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Tracking?

Ich muss gestehen, dass ich hier für ein paar Monate doch mal wieder ein Tool mitlaufen hatte, dass die Seitenaufrufe zählte. Keine Sorge, kein Google Analytics, oder so, sondern nur ein selbstgehostetes Umami. Ich dachte, es wär mal wieder interessant zu wissen, wie viele sich eigentlich hier her verirren.

Ja, ich hab mein obskures Skript, dass die Logfiles auswertet, aber ich wollte bunte Grafen sehen!

Naja, turns out, nach ein paar Monaten: Ist mir auch egal und es nervt mich, ein JavaScript-Snippet einzubinden.

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Con: Bereits im Februar verirrt sich eine müde Wespe auf unseren Balkon
Pro: Ich kann die Macro-Funktion meines RF35mm/1.8 ausprobieren. Schärfer, als ich dachte.

Es klingelt nocht nicht

Ich wüsste gerne, wann es klingelt, ohne die Klingel anhaben zu müssen. Mittlerweile kam mein Aqara Bewegungsmelder an, der laut Berichten auch die Helligkeitsveränderungen direkt reported.

Was soll ich sagen? Sieht zwar witzig aus, wie das da an der Klingel klebt, aber leider löst es nicht aus, wenn der Monitor angeht. Dafür aber in tausend anderen Fällen. Schade. Bisher erscheint mir die einzige Lösung, so eine Homekit-Kamera auf die Klingel zu richten und dort einen Bewegungsalarm einzurichten. Wäre ein bisschen übertrieben und erfordert ein Kabel. Hm.

Hat schon jemand was mit Vue 3 gemacht? Ich würd es gerne ausprobieren, aber meine zwei größeren Projekte updaten macht sicher nur viel Arbeit und ein Neues anfangen will ich auch nicht! Zumindest habe ich gerade keine Idee, was man bauen könnte, was an einem Abend fertig ist.

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Um meine Zocker-Karriere zu rebooten (also um 30 Minuten pro Woche Anno zu spielen), musste natürlich eine Maus her, weil ich keine mehr besaß. Musste es gleich eine sein, die so verrückt aussieht?

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Frisch auf Steam: Valheim. Grafisch siehts ein bisschen so aus, wie vor 20 Jahren, dazu kommt eine gewisse Geforce NOW-Unschärfe. Macht auf jeden Fall Spaß.

Seit vier Wochen schaffe ich es nun, jeden Tag einen Post zu generieren. Puh. Mein Zukunfts-ich freut sich sicherlich über viel zu lesen, vielleicht mache ich aber auch demnächst mal wieder eine Pause. Wer weiß!

Amazon Bestellhistorie mit dem Chrome Debugging Protocol scrapen

Stellt euch vor, ihr habt mal wieder monatelang eure Ausgaben nicht vernünftig kategorisiert. Kein Problem das meiste passiert ja automatisch, wären da nur nicht die 200 Transaktionen mit dem Betreff “Amazon.de”. Amazon schafft es natürlich, wie die meisten, nicht irgendeine sinnvolle Betreffzeile in die Kreditkartenabrechnung zu schieben, warum auch. Wahrscheinlich ist das gar nicht möglich bei Kreditkarten, hab ich nämlich noch nie gesehen. Naja, egal.

Ich weiß nun also, an welchem Tag Amazon welchen Betrag abgebucht hat, nun könnte ich einfach meine Bestell-Liste durchgehen und die Werte per Hand vergleichen. Das wäre natürlich einfach, aber auch langweilig und langwierig, denn natürlich habe ich im Jahr 2020 mal wieder viel zu viel bei Amazon bestellt. Zusätzlich teilt Amazon die Fresh-Bestellungen immer in tausende kleine Einzel-Transaktion und zeigt die natürlich nicht in der normalen Bestellübersicht an.

Immerhin gibt es unter “Ihre Transaktionen” eine Liste aller Abbuchungen. Man müsste also nur zwanzig Mal auf den "Nächste Seite” Button drücken und sich alles kopieren und schon weiß man, welche Transaktion zu welcher Bestellnummer gehört. Leider weiß man dadurch noch immer nicht, was man da eigentlich bestellte, also muss man auch noch jede Bestellung einzeln aufrufen und das nachschauen.

