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Ein L und zwei P. Philipp!

Serie: Homelab
PN51-Einrichtung (2) – dev & Tailscale

Mein Macbook, oder zumindest die MacOS-Installation, ist ziemlich zugemüllt und die Hälfte ist seit einem Update irgendwie kaputt. vim funktioniert nicht mehr, das lokale PHP auch nicht, valet aber komischerweise schon noch, vielleicht benutzt das php-fpm. Who knows. Dazu kommt, dass es halt superlangsam ist und direkt anfängt fürchterlich zu lüften, wenn man aus Versehen npm install eingibt. (Ja, auch bei yarn!!). Alles ganz furchtbar.

Seit mehr als einem Jahr ärgere ich mich jetzt damit rum, wahrscheinlich ließe sich das Homebrew-Zeug sogar ganz leicht fixen, aber ich war bisher zu faul nach dem Fehler zu googeln – nano geht ja auch, haha –, denn bald sollten ja neue Macbooks rauskommen. Tja, mittlerweile ist Oktober 2021 und nächste Woche wird es endlich soweit sein! Jubel, Trubel, Heiterkeit. Endlich kann ich einen neuen Mac einrichten, diesmal möchte ich auf mein Backup, dass mich seit 2012 begleitet verzichten und ganz von vorne anfangen!


Was auch immer. Jedenfalls hatte ich letztens ein Kundenprojekt mit versucht mit docker-compose zum Laufen zu kriegen, weil alles andere kaputt war, so ein schönes Contao. Leider war es natürlich saumäßig langsam, weil Docker unter MacOS mit 1.000 PHP-Dateien, die per volume gemounted werden, einfach immer noch kacke ist. Ja, sicherlich gibt es da mittlerweile battle proven Lösungen, die alles per rsync übertragen, oder was weiß ich, gibt es alles sicher seit 2014 aber ich weigere mich, das auszuprobieren, weil es sich einfach nicht gut anfühlt und ich bin ein Gefühlsprogrammierer.

Jedenfalls wollte ich mal etwas ganz neues ausprobieren, wie wäre es, wenn ich eine VM hätte, auf einem aus dem Internet erreichbaren Rechner, auf dem die Entwicklungsumgebung läuft, und ich könnte zum Beispiel aus der Toilette in einem ICE schnell ein paar Zeilen Code schreiben, falls das Internet funktioniert, haha, klassischer Deutsche Bahn-Internet-Witz. Ich fänd’ es auf jeden Fall super, den ganzen Entwickler-Rotz möglichst weit weg von den teuren, aber leicht reizbaren CPUs meines Macbooks zu organisieren. Also legte ich mir eine neue virtuelle Maschine an, installierte ein bisschen Kram und schwupps hatte ich das Kunden-Contao laufen, inklusive dem nervenden Webpack Watch-Prozess, der bei jeder Änderung alles neu kompiliert.

Wäre ich cool, würde ich jetzt Visual Studio Code verwenden, ich hab gelesen, das hat so ein Plugin, das genau auf diesen Prozess ausgelegt ist, dass die Dateien überträgt und auch direkt Terminals auf dem Server leitet und so weiter, aaaaber da ich mich gerne selber mit Langsamkeit bestrafe, benutze ich PhpStorm (Eine blitzschnelle und smarte PHP-IDE, Zitat Webseite), da kann man sowas ähnliches einfach mit drei Klicks konfigurieren.

It just works, was für eine Magie. Noch dazu ist es so schnell, wie Webentwicklung zuletzt 2012 oder so war, als es noch kein JavaScript gab und man noch less statt sass benutzte. Was für ein Traum. Mein Macbook bleibt auch total leise und kalt dabei, außer PhpStorm kommt auf die Idee, alle Dateien indizieren zu müssen. Naja.


Mal sehen, ob ich es schaffe, das neue Macbook, falls ich es in diesem Jahr noch bekomme – ich hab schon etwas Angst, dass es wieder so wird wie bei dem iPhone-Bestellung und Apple Pay erstmal wieder dreimal alles ablehnt, bevor die Bestellung durchgeht, und bei dem Demand und der Chip-Knappheit gibt es bestimmt nur so zehn Geräte mit Lieferdatum in diesem Jahr – komplett frei zu halten von so Dev-Kram. Also zumindest PHP und… Node? Keine Ahnung, alles was sich irgendwie schmutzig anfühlt. An meine M1X-Kerne kommt nur feinster Adobe Lightroom-Code und vielleich etwas Swift.

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Klappbare Brücke in Kappeln als schlechte Metapher für ein VPN. Meine Internet-Pakete können nun endlich durch!

