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Er bloggt noch? Krass!

Albenbewertungen

Hallo, ich hatte mal wieder eine quatschige Idee, setzte sie um und bin mir nun wirklich unsicher, ob das sinnvoll oder Zeitverschwendung war. Immerhin kann ich nun einen Post darüber schreiben.

Die beiden vom Ein Lied für Dich-Podcast sprechen öfters mal von ihrem internen Ranking-System für Ärzte-Songs, eine Skala von 1 bis 100. Ich glaube, Mach die Augen zu, für mich eine klare 100 stuften sie nur so auf 80 ein, oder so. Egal.

Über Ranking-Systeme kann man sich ja mehrere Wochen streiten. Drei Sterne, Fünf Sterne, Daumen hoch und runter, oder halt 100 Punkte, was soll‘s. Ich fand das jetzt ganz spannend und fing an mir die Ärzte-Songs selber einzusortieren.

Anlässlich des DUNKEL-Releases kam mir nun der Gedanke, das Ranking irgendwie zu visualisieren, zum Beispiel mit einer Farbskala! In meiner Vorstellung bewertete ich also alle Ärzte-Alben durch und kann sie danach alle nebeneinander als Farbverlauf darstellen und direkt sehen, welches Album mir am besten gefällt und welches an welchen Stellen seine Schwächen hat. Soweit die Theorie.

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So siehts aus.

Ich bastele also kurz einen neuen Content-Typ für mein Wiki, suchte mir eine Farbskala von Grün nach Rot aus, von irgendeiner Webseite mit “schönen Gradients”, kopierte drei Zeilen Code zusammen um die Tracklistings von Spotify zu importieren und übertrug meine Bewertungen aus dem Kopf ins Kirby Panel.

Das Ergebnis kann man nun im Wiki betrachten, bisher ist es noch nicht unbedingt eine große Wand mit Verläufen für jedes Album, aber immerhin habe ich mir schonmal Gedanken zu HELL und DUNKEL gemacht.

Wahrscheinlich werde ich aber sofort das Interesse daran verlieren.

(Bitte guckt es euch am besten nur an, wenn die Sonne scheint, im Darkmode siehts bestimmt total kaputt aus)

Ostsee-Resort Olpenitz

Vor einiger Zeit entschlossen wir uns, dass man ja mal wieder Urlaub machen könnte, nach gefühlten zweihundert Jahren mal wieder das Meer sehen und etwas in der Strandmuschel am Strand abhängen. Die gute alte Reka Kohu von Terra Nation war wirklich ein extrem guter Kauf, damals, 2018 oder so. Ich kann nur empfehlen, einmal im Leben mehr als 10€ für ein solches Strand-Must-Have auszugeben. Allein für Fotos lohnt es sich, wenn man nicht das grellgrüne Billigmodell aus dem Strandkiosk kaufen muss.


Zurück zur Ostsee! Auf der, wie immer kurzfristigen, Suche nach einer Unterkunft fiel die Wahl am Ende auf ein schönes Appartement im Ostsee Resort Olpenitz. Klingt nach einem Projekt von Investmenthaien mit Goldrolex und ist es wahrscheinlich auch — bis 2006 war das Areal nämlich ein Marinestützpunkt und seit 2009 werden da ein paar tausend Ferienwohneinheiten aus dem Boden gestampft. Wie es sich für sowas gehört, war zwischendurch auch alles schonmal insolvent und das Fertigstellungsdatum 2012 konnte auch nicht so ganz gehalten werden, denn auch in diesem Jahr, knappe 10 Jahre später, war noch die Hälfte voll mit Baustellen, aber ich will mal nicht zu weit vorgreifen.

Wir kamen jedenfalls an einem beschaulichen Freitag Abend an und ich hatte große Pläne. Ausräumen, direkt noch vor 19 Uhr einkaufen, und das ganze Wochenende nichts zu tun haben. Urlaub, quasi. Leider klappte das nicht so gut – das Housekeeping hatte das Appartement nicht gereinigt. Schade. Nach etwa dreißig Minuten hatten wir immerhin eine andere Wohnung, allerdings nur für eine Nacht.

