Aktuell verkauft ja jeder, der schonmal ein Foto ins Internet geladen hat, Lightroom-Presets. Natürlich muss ich da mitmachen. Das Problem dabei ist leider, dass ich gar keine Presets habe, die ich verkaufen könnte. Und mit dem ganzen Steuer-Stress, wenn man irgendwas im Internet verkauft will ich auch gar nichts zu tun haben. Trotzdem möchte ich, als Fotograf im Internet, meinen Teil leisten und der Welt ein paar Presets spendieren. Daher präsentiere ich mein neustes Produkt:

Auf preset.fun gibt es quasi alle Lightroom-Templates, die man sich je erdenken könnte zum Download. Völlig gratis. Viel Spaß!

24. July 2017  /  Keine Kommentare  /  7

Spoilerwarnung

Endlich ist es wieder Zeit für Game of Thrones. Glücklicherweise notierte ich mir ja, was in der letzten Staffel so passiert ist. Kurzes TL;DR: Kings Landing ist explodiert, fast alle nervigen Charaktere gibt’s nicht mehr. Endlich können wir uns eine ganze Staffel lang Dany widmen!

Erstmal schalten wir aber zurück zu Arya, die anscheinend auch noch lebt und erstmal alle Freys umbringt. Nettes vollenden eines Cliffhangers aus der letzten Staffel, den ich komplett vergessen hatte! 👍🏻

Zurück in Winterfell folgt eine, gefühlt 20-minütige Szene, in der Jon Snow ein paar Projekte managed und unter anderem dafür sorgt, dass jetzt auch alle Kinder bewaffnet werden sollen. Außerdem streitet er sich mit Sansa und Petyr Baelish taucht auch wieder auf, ich nehme mein “alle nervigen Charaktere gibt’s nicht mehr” also wieder zurück. 😴😴😴

Ach, wenn ich gerade von nervigen Charakteren spreche. Cersei ist natürlich auch noch da, und jetzt wo sie keine Familie mehr hat, will sie die Welt noch mehr brennen sehen als vorher. Jaime würde lieber gemütlich auf der Couch chillen, aber was soll er schon machen, sie ist die Königin. Sie empfangen Euron aus dem Hause Greyjoy, der mit seiner gesamten Armada angefahren kommt, nur um ein kurzes Gespräch zu führen. 😴😴😴

Zwischendurch wird kurz zu Sam geschaltet, der mittlerweile seine 9 Monate Zivildienst ableistet. Sie Szenen sind so geschnitten, dass ich mich wundere, dass es noch keinen Youtube-Techno-Remix dazu gibt. Zwischendurch klaut er noch ein paar Bücher. 🤠

Arya, sichtlich zufrieden mit ihrem Werk, reitet ein bisschen durch die Pampa und trifft Ed Sheeran, der ihr etwas vorsingt. Moment, sind wir noch in Game of Thrones? Was hat die Plattenfirma da wohl für bezahlt. 🤔

Natürlich muss auch Clegane kurz auftauchen, der wiederum sichtlich unzufrieden mit der Gesamtsituation ist. Zu allem Überfluss macht seine Gruppe auch noch Rast an einem Haus, wo er vor ein paar Folgen wohl noch etwas Brot geklaut hat, was dazu führte, dass die Besitzer verhungerten, was ihn wirklich sehr traurig macht. 😓

Nach fünfzig, zum großen Teil langweiligen, Minuten gibt’s am Ende endlich das, was alle sehen wollen. Dany und ihre lustige Reisegruppe kommen in Westeros an. Der Weg hoch zur Burg sieht allerdings hart unpraktisch aus. Wie sollen ihre ganzen Truppen da hochlaufen? Oder lässt sie die im Schiff? Oder fährt sie eh direkt weiter und greift alle an? Es bleibt spannend! Es kann losgehen. 😱

Für eine erste Folge ganz schön langweilig. Hauptsächlich ein Update von allen verbliebenen Charaktergruppen, damit man wieder up-to-date ist. Wer schnell einsteigen will schaut sich einfach die letzten fünf Minuten an.