Eine Sache war da noch: Ich wollte ja aus der Bahntoilette darauf zugreifen können. Ein aktuelles Wunderwerk der Technik, man kann es nicht anders beschreiben, ist Tailscale. Jan-Lukas hat es in den letzten Monaten ungefähr achthundert mal erwähnt, daher dachte ich, ich muss das auch mal ausprobieren und es ist exakt so supergeil, wie es verkauft wird — und kostet nicht mal Geld!

Jedenfalls installiert man das kurz, klickt etwas rum und schwupps funktioniert alles. Ich liebe es!


So, ich kann Musicals gucken und Coden? Was fehlt jetzt noch, welche VM kommt als nächstes? Bleibt gespannt, ich weiß es nämlich noch nicht!

Ich hab nochmal ein paar Schleifen verwendet um aus den Albenbewertungen Top-Listen meiner Lieblingslieder zu erzeugen. Kommt ganz gut hin.

Serie: Homelab
PN51-Einrichtung (1)

Wie versprochen werden in den nächsten Wochen und Jahren hier ein paar Erfahrungen mit meinem PN51 folgen. Fangen wir am Anfang an, wie lief die ganze Einrichtung und Inbetriebnahme?

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2017 waren wir auf Gran Canaria und ich hab wirklich fast kein verwertbares Foto gemacht, aber immerhin viele Sterne gesehen.

Das Gerät kommt ja erstmal ohne RAM und Speicher, was ich ganz schön finde. Als jemand, der in den letzten 10 Jahren quasi nur im Mac-Universum unterwegs war, war es spannend mal wieder einen Riegel RAM in der Hand zu halten, und diese verrückten M.2-NVMe-SSDs. Sind die winzig! Unglaublich.

Man entfernt vier Schrauben, steckt alles rein, schraubt den M.2-Stick fest und fertig. Meine außerordentliche Fingerfertigkeit, die mir damals schon half, RAM-Riegel reinzustecken war hier auch direkt wieder parat. Auch wenn ich vorher nie so große Riegel verbaute. Ich glaube früher, im Gaming PC hatte ich nur zwei mal vier Gigabyte? Hier jetzt sechzehn! Zwei Stück! Was für ein Fortschritt, als Kind hätte ich davon geträumt!

Nun begann die spannende Suche nach einem Gerät, mit dem ich ein Betriebsystem installiert bekomme. Ich habe keine USB-Sticks rumliegen, die sind immer konstant weg. Die einzige Micro-SD-Karte, die ich parat hatte, war die aus dem Raspberry und die wollte ich nicht direkt löschen. Immerhin hatte ich letztens neue Kamera-Speicherkarten erworben, da ich der mehrere Jahre alten 64GB-Karte nicht mehr über den Weg traute. Aber für eine Linux-Distribution wird es wohl reichen!

Ich entschied mich, ein System mit Proxmox aufzusetzen, lud die ISO, flashte die SD-Karte mit balenaEtcher, was ich noch von den ganzen Raspi-Versuchen herumliegen hatte. Mit Adapter in den USB-Port – der PN51 hat nur einen MicroSD-Slot – reingesteckt, gebootet und nix passiert. Nur irgendeine kurze Meldung zu Secure Boot. Mhh.

Ich stöbere erstmal im BIOS, in dem man nicht super-viel einstellen kann und merke, das die M.2-SSD nicht angezeigt wird. Schade. Aber naja, daran wird es wohl nicht liegen, dass er nicht von er SD-Karte booted, die wird nämlich angezeigt. Ich reboote noch ein paar mal, denn Reboot tut gut, wie man früher sagte, als man noch Windows nutzte. Leider ohne Erfolg.

Ich schiebe alles auf die SD-Karte und greife zu größeren Kanonen, ich erinnere mich, dass ich noch eine 2,5”-SSD herumliegen habe, auf der ich früher meine Lightroom-Bibliothek lagerte. Also überspiele ich nochmal die 200 Megabyte Proxmox-ISO-File auf die 2 Terabyte SSD, warum auch nich. Weil ichs ganz genau wissen will, baue ich sie sogar ins Gehäuse ein, da wo die S-ATA-Platte hinpasst.

Funktioniert immer noch nicht!

Ich gehe also nochmal ins BIOS, lese nochmal genau, und sehe eine Secure Boot-Einstellung, die sich deaktivieren lässt. Jetzt klingelt es bei mir. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Nach dem deaktivieren boote ich wieder mit der SD-Karte, unsecure, und der Proxmox-Installer öffnet sich. Danach läuft alles wie Butter, alles installiert, Netzwerk wird erkannt, alles klappt — per Kabel. WLAN habe ich hier nicht ausprobiert, da das Ding am Ende eh am Ethernet hängen wird.

