Subway to Sally - Nackt III
Spätestens nach dem Release von Nackt II von Subway to Sally habe ich mich geärgert, dass ich es damals nicht schaffte, zu einem der Konzerte zu gehen. Akustische Versionen, Live, bestuhlte Locations. Was für eine wunderbare Kombination! Neon habe ich ebenfalls verpasst, von dem Konzept bin ich aber bis heute auch noch nicht so ganz überzeugt.
Wenn ich Subway to Sally höre, dann sind es zu 90% also diese Live-Akustik-Alben und daher war ich ganz besonders erfreut, dass sie eine dritte Nackt-Tour ankündigten und kaufte mir sofort ein Ticket. Anfang Mai war es nun soweit.
Das Konzert war auch sehr gut! Ich war ja schon seit längerer Zeit nicht mehr auf einem richtigen Konzert, aber es ist schon ganz nett, die Lautstärke am ganzen Körper zu spüren. Ich hätte natürlich daran denken können, meine Gehörschutz-Dinger mitzunehmen, zwischendurch war es doch ganz schön laut.
Die Setlist war fast nur mit alten Liedern befüllt. Ich habe hier mal eine Übersicht erstellt, weil es mich selber einfach interessiert hat (Achtung Setlist-Spoiler, aber die Tour ist ja eh vorbei):

(Hier gibt es das als Spotify-Playlist)
Wir man sieht gab es nur fünf neue Songs, zwei von Post Mortem und drei von Himmelfahrt. Das 2019er Album “HEY!” hat es damit gar nicht in die Setliste geschafft. An sich fand ich das Konzert gerade deswegen natürlich schön. Es kam der ganze Kram, den ich eh schon kenne und viel höre und das war alles wunderbar, andererseits sind es ja gerade die Nackt-Alben die mich bei manchen Liedern erst dazu brachten, sie überhaupt zu mögen, von daher hätte ich es schön gefunden, wenn sie noch ein paar mehr von mir bisher unbeachteten Liedern eine Akustikversion gegeben hätten.
Außerdem frag ich mich immer, wie sich das als Band, die seit 30 Jahren auf der Bühne ist, anfühlt, wenn man immer nur die gleichen alten Schinken spielt. Der Großteil der Song ist ja über 15 Jahre alt.
Ganz davon abgesehen fand ich es ein überraschend durchmischtes Publikum. Irgendwie scheinen sie auch noch die neue Generation anzusprechen. Hören die wohl die neuen Alben und sind am Ende enttäuscht, dass nur alter Kram kommt, oder hört man als 17-jähriger Goth-Anwärter auch direkt die Klassiker? Wer weiß, ich hatte nichtmal ein schwarzes T-Shirt an.
Auch wenn mir der Abend sehr gut gefallen hat und ich 2027 zur angekündigten “Nackt III - Finale”-Tour sicher nochmal hingehen werde, muss ich trotzdem noch erwähnen, dass der Sound ganz schlecht abgemischt war und Ingo Hampfs Gitarren und Lauten durchweg viel zu laut waren, das wäre aber auch mein einziger Kritikpunkt.






