.

Irgendwann klickte ich tatsächlich mal auf den “View this Tab in the App”-Link und, kaum zu glauben, UG hat eine iPhone-App, die ganz cool ist und Tabs auch vernünftig gezoomed anzeigen kann, wow. Leider ärgerte ich mich vorher so 5-8 Jahre lang wahrscheinlich grundlos über die schlechte Webseite.

Letztens schloss ich meine E-Gitarre mal wieder an, so wie ich das alle 2 Jahre mal mache, wenn ich kurz den Gedanken im Kopf habe, vielleicht in meinem Alter doch noch was lernen zu können, und suchte nach einer iPad-App, mit der ich den Sound ein bisschen verzerren kann, damit man meine Fehler nicht hört und es einfach nur schön im Ohr kracht. Nachdem ich ein paar Dinge durchprobierte, landete ich bei Tonebridge, einer App von, haltet euch fest, Ultimate Guitar.

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Der Deal hier ist, dass User eigene Presets mit irgendwelchen digitalen Effekten anlegen können und sie dann Songs zuordnen. Will man also z.B. wie ich hier den Klassiker "Rusty Nail” von X JAPAN spielen, gibt es dafür ein fertiges Preset, und man kann einfach loslegen, ohne die Zeit in tausend Einstellungen in einer anderen App zu verbringen. Für so super-noobs wie mich perfekt. Die Presets, die ich bisher probierte klangen zum großen Teil soweit ganz gut, gibt auch wirklich relativ viel. Allein die Tatsache, dass es was für X JAPAN gibt, spricht schon Bände, kennt ja meistens niemand!

Wie man am Screenshot erkennen kann, gibt es die App sogar auf dem Mac!

(Des Weiteren kann ich euch diese Rusty Nail-Version von einem Japaner empfehlen, der alle Instrumente spielt)

Veganes Risotto

Es kann ja nicht schaden, das Leben Schritt für Schritt zu veganisieren. Seitdem wir Hello Fresh haben, sind wir große Fans von Risotten. Beim Nachkochen gab es immer nur das Problem, dass man so schwer an Parmesan ohne tierisches Lab kommt. Ja, solcher Hartkäse ist immer noch nicht vegan, aber immerhin, naja, enthält er halt kein tierisches Lab. Einer der wenigen Käse dieser Art ist Montello, der leider nicht einfach im Edeka liegt oder so. Also immer super anstrengend.

Nach Monaten ohne Risotto kam ich dann einmal auf die Idee, nach “Risotto vegan” zu googeln und siehe da, man lässt den Parmesan einfach weg, lol, wer hätte gedacht, dass es so einfach sein kann, vegan zu leben. Ehrlich gesagt schmeckt zum Beispiel dieses cremige vegane Tomatenrisotto mega geil, ganz ohne Käse. Auch die empfohlenen Hefeflocken kann man weglassen, außer man will ein bisschen Aroma von frisch geraspelter Pappe dazu.

Guten Appetit!

TV Noir+

Seit Jahren gehören die Videos von TV Noir zu meiner Standard-Youtube-Kost. Ein paar Videos habe ich sicher schon hunderte Male gesehen.

Seit einiger Zeit gibt es nun TV Noir+, ein Abo-Modell, mit dem man Zugriff auf ganze Konzerte bekommt, statt dass man immer ewig warten muss, bis die einzelnen Songs durcheinander auf Youtube landen. Nach ewigem Überlegen habe ich nun mal die 70€ für eine Jahresmitgliedschaft eingeworfen und freue mich sehr über die tollen Konzerte, z.B. mit Provinz oder Rainald Grebe.

Nach dem Podcast UFO hat nun auch das ZDF Magazin Royale ein Musical gemacht, allerdings natürlich mit Bewegtbild und mit größeren Budget, das sogar Profis wie Mark Seibert bezahlt. Ich fand's insgesamt ganz lustig, aber... das von Florentin und Stefan war irgendwie authentischer, niedlicher, passender.

Farin Urlaub war im Hotel Matze zu Gast. Fand ich sehr schön, er erzählt auch ein paar Sachen, die… neu sind.