Ich, in meinem Service-verwöhnten Gehirn hatte mir schon ausgemalt, dass wir aufgrund des Faux Pas für die gesamten elf Nächte auf das doppelt so teure Dachgeschoss-Loft mit direktem Meerblick und Champagner-Whirlpool geupgradet werden. Pustekuchen, eine Nacht in einem kleineren Appartement sollte es sein.

Also gut. Alles schon ausgepackte wieder einpacken, umparken, auspacken — wenn man mit dem Auto zu einer Ferienwohnung fährt, packt man ja selten super effektiv, sodass man im Fall einer Notübernachtung nur ein kleines Notübernachtungsköfferchen mitnehmen muss. Selbstverständlich muss man den halben Hausstand in die Not-Unterkunft buchsieren, weil Unterhose, T-Shirt, Zahnbürste und Socken in verschiedenen Packing Cubes gepackt sind. Zum Einkaufen war es mittlerweile auch zu spät und ich hatte auch keine Lust einen Wochenendeinkauf zweimal einzuräumen.

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Als wir es am ersten Tag an den Strand schafften, war es schon dunkel!

Am Nächsten Tag sollten wir asap Zugriff auf unsere eigentlich gebuchte Wohnung bekommen, aber nachdem sich um zehn Uhr immer noch niemand gemeldet hatte, rief ich mal an und erkundigte mich. Jaja, gleich fertig. Und natürlich wartet noch eine kleine Aufmerksamkeit auf sie! Mein Service-verwöhntes Gehirn ging an dieser Stelle eigentlich davon aus, dass man mir freudestrahlend übers Telefon mitteilen wird, dass uns selbstverständlich ein 25%-tiger Rabatt gutgeschrieben wird. Tatsächlich musste ich quasi darum betteln und die zunächst angebotene kostenlose Endreinigung ablehnen, bis wir uns auf 10% Rabatt einigen konnten für den verlorenen Urlaubstag. Kommt ja ungefähr hin und ist fair.

Etwas später konnten wir endlich übersiedeln und uns die Wohnung genauer angucken. Die kleine Aufmerksamkeit war eine Flasche Wein für 6,50€ und ne Packung Bonbons — also, nicht, dass ich hier undankbar wirken will, aber warum wird bei sowas immer davon ausgegangen, dass man Alkohol trinkt? Die Bonbons waren aber lecker.

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Morgendlicher Blick aus der Zwischenwohnung.

Bei der Buchung hatte ich mal wieder den kapitalen Fehler begangen, die Beschreibung nicht super-genau zu studieren. Ja, Ostsee-Blick. Gut, aber nur von einem der Balkons ein bisschen seitlich. An keinem der Urlaubstage war Balkonwetter, also schauten wir beim Frühstück immer nur auf die anderen Ferienhäuser. Ist jetzt kein Beinbruch, aber einmal im Leben will man vielleicht doch mal eine Wohnung, die wirklich richtigen Meerblick hat vom Esstisch aus. Aber wie gesagt — vollständig mein Fehler, es war an den Fotos so zu erkennen.

Ansonsten konnte ich an der Behausung nichts aussetzen. Baujahr dürfte so 2018 oder 2019 gewesen sein, es ist noch alles halbwegs gut in Schuss und funktionierte alles. Die Fußbodenheizung verwirrte mich, so wie jede Fußbodenheizung in meinem Leben. Entweder zu heiß, oder zu kalt, oder es wird nicht das Zimmer warm, in dem man das Thermostat hoch dreht, die Klassiker halt. Die Küche war sehr gut ausgestattet, am besten gefiel mir das Schubfach, in dem so eine 30€-Sammlung von Küchenhelfern war. Pfannenwender, Kellen, Schaumlöffel, etc. Da waren Dinge dabei, die ich in meinem Leben noch nie sah und auch nicht wusste, was ich damit machen soll. Ansonsten war auch alles da, was man braucht, nur das Küchenradio hätten sie sich sparen können. Frage mich, in welche Preisklasse man noch aufsteigen muss, um eine Wohnung mit Sonos zu bekommen, statt einem CD-Radio aus dem Rossmann-Angebote-Regal.

