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Der privateste Blog von Philipp.

Come From Away (2)

Mittlerweile schaute ich Come From Away mehrere Male und hörte es noch öfer auf Spotify durch und ich kann mir eine genauere Meinung bilden.

Ich mag es immer noch sehr. Die Video-Aufnahme hat mir etwas zu viel Gelaber zwischendurch, das Broadway-Album von 2017 enthält quasi nur die Songs und ist daher... knackiger, auch wenn mir die einzelnen Performances im Video besser gefallen. Naja.

Meiner Meinung nach, und ich habe gar keine Ahnung von Musicals, Texte sind mir relativ egal und ich bewerte das ganz aus dem Bauch raus, ist Come From Away ein tolles Musical, was man gut durchhören kann, ohne, dass es einen irgendwo rauswirft, oder man irgendwas skippen will – trotzdem kommt es für aber nicht an Hamilton ran, irgendwie gibt mir ein “Take a Break” mehr als der gesamte Score von Come From Away.

Naja. Meckern auf höchstem Niveau. Rein musikalisch sind das einfach zwei verschiedene Ligen, die man vielleicht gar nicht miteinander vergleichen kann. Beide Musicals werden in meiner heavy Rotation bleiben.

Come From Away

Dafür, dass ich Musicals so mag, bin ich immer erschreckend schlecht informiert. Vor ein paar Tagen postete Michel auf Twitter den Trailer zu Come From Away, einem Musical, dass es schon seit einigen Jahren gibt – nun aber auch in einer schönen Aufzeichnung zum Angucken.

Ich sah es jetzt erst einmal, aber das fand ich auch schon sehr, sehr überzeugend. Es ist ein relativ übersichtlicher Cast und alle treten in vielen Rollen auf und wenn man es nur auf Spotify hört, ist man sicherlich erstmal total verwirrt. Würde also stark empfehlen, sich zunächst die Apple TV+-Aufzeichnung anzusehen.

Mal sehen, ob es Hamilton als mein Standardmusical des letzten Jahres ablösen kann. Wäre wohl Zeit, da mal eine Pause zu machen.

Casper hat eine neue Single und mich stören zwei Dinge: Das Album kommt erst im Februar und die Single ist irgendwie... etwas lame?

Musik im September

Seit ein paar Monaten höre ich den Ein Lied für dich-Podcast, in dem Marius und Julian, über jeden Song der die ärzte sprechen. Anfangs hab ich nur die Folgen zu meinen Lieblingssongs gehört und war erstmal angenervt, weil sie Mach die Augen zu nicht so gut finden wie ich, inzwischen bin ich aber einmal chronologisch durch und find es ganz lustig.

Klar, in manchen Folgen schweifen sie sehr weit ab und es geht am Ende gar nicht mehr über den Song, und man könnte wahrscheinlich eine große Bingo-Karte machen, die man bei jeder Folge ausfüllt. “Julian gähnt”, “Das ist das Lieblingslied meiner Mutter”, “Die gebrannte CD von meinem Onkel”. Irgendwie fand ich es ganz lustig, die fast 150 Folgen jetzt in einem “Rutsch” durchzuhören und sowohl die beiden Hosts als auch, und das ist ja das eigentliche Ziel, sich mehr mit der ganzen die ärzte-Welt auseinander zu setzen. Mittlerweile find ich es dann doch sehr schade, dass z.B. die alten B-Seiten auf Spotify fehlen.


Belgique, Belgique ist ein toller, langer Song von Friedrich Liechtenstein. (via Hannnah


Durch vermehrtes Autofahren und dadurch mehr Radio-Konsum (in 10-20 Jahren haben die 10 Jahre alten Gebrauchtwagen sicher auch Apple Carplay), höre ich natürlich auch mehr aktuelle Popmusik. Leider eigentlich alles große Grütze, bis auf Olivia Rodrigos “good 4 u”, das ist gerade rauf und runter höre. Basiert natürlich auf einem bekannten Song-Schema und die Paramore-Leute werden mittlerweile wohl auch gecredited, aber wenn wir ehrlich sind, ist “good 4 u” auf jeden Fall die bessere Version von “Misery Business”å.