👍🏻😴😴🤠🤔😓😱

22. July 2017  /  Keine Kommentare  /  2

Wie die Zeit vergeht. Das letzte Musikupdate ist bereits 8 Monate her. Hier ein Überblick, über die Alben, die mich in den letzten Monate irgendwie tangiert haben:

Dezember, Januar

Februar, März

April, Mai

Juni, Juli

Älterer Kram, den ich aber gerade erst gefunden habe.

Hab’ ich irgendwas übersehen? Gebt mir gerne bescheid. Manchmal vergisst Spotify auch mal ein wichtiges Album im Releases-Tab anzuzeigen.

16. July 2017  /  ein Kommentar  /  2

Wir unterbrechen das Programm für einen kurzen Werbeeinschub: Wie ich über Facebook erfahren habe (ist doch noch für was gut) gibt es einen David Gilmour-Konzertfilm, der am 13.9. weltweit in einigen Kinos gezeigt wird. “One night only” — wahrscheinlich kommt es danach auch noch auf Bluray raus, aber im Kino ist das sicherlich ein gutes Erlebnis, für das ich mir direkt ein Ticket kaufte!

Und jetzt, für alle 16-jährigen, mit schlechtem Musikgeschmack, die diesen Blog lesen, hier eines der besten Lieder überhaupt:

(Das klingt wie ein gesponsorter Post, ist in Wirklichkeit aber nur Ausdruck meiner Freude, dass ich die Existenz dieser Kinovorstellung überhaupt mitbekommen habe!)

13. July 2017  /  Keine Kommentare  /  0

Ich benutze Outbank ja schon ewig um meine Kontostände zu checken. Auch die neue Version, die vor ein paar Monaten / vor einem Jahr / weiß der Geier wann, rauskam fand ich gut. Neues, hübsches Design, alles super. Das es plötzlich kostenlos war (zumindest für Leute mit weniger als 10 Konten) war umso besser, auch wenn ich das Geschäftsmodell damals schon fragwürdig war. Leute, die mehr als 10 Konten haben sind ja schon relativ selten. Naja.

Gestern kam nun eine neue Version raus, mit einem Headliner-Feature namens “Financial Plan”. Klingt eigentlich halbwegs sinnvoll. Man bestimmt wiederkehrende Transaktionen (Gehalt, Strom, Miete) und hat dann eine schöne Übersicht, was einen wann erwartet. Leider lässt die Funktion etwas zu wünschen übrig.

Hier meine Kritikpunkte in einer übersichtlichen Liste:

Man kann es nicht abschalten und der erste Punkt in der Übersichtsliste ist nun immer “Financial Plan” (aktuell auch noch mit “new”-Badge)

Nichts funktioniert automatisch. Wäre es so schwer ein paar Firmennamen (Hamburg Wasser, EON, LichtBlick, whatever) einzuspeisen, damit große Teile des Finanzplans automatisch aus den vergangenen Transaktionen bestimmt werden?

Der Flow ist komisch. Zuerst wählt man die Kategorie (“Strom”), dann wählt man, wie oft sich die Zahlung wiederholt (“Wöchentlich”, “Monatlich”, etc), danach kann man dann eine alte Transaktion wählen, die ins Muster passt (also die letzte EON Abschlagszahlung) und als nächstes wählt man das Datum, an dem die Zahlung das nächste mal passieren wird.

Hier schlägt er mir dann regelmäßig den 13. Oktober 2017 vor. Hä? Wenn ich die Abschlagszahlung von EON vom 26.6. auswähle, und sage, dass sie monatlich passiert, wieso ist dann nicht der 26.7. ausgewählt? So muss ich dann erstmal einen Schritt zurück gehen, gucken, wann die EON-Zahlung war und manuell einen Monat addieren.