Natürlich gab es in jedem Raum einen Fernseher und seitdem ich die Bekanntschaft mit denen machte, hoffe ich, dass meiner zuhause noch lange hält, denn das Interface eines modernen Samsung-Flachbildschirms ist echt… gewöhnungsbedürftig. Immerhin musste man es nicht soviel anfassen – der moderne Reisende von heute hat ja seinen Apple TV dabei (und die Remote vergessen).


Mein besonderes Hobby ist ja in Neubauten nach Baupfusch zu suchen und an und für sich sah alles eigentlich ganz ok aus, aber so ein paar Sachen kamen mir schon spanisch vor. Ich glaube, ich werde niemals ein Haus bauen können, weil das Level an Perfektion, was ich mir wünschen würde, wohl unbezahlbar sein würde. Bei so einer Ferienbutze, die konstant von irgendwelchen unberechenbaren Leuten, teilweise mit Haustieren, bewohnt wird, ist wahrscheinlich die Detailverliebtheit des Bauherren auch begrenzt und der Pfusch wird einfach so gelassen.

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An einem anderen Tag konnte ich diese Baustelle bei Licht fotografieren!

Ebenfalls etwas, was ich mir sehr wünschte, weil ich sehr faul bin, war die beworbene Strandnähe der Unterkunft. Wenn man nach unendlicher Zeit mal wieder ans Meer fährt, bitte mit Strand vor der Haustür. Tatsächlich stand in der Anzeige auch irgendwas von, dass der Strand nicht weit weg war und wenn man einen Blick auf Google Maps warf, sah es auch erstmal alles gut aus, aber da hat man die Rechnung ohne das Baustellenresort Olpenitz gemacht. Natürlich ist auf den 428 Metern, die die Wohnungstür vom Strand trennen eine Großbaustelle, die den Weg komplett blockiert. Auf beiden Seiten groß abgesperrt mit Bauzaun, kein Durchkommen. So musste man jedes Mal, wenn man zum Strand wollte einen Umweg von mehreren Metern in Kauf nehmen. Ich habs mal nachgemessen und es sind genau zweihundert Meter gewesen!


In direkter Nähe gibt es einen wunderschönen Edeka mit Blick aufs Wasser und guter Bestückung, einen Fahrradverleih, der bisher nur in einem grünen Container ist und eine Ciao Bella-Filiale, die überraschend gute Pizza und Salate macht. Leider liefern sie nicht und man hat ständig einen Alexander Marcus-Ohrwurm. Allgemein wäre hier ein Lieferservice für Lebensmittel doch sicherlich eine Goldgrube. Würde ja reichen, wenn es hier zwei feste Wochentermine für einen Rewe-Lieferservice gäbe. Wäre ein Komfort-Plus!

Zwischendurch ist wirklich noch viel Bautrubel. Es ist nicht sonderlich laut und wenn man auf Baufahrzeuge steht, kommt man hier im Urlaub auch noch voll auf seine Kosten, aber gleichzeitig ist es halt auch irgendwie nervig, das alles so halb-fertig ist, nicht nur, weil man deswegen weiter zum Strand laufen muss, das verbreitet so ein unruhiges Gefühl!

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Puh, wenigstens ein Foto vom Strand.