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Auch ein großes, weißes Objektiv hilft nicht dabei schöne Fotos zu machen.

Nächstes Thema war Plex. Ich erstellte also eine neue VM, in der ich Plex installieren wollte, und das funktioniert natürlich alles wunderbar über die Web-UI, ich musste nur erstmal etwas rätseln, wie und wo man jetzt das Debian-netinstall-Image herunterladen und hinterlegen kann. Ich erledigte es am Ende per Kommandozeile, fand später aber auch den richtigen Button im Browser.

Die Installation verlief easy, leider wurde ich zwischendurch mal unterbrochen, was dazu führte, dass ich vergaß, dass sie nicht fertig war. Als ich den Rechner umpositioniert hatte und damit alles neu startete, war ich erstmal stinke sauer, dass meine neue Plex-VM kaputt ist. Tolle Wurst! Aber naja, wer den Installer nie abschließt und kein Grub installiert ist wohl selber schuld.

Nachdem ich alles nochmal gemacht hatte, lief es besser. Ich stöpselte die externe Festplatte an, auf der meine Plex-Daten liegen, schleifte sie per Proxmox durch und mountete sie an die gleiche Stelle wie auf dem Raspberry Pi. /mnt/plex2 — natürlich. Nun musste ich nur noch eine Kleinigkeit erledigen, denn ich wollte ja die ganzen Cover und Tags und Meta-Daten, die Plex lagert, erhalten, damit nicht alles neu gestaltet werden muss. Dazu musste ich nur die alte MicroSD in den Server stopfen, und das richtige Verzeichnis (steht irgendwo im Internet) aus dem alten Debian ins neue kopieren. Plex neu starten und alles ist so wie vorher. Nur ungefähr achthunderttausend Mal schneller. Was ein paar Prozessorkerne und zwanzig mal soviel Geld-Invest ausmachen, kaum zu glauben.

Schritt Eins is getan, beim nächsten Mal geht es um etwas spannenderes, aber ich verrate noch nichts, damit ihr am Ball bleibt! Hahahaha!

Serie: Probleme
Mein Problem mit Diablo 2: Resurrected

Ich glaube es kaum, aber ich muss es zugeben: Blizzard hat es geschafft mich reinzulegen. Wahrscheinlich verdienten sie Millionen mit Leuten, wie mir. War ja klar.

Sicher, es ist irgendwie cool, dass sie sich die ganze Arbeit mit Resurrected gemacht haben und es sieht auch echt ganz cool aus und die paar Komfortfunktionen machen vieles auch einfacher und sorgen für besseren Spielfluss (auch wenn manche Sachen auf der Switch doch sehr nervig sind), aber insgesamt kriegt man aus dem Spiel halt nicht raus, dass es sehr alt ist.

Irgendwie dachte ich, ich kauf das, spiel ein Bisschen und habe dann direkt wieder das alte Feeling und endlos Spaß, zumindest für ein paar Tage. Was ich aber komplett vergessen habe: Diablo 2 hat mir Spaß gemacht, weil ich eine Reihe von perfekt geskillten Level 90-100 Charakteren hatte, die halbwegs ideal ausgestattet waren um massenweise Kühe im Kuh-Level umzusäbeln oder stundenlang MF-Runs bei Mephisto zu machen.

Diesen Zustand erreichte ich natürlich nicht von heute auf morgen, da war schon ein enormer Zeit-Invest erforderlich, zusammen mit ein paar Freunden, die einem natürlich geholfen haben und letztendlich auch dem Einsatz von ein paar Programmen, die Blizzard nicht so toll fand, weil sie alles automatisierten — aber immerhin habe ich dabei JavaScript gelernt. Jedenfalls konnte ich nach hunderten von Stunden in einem großen Schatz von Items wühlen und mir wohl die meisten verrückten Builds zusammenbasteln, alle Standards, kein Problem. Harle, Frostbite, SoJ. Keine Ahnung, warum ich die ganzen Namen noch parat habe.


Nachdem ich nun zum achthundertsten Mal von Duriel im zweiten Akt ge-onehitted wurde, ist mir klar: Diablo 2 ist ein verdammt schweres Spiel, das sehr viel Zeitinvestment erfordert, um Items zu finden, mit denen man auch weiter kommt. Damals hatte ich die Zeit, aber ich glaube, ich werde jetzt keine tausend Stunden investieren um meinen perfekten Fana-Zealot zu bauen, der sich so spielen lässt, wie ich es gewohnt bin.