(Ich sehe ein, dass das kein riesiger Bug ist und sich schnell beheben lässt, ich frage mich nur, ob jemand den Flow jemals getestet hat?)

Update: Anscheinend kann man in dem Screen wählen, wann der Vertrag verlängert wird. Hätte man ahnen können, hätte man die Headline auf dem Screen gelesen. Sorry!

Hat man dann alles eingegeben, sieht man auch direkt, wie Outbank damit Geld verdienen will: Neben Dingen wie Strom und Wasser ist ein kleiner “Compare”-Link, der dann in einem In-App-Browser die Webseite von Verivox öffnet. Wow, wie hilfreich.

Zum einen ist die Verivox-Seite hässlich, zum anderen muss ich da erstmal all meine Daten eingeben, also (also Postleitzahl und Stromverbrauch), was klar ist, denn Outbank kann aus der Überweisung ja nichts, außer den Monatsabschlag entnehmen. Aber gerade deswegen finde ich diese Funktion so sinnlos. Neben jedem blöden Eintrag in dem “Financial Plan” ist ein blöder Compare-Link, der Verivox aufmacht, was einfach keine Hilfe ist.

Vielleicht wird das alles irgendwann noch besser und vielleicht verdienen sie damit auch ordentlich Geld, aber mit der aktuellen Umsetzung kann ich mir nicht vorstellen, dass die Conversion Rate hoch sein wird.

So, sorry, normalerweise rante ich nicht über App-Updates, aber das hat mich jetzt doch irgendwie etwas genervt. Ich mag Outbank und nutze es gerne, vor allem, weil es die hübscheste Banking-App ist, die es aktuell gibt, aber ich wünsche mir einfach mal wieder ein… (für mich) sinnvolles Feature.

13. July 2017  /  Keine Kommentare  /  2

Hallo liebe Netzgemeinde, ich habe ein Problem. Ihr kennt das sicher. Ein Kunde wünscht sich eine Webseite, die er selber pflegen kann, ihr überlegt euch, welches CMS dafür wohl am besten geeignet ist und für welches die meisten Erfahrungswerte in der Firma vorhanden sind.

Am Ende habt ihr dann ungefähr achthundert Seiten mit Contao gebaut und bei der nächsten Projektanfrage ist die Entscheidung quasi sofort klar: Contao. Damit kennen wir uns aus, die Kunden mögen es, man kann alles damit machen. Mhh, aber man könnte ja mal was neues ausprobieren, ne? Ach, die Deadline ist nächste Woche? Okay, Contao.

Weil ich mich natürlich trotzdem weiterbilden will, schaue ich mir noch nebenbei ab und zu ein paar Systeme an. Mit Kirby habe ich schon ein, zwei Seiten gebaut, beides aber ziemlich lang her und vom Umfang weit entfernt von einer großen Seite.

Craft ist ja gerade auch relativ angesagt, da klickte ich mir auch schonmal eine Demo-Instanz und spielte etwas rum.

Drupal gibts schon in Version 8, mehr weiß ich darüber nicht.

Das Problem ist: Ich würde auch gerne mal etwas anderes als Contao einsetzen, weil es wahrlich nicht perfekt ist und ich gerne auch mal einem Freelancer von unserer CMS-Auswahl erzählen würde, ohne Angst haben zu müssen, dass er direkt das Chatfenster schließt. Abgesehen davon kann es ja nur gut sein, auch mal über den Tellerrand zu blicken.

Nur leider ist es nicht möglich ein anderes CMS kennenzulernen, wenn man sich nicht die Zeit nehmen kann, ein großes, komplexes Projekt damit umzusetzen. Sowohl bei Kirby und bei Craft fehlten mir bei den ersten Minuten, die ich damit verbrachte immer diverse Features, die ich von Contao kenne — das ein oder andere hätte ich sicher bei genauerer Recherche gefunden.