Insgesamt war es aber ein toller Urlaub nach der langen Corona-bedingten Urlaubspause. Das Wetter war wechselhaft aber oft hatte es auch gute Phasen und kleine Ausflüge nach Kappeln, der nächst größeren Stadt (mit einer Brücke, die aufgeht, damit Schiffe die Schlei entlang fahren können!!), oder nach Eckernförde sorgten für einen abwechslungsreiches Erlebnis. Ein Satz, wie aus einem Werbeprospekt.

Tatsächlich fuhren wir hauptsächlich direkt am Montag nach Kappeln, weil ich es schaffte, lediglich zwei kurze Hosen und eine Sporthose einzupacken. Früher war ich mal gut im Packen. Naja. Wer‘s nicht im Kopf hat hat es bekanntlich in der Brieftasche und daher musste ich mir halt eine neue Hose kaufen. Ich glaube es selbst nicht, aber tatsächlich fand ich sofort sogar zwei Modelle, die mir zusagten und die auch passten. Eins der Highlights des Urlaubs.

Nun hoffe ich mal, dass ich irgendwann meine 10% Rückzahlung auch noch überwiesen bekomme, oder ob sich mein Service-verwöhntes Gehirn nochmal dazu durchringen muss, anzurufen. Davon ist auch etwas abhängig, ob wir dieses Resort nochmal besuchen — mit echtem Meerblick vielleicht.

iPhone XS vs iPhone 13

Früher, als man noch mit Glühwein am Tag des Releases in Poppenbüttel stand um jedes Jahr das neue iPhone zu kaufen, ja, das waren noch Zeiten. Mittlerweile passiert ja nicht mehr so mega viel, also kann man auch gut und gerne mal zwei oder drei Jahre aushalten. Genau so lang hatte ich nämlich mein iPhone XS!

Ich schmiss es zwischendurch einmal runter, lebte ein paar Wochen mit einem fetten Riss, warf es dann in eine Pfütze, was es leider komplett entwertete.

Aber zum Glück ist Apple ja so nett, dass sie einem ein neues iPhone geben, wenn man genug Scheine in den virtuellen Geldschlitz schiebt. So hatte ich Anfang 2020 ein komplett neues XS, das ich kurz darauf wieder zerstörte. Da ich aber nicht als dümmster Mitarbeiter der Welt gelten wollte, der nicht mit seinen wertvollen Arbeitsgeräten umgehen kann, sah ich davon ab, das Display schon wieder auf Versicherungskosten tauschen zu lassen und lebte bis heute mit der Spiderman-App, wie man es 2012 noch nannte. Es war ok.


Beim iPhone 13 habe ich nun aber doch zugeschlagen, nach drei Jahren ist das okay, denke ich. Ich erwarb ein nicht-Pro mit 256GB und bin recht zufrieden. Das einzige Problem: Ich hab komplett vergessen, was seit dem XS alles neu dazu kam. Daher habe ich mal kurz recherchiert und präsentiere hier eine wahrscheinlich unvollständige Liste von Features, die ich über meine enthaltsamen Jahre verpasste, in deren Genuss ich jetzt aber kommen kann:

Die Kamera und der Night Mode sind wohl die wichtigsten Sachen, den Rest habe ich bisher noch nicht gebraucht — aber natürlich sind ein nicht-gesplittertes Display und ein neuer Akku, der wohl auch, by design, nochmal etwas länger hält, ganz gute Upgrades.

Serie: Homelab
Homelab 2021

Vor etwas mehr als einem Jahr schrieb ich vom Asus PN50 und dass ich überlege mir einen für's Homelab anzuschaffen. Mittlerweile gibt es den PN51 und ich habe mich überwunden ihn zu bestellen. Soll mal einer sagen, ich würde Kurzschluss-Kaufentscheidungen treffen.