Ebenfalls ein Podcast ist Urban Pop mit Peter Urban, der Typ, wegen dem man den ESC guckt. Turns out, er ist alt und macht diese Musik-Journalismus-Sache schon sehr lang und war auch schon mit diversen älteren Bands unterwegs und hat daher immer was zu erzählen mit seiner gewohnt angenehmen Stimme. Der Co-Host ist Ocke Bandixen, dessen Namen ich bisher immer als “Uke Barningsen” verstand und jetzt ganz schön verwirrt bin.

Jeedenfalls habe ich durch den Podcast schon ein paar Hör-Inspirationen bekommen, vor allem halt für älteren Scheiß. In der aktuellen Folge geht es um Dire Straits und Mark Knopfler, von denen ich bisher eigentlich fast ausschließlich “Sultans of Swing” hörte, was ja klar deren bester Song ist. Verrückt, dass der direkt auf der ersten Platte war!

Auf ihrem vierten Album kam dann mit “Telegraph Road” ein 14:18min-Stück und wer mich kennt weiß, dass ich lange Songs liebe. Super Sache. Natürlich nicht so gut weg-snack-bar wie Sultans, aber superb.

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Wer Hello Fresh hat, kennt es: Immer sind Gewürze dabei mit irgendwelchen lustigen Namen, die man so nicht nachkaufen kann. In diesem Repository gibt es für ein paar Rezeptmischungen schon Inhaltsangaben und Alternativ-Vorschläge. Danke, Schischu.

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Fokus auf dem Kopf, ein paar Wasserspritzer für die Dynamik, Grashalm im Mund. Das Foto gefällt mir.

Die dritte Staffel von How to Sell Drugs Online (fast) ist seit ein paar Tagen da und die Beste bisher. Super. Vor allem für Florentin Will-Fans, wie mich!

Einer meiner Lieblingspodcasts, Das Podcast UFO, haben eine Musicalfolge veröffentlicht. Es ist wunderschön.

Live & Für Immer

Ich bin ja großer Fan des Zaubererbruder-Albums von ASP. Vor etlichen Jahren gab es da auf der Webseite mal eine Crowdfunding-Kampagne für eine Live-Aufzeichnung eines Konzertes, auf dem sie das komplette Album hintereinander weg spielten. Für mich als Fan des Albums und von Live-Darbietungen natürlich gefundenes Fressen!

Leider bekam ich die Crowdfunding-Kampagne nicht mit und war danach für mehrere Monate lang traurig, denn ich hatte immer den Eindruck, dass nur Menschen, die am Crowdfunding teilgenommen haben, jetzt Zugriff auf dieses Werk haben. Ich suchte auf Twitter und ebay nach Leuten, die die DVD vielleicht haben und mir verkaufen wollen, ich bereitete mich schon mental darauf vor, den Gegenwert einiger Konzerttickets in diese DVD zu investieren, denn ich wollte es unbedingt sehen.


Gestern Abend kam ich nun mal auf die Idee, mal den Namen des Werkes bei Google einzugeben. Tja. Man kann “Zaubererbruder (Der Krabat Liederzyklus live & für immer)” einfach bei allen möglichen digitalen Plattformen kaufen und angucken. Wow. Warum bin ich da nicht früher drauf gekommen?


Als Bonustrack, hier ein knuspermagier.de-Klassiker, zum Unplugged-Konzert vom 2010.


Update, bevor dieser Post überhaupt erschienen ist: Ich hab's mittlerweile angeguckt und es ist ganz schön, allerdings nicht so toll, wie das gute alte Unplugged. Abgesehen davon ist es furchtbar geschnitten und es gibt immer wieder Continuity-Fehler, wenn die Kameras wechseln. Eieiei.