Daher nun mein Plan: Ich formuliere hier (bzw in einem Spreadsheet) mal ein paar Real-World-Szenarien, die in Contao abgebildet sind, und die ich mir von einer Alternative auch wünschen würde, und ihr, liebe Blog-Leser, Kirby-Fanatiker, Craft-Experten und Drupal-Könige, helft mir zu beantworten, ob eure Lieblingssysteme diese Szenarien auch abbilden können — und ob ihr damit gute Erfahrungen gemacht habt.

Kriegen wir das zusammen hin? Das wär doch toll. Immerhin könnt ihr dabei lernen, was ein aktuelles Contao so alles kann! (Ich glaube die meisten kennen nur Version 3.x und hassen es daher)

#1: Genereller Aufbau

Vielleicht kein wirkliches Szenario, aber einfach mal um ein paar Begriffe zu klären. Bei Contao ist das zentrale Element erstmal der Seitenbaum, den man definiert. Hier können Seiten beliebig tief verschachtelt angelegt werden. Die Seiten haben jeweils ein Layout, in dem mehrere Bereiche angelegt werden können (Header, Content, Footer, Seitenleisten, alles was man möchte).

In der Artikelebene kann man den Seiten Artikel zuordnen, die in den Layoutbereichen ausgegeben werden. Artikel können wiederum unendlich viele Content-Elemente haben.

Also: Seite Layout Artikel Content-Element

Artikel hängen also immer fest an der Seite, zu der sie gehören und können nicht geshared werden.

Zusätzlich gibt es noch Module, die direkt in Layoutbereiche gehängt oder als Content-Elemente benutzt werden können, für so Kram wie Navigationen und die Suchfunktion.

(Hier ist die Frage hauptsächlich: Wie ist diese Struktur bei anderen Systemen?)

#2: Mehrsprachigkeit

Will man eine Seite für mehrere Sprachen fit machen, kopiert man einfach den Seitenbaum und übersetzt alle Artikel. Mit einem extra Plugin kann man die Seiten in Sprache A und Sprache B miteinander verknüpfen, sodass man im Frontend über ein Sprachwechsler-Modul auch zwischen “Über uns” und “About us” springen kann.

Ich finde die Lösung mit dem kopierten Seitenbaum mittelmäßig, denn wenn man die Hauptsprache noch nicht ganz fertig gestellt hat, führt das am Ende irgendwie immer dazu, dass man die Sprachversionen da immer manuell synchronisieren muss, sonst fehlt in der anderen Sprache eine neu angelegte Seite.

Andererseits hat dieser Ansatz den Vorteil, dass die beiden Sprachversionen auch gegebenenfalls einen anderen Aufbau haben können, oder Seiten, die in manchen Sprachversionen nicht vorhanden sein sollen.

Bei Bildern und anderen Dateien, die man z.B. zum Download anbietet hat man die auch die Möglichkeit die Meta-Daten in diversen Sprachversionen einzugeben. Für eigene Module kann man die interne Label-Funktion verwenden, die auch mehrere Sprachen unterstützt. Leider gibt es dafür keine Editier-Möglichkeit für den Kunden (außer man baut sie sich selber)

(Frage: Ist Mehrsprachigkeit direkt supported, und wie funktioniert sie? Werden Content-Elemente direkt übersetzt, oder kopiert man wie bei Contao den “Seitenbaum”?)

#3: Einfaches Interface (für den Kunden)

Wenn man dem Kunden vernünftige Accounts anlegt, die nur die paar Funktionen haben, die sie auch brauchen (siehe 6.), ist die Oberfläche tatsächlich ganz benutzbar. Seit Version 4.4. sieht das Backend tatsächlich auch nochmal etwas besser aus. Es ist immer noch weit davon entfernt hübsch oder perfekt zu sein, aber unsere Kunden sind eigentlich relativ zufrieden damit.