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Asus PN51, 32GB RAM, 1TB NVMe SSD

Aktuell habe ich einen Raspberry Pi 3b im Einsatz, auf dem so ein bisschen Kram läuft, das sich über die Zeit angesammelt hat. Ein Plex-Server für ein paar Dokumentationen über Linux-Distributionen (naja, sind wir ehrlich, es sind hauptsächlich irgendwelche schlechten Musical- und Konzert-Mitschnitte von Youtube.), ein Bisschen Homebridge und so Zeug. An und für sich funktionierte das auch ganz ok, aber der Plex-Server war schon extrem langsam. Außerdem wollte ich auch was zum Rumspielen und Herumprobieren und nicht für jede VM direkt 3€ bei Hetzner einwerfen. Also war ich, wie schon gesagt, sehr lange auf der Suche nach etwas Neuem.

Irgendwann war meine Nervschwelle überschritten und ich klickte den Button. Jetzt habe ich sechs feine Ryzen-Cores, mein erster AMD seit bestimmt 15 Jahren, oder so. Da ich keine Lust hatte, alles auf der Welt in Docker zu packen und mittlerweile auf Klicki-Bunti-Interfaces stehe, installierte ich Proxmox, eine klassische Open Source-Software: Dämliche Name, hässliche UI, aber funktioniert ganz gut. Ich würde sogar behaupten, dass es sehr gut funktioniert, ich habe es nämlich geschafft, ohne größere Probleme alles zu installieren und ein paar VMs einzurichten (unter anderem eine für Plex!). Alles ohne den Hauch einer Ahnung von KVM.

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So sieht's aus, wenn man es einbaut.

Außerdem kaufte ich letztens eine 30€-Lightbox bei Amazon, für einen anderen Blogpost – stay tuned – und nutzte sie direkt für ein paar tolle Fotos von meinem neuen Supercomputer. Sieht plötzlich richtig professionell aus, dieser Blog.

Naja, wie ihr sicher schon ahnt, folgt nun bald eine tolle Post-Serie zum Thema “Philipp stückelt sich ein Homelab zusammen indem er Open Source Software installiert, die seit Jahren von freiwilligen Contributors entwickelt wird und statt einem Danke gibt es nur ein Woa, is die UI hässlich". Ihr kennt mich.

Falls jemand spezielle Fragen zu dem Thema hat, oder möchte, dass ich über etwas ganz besonders ausführlich berichte, sag Bescheid!

Diablo 2: Resurrected

Ich weiß gar nicht mehr wann ich mitbekam, dass es ein Remake von Diablo 2 geben wird. Auf jeden Fall war ich ziemlich hyped und dann vergaß ich es komplett. Vor ein paar Wochen war dann aber Open Beta-Wochenende, auf das ich mich etwas freute – die Tatsache, dass ich es aber in meinem Shadow spielen musste und wieder irgendwas am Internet nicht schnell genug war und ich allgemein keine Zeit hatte am Wochenende, führte aber dazu, dass ich eigentlich nur fünf Minuten spielte. Die reichten aber um festzustellen, dass sich alles gut anfühlt und ich die finale Version auf jeden Fall spielen will, natürlich auf der Switch, denn mir hat die direkte Controller-Steuerung bei Diablo 3 schon sehr gut gefallen.


Naja, direkt am 22. September pre-orderte ich also im Nintendo e-Shop, löschte Mario Kart, denn ich brauchte Platz und meine SD-Karte für die Switch war irgendwie Dead on Arrival. Oder der Slot in der Switch, wer weiß das schon so genau, das muss ich wohl nochmal mit einer anderen Karte probieren. Naja. Diablo 2: Resurrected wurde installiert und ich saß Punkt 0:00 Uhr da, mit dem neuen die ärzte-Album auf den Ohren und wollte loszocken, aber es ging nicht. Denn es war ein weltweiter Zeitzonen-Rollout. Kein 0-Uhr-bis-in-die-Nacht-zocken für mich, als wäre ich gerade 16 und hätte morgen Englisch in der ersten Stunde, Grüße an Frau Ritter! Wahrscheinlich hätten wir eh nur mal wieder Rod Stewards “Sailing” gehört.