Selbst, wenn ich es jetzt schaffe Duriel zu besiegen, wird es danach nicht leichter und um auch nur die Chance zu bekommen, dass geile Items droppen, die ich von früher kenne, müsste ich sicher mindestens bis Akt 4 / 5 im Nightmare-Modus kommen. Nee, dafür reicht meine Begeisterung glaube ich nicht aus.

Vielleicht spiel ich es irgendwann nochmal casual weiter, aber ich glaube, da macht mir Diablo 3 dann doch mehr Spaß. Vielleicht rühre ich es bis Diablo 4 kommt auch einfach nicht mehr an. Was für eine Naivität, mit der ich hier Blizzard um 39,99€ leichter machte. Traurig aber wahr.

Albenbewertungen (2)

Wisst ihr noch, gestern, als ich nicht wusste, ob es Quatsch ist?

Ich hatte heute irgendwie viel Spaß daran, noch ein paar weitere Alben nachzutragen, mir Songs, die ich nicht im Kurzzeitgedächtnis hatte, anzuhören und gegeneinander einzuranken – ja, das ist auf jeden Fall ein Wort. Mittlerweile waren es mir auch zu viele Alben für die Wiki-Übersichtsseite, also lagerte ich es auf eine eigene Ärzte-Bandseite aus, auch wenn es da jetzt noch nicht so viel Content gibt, wie bei Subway to Sally. Was auch mal ein Kandidat wäre für ein Alben-Ranking, mhh.

Albenbewertungen

Hallo, ich hatte mal wieder eine quatschige Idee, setzte sie um und bin mir nun wirklich unsicher, ob das sinnvoll oder Zeitverschwendung war. Immerhin kann ich nun einen Post darüber schreiben.

Die beiden vom Ein Lied für Dich-Podcast sprechen öfters mal von ihrem internen Ranking-System für Ärzte-Songs, eine Skala von 1 bis 100. Ich glaube, Mach die Augen zu, für mich eine klare 100 stuften sie nur so auf 80 ein, oder so. Egal.

Über Ranking-Systeme kann man sich ja mehrere Wochen streiten. Drei Sterne, Fünf Sterne, Daumen hoch und runter, oder halt 100 Punkte, was soll‘s. Ich fand das jetzt ganz spannend und fing an mir die Ärzte-Songs selber einzusortieren.

Anlässlich des DUNKEL-Releases kam mir nun der Gedanke, das Ranking irgendwie zu visualisieren, zum Beispiel mit einer Farbskala! In meiner Vorstellung bewertete ich also alle Ärzte-Alben durch und kann sie danach alle nebeneinander als Farbverlauf darstellen und direkt sehen, welches Album mir am besten gefällt und welches an welchen Stellen seine Schwächen hat. Soweit die Theorie.

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So siehts aus.

Ich bastele also kurz einen neuen Content-Typ für mein Wiki, suchte mir eine Farbskala von Grün nach Rot aus, von irgendeiner Webseite mit “schönen Gradients”, kopierte drei Zeilen Code zusammen um die Tracklistings von Spotify zu importieren und übertrug meine Bewertungen aus dem Kopf ins Kirby Panel.

Das Ergebnis kann man nun im Wiki betrachten, bisher ist es noch nicht unbedingt eine große Wand mit Verläufen für jedes Album, aber immerhin habe ich mir schonmal Gedanken zu HELL und DUNKEL gemacht.

Wahrscheinlich werde ich aber sofort das Interesse daran verlieren.

(Bitte guckt es euch am besten nur an, wenn die Sonne scheint, im Darkmode siehts bestimmt total kaputt aus)

Ostsee-Resort Olpenitz

Vor einiger Zeit entschlossen wir uns, dass man ja mal wieder Urlaub machen könnte, nach gefühlten zweihundert Jahren mal wieder das Meer sehen und etwas in der Strandmuschel am Strand abhängen. Die gute alte Reka Kohu von Terra Nation war wirklich ein extrem guter Kauf, damals, 2018 oder so. Ich kann nur empfehlen, einmal im Leben mehr als 10€ für ein solches Strand-Must-Have auszugeben. Allein für Fotos lohnt es sich, wenn man nicht das grellgrüne Billigmodell aus dem Strandkiosk kaufen muss.


Zurück zur Ostsee! Auf der, wie immer kurzfristigen, Suche nach einer Unterkunft fiel die Wahl am Ende auf ein schönes Appartement im Ostsee Resort Olpenitz. Klingt nach einem Projekt von Investmenthaien mit Goldrolex und ist es wahrscheinlich auch — bis 2006 war das Areal nämlich ein Marinestützpunkt und seit 2009 werden da ein paar tausend Ferienwohneinheiten aus dem Boden gestampft. Wie es sich für sowas gehört, war zwischendurch auch alles schonmal insolvent und das Fertigstellungsdatum 2012 konnte auch nicht so ganz gehalten werden, denn auch in diesem Jahr, knappe 10 Jahre später, war noch die Hälfte voll mit Baustellen, aber ich will mal nicht zu weit vorgreifen.