(Vielleicht ist das hier zu schwammig formuliert. Frage: Kommen eure Kunden mit dem Interface klar?)

#4: Frontend Editing

Am Besten ist es jedoch, wenn der Kunde das Backend gar nicht sehen muss. Das Rocksolid Frontend Helper-Plugin hängt, für eingeloggte User, an jedes Content-Element einen “Editier mich!”-Button an, der ein kleines Overlay spawnt, wo man die allermeisten Elemente wunderbar und schnell editieren kann. Ich selber nutze das fast nie, weil der Frontend-Helper so viele data-Attribute in den DOM schiebt, dass die Chrome Devtools immer fast abstürzen, aber die Kunden lieben es!

(Frage: Gibt es sowas?)

#5: Eigene Content-Elemente

Contao bringt eine Menge Kram mit. Text, Bilder, Video, sogar Akkordeons und Bildergalerien (einiges deaktiviere ich auch direkt wieder, wie die Akkordeons, damit Contao nicht auf die Idee kommt sein eigenes Gammel-Javascript irgendwo zu injecten).

Manchmal braucht man ja aber doch etwas aufregenderes. Ein lustiges Diagramm, eine Auflistung der Team-Mitglieder mit abstrus komplexem Markup, was auch immer. Natürlich könnte man jetzt ein “HTML”-Content-Element benutzen und den nötigen Code da reinhauen, aber das ist nicht sehr kundenfreundlich.

Glücklicherweise gibt es dafür das Custom Elements-Plugin von Rocksolid. Da reicht es einfach ein Template und einen PHP-Array mit ein paar Konfigurationsoptionen (“Dieses Element hat vorname, nachname, avatar, adresse”) anzulegen und schon kann man das neue Element benutzen, wie ein normales, denn alles fügt sich ganz normal ins Backend ein.

#6: Spezifische Rollen

Oberste Ziel ist ja immer, alles so zu bauen, dass der Kunde nicht aus Versehen irgendwas kaputt machen kann. Dazu ist es natürlich notwendig, dass man die Zugriffsrechte stark einschränken kann. Manchmal soll es auch noch extra Redakteur-Rollen geben, die nur Blogeinträge editieren dürfen, und sonst am besten nichts anfassen.

Das kann Contao alles ziemlich gut. Man kann Benutzern Rechte auf einzelne Seiten, einzelne Module und, wenn man will, sogar einzelne Datenbankspalten geben. Eine Rolle, die nur den Titel der Startseite ändern darf? Kein Problem! Außerdem kann man auch einschränken, wo Dateien abgelegt werden können, usw. Die Admin-Seite um Benutzerrechte zu editieren hat bestimmt tausende Checkboxen!

#7: Eigene Entwicklungen / Dokumentation

Ein Punkt, bei dem ich mir sicher bin, dass andere Systeme überlegen sind. Es gibt zwar einiges an Dokumentation zu Contao, doch das meiste ist für die alte 3.x-Version. Vieles davon geht zwar noch, aber manche Sachen halt nicht mehr, da sich mit der 4.x-Reihe super viel ändert. Aktuell wird da gerade im Grunde das ganze Fundament rausgenommen und gegen ein neues (Symfony) getauscht — möglichst natürlich ohne das Haus einstürzen zu lassen. Für Dokumentation ist da irgendwie keine Zeit.

Dazu kommt auch, dass viele der Plugins für die alte Version sind und manchmal in der neuen nicht funktionieren. Manchmal schon, nachdem man zwei Zeilen anpasst und sie in den richtigen Ordner schiebt. Die Plugins kann man, bis auf wenige Ausnahmen, auch nicht nehmen um etwas zu lernen, da sie entweder alte Sachen benutzen, die vor Deprecation-Warnings nur so strotzen, oder einfach so schrottig entwickelt sind, dass man seinen Rechner am Liebsten sofort verbrennen würde (klassisches PHP-Problem)

Vor allem am Anfang fand ich auch immer ganz schlimm, dass sich jedes Plugin, was man selber schreibt wie ein riesiger Hack anfühlt. Wenn man sich näher damit beschäftigt, sieht man auch dass das alles ein mega Hack ist. In der Zukunft wird das sicher besser, da mit Symfony jetzt ja auch ein besseres System für Plugins/Bundles Einzug hält, aber ich denke es wird noch lange dauern, bis der letzte $GLOBALS[]-Aufruf aus dem Code verschwunden ist.