Bye, bye, Twitter

Im Dezember 2008 registrierte ich meinen Twitter-Account und in den Jahren danach änderten sich sehr viele Dinge in meinem Leben. Also zum Einen ist das natürlich normal, dass sich im Leben eines zwanzig Jahre alten Menschen Sachen ändern, aber ich bin mir recht sicher, dass Twitter einen großen Einfluss darauf hatte, in welche Richtung sich alles veränderte.

Nachdem die ersten Jahre nicht so viel los war, bildeten sich später langsam Grüppchen und ich lernte die Hamburger Twitter-Blase kennen. Fast alle meine aktuellen Freunde kenne ich aus diesen ersten Tagen, ich zog deshalb nach Hamburg und seit 2012 gestaltete sich auch meine berufliche Karriere – zuerst QUOTE.fm und dann Nerdlichter – über meine Twitter-Bekanntschaften.

Wie mit vielen schönen Dingen im Leben, ist es aber irgendwann vorbei. In den letzten Jahren habe ich mich schon zum großen Teil zurückgezogen und nichts mehr geschrieben, weil der Vibe einfach fehlte. Ich hab zwar meine 1.300 Follower ganz gut über eine lange Zeit gehalten, aber mittlerweile sind es wahrscheinlich 90% Bots und ebenfalls User, die keine Lust mehr haben. Ganz abgesehen davon, wie groß und wichtig Twitter für das gesamte Tagesgeschehen geworden ist. Damals, als ein paar Musiker oder andere Promis Twitter für sich entdeckten, war das ja alles noch ganz lustig und man fühlte sich den Leuten irgendwie nahe, Twitter ist einfach nicht mehr das kuschelige kleine Nest im Internet.

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Ende 2020 malte ich offensichtlich mal diesen traurigen Vogel auf meinem iPad, den mir Photos.app bei der Suche nach “Bird” sofort anzeigte, verrückt. Ich dachte schon, ich werde Stunden nach dem passenden Foto suchen, mit dem ich diesen Post illustrieren kann.

Jedenfalls richtete ich letztens mein iPhone 13 ein, und weil ich etwas doof und ungeduldig war, nutzte ich nicht den Weg, der die Login-Passwörter und -Tokens erhalten hätte, sondern das iCloud-Backup-Restore, mit dem Ergebnis, dass ich in Tweetbot ausgeloggt war. Ein erneutes einloggen gelang mir bisher nicht, nach dem Oauth-Dialog gibt es immer eine kaputt aussehende API-Error-Seite von Twitter. Schade.

Das ist jetzt fast einen Monat her, ich habe nun also schon so lang wie vorher noch nie in meinem Leben nicht auf Twitter mitgelesen und — und damit ein großes Sorry an alle Leute, denen ich folge – mir fehlte (fast) nichts. Ich hatte zwar schon vorher eine sehr gut kuratierte Timeline, ich bekam die meisten nervigen Shitstorms und so eh nicht mit, aber auch der verbliebene Rest war anscheinend so langweilig, dass er mir nicht wirklich fehlt.

Ich denke, das war es nun also mit uns, Twitter. Ich werde vielleicht nochmal so einen automatischen RSS-to-Tweet-Dings anklicken, damit diese Blogposts ihren Weg in die Twitter-Blase finden, da ich schon das Gefühl hab, dass mehr Leute meinen Kram hier lesen, wenn ich ihn bei Twitter poste, aber letztendlich finden meine Worte schon ihren Empfänger, ohne, dass ich sie auf Twitter werfen muss.


(Übrigens kann man bei Feedbin direkt auch Twitter-Accounts abonnieren, sodass ich mir da die paar Accounts, die ich wirklich noch gerne lesen will, nun einfach im RSS-Reader anschauen kann)

Waschmaschinenhacking

Ich liebe es, wenn ich durch die Wohnung gehe und alle Geräte, die mir Arbeit abnehmen, laufen. Der Geschirrspüler spült, der Roomba saugt, der Trockner trocknet, die Waschmaschine wäscht und der Stromzähler dreht sich in Lichtgeschwindigkeit. Das wohlige Gefühl, dass man sich zurücklehnen kann, weil andere für einen Arbeiten. Zwei Dinge stören mich allerdings an unserer aktuellen, zugegeben priviligierten, Waschmaschinen-Situation:

Erstens war ich zu blöd, darauf zu achten, dass Trockner und Waschmaschine, die im Abstand von einem Jahr gekauft wurden, in der gleichen Designlinie sind. Jetzt werde ich zwanzig Jahre lang, falls die Miele-Götter mir gnädig sind, darunter leiden, dass ich nicht mal fünf Minuten nachdenken konnte um darauf zu achten, dass die beiden Dinger gleich aussehen.