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Eine Switch mit Diablo 2: Resurrected

Stunden später fing ich nun also an zu spielen und, was soll ich sagen: Es ist ziemlich cool. Sie haben schon fast alles so gelassen wie es ist. Natürlich sind ein paar Sachen anders, weil ich es jetzt auf der Switch spiele aber im Großen und Ganzen ist das Feeling von vor zweihundert Jahren noch gut erhalten. Loot aufsammeln ist leider etwas nervig, da er einfach jeden Scheiß aufsammelt, wenn man immer A masht, aber was solls.

Was mir allerdings auch auffiel: Ich glaube, ich spielte Diablo nur so einmal komplett durch, auf normaler Schwierigkeit. Danach zockte ich immer nur mit Freunden, die meine Charaktere natürlich durchzogen, so nannte man das damals. Kannste meine Sorc mal ziehen? Danach verbrachte man seine Zeit im Kuh-Level oder bei endlosen Mephisto-MF-Runs oder beim tunen seines JavaScript-Diablo 2-Bots, der diese anstrengende Sachen für einen erledigen sollte.

Was ich damit sagen will: Diablo 2 ist verdammt schwer. Ich spiele gerade einen Paladin, weil ich mich erinnerte, dass das ganz lustig war mit der Fanatismus-Aura und Eifer als Angriffsskill, aber tatsächlich ist es ein hartes Stückchen Arbeit ohne Items, die den Lebensstil supporten und auf Level 14 im zweiten Akt.

Werde ich es durchhalten zumindest den normalen Schwierigkeitsgrad durchzuspielen? Werde ich jemals eins der alten einzigartigen Gegenstände finden, die ich damals massenweise hatte? Wahrscheinlich nicht, da müsste ich nämlich wohl tausend MF-Runs in Hell machen, dazu müsste ich es erstmal bis dahin durchspielen. Puh.

Helfen wird mir leider auch keiner können, da ich mich entschieden habe, einen lokalen Charakter anzulegen, weil ich keine Lust hatte, auf den ständigen Onlinezwang wie bei Diablo 3 – wie oft bin ich da aus dem Spiel geflogen, weil das Internet weg war. Außerdem konnte ich direkt nach dem Release einfach kein Spiel eröffnen.

Gerade macht es mir jedenfalls noch Spaß, das kleine Revival. Ganz ohne Englisch in der ersten Stunde.

Also, äh, ihr werdet es mitbekommen haben, dass das neue die ärzte-Album raus ist. Ich find es nach den ersten vier oder fünf Durchgängen ziemlich gut!

Come From Away (2)

Mittlerweile schaute ich Come From Away mehrere Male und hörte es noch öfer auf Spotify durch und ich kann mir eine genauere Meinung bilden.

Ich mag es immer noch sehr. Die Video-Aufnahme hat mir etwas zu viel Gelaber zwischendurch, das Broadway-Album von 2017 enthält quasi nur die Songs und ist daher... knackiger, auch wenn mir die einzelnen Performances im Video besser gefallen. Naja.

Meiner Meinung nach, und ich habe gar keine Ahnung von Musicals, Texte sind mir relativ egal und ich bewerte das ganz aus dem Bauch raus, ist Come From Away ein tolles Musical, was man gut durchhören kann, ohne, dass es einen irgendwo rauswirft, oder man irgendwas skippen will – trotzdem kommt es für aber nicht an Hamilton ran, irgendwie gibt mir ein “Take a Break” mehr als der gesamte Score von Come From Away.

Naja. Meckern auf höchstem Niveau. Rein musikalisch sind das einfach zwei verschiedene Ligen, die man vielleicht gar nicht miteinander vergleichen kann. Beide Musicals werden in meiner heavy Rotation bleiben.

Come From Away

Dafür, dass ich Musicals so mag, bin ich immer erschreckend schlecht informiert. Vor ein paar Tagen postete Michel auf Twitter den Trailer zu Come From Away, einem Musical, dass es schon seit einigen Jahren gibt – nun aber auch in einer schönen Aufzeichnung zum Angucken.