(Frage: Wie ist der Source / Wie fühlt es sich an Plugins zu schreiben / Gibt es gute Doku / Community?)

#8: Legacy / Ausrichtung

Wie bei #7 schon gesagt gibt es einfach mega viele Sachen, die sich wie 2005 anfühlen und nicht wie ein modernes CMS. Wahrscheinlich gibt es noch Funktionen, die noch aus der TypoLight-Zeit dabei sind und sich kaum verändert haben.

Contao ist halt vor allem auch ein CMS für Leute, die keine Ahnung von sowas haben, sich ein CMS runterladen, für 20€ ein Theme kaufen und eine Webseite haben. Also Leute, die auch lieber zu Squarespace oder Jimdo gehen könnten.

Ich bin auf der Suche nach einem CMS mit dem Fokus auf Entwickler, die für Kunden Seiten bauen. Mit Unterstützung für einen modernen Frontend-Entwicklungsprozess (nein, mein CMS braucht keinen eingebauten Sass-Compiler, ich will auch im Seitenlayout keine Google Fonts angeben können und mitgelieferte Content-Elemente sollten nicht 20 Javascript-Libraries inkludieren) und einem Interface, dass darauf optimiert ist, dass der Kunde am Ende alles gut pflegen kann.

#9: Patternlab

Seitdem mir Martin das gezeigt hat, bin ich ein großer Fan von Patternlabs. Beim letzten großen Projekt habe ich das auch freudestrahlend angefangen und ganz gut gepflegt, aber das große Problem ist natürlich, dass es sehr viel Disziplin erfordert, wenn das Patternlab nicht direkt im CMS integriert ist. Leider ist es das hier nicht. Ich hab zwar mal angefangen, da ein Plugin zu schreiben, aber da schwanke ich die ganze Zeit zwischen “boah, was für ein Hack” und “boah, bringt das wirklich was? Vielleicht wechseln wir ja mal das CMS.”.

#10: Multidomain

In einem Contao kann ich soviele Seitenbäume anlegen wie ich will, die auch zu anderen Domains gehören können. kunde.de, tolle-werbeaktion-landingpage-von-kunde.de, usw. kann also alles in einem System abgefeiert werden.

Jetzt seid ihr dran!!

Falls ihr bis hierhin gelesen habt, schonmal nicht schlecht. Ich hab die Punkte jetzt nochmal in ein Spreadsheet gepackt, in dem jeder wild editieren darf. Mein größter Wunsch (ich hatte letztens erst Geburtstag, das zählt noch!) wäre es nun, wenn sich alle von euch, die genug Erfahrung mit einem CMS haben, das mal angucken könnten und vielleicht zu dem ein oder anderen Punkt etwas beisteuern kann, sodass ich mir ein Bild von der Konkurrenz machen kann, ohne ein großes Projekt mit einem der Systeme umzusetzen! (Ich brauche keine Romane, ein paar Stichpunkte wären teilweise wahrscheinlich ausreichend)

Zum Spreadsheet

Was ihr davon habt? Naja, immerhin mein Wissen über Contao schonmal (Contao 4.x ist gar nicht so schlimm, ihr müsst keine Angst haben!). Vielleicht ist die Tabelle am Ende vielleicht auch für andere hilfreich.

Wenn euch noch ein “Szenario” einfällt, bitte auch gerne hinzufügen.

Danke an alle!

10. July 2017  /  12 Kommentare  /  10

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