Wir kamen jedenfalls an einem beschaulichen Freitag Abend an und ich hatte große Pläne. Ausräumen, direkt noch vor 19 Uhr einkaufen, und das ganze Wochenende nichts zu tun haben. Urlaub, quasi. Leider klappte das nicht so gut – das Housekeeping hatte das Appartement nicht gereinigt. Schade. Nach etwa dreißig Minuten hatten wir immerhin eine andere Wohnung, allerdings nur für eine Nacht.

Ich, in meinem Service-verwöhnten Gehirn hatte mir schon ausgemalt, dass wir aufgrund des Faux Pas für die gesamten elf Nächte auf das doppelt so teure Dachgeschoss-Loft mit direktem Meerblick und Champagner-Whirlpool geupgradet werden. Pustekuchen, eine Nacht in einem kleineren Appartement sollte es sein.

Also gut. Alles schon ausgepackte wieder einpacken, umparken, auspacken — wenn man mit dem Auto zu einer Ferienwohnung fährt, packt man ja selten super effektiv, sodass man im Fall einer Notübernachtung nur ein kleines Notübernachtungsköfferchen mitnehmen muss. Selbstverständlich muss man den halben Hausstand in die Not-Unterkunft buchsieren, weil Unterhose, T-Shirt, Zahnbürste und Socken in verschiedenen Packing Cubes gepackt sind. Zum Einkaufen war es mittlerweile auch zu spät und ich hatte auch keine Lust einen Wochenendeinkauf zweimal einzuräumen.

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Als wir es am ersten Tag an den Strand schafften, war es schon dunkel!

Am Nächsten Tag sollten wir asap Zugriff auf unsere eigentlich gebuchte Wohnung bekommen, aber nachdem sich um zehn Uhr immer noch niemand gemeldet hatte, rief ich mal an und erkundigte mich. Jaja, gleich fertig. Und natürlich wartet noch eine kleine Aufmerksamkeit auf sie! Mein Service-verwöhntes Gehirn ging an dieser Stelle eigentlich davon aus, dass man mir freudestrahlend übers Telefon mitteilen wird, dass uns selbstverständlich ein 25%-tiger Rabatt gutgeschrieben wird. Tatsächlich musste ich quasi darum betteln und die zunächst angebotene kostenlose Endreinigung ablehnen, bis wir uns auf 10% Rabatt einigen konnten für den verlorenen Urlaubstag. Kommt ja ungefähr hin und ist fair.

Etwas später konnten wir endlich übersiedeln und uns die Wohnung genauer angucken. Die kleine Aufmerksamkeit war eine Flasche Wein für 6,50€ und ne Packung Bonbons — also, nicht, dass ich hier undankbar wirken will, aber warum wird bei sowas immer davon ausgegangen, dass man Alkohol trinkt? Die Bonbons waren aber lecker.

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Morgendlicher Blick aus der Zwischenwohnung.

Bei der Buchung hatte ich mal wieder den kapitalen Fehler begangen, die Beschreibung nicht super-genau zu studieren. Ja, Ostsee-Blick. Gut, aber nur von einem der Balkons ein bisschen seitlich. An keinem der Urlaubstage war Balkonwetter, also schauten wir beim Frühstück immer nur auf die anderen Ferienhäuser. Ist jetzt kein Beinbruch, aber einmal im Leben will man vielleicht doch mal eine Wohnung, die wirklich richtigen Meerblick hat vom Esstisch aus. Aber wie gesagt — vollständig mein Fehler, es war an den Fotos so zu erkennen.

Ansonsten konnte ich an der Behausung nichts aussetzen. Baujahr dürfte so 2018 oder 2019 gewesen sein, es ist noch alles halbwegs gut in Schuss und funktionierte alles. Die Fußbodenheizung verwirrte mich, so wie jede Fußbodenheizung in meinem Leben. Entweder zu heiß, oder zu kalt, oder es wird nicht das Zimmer warm, in dem man das Thermostat hoch dreht, die Klassiker halt. Die Küche war sehr gut ausgestattet, am besten gefiel mir das Schubfach, in dem so eine 30€-Sammlung von Küchenhelfern war. Pfannenwender, Kellen, Schaumlöffel, etc. Da waren Dinge dabei, die ich in meinem Leben noch nie sah und auch nicht wusste, was ich damit machen soll. Ansonsten war auch alles da, was man braucht, nur das Küchenradio hätten sie sich sparen können. Frage mich, in welche Preisklasse man noch aufsteigen muss, um eine Wohnung mit Sonos zu bekommen, statt einem CD-Radio aus dem Rossmann-Angebote-Regal.

