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Kindle Revival

Meine letzten 50 Bücher habe ich komplett auf dem iPhone gelesen (oder angehört). Die Vorteile liegen auf, oder sagen wir, in der Hand: es ist klein, immer dabei, hat ein schönes Display und die Kindle App hat diese Endless Scroll-Funktion, die man statt dem ständigen Seiten-Umblättern benutzen kann.

Aber wie so oft im Leben, will man ab und zu mal wieder was neues probieren, und ich habe mir vor ein paar Wochen in den Kopf gesetzt, dass ich mal wieder einen Kindle probieren könnte. Allerdings auf keinen Fall meinen uralten Paperwhite, denn der hat ja noch das schlecht aufgelöste Display. Ich begab mich also bei ebay Kleinanzeigen auf die Suche nach einem neuen, gebrauchten Kindle. Welcher, war mir erstmal egal, hauptsache das gute Display.

Also ganz egal war es mir nicht, ich wollte schon am liebsten einen Voyage, weil der sich Design-technisch ein bisschen von dem Standard-Kindle abhebt und ich ihn schon damals, als er neu war, gern gehabt hätte. Leider gab es zum Zeitpunkt meine ersten Suche nur einen, den ich in Köln-Nippes hätte abholen müssen.

Ich suchte also erstmal nur nach Paperwhites, und fand auch ein paar günstige. Paperwhite, 6. Generation, wird wohl reichen, was? Also schnell ein bisschen verhandelt, gepaypalt, und gewartet. Doch schon ein paar Stunden später fällt es mir auf: Das war Käse. Denn die Tatsache, dass Amazon jedes Jahr drei neue Kindles mit dem gleichen Namen rausbringt, sorgt nicht unbedingt dafür, dass der Gebrauchtmarkt übersichtlich ist.

Um genau zu sein ist der “Paperwhite, 6. Generation” nämlich nicht eine sehr weit entwickelte Version des Paperwhite, sondern einfach nur die 2. Generation der Paperwhites, die aber gleichzeitig die 6. Generation der Kindles ist. Der, den ich schon besitze, ist einer der 5. Kindle-Generation. Also kaufte ich erstmal ein Gerät, dass erstmal nur marginal neuer und besser ist, als das, was ich schon hatte, zu dem auch noch mit dem Schrott-Display. Hrmpf.

Naja, Kindle kam, ging wieder zu Kleinanzeigen und letztendlich habe ich nichts verloren bei der Aktion. Außer meine kostbare Lebenszeit!

Glücklicherweise gab es ein paar Tage später noch einen günstigen Voyage (7. Kindle Generation) zu kaufen, der auch in fast neuwertigem Zustand bei mir ankam. Super Display, super Gerät!

My girlfriend gave me the idea the other day, when I complained that sometimes I don’t know what to blog about, that I could “react” to my old posts. Kind of like how web video producers react to videos.

Blog reactions auf jlelse.blog

Witzigerweise hatte ich vor zwei Tagen, beim browsen meines Blog-Archivs exakt die gleiche Idee. Als ich den Blog auf Kirby umstellte, verabschiedete ich mich mental schon von den ganzen alten Posts, die vor 2017 statt fanden, immer mit dem Hintergedanken irgendwann die Besten doch noch rüber zu holen, bisher natürlich nie geschehen. Wenn ich jetzt aber so ein bisschen drüber lese, finde ich teilweise schon noch ganz witzige Posts, oder welche, bei denen ich kopfschüttelnd da sitze und mich frage, was ich da damals gedacht habe, naja.

Vielleicht mache ich irgendwann einen Podcast, in dem ich alle Blogposts vorlese und mich darüber aufrege. Das ist doch der Traum eines jeden Content-Creators, irgendwann Inhalte aus den eigenen Inhalten zu generieren!

Heute Morgen wachte ich auf und fühlte mich dumm. Mit offenen Augen in die Dopamin-Falle getappt.

Geräuschvoll verlassen auf uarrr.org

Clubhouse hat mich komplett kalt gelassen. Ich käme schon alleine mit dem Fakt, dass dort alle nur in einfacher Geschwindigkeit sprechen, nicht klar.

Gestern wurde der Early Access für EVERSPACE 2 verfügbar. Es soll sein, wie Freelancer damals. Das war so ein tolles Spiel! Mal sehen, was jetzt zuerst kommt: Mein Shadow-Account oder Support dafür bei Geforce NOW 😅

In meinem gestrigen Post brachte ich ja einen kleinen Scherz unter, der erahnen lassen würde, dass ich meine Klamotten hauptsächlich wasche, damit sie keine Flecken haben.

Marcel wies mich darauf hin, dass seine erste Assoziation zum Thema waschen aber eher ist, den Geruch aus den Klamotten zu entfernen, was ich relativ spannend fand, denn es ergibt ja auch viel mehr Sinn – wann hat man schon mal wirklich ein Fleck auf den Klamotten.

Trotzdem ist in meinem Kopf waschen direkt mit Fleckentfernung verbunden – ich fürchte jahrelanger Werbe-Konsum von Ariel und Spee-Werbung, die alle Klamotten super weiß und fleckfrei macht, haben mich da wohl verstört.

Woran denkt ihr zuerst, wenn ihr an Waschen denkt?

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In other news, es scheint zu funktionieren.

