iPhone XS

Wisst ihr noch damals, der Umstieg vom iPhone 5S zum iPhone 6? Plötzlich war alles groß und schwer, und trotzdem hat sich das alte iPhone direkt komisch angefühlt. Wie konnte ich bis gestern mit diesem extrem kleinen Display leben?

Tatsächlich ist Apple genau das Gleiche beim Sprung vom iPhone 7 auf das XS (ich hab ausnahmsweise mal eine Generation ausgelassen!!) gelungen. Jedes mal, wenn ich ein altes Gerät in der Hand habe, freue ich mich zwar, wie schön leicht es ist, sobald das Display angeht, frage ich mich aber, warum das so winzig ist.

Schon schön, wie man immer wieder an der Nase herum geführt wird!


Ansonsten bin ich bisher auch echt zufrieden. Qi-Charging ist cool, aber aktuell hält der Akku auch noch den ganzen Tag, auch ohne dass ich es lade. Das ist auch eine Neuerung! Mal sehen, wie lang das so bleibt.

Leider kostet der Spaß mittlerweile halt anderthalb Steine, das ist schon ziemlich frech. Dafür sollte es aber auch locker wieder für die nächsten zwei Jahre reichen, denke ich. Vielleicht ja sogar drei?

Lost in Space, Season 1

Groß plakatiert war es hier in Hamburg. Natürlich musste ich es mir anschauen, als Werbeopfer.

Es war… komisch. Es war teilweise so unglaublich dumm, alles. Gefühlt tausen Plotholes und Dinge, die physikalisch bestimmt nicht so funktionieren können.

Dazu mit Dr. Smith eine sehr sehr unsympatische Bösewichtin, und ansonsten mag ich die Charaktere eigentlich alle nicht, außer Don, den Comic Relief, der in den meisten Fällen total fehl am Platz wirkt.

Trotz allem habe ich es mir zu Ende angeschaut, man will ja schon sehen, wie es nun ausgeht. Natürlich mit einen Cliffhanger.

Hoffentlich bekomme ich einfach nicht mit, wenn Season 2 erscheint.

★★☆☆☆

Ozark, Season 2

In der zweiten Staffel wird die Story nahtlos weitergeführt. Es gibt ein paar gute Twists, leider hat Marty weniger Screentime und alles dreht sich mehr um die anderen Charaktere. Kann man machen, aber manche von ihnen interessieren mich einfach nicht so sehr.

Insgesamt wirkt die Story ein bisschen mit dem Holzhammer geschrieben und nicht so… subtil, wie zum Beispiel… Breaking Bad. Ja, ok. Muss man jede Drogen-Serie mit Breaking Bad vergleichen, einer der besten Serien überhaupt?

Wie auch immer. Ich war gehookt genug um es anzuschauen, werde auch in Season 3 reinschauen, aber es war einfach nicht so gut, wie die erste Staffel.

★★★☆☆

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Theoretisch könnte man ja immer, wenn man an dem Turm vorbei fährt ein Foto machen.

Oculus Go

Manchmal bin ich wirklich ein Extrem-Late-Adopter. So zum Beispiel beim Thema Virtual Reality. Wann kam die erste Oculus und die erste HTC Vive raus? Gefühlt vor Ewigkeiten.

Ich hatte nie Lust so viel Geld auszugeben um ein Produkt zu testen, das in den Kinderschuhen steckt und es hat mich auch nicht so sehr gereizt, das ich motiviert genug gewesen wäre, Freunde zu besuchen, die verrückt genug waren direkt am Anfang so ein Gerät zu erwerben.

Nun begab es sich, dass vor ein paar Monaten die Oculus Go rauskam, ein standalone VR-Gerät, mit dem man sich den ganzen Kram mal angucken kann, ohne 800€ für die Brille und 2.000€ für einen Gaming-PC auszugeben.

Ich war kurz gehyped und überlegte schon, ob es wohl 300€ Wert sein könnte, las ein paar Reviews, die sagten, dass es ganz ok ist, aber doch wesentlich schlechter als die teuren Brillen und legte die Idee erstmal zur Seite.