Natürlich gab es in jedem Raum einen Fernseher und seitdem ich die Bekanntschaft mit denen machte, hoffe ich, dass meiner zuhause noch lange hält, denn das Interface eines modernen Samsung-Flachbildschirms ist echt… gewöhnungsbedürftig. Immerhin musste man es nicht soviel anfassen – der moderne Reisende von heute hat ja seinen Apple TV dabei (und die Remote vergessen).


Mein besonderes Hobby ist ja in Neubauten nach Baupfusch zu suchen und an und für sich sah alles eigentlich ganz ok aus, aber so ein paar Sachen kamen mir schon spanisch vor. Ich glaube, ich werde niemals ein Haus bauen können, weil das Level an Perfektion, was ich mir wünschen würde, wohl unbezahlbar sein würde. Bei so einer Ferienbutze, die konstant von irgendwelchen unberechenbaren Leuten, teilweise mit Haustieren, bewohnt wird, ist wahrscheinlich die Detailverliebtheit des Bauherren auch begrenzt und der Pfusch wird einfach so gelassen.

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An einem anderen Tag konnte ich diese Baustelle bei Licht fotografieren!

Ebenfalls etwas, was ich mir sehr wünschte, weil ich sehr faul bin, war die beworbene Strandnähe der Unterkunft. Wenn man nach unendlicher Zeit mal wieder ans Meer fährt, bitte mit Strand vor der Haustür. Tatsächlich stand in der Anzeige auch irgendwas von, dass der Strand nicht weit weg war und wenn man einen Blick auf Google Maps warf, sah es auch erstmal alles gut aus, aber da hat man die Rechnung ohne das Baustellenresort Olpenitz gemacht. Natürlich ist auf den 428 Metern, die die Wohnungstür vom Strand trennen eine Großbaustelle, die den Weg komplett blockiert. Auf beiden Seiten groß abgesperrt mit Bauzaun, kein Durchkommen. So musste man jedes Mal, wenn man zum Strand wollte einen Umweg von mehreren Metern in Kauf nehmen. Ich habs mal nachgemessen und es sind genau zweihundert Meter gewesen!


In direkter Nähe gibt es einen wunderschönen Edeka mit Blick aufs Wasser und guter Bestückung, einen Fahrradverleih, der bisher nur in einem grünen Container ist und eine Ciao Bella-Filiale, die überraschend gute Pizza und Salate macht. Leider liefern sie nicht und man hat ständig einen Alexander Marcus-Ohrwurm. Allgemein wäre hier ein Lieferservice für Lebensmittel doch sicherlich eine Goldgrube. Würde ja reichen, wenn es hier zwei feste Wochentermine für einen Rewe-Lieferservice gäbe. Wäre ein Komfort-Plus!

Zwischendurch ist wirklich noch viel Bautrubel. Es ist nicht sonderlich laut und wenn man auf Baufahrzeuge steht, kommt man hier im Urlaub auch noch voll auf seine Kosten, aber gleichzeitig ist es halt auch irgendwie nervig, das alles so halb-fertig ist, nicht nur, weil man deswegen weiter zum Strand laufen muss, das verbreitet so ein unruhiges Gefühl!

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Puh, wenigstens ein Foto vom Strand.

Insgesamt war es aber ein toller Urlaub nach der langen Corona-bedingten Urlaubspause. Das Wetter war wechselhaft aber oft hatte es auch gute Phasen und kleine Ausflüge nach Kappeln, der nächst größeren Stadt (mit einer Brücke, die aufgeht, damit Schiffe die Schlei entlang fahren können!!), oder nach Eckernförde sorgten für einen abwechslungsreiches Erlebnis. Ein Satz, wie aus einem Werbeprospekt.

Tatsächlich fuhren wir hauptsächlich direkt am Montag nach Kappeln, weil ich es schaffte, lediglich zwei kurze Hosen und eine Sporthose einzupacken. Früher war ich mal gut im Packen. Naja. Wer‘s nicht im Kopf hat hat es bekanntlich in der Brieftasche und daher musste ich mir halt eine neue Hose kaufen. Ich glaube es selbst nicht, aber tatsächlich fand ich sofort sogar zwei Modelle, die mir zusagten und die auch passten. Eins der Highlights des Urlaubs.