Während man sich damit arrangieren kann, ist der zweite Punkt jedes mal nervig, wenn man so einen Groß-Waschtag hat. Einmal ein komplettes Bettzeug, Vorhänge, alle Handtücher sind schmutzig und am Ende würde man gerne vier bis sechs Maschinen waschen.

Mit dem zwanzig Jahre alten Vorgängermodell war das nicht so das Problem. Das 60°C-Programm brauchte im Kurz-Modus eine Stunde und sechzehn Minuten und für 40°C eine gute Stunde. Für vier Maschinen Handtücher und zweimal T-Shirts brauchte man also grob sieben Stunden. Machbar, mit genug Timern.

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Ein Diagramm, dass die Minuten anzeigt, im Vergleich!

In zwanzig Jahren hat sich natürlich viel getan, zum Beispiel sollte man, dem Miele-Monteur, der vergeblich versuchte, die alte Maschine zu retten, auf keinen Fall mehr Miele kaufen, denn alles ist nicht mehr so toll wie früher. Ebenfalls geändert haben sich diverse Anforderungen an die Ökobilanz von weißer Ware, und aus Gründen führt das nun dazu, dass alle Programme plötzlich ewig brauchen. Eine Maschine mit 60°C-Wäsche dauert nun geschlagene zwei Stunden und acht Minuten, das ist viel mehr als vorher – und dabei habe ich schon die “Kurz”- Taste gedrückt.

Statt nach sieben Stunden fertig zu sein, bräuchte ich nun geschlagene elfeinhalb Stunden um alles zu Waschen, da müsste ich ganz schön früh aufstehen!


Die Waschmaschinen haben ja nun alle irgendwelche tollen Diagnose-Ports, mit denen man Software-Updates einspielen kann. Es müsste doch sicher möglich sein, da wieder ein Programm einzuspielen, dass die Reinigung wieder beschleunigt. Ist ja nicht so, als wäre die Wäsche nun sauberer, weil sie fast ne Stunde länger ihre Runden dreht. Hat schon jemand hier seine Waschmaschine gehackt?

Juchu, neue Macbooks, endlich. Nur leider, wie ich schon vermutete, Order today. Woher soll man jetzt sofort wissen, wie viele GPU-Cores man braucht? Aber natürlich muss man erstmal irgendetwas ordern, damit man dieses Jahr noch etwas geliefert bekommt. Zwickmühle!

Serie: Homelab
PN51-Einrichtung (2) – dev & Tailscale

Mein Macbook, oder zumindest die MacOS-Installation, ist ziemlich zugemüllt und die Hälfte ist seit einem Update irgendwie kaputt. vim funktioniert nicht mehr, das lokale PHP auch nicht, valet aber komischerweise schon noch, vielleicht benutzt das php-fpm. Who knows. Dazu kommt, dass es halt superlangsam ist und direkt anfängt fürchterlich zu lüften, wenn man aus Versehen npm install eingibt. (Ja, auch bei yarn!!). Alles ganz furchtbar.

Seit mehr als einem Jahr ärgere ich mich jetzt damit rum, wahrscheinlich ließe sich das Homebrew-Zeug sogar ganz leicht fixen, aber ich war bisher zu faul nach dem Fehler zu googeln – nano geht ja auch, haha –, denn bald sollten ja neue Macbooks rauskommen. Tja, mittlerweile ist Oktober 2021 und nächste Woche wird es endlich soweit sein! Jubel, Trubel, Heiterkeit. Endlich kann ich einen neuen Mac einrichten, diesmal möchte ich auf mein Backup, dass mich seit 2012 begleitet verzichten und ganz von vorne anfangen!


