knuspermagier.de

Der privateste Blog von Philipp.

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Anlässlich Flo‘s 30. Geburtstag waren wir vor ein paar Wochen auf der Bowlingbahn. Ganz klassisch, wie damals auf Schul-Wandertagen, wenn der Lehrer mal wieder keine Lust auf etwas vernünftiges hatte.

Wie man sich denken konnte, waren meine Skills nach über zehn Jahren Bowling-Abstinenz etwas eingerostet. Trotzdem immer wieder ganz witzig. Kann man 2019 noch mal machen. Sogar das Essen im U.S. Fun Bowling war ganz gut!

snips.ai #2

Ihr habt den letzten Post gelesen und habt jetzt richtig Bock auf ein Projekt mit snips? In diesem Post fasse ich mal kurz zusammen, wie man damit schnell zum Erfolg kommt.

Einkaufsliste

Einrichtung

Ich würde ja gerne noch mehr schreiben, aber das wars auch schon. Wenn alles geklappt hat, könnt ihr euch nun in der Snips Console im Browser euren Voice Assistant zusammenstellen und mit ein paar der im Store vorhandenen „Apps“ ausrüsten, oder anfangen einen eigenen zu bauen.

Eigene Befehle

Dazu legt ihr einfach eine neue App an und fügt ein paar Intents hinzu. Bei einem Timer wären das z.B. „Timer starten“ und „Timer stoppen“. Für jeden Intent könnt ihr Sätze festlegen, bei denen er gestartet wird. Diese können sogar Slots enhalten, also quasi Funktionsparameter. Aus „Timer für Nudeln auf 8 Minuten“ erkennt er, wenn man es konfiguriert, automatisch, dass der Name des Timers „Nudeln“ sein soll und der Intervall „8 Minuten“. Schlau!

Jedem Intent kann man nun Actions hinzufügen. Das ist entweder ein ganzes Github-Repo, irgendwas mit Home Assistant, zur Steuerung von Lampen und Kram, oder ganz einfach: ein kleines Python-Skript, was auch direkt im Browser editiert werden kann.

Ist alles eingerichtet, kann der Assistant auf dem Raspberry Pi mit sam update-assistant aktualisiert werden. Natürlich ist das fürs Debuggen von Python-Skripten ziemlich mühselig und dumm — zum Glück kann man auch einfach die Files in /var/lib/snips/skills editieren, danach muss man allerdings einmal den snips-skill-server neustarten (systemctl snips-skill-server restart)


Insgesamt lohnt es sich sicher auch, einen genaueren Blick auf MQTT zu werfen, im Home Automation-Bereich scheint viel damit zu laufen, und wie gesagt, baut gesamte snips-Architektur darauf auf.

Ich werde jetzt jedenfalls erstmal meinen Timer zu Ende bauen und schaue danach mal, worauf ich als nächstes Lust habe. Vielleicht stellt sich auch noch heraus, dass am Ende doch nicht alles so toll funktioniert, wie bisher gedacht, wer weiß!


Achja, eins noch, die Stimme, mit der snips spricht, ist ziemlich mittelmäßig. Da alle Komponenten jedoch leicht austauschbar sind, gibt es natürlich auch schon einige Alternativen, die mir aber leider alle nicht so gut gefallen, denn sie heißen Alexa und Google Home, also, d.h. über irgendwelche APIs wird doch wieder Amazon und Google angerufen. Vielleicht nicht ganz so schlimm, wenn sie nur Sätze bekommen, die sie synthetisieren sollen, aber das möchte ich eigentlich trotzdem nicht. Es müsste doch noch eine vernünftige Text-to-Speech-Engine auf dem Markt geben, die nicht in der Cloud läuft und trotzdem annehmbar klingt?

snips.ai

Als Felix vor ein paar Wochen ankündigte, dass er sich nun mit snips beschäftigen wird, war ich schonmal sehr gespannt auf die folgenden Posts in seinem Blog. Mein großes Heimautomatisierungszusammenhack-Vorbild.

Jedenfalls ging es letztens los mit dem ersten Post und das klang alles sehr interessant. Weil man über Weihnachten ja immer etwas Zeit hat sich mal mit Quatsch zu beschäftigen, oder es sich zumindest einbildet, kaufte ich mir also auch mal einen aktuellen Raspberry Pi und ein Mikrofon-Dingsbums und probierte auch schon mal zwanzig Minuten damit rum. Und was soll ich sagen? Ich bin ziemlich begeistert!

Aber um was geht es überhaupt? Snips ist eine Software, zum Teil auch Open Source, mit der man einen Voice Assistant, also was wie Alexa oder Siri, selber bauen kann und zwar völlig ohne Cloud-Anbindung. Die gesamte Verarbeitung der Eingaben läuft lokal, coolerweise reicht dafür auch schon ein kleiner Raspberry Pi, was will man mehr.