Wochen später: Ich werde auf Grover aufmerksam gemacht. Dort kann man Kram mieten, auf Monatsbasis. Sie haben die Oculus Go im Angebot und ich finde noch einen Gutschein und denke mir, dass endlich die Zeit gekommen ist, um die Geschichte mal auszutesten.

Ich bestelle also, warte mehr als eine Woche, obwohl von einer 3-6-tägigen Lieferzeit die Rede ist und am Ende ist der Postmann auch noch zu faul die paar Treppenstufen bis zum Büro zu laufen – und einen Zettel in den Briefkasten zu legen. Wie auch immer. Samstags gehe ich also zur Post, hole das viel zu große Paket ab und packe den Kram aus. Das Paket ist noch zugeschweißt, also hatte anscheinend noch keiner die Brille auf. Oder Grover verschweißt einfach wieder alles.


Ausgepackt, geladen, Oculus App geladen. Die Einrichtung verläuft relativ problemlos, bis auf das 50-sekündige Sicherheitsvideo, das man angucken muss, ohne die Möglichkeit es zu skippen. Laaame. 50 Sekunden meines Lebens!

Ich hab natürlich keine Lust im umfangreichen Oculus Shop noch mehr Geld auszugeben, also lade ich mir erstmal Netflix und die erste Achterbahn-App, die ich finden kann.

Brille auf und die Enttäuschung kann beginnen.

Die Displays sind so schlecht, so unglaublich schlecht. Es wirkt, als würde man mit 30cm Abstand vor so Röhrenfernsehern aus den 80er Jahren sitzen. Riesige Pixel. Also ich weiß, dass Röhrenfernseher keine Pixel haben, aber wenn man da ganz nah rangeht, sieht man ja schon einzelne unscharfe Bildpunkte und genau so sieht es in der Go aus.

Die Achterbahn-App ruckelt mega, und läuft gefühlt mit 15 FPS. Ich hatte mich auf verrückte VR-Gefühle gefreut und dachte, ich falle vielleicht vom Stuhl, so wie man das kennt. Bei 15 Frames pro Sekunde und den riesigen Pixeln kommt allerdings keine Achterbahn-Atmosphäre auf. Statt vom tollen VR-Gefühl wird mir eher Übel vom Ärger darüber, dass ich auch noch Geld für diesen Mist bezahlt habe!

Ich probierte noch ein, zwei andere von den kostenlosen Games, die alle ebenfalls ziemlich langweilig waren, oder ruckelten, oder beides.

Zum Schluss schaute ich mir noch Netflix an. Erstmal muss man natürlich sein sehr langes Passwort über eine mittelmäßige VR-Tastatur eingeben, danach landet man in einer Art virtuellem Wohnzimmer, mit großer Leinwand. Man sitzt allerdings so nah, dass man den Kopf nach unten neigen muss um Untertitel zu lesen, ansonsten sind sie total verzerrt. Das selbst HD-Serien aussehen, wie aus den 80er Jahren ist bei der bereits angesprochenen Display-Auflösung natürlich klar.


Ich hab das Ding zwar für einen Monat gemietet, aber ich denke, ich packe es jetzt wieder ein. Davon, dass es ein großer Haufen stinkendes Plastik ist und sich anfühlt, wie eine Mickey Maus-Heft-Beilage, will ich mal gar nicht anfangen.

Jaa, klar, werden jetzt einige sagen, es ist halt das Low-Budget-Einsteigerding. Mag sein. Vielleicht sind meine Augen auch einfach zu Retina-Display verwöhnt und ich bin ja generell nicht so einfach zu begeistern. Mir hat das Produkt auf jeden Fall keine Lust gemacht, jetzt 800€ für ein richtiges VR-Produkt auszugeben, und das sollte doch wahrscheinlich das Ziel sein?

Wie auch immer. Vielleicht schaue ich mir, wenn die Zeit reif ist, nochmal ein richtiges VR-Headset an einem teuren Gaming PC an und falle bei einer Achterbahnsimulation vielleicht auch vom Stuhl, wie es sich gehört. Die Go kann ich auf jeden Fall nicht empfehlen.