Nun hoffe ich mal, dass ich irgendwann meine 10% Rückzahlung auch noch überwiesen bekomme, oder ob sich mein Service-verwöhntes Gehirn nochmal dazu durchringen muss, anzurufen. Davon ist auch etwas abhängig, ob wir dieses Resort nochmal besuchen — mit echtem Meerblick vielleicht.

iPhone XS vs iPhone 13

Früher, als man noch mit Glühwein am Tag des Releases in Poppenbüttel stand um jedes Jahr das neue iPhone zu kaufen, ja, das waren noch Zeiten. Mittlerweile passiert ja nicht mehr so mega viel, also kann man auch gut und gerne mal zwei oder drei Jahre aushalten. Genau so lang hatte ich nämlich mein iPhone XS!

Ich schmiss es zwischendurch einmal runter, lebte ein paar Wochen mit einem fetten Riss, warf es dann in eine Pfütze, was es leider komplett entwertete.

Aber zum Glück ist Apple ja so nett, dass sie einem ein neues iPhone geben, wenn man genug Scheine in den virtuellen Geldschlitz schiebt. So hatte ich Anfang 2020 ein komplett neues XS, das ich kurz darauf wieder zerstörte. Da ich aber nicht als dümmster Mitarbeiter der Welt gelten wollte, der nicht mit seinen wertvollen Arbeitsgeräten umgehen kann, sah ich davon ab, das Display schon wieder auf Versicherungskosten tauschen zu lassen und lebte bis heute mit der Spiderman-App, wie man es 2012 noch nannte. Es war ok.


Beim iPhone 13 habe ich nun aber doch zugeschlagen, nach drei Jahren ist das okay, denke ich. Ich erwarb ein nicht-Pro mit 256GB und bin recht zufrieden. Das einzige Problem: Ich hab komplett vergessen, was seit dem XS alles neu dazu kam. Daher habe ich mal kurz recherchiert und präsentiere hier eine wahrscheinlich unvollständige Liste von Features, die ich über meine enthaltsamen Jahre verpasste, in deren Genuss ich jetzt aber kommen kann:

Die Kamera und der Night Mode sind wohl die wichtigsten Sachen, den Rest habe ich bisher noch nicht gebraucht — aber natürlich sind ein nicht-gesplittertes Display und ein neuer Akku, der wohl auch, by design, nochmal etwas länger hält, ganz gute Upgrades.

Serie: Homelab
Homelab 2021

Vor etwas mehr als einem Jahr schrieb ich vom Asus PN50 und dass ich überlege mir einen für's Homelab anzuschaffen. Mittlerweile gibt es den PN51 und ich habe mich überwunden ihn zu bestellen. Soll mal einer sagen, ich würde Kurzschluss-Kaufentscheidungen treffen.

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Asus PN51, 32GB RAM, 1TB NVMe SSD

Aktuell habe ich einen Raspberry Pi 3b im Einsatz, auf dem so ein bisschen Kram läuft, das sich über die Zeit angesammelt hat. Ein Plex-Server für ein paar Dokumentationen über Linux-Distributionen (naja, sind wir ehrlich, es sind hauptsächlich irgendwelche schlechten Musical- und Konzert-Mitschnitte von Youtube.), ein Bisschen Homebridge und so Zeug. An und für sich funktionierte das auch ganz ok, aber der Plex-Server war schon extrem langsam. Außerdem wollte ich auch was zum Rumspielen und Herumprobieren und nicht für jede VM direkt 3€ bei Hetzner einwerfen. Also war ich, wie schon gesagt, sehr lange auf der Suche nach etwas Neuem.

Irgendwann war meine Nervschwelle überschritten und ich klickte den Button. Jetzt habe ich sechs feine Ryzen-Cores, mein erster AMD seit bestimmt 15 Jahren, oder so. Da ich keine Lust hatte, alles auf der Welt in Docker zu packen und mittlerweile auf Klicki-Bunti-Interfaces stehe, installierte ich Proxmox, eine klassische Open Source-Software: Dämliche Name, hässliche UI, aber funktioniert ganz gut. Ich würde sogar behaupten, dass es sehr gut funktioniert, ich habe es nämlich geschafft, ohne größere Probleme alles zu installieren und ein paar VMs einzurichten (unter anderem eine für Plex!). Alles ohne den Hauch einer Ahnung von KVM.

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So sieht's aus, wenn man es einbaut.

Außerdem kaufte ich letztens eine 30€-Lightbox bei Amazon, für einen anderen Blogpost – stay tuned – und nutzte sie direkt für ein paar tolle Fotos von meinem neuen Supercomputer. Sieht plötzlich richtig professionell aus, dieser Blog.