Ich sah es jetzt erst einmal, aber das fand ich auch schon sehr, sehr überzeugend. Es ist ein relativ übersichtlicher Cast und alle treten in vielen Rollen auf und wenn man es nur auf Spotify hört, ist man sicherlich erstmal total verwirrt. Würde also stark empfehlen, sich zunächst die Apple TV+-Aufzeichnung anzusehen.

Mal sehen, ob es Hamilton als mein Standardmusical des letzten Jahres ablösen kann. Wäre wohl Zeit, da mal eine Pause zu machen.

Casper hat eine neue Single und mich stören zwei Dinge: Das Album kommt erst im Februar und die Single ist irgendwie... etwas lame?

Musik im September

Seit ein paar Monaten höre ich den Ein Lied für dich-Podcast, in dem Marius und Julian, über jeden Song der die ärzte sprechen. Anfangs hab ich nur die Folgen zu meinen Lieblingssongs gehört und war erstmal angenervt, weil sie Mach die Augen zu nicht so gut finden wie ich, inzwischen bin ich aber einmal chronologisch durch und find es ganz lustig.

Klar, in manchen Folgen schweifen sie sehr weit ab und es geht am Ende gar nicht mehr über den Song, und man könnte wahrscheinlich eine große Bingo-Karte machen, die man bei jeder Folge ausfüllt. “Julian gähnt”, “Das ist das Lieblingslied meiner Mutter”, “Die gebrannte CD von meinem Onkel”. Irgendwie fand ich es ganz lustig, die fast 150 Folgen jetzt in einem “Rutsch” durchzuhören und sowohl die beiden Hosts als auch, und das ist ja das eigentliche Ziel, sich mehr mit der ganzen die ärzte-Welt auseinander zu setzen. Mittlerweile find ich es dann doch sehr schade, dass z.B. die alten B-Seiten auf Spotify fehlen.


Belgique, Belgique ist ein toller, langer Song von Friedrich Liechtenstein. (via Hannnah


Durch vermehrtes Autofahren und dadurch mehr Radio-Konsum (in 10-20 Jahren haben die 10 Jahre alten Gebrauchtwagen sicher auch Apple Carplay), höre ich natürlich auch mehr aktuelle Popmusik. Leider eigentlich alles große Grütze, bis auf Olivia Rodrigos “good 4 u”, das ist gerade rauf und runter höre. Basiert natürlich auf einem bekannten Song-Schema und die Paramore-Leute werden mittlerweile wohl auch gecredited, aber wenn wir ehrlich sind, ist “good 4 u” auf jeden Fall die bessere Version von “Misery Business”å.


Ebenfalls ein Podcast ist Urban Pop mit Peter Urban, der Typ, wegen dem man den ESC guckt. Turns out, er ist alt und macht diese Musik-Journalismus-Sache schon sehr lang und war auch schon mit diversen älteren Bands unterwegs und hat daher immer was zu erzählen mit seiner gewohnt angenehmen Stimme. Der Co-Host ist Ocke Bandixen, dessen Namen ich bisher immer als “Uke Barningsen” verstand und jetzt ganz schön verwirrt bin.

Jeedenfalls habe ich durch den Podcast schon ein paar Hör-Inspirationen bekommen, vor allem halt für älteren Scheiß. In der aktuellen Folge geht es um Dire Straits und Mark Knopfler, von denen ich bisher eigentlich fast ausschließlich “Sultans of Swing” hörte, was ja klar deren bester Song ist. Verrückt, dass der direkt auf der ersten Platte war!

Auf ihrem vierten Album kam dann mit “Telegraph Road” ein 14:18min-Stück und wer mich kennt weiß, dass ich lange Songs liebe. Super Sache. Natürlich nicht so gut weg-snack-bar wie Sultans, aber superb.