Tja, das schreit doch nach Automatisierung. Mein alter amazon-account-crawler basierte ja auf Ruby und mechanize, oder so, aber ich denke, dass Amazon mittlerweile sicherlich diverse Abwehrmechanismen gegen Automationen hat, daher probierte ich etwas neues: direkt einen Chrome fernsteuern.


Mit chrome-remote-interface funktioniert das ziemlich einfach. Der Beispielcode auf der npm-Seite zeigt schon relativ gut, wie mein Code dafür aussah, abgesehen von einem kurzen Javascript-Snippet um die notwendigen Daten zu extrahieren.

 const result = await Runtime.evaluate({
     expression: `let items = [];
let is_fresh = false;
let wrapper = document.querySelector('.a-box.shipment');
if (wrapper) {
    items = Array.from(wrapper.querySelectorAll(".a-row .a-col-right .a-row:first-child .a-link-normal")).map(i => {
        return {
            name: i.innerHTML.trim(),
            url: i.getAttribute('href'),
            price: i.parentNode.parentNode.querySelector('.a-color-price nobr').innerHTML
        }
    });
} else {
    is_fresh = true;
    wrapper = document.querySelector('#fx-order-details-box');
    items = Array.from(wrapper.querySelectorAll(".a-row .a-span7 .a-link-normal")).map(i => {
        return {
            name: i.innerHTML.trim(),
            url: i.getAttribute('href'),
            price: 0
        }
    });
}

JSON.stringify({
    items,
    is_fresh
});`
});

Wundervoll nicht? Also, das ist jetzt nur der zweite Teil, der dann die Bestellübersichten öffnet und die Produkte grabbt, damit ich am Ende weiß, was genau hinter den Transaktionen steckt.


Das ging auf jeden Fall schneller als gedacht. Lässt sich natürlich eher schwierig automatisieren, da Amazon ja an und zu ein Captcha ausspielt, aber letztendlich braucht man es ja nur einmal im Jahr. Oder vielleicht nie wieder, wenn man die Transaktionen einfach zeitnah zuordnet!

Den Glasfaser-Ausbau vorantreiben

Der ein oder andere erinnert sich vielleicht daran, wie ich vor ein paar Tagen eine Powerline-Kombination kaufte und ausprobierte, weil meine Verbindung zu Geforce NOW zu latenzig war. Ich war ja erstmal relativ zufrieden, jedoch gab es ein paar Wermutstropfen:

Da ich allerdings keine Alternative sah, ich wollte ja keine Wand durchbohren, war ich kurz davor, es einfach erstmal so zu lassen. Mentale Energie sparen und lieber zocken!

Ein paar Minuten später fiel mir aber nun noch eine Stelle im Flur auf, wo ich ein klitzekleines Loch bohren kann, ohne durch eine Steinwand zu müssen. Zudem lässt es sich auch noch super leicht verstecken! Niemand, wird jemals darauf kommen, dass sich dort ein Loch befindet!

Ein Cat6-Kabel fiel allerdings weiterhin raus:

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Test-Setup

Zum Glück hatte Tobi schon am Anfang gefragt, ob ich schonmal über Glasfaser nachgedacht habe. Haha, Glasfaser. Natürlich, worüber denkt ein ehemaliger Computer Networking-Student sonst nach! Tatsächlich las ich vor ein paar Wochen erst einen Post von Michael Stapelberg, der bei sich ein Glasfaserkabel verlegte und in seinen Erläuterungen darlegte, dass das 2020 alles gar nicht mehr so teuer ist! Das Tobi den Post mir nun nochmal schickte, nahm ich zum Anlass tatsächlich nochmal darüber nachzudenken.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Gerne hätte ich einfach alle Sachen aus Michaels Post bestellt, bei diesem kuriosen Shop, aber natürlich war nix auf Lager. Ich kaufte also leider bei Amazon:

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Nochmal aus einer anderen Perspektive, wenn ich schonmal einen Post mit Bildmaterial habe, dann richtig.