Was auch immer. Jedenfalls hatte ich letztens ein Kundenprojekt mit versucht mit docker-compose zum Laufen zu kriegen, weil alles andere kaputt war, so ein schönes Contao. Leider war es natürlich saumäßig langsam, weil Docker unter MacOS mit 1.000 PHP-Dateien, die per volume gemounted werden, einfach immer noch kacke ist. Ja, sicherlich gibt es da mittlerweile battle proven Lösungen, die alles per rsync übertragen, oder was weiß ich, gibt es alles sicher seit 2014 aber ich weigere mich, das auszuprobieren, weil es sich einfach nicht gut anfühlt und ich bin ein Gefühlsprogrammierer.

Jedenfalls wollte ich mal etwas ganz neues ausprobieren, wie wäre es, wenn ich eine VM hätte, auf einem aus dem Internet erreichbaren Rechner, auf dem die Entwicklungsumgebung läuft, und ich könnte zum Beispiel aus der Toilette in einem ICE schnell ein paar Zeilen Code schreiben, falls das Internet funktioniert, haha, klassischer Deutsche Bahn-Internet-Witz. Ich fänd’ es auf jeden Fall super, den ganzen Entwickler-Rotz möglichst weit weg von den teuren, aber leicht reizbaren CPUs meines Macbooks zu organisieren. Also legte ich mir eine neue virtuelle Maschine an, installierte ein bisschen Kram und schwupps hatte ich das Kunden-Contao laufen, inklusive dem nervenden Webpack Watch-Prozess, der bei jeder Änderung alles neu kompiliert.

Wäre ich cool, würde ich jetzt Visual Studio Code verwenden, ich hab gelesen, das hat so ein Plugin, das genau auf diesen Prozess ausgelegt ist, dass die Dateien überträgt und auch direkt Terminals auf dem Server leitet und so weiter, aaaaber da ich mich gerne selber mit Langsamkeit bestrafe, benutze ich PhpStorm (Eine blitzschnelle und smarte PHP-IDE, Zitat Webseite), da kann man sowas ähnliches einfach mit drei Klicks konfigurieren.

It just works, was für eine Magie. Noch dazu ist es so schnell, wie Webentwicklung zuletzt 2012 oder so war, als es noch kein JavaScript gab und man noch less statt sass benutzte. Was für ein Traum. Mein Macbook bleibt auch total leise und kalt dabei, außer PhpStorm kommt auf die Idee, alle Dateien indizieren zu müssen. Naja.


Mal sehen, ob ich es schaffe, das neue Macbook, falls ich es in diesem Jahr noch bekomme – ich hab schon etwas Angst, dass es wieder so wird wie bei dem iPhone-Bestellung und Apple Pay erstmal wieder dreimal alles ablehnt, bevor die Bestellung durchgeht, und bei dem Demand und der Chip-Knappheit gibt es bestimmt nur so zehn Geräte mit Lieferdatum in diesem Jahr – komplett frei zu halten von so Dev-Kram. Also zumindest PHP und… Node? Keine Ahnung, alles was sich irgendwie schmutzig anfühlt. An meine M1X-Kerne kommt nur feinster Adobe Lightroom-Code und vielleich etwas Swift.

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Klappbare Brücke in Kappeln als schlechte Metapher für ein VPN. Meine Internet-Pakete können nun endlich durch!

Eine Sache war da noch: Ich wollte ja aus der Bahntoilette darauf zugreifen können. Ein aktuelles Wunderwerk der Technik, man kann es nicht anders beschreiben, ist Tailscale. Jan-Lukas hat es in den letzten Monaten ungefähr achthundert mal erwähnt, daher dachte ich, ich muss das auch mal ausprobieren und es ist exakt so supergeil, wie es verkauft wird — und kostet nicht mal Geld!

Jedenfalls installiert man das kurz, klickt etwas rum und schwupps funktioniert alles. Ich liebe es!


So, ich kann Musicals gucken und Coden? Was fehlt jetzt noch, welche VM kommt als nächstes? Bleibt gespannt, ich weiß es nämlich noch nicht!