Im Gegensatz zu anderen Open Source-Lösungen scheint snips aber von einer Firma gebaut zu werden, die sogar Designer und UX-Leute im Team haben. Sowohl die Webseite, als auch das Maker-Panel, in dem man seine Assistants zusammenklicken kann sind hübsch anzusehen und funktionieren gut. Auch sam, das NodeJS-Tool, mit dem die gesamte Einrichtung läuft ist super einfach und it just works. Von Auspacken zum ersten hey snips-Befehl vergingen bei mir keine 20 Minuten.


Bisher hatte ich ja hauptsächlich aus drei Gründen keinen Voice Assistant: Einerseits habe ich keine Lust, alles, was in der Wohnung gesprochen wird, zu Google oder Amazon zu senden, andererseits würde ich ja Apple vertrauen, aber Siri ist einfach zu schlecht. Naja, und am Ende natürlich die Frage, wozu man das überhaupt braucht. Geht ja auch alles so.

Spätestens dieses Jahr beim Plätzchenbacken, aber auch vorher schon, immer, wenn man halt mehrere Timer braucht, wünschte ich mir aber doch so ein Gerät. Oder wenn ich schnell was auf die Einkaufsliste setzen will, aber gerade keine Hand frei habe. Die Zukunft hat schon Vorteile!


Daher nun also der eigene Assistant. Ich habe mich, wie gesagt, erst ein paar Minuten damit beschäftigt und schnell eine Action gebaut, mit der ich die Stimme im Büro die Titel von Issues aus dem Ticketsystem vorlesen lassen kann, wenn jemand danach fragt. Relativ sinnlos, aber ich brauchte schnell etwas witziges, damit ich Snips vernünftig in unserem zweiwöchentlichen „Cooles Zeug“-Meeting vorstellen kann.

Über Weihnachten werde ich aber auf jeden Fall mal meine Timer-Sache zusammenbauen. Ja, man könnte nun denken, so etwas langweiliges wie einen Timer könnte man vorgefertigt im Snips-„App Store“ finden, aber der ist tatsächlich noch etwas begrenzt. Zum Glück ist es wirklich easy mit Python eigene Actions zu schreiben. Außerdem kommunizieren die ganzen Komponenten von Snips untereinander über MQTT, da kann man sich also auch einfach einklinken! So viele Möglichkeiten!

Ich halte euch auf dem Laufenden.

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Seit dem letzten Foto, dass ich hier im Blog postete, übte ich zwar fleißig weiter an meiner Milchaufschäum- und -ausgieß-Technik, jedoch gab ich mir nicht mehr so richtig Mühe und machte auch kaum noch Fotos für mein Instagram-Profil.

Jetzt, am letzten Tag vor dem Weihnachtsurlaub, wollte ich es aber nochmal wissen und strengte mich etwas an. Sieht doch schon wieder besser aus! Im neuen Jahr kann es so weiter gehen.

Eichhörnchen

Der Tag an dem man mitbekommt, dass auf dem Balkon ein Eichhörnchen sein Nest baut, ist natürlich besonders schön. Da freut man sich erst recht, dass man sich vor ein paar Monaten das 70-200mm-Objektiv gekauft hat und naja, natürlich wünscht man sich direkt ein 100-400mm, denn so richtig nah ran kommt man ja doch nicht.

Jedenfalls konnte ich das Tier gut 25 Minuten bei der Arbeit beobachten. Ziemlich übermütig schleppte es riesige Äste an – alle vom Nachbar-Balkon, unseren hatte es schon am Vortag abgegrast – und versuchte sie in Sicherheit zu bringen. Leider wählte das Hörnchen dabei fast immer den total dummen Weg über's Balkongeländer, wo es auch mehrfach ziemlich gefährlich runter rutschte. Konnte sich aber immer retten.

Hier also mal tausend Bilder!

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Bodyguard, Season 1

Erfreulicherweise hat diese Serie nichts mit dem Film mit Kevin Costner und Whitney Houston zu tun, ich dachte schon, es wäre ein Remake.

Jedenfalls geht es um Robb Stark, der nun als Sicherheitshansel der britischen Außenministerin arbeitet, seitdem er in Westeros nicht mehr gebraucht wird. Alles ist schlimm, Terroristen, Bomben, etc.

Die Serie ist ziemlich gut, hat nur sechs Folgen und lässt sich aufgrund der Spannung ziemlich schnell wegsuchten.

Für Fans von britischem Akzent sehr zu empfehlen!

★★★★★

Better Caul Saul, Season 4

Ich liebe diese Serie einfach. Gewohnt gemütlich geht es voran. Nicht zu viel Story, nicht zu wenig, einfach perfekt!

★★★★★

Markus Heitz - DOORS

Auf meiner Suche nach deutschen Büchern, die man mal lesen kann, ohne direkt die hohe Literatur auszupacken — meistens, wenn man nach deutschen Büchern sucht, empfehlen alle Kafka oder Thomas Mann, was ja auch okay ist, aber ich frag mich immer ob es nicht auch Autoren in diesem Land gibt, die noch leben — bekam ich von Caro via Chris dir DOORS-Reihe von Markus Heitz vorgeschlagen.

Der findige Hörer von uswief wird sich nun erinnern, dass dieser sehr erfolgreiche deutsche Autor schon so einiges geschrieben hat, unter anderem auch was mit Zwergen, was Flo gar nicht gefiel. Naaaja.