In dem ganzen Kosmos gibt es so viele Bezeichnungen, Duplex, Simplex, LC, SC, Multimode, Singlemode, ich habe keine Ahnung, was das alles bedeutet, und es interessiert mich auch nicht sonderlich, denn mein Studium ist ja vobei! Warum habe ich das nie in einer der Vorlesungen gelernt?

Es ist wahrscheinlich relativ wichtig, dass man alles so kauft, dass es zusammen passt — glücklicherweise habe ich es anscheinend geschafft. Also ausgepackt, ausgerollt, durchs Loch gesteckt und angestöpselt. Es scheint wichtig zu sein, dass man die Glasfaserkabel vertauscht reinsteckt, also der als A markierte Strang auf der einen Seite in das eine Loch und auf der anderen Seite ins andere, wenn ihr versteht. A auf B und B auf A! Sonst gehts nicht, wie ich schmerzlich feststellen musste. Zum Glück sind wir im Jahre 2021 und es explodiert nicht sofort alles, weil man ein Kabel irgendwo falsch reinsteckt!


Die endgültige Versteckung der Kabel erledige ich dann am Wochenende. Hier und da muss man sicherlich aufpassen, da man keine 90°-Knicke einbauen sollte, das mag die Faser eher nicht, kann man sich ja auch vorstellen. Hat schonmal jemand gesehen, wie die Sonne um die Ecke scheint? Geht nicht!

Jetzt bin ich erstmal zufrieden und spiele eine Runde über meine Glasfaser-Leitung. Wenn die Telekom mir schon keine Faser legt, dann jetzt wenigstens vom Schreibtisch zur Abstellkammer!

(Insgesamt war das Setup jetzt quasi genauso teuer, wie die Powerline-Adapter. Natürlich teurer als ein 20m Cat6-Kabel, aber auch so viel cooler!)

Man muss nicht alles machen

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich so jemand bin, der gerne alles macht. Side-Projects überlegen, am liebsten auch designen (…), umsetzen, natürlich baue ich mir dafür eine eigene UI-Library. Außerdem lese ich gerne Bücher, gucke Serien, würde auch gerne mal die letzten drei Avengers-Filme gucken. Letztens fing ich wieder Hikaru No Go an und auch ansonsten würde ich gern mal wieder einen anderen Anime schauen. Podcasts hören ist schön, Hörbücher auch. Gitarre spielen! Zeichnen lernen! Einen Manga könnte man auch mal wieder lesen. Achja, Computerspiele spielen! Digitale Sprach-Assistenten bauen, den Garten auf Vordermann bringen… und eigentlich könnte man sich ja auch abseits von Hello Fresh mal kulinarisch weiterbilden, und vielleicht etwas aus irgendeinem anderen Kochbuch kochen.

Am Anfang des Jahres war ich ja mal wieder so überwältigt, dass ich kurzerhand alle meine Todos löschte (oder in ein tiefes Archiv verschob). Eine der Gründe, die mich dazu brachten, war dieser Blogpost von Paul Stamatiou, in dem er schreibt:

Now this has me thinking that as long as I have some app that I’m working on as my main side project… I’m not so sure I’ll ever go back to spending months working on detailed photosets. While photosets are largely just for me, an app is a different beast entirely.

Er macht jetzt einfach ne App und sagt sich ok, dann werde ich halt keine Photosets mehr machen, in die ich all meine Freizeit investiere, sondern nur noch diese App. Fertig. 🤯

Offensichtlich muss man gar nicht alles auf einmal machen, und man sollte sich vielleicht eine Zeit lang einen Fokus überlegen.


Natürlich ist das keine neue Information, ich las schon zweitausend Artikel und Bücher zum Thema Fokus und alles, aber bisher war für mich das nie so richtig greifbar. Wenn nun aber ein Mensch, den ich irgendwie cool finde, explizit schreibt, dass er sich jetzt erstmal auf eine Sache fokussiert, scheint das irgendwas in mir auszulösen. Fokus ist nicht nur etwas, was in Selbsthilfe-Büchern steht, sondern Menschen tun es tatsächlich! Verrückt!


(Tatsächlich fällt es mir jetzt auch, einen Monat nach dem Lesen, immer noch schwierig, nicht in tausend Sachen abzuschweifen, aber ein bisschen besser ist es schon geworden)