Naja, wie ihr sicher schon ahnt, folgt nun bald eine tolle Post-Serie zum Thema “Philipp stückelt sich ein Homelab zusammen indem er Open Source Software installiert, die seit Jahren von freiwilligen Contributors entwickelt wird und statt einem Danke gibt es nur ein Woa, is die UI hässlich". Ihr kennt mich.

Falls jemand spezielle Fragen zu dem Thema hat, oder möchte, dass ich über etwas ganz besonders ausführlich berichte, sag Bescheid!

Diablo 2: Resurrected

Ich weiß gar nicht mehr wann ich mitbekam, dass es ein Remake von Diablo 2 geben wird. Auf jeden Fall war ich ziemlich hyped und dann vergaß ich es komplett. Vor ein paar Wochen war dann aber Open Beta-Wochenende, auf das ich mich etwas freute – die Tatsache, dass ich es aber in meinem Shadow spielen musste und wieder irgendwas am Internet nicht schnell genug war und ich allgemein keine Zeit hatte am Wochenende, führte aber dazu, dass ich eigentlich nur fünf Minuten spielte. Die reichten aber um festzustellen, dass sich alles gut anfühlt und ich die finale Version auf jeden Fall spielen will, natürlich auf der Switch, denn mir hat die direkte Controller-Steuerung bei Diablo 3 schon sehr gut gefallen.


Naja, direkt am 22. September pre-orderte ich also im Nintendo e-Shop, löschte Mario Kart, denn ich brauchte Platz und meine SD-Karte für die Switch war irgendwie Dead on Arrival. Oder der Slot in der Switch, wer weiß das schon so genau, das muss ich wohl nochmal mit einer anderen Karte probieren. Naja. Diablo 2: Resurrected wurde installiert und ich saß Punkt 0:00 Uhr da, mit dem neuen die ärzte-Album auf den Ohren und wollte loszocken, aber es ging nicht. Denn es war ein weltweiter Zeitzonen-Rollout. Kein 0-Uhr-bis-in-die-Nacht-zocken für mich, als wäre ich gerade 16 und hätte morgen Englisch in der ersten Stunde, Grüße an Frau Ritter! Wahrscheinlich hätten wir eh nur mal wieder Rod Stewards “Sailing” gehört.

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Eine Switch mit Diablo 2: Resurrected

Stunden später fing ich nun also an zu spielen und, was soll ich sagen: Es ist ziemlich cool. Sie haben schon fast alles so gelassen wie es ist. Natürlich sind ein paar Sachen anders, weil ich es jetzt auf der Switch spiele aber im Großen und Ganzen ist das Feeling von vor zweihundert Jahren noch gut erhalten. Loot aufsammeln ist leider etwas nervig, da er einfach jeden Scheiß aufsammelt, wenn man immer A masht, aber was solls.

Was mir allerdings auch auffiel: Ich glaube, ich spielte Diablo nur so einmal komplett durch, auf normaler Schwierigkeit. Danach zockte ich immer nur mit Freunden, die meine Charaktere natürlich durchzogen, so nannte man das damals. Kannste meine Sorc mal ziehen? Danach verbrachte man seine Zeit im Kuh-Level oder bei endlosen Mephisto-MF-Runs oder beim tunen seines JavaScript-Diablo 2-Bots, der diese anstrengende Sachen für einen erledigen sollte.

Was ich damit sagen will: Diablo 2 ist verdammt schwer. Ich spiele gerade einen Paladin, weil ich mich erinnerte, dass das ganz lustig war mit der Fanatismus-Aura und Eifer als Angriffsskill, aber tatsächlich ist es ein hartes Stückchen Arbeit ohne Items, die den Lebensstil supporten und auf Level 14 im zweiten Akt.

Werde ich es durchhalten zumindest den normalen Schwierigkeitsgrad durchzuspielen? Werde ich jemals eins der alten einzigartigen Gegenstände finden, die ich damals massenweise hatte? Wahrscheinlich nicht, da müsste ich nämlich wohl tausend MF-Runs in Hell machen, dazu müsste ich es erstmal bis dahin durchspielen. Puh.

Helfen wird mir leider auch keiner können, da ich mich entschieden habe, einen lokalen Charakter anzulegen, weil ich keine Lust hatte, auf den ständigen Onlinezwang wie bei Diablo 3 – wie oft bin ich da aus dem Spiel geflogen, weil das Internet weg war. Außerdem konnte ich direkt nach dem Release einfach kein Spiel eröffnen.

Gerade macht es mir jedenfalls noch Spaß, das kleine Revival. Ganz ohne Englisch in der ersten Stunde.