Bei DOORS gibt es einen gemeinsamen Start (ca. 80 Seiten, auch frei in diesem Internetz verfügbar). Danach entscheidet sich das Team, das die Hauptrolle spielt jeweils für eine von drei Türen (X, !, ?) und erlebt danach noch ca. 200 Seiten weitere Geschichte, die je nach Buch komplett unterschiedlich ist.

Wer mitdenkt erkennt schon, dass es ziemliche Abzocke ist, für ein 280-300-seitiges Buch, dessen erste 80 Seiten auch noch überall gleich sind und als PDF-Download zur Verfügung stehen, 9,99€ zu verlangen. Nun gut, aber was soll man machen.


Ich las die Bücher in folgender Reihenfolge: !, ?, X. Ich dachte mir nichts groß dabei. Meine ausführlichen Reviews aus dem Lesetagebuch:

!

★★★★☆

Wenn man sich ein bisschen an den Schreibstil gewöhnt, kann man das Buch echt rasch lesen und ist dabei gut unterhalten. Am Ende freut man sich vielleicht sogar auf das nächste aus der Reihe!

?

★★★☆☆

Puh. Irgendwie erheblich schlechter geschrieben als Blutfeld. Nur noch eins!

X

★★★★☆

Mh. Besser als „Kolonie“, schlechter als „Blutfeld“. Trotzdem das abwechslungsreichste Buch der Reihe.

Der Schreibstil von Heitz ist sehr komisch, und teilweise fühlt es sich an, als hätte man es in der siebten Klasse auch selber verfassen können. Wahrscheinlich so ein Fall, wo es einfacher aussieht, als es ist. Gewöhnt man sich etwas dran, dass es nicht von Kafka oder Thomas Mann geschrieben ist, kann man die drei Bücher schnell lesen und Spaß dran haben.

Die Grundidee mit den drei verschiedenen Story-Ausgängen ist eigentlich ganz gut. Ich hätte mir allerdings doch gewünscht, dass sie zumindest ein bisschen zusammenverwoben sind, oder vielleicht am Ende wieder zusammenführen? Schön weitere 30 Seiten, die in jedem Buch gleich sind! Andererseits hätte das die einzelnen Geschichten wahrscheinlich zu ähnlich gemacht.

Wie auch immer! Wer Lust auf sowas hat, eine Geschichte mit drei verschiedenen Ausgängen und am Ende einigen offenen Fragen, die sicher nie geklärt werden, außer vielleicht in der zweiten “Staffel”, die schon angekündigt ist, der kann hier gerne zuschlagen, wenn auch zu einem ziemlich saftigen Preis.

Auf der Suche nach dem Laden, in dem mal wieder ein DHL-Paket angegeben wurde, klickten wir uns durch Google Street View. Statt eines Geschäfts gab es aber nur ein paar Fensterfronten.

Interessiert fahren wir also durch das virtuelle St. Georg und entdecken so einige Läden und Häuser, die uns gänzlich unbekannt vorkommen. 1000 Töpfe — wer kennt es nicht.

Long story short: Ein Blick auf das Aufnahmedatum verriet, dass die Bilder von 2008 waren. Das ist zehn Jahre her. Einerseits erstaunlich, wie viel hier in den zehn Jahren abgerissen, neu- und umgebaut wurde, anderseits erschreckend, wie schnell so ein cooles Tool wie Google Street View für den Anwendungszweck “mal gucken, wo jetzt dieser Laden sein soll” unbrauchbar wird, weil die Daten nicht aktuell genug sind.

Aber als eine Art Zeitreise-Werkzeug funktioniert es natürlich ganz gut.

die-aerzte-spotify

Seit Freitag gibt es ja nun die ärzte und auch Farin Urlaub ziemlich umfangreich auf Spotify. Wunderbar. Aber natürlich auch mit Haken: Keine Singles, keine B-Seiten – sogar die zweite CD beim "bäst of" fehlt.

Zusätzlich gibt's natürlich nicht die Audiospur von der "Die Band, die sie Pferd nannten" Live-DVD, die ich mir damals selber herstellte und dauerhaft durchhörte. Eigentlich hörte ich nie etwas anderes, als diese Live-DVD. Natürlich verständlich, dass sie nicht auf Spotify ist, denn es gab sie nie in CD-Form.

Aber man soll ja nicht so viel meckern. Ich freue mich, dass ich nun wieder öfter was von die ärzte oder, noch besser, Farin hören kann, ohne dafür auf meine lokalen MP3s wechseln zu müssen.

Trotzdem wünsche ich mir weiterhin eine vernünftige Upload-Funktion für eigene Dateien. Oder eine Welt, in der man einfach ein bisschen mehr zahlen kann um damit einzelne Stücke zu kaufen und sie für immer verfügbar zu haben. Moment mal, das klingt ja verdächtig nach Apple Music! Shit.

(Werde ich wechseln? Wahrscheinlich nicht. Zu viele Playlists, zu faul zum transferieren, und gefühlt sind die Empfehlungsalgorithmen bei Spotify einfach besser.)