Waschmaschinen

Vor ein paar Wochen klebte ich einen Aqara-Vibrationssensor auf die Waschmaschine und machte erstmal nichts, weil das AliExpress-Päckchen erst im Februar und nicht schon im Dezember ankommen sollte. Ich war einfach noch nicht bereit dafür. Naja. Während der ganzen Zeit überlegte ich aber schon, wie ich die Daten des Sensors am schlausten verarbeiten werde, um herauszufinden, wann die Waschmaschine fertig ist, damit mir mein Telegram-Bot eine Nachricht schicken kann.

Wäre doch ein witziges Projekt, die tausend Datenpunkte, die mir der Sensor sicherlich für jede Waschladung übermittelt, per Tensorflow, oder so in ein Netz zu kippen, dass ich vorher wochenlang trainierte. Endlich hätte Wasche waschen im Lockdown auch einen Sinn! (Wenn niemand sie sieht, weil man niemanden sieht, sind die Flecken auf dem T-Shirt überhaupt da?)

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Long story short, dieser Screenshot illustriert alle Daten, die der Sensor während eines Waschgangs sammelt. Ja ok. Dann belasse ich es mal bei zwei ifs und einem geschickten Timeout. Ist ja auch eine Art künstliche Intelligenz, nur halt sehr, sehr klein.

Für alle, die schon immer alle Posts als eine Art Github-Commit-Graf-inspirierte Ansicht sehen wollten, hier bitte, das Archiv

This project makes use of the WebAssembly build of OpenCV (a C++ computer vision library), Tensorflow (a machine learning library) and a solver written in Rust. It neatly demonstrates how WebAssembly allows you to write performance-critical web-based applications in a wide range of languages.

A WebAssembly Powered Augmented Reality Sudoku Solver auf blog.scottlogic.com

Spannende Geschichte, die auf einige Dinge eingeht, für die ich mich interessiere und für die ich auch schon diverse Anwendungsfälle hatte. OpenCV sollte ich mir endlich mal genauer angucken, damit ich nicht immer mit irgendwelchen Pixeln um mich werfen muss, wenn ich mal auf einem Bild etwas erkennen soll.

Bear Journal-Todo

Zwei Tage, nachdem ich alle meine privaten Todos aus Things entfernte, waren auch die Nerdlichter Todos dran. Schon vor ein paar Wochen, fing ich an, zu größere Themen Seiten im Notion anzulegen, die aus einer Mischung aus “Konzept” und “Todoliste” bestanden. Also relativ viele Bulletpoints, wie ich etwas umsetzen will, und quer dazwischen ein paar Todo-Checkboxen verteilt. Das gefiel mir immer schon sehr gut, da ich zu den Aufgaben direkt mehr Kontext hatte.

Allerdings ist Notion ja sehr langsam, und Bear kann das fast genauso gut, dachte ich mir, also warum nicht mal ausprobieren. Seit einer Woche führe ich nun also so eine Art Arbeits-Tagebuch, mit einer Mischung aus Bulletpoints und Checkboxen und das passt einfach sehr gut zu meiner aktuellen Arbeitsweise.

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Zudem löst es das Problem, dass ich mich vorher nach der Arbeit oft fragte, was ich jetzt eigentlich den ganzen Tag gemacht habe, da ich in Things auch nicht jeden winzigen Fitzel nachträglich als Todo anlegte. In diesem neuen System halte ich ein bisschen mehr fest. Gleichzeitig entsteht so eine Art… Entscheidungs-Logbuch, mit dem ich vielleicht auch nach vier Wochen noch herausfinden kann, warum ich Dinge so machte, wie ich sie machte.

Mal schauen, wie viele Wochen es Bestand hat!

Bis bald, Things

Jahrelang benutzte ich Things, um meine Todos zu managen und bildete mir ein, damit zufrieden zu sein. Naja, an sich war ich es auch. Ich hatte für alles mögliche eine eigene Area, diverse Projekte und tausende einzelne Tasks.

Jeden Morgen, wenn ich Things öffnete, um zu schauen, was ich zu tun habe, sah ich also all die vielen Dinge, die man mal machen könnte. Mal diese Programmiersprache ausprobieren, oder eine Funktion in die Rezepte-App einbauen, oder endlich Plex aufräumen. Alles Sachen, die mir mal in den Sinn kamen, und ich dachte, ich notier sie mir mal, bevor ich es noch vergesse.

Naja, leider führte das tägliche Betrachten der Todos nicht dazu, dass ich irgendwas schaffte, sondern eher zu einem Belastungsgefühl. Welches sinnlose Side-Project ist jetzt am wichtigsten? Muss ich jetzt wirklich dringend Plex aufräumen, oder ist es nicht einfach egal?

Ich entschloss mich, erstmal alles zu löschen. Also natürlich löschte ich es nicht wirklich, die meisten Todos, die Side-Projects betreffen, verschob ich in die entsprechenden Notion-Seiten. Ich habe mir ja durchaus schon mal was dabei gedacht, als ich sie formulierte. Trotzdem war danach fast alles weg und mein Things bestand nur noch auf dem Nerdlichter-Projekt, mit dem ich meine tägliche Arbeit manage.

Natürlich muss ich trotzdem weiterhin ab und zu mal ein Todo aufschreiben. Dafür benutze ich jetzt einfach die Reminders App, die Apple mitliefert. Ist zwar nicht so hübsch wie Things, dafür funktioniert “Hey Siri, pack Nutella auf die Einkaufsliste” aber einfach smooth und endlich kann ich Listen mit anderen teilen und gemeinsam bearbeiten, eine Sache die bei Things leider immer noch fehlt.

Hätte ich das gedacht, dass ich jemals Reminders benutzen werde? Ganz bestimmt nicht.