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Einmal quer durch Deutschland, zweimal die ärzte.

Am letzten vorletzten Wochenende war ich mal wieder unterwegs.

Alles begann damit, dass ich am Freitag, nachdem wir den ganzen Tag im Elbdudler Büro Stühle, Tische, Lampen, Displays und Kartons schleppten, zum Flughafen fuhr um dort in einen Flieger zu steigen. Versnobbt wie ich so bin, hab ich es mir natürlich nicht nehmen lassen nach Stuttgart zu fliegen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

(Naja, okay, der Flug war in etwa genauso teuer wie ein Bahnticket (ohne 29€-Spezialpreis))

Jedenfalls war der Flug ziemlich angenehm. Auch beim fünften Mal nun, habe ich immer noch mit großer Freude die ganze Zeit aus dem Fenster geschaut. Immer wieder schön anzusehen.

Nach einer Stunde Flug landete ich irgendwann in Stuttgart und fuhr noch einmal eine ähnlich lange Zeit mit S- und U-Bahnen herum um zum Daniel und Svenja zu gelangen, welche mir mir großzügig wie sie nun mal sind, eine Unterkunft für die Nacht zur Verfügung stellten.

Nach einer Pizza und einigen Stunden voller Gitarren und sonstiger Beschäftigungen schlief ich dann eine Runde auf der Couch, die schon oft in der beliebtesten Web-Show der Welt zu sehen war. Am Morgen konnte ich dann sogar mal die mysteriöse Dusche in der Küche benutzen... und naja... ich wurde sauber.

Leider musste Daniel irgendwann nach weg fahren und somit hatte ich den Rest des Nachmittags erstmal zu meiner freien Verfügung. Nachdem ich etwas im Starbucks rumsaß um mein iPhone aufzuladen, entschied ich mich, mich auf den beschwerlichen Weg bis nach Ludwigsburg zu machen.

(Aus Gründen hatte ich nämlich auch ein Gesamtnetz-Tagesticket gekauft, obwohl ich es, wie sich im Laufe des Tages herausstellte, eigentlich garnicht gebraucht hätte, wäre ich nie nach Ludwigsburg gefahren.)

Dort traf ich den guten Serhan, den ihr alle sicher kennt, weil er der Entwickler des besten Leitstellensimulators der Welt ist. Wir liefen eine Runde durch den Favoritepark, wo wir hauptsächlich wild gewordenen wilden Tieren, Regentropfen und Seniorenreisegruppen auswichen. Das Schloss am Ende war die Reise auf jeden Fall wert.

Nach dem kurzen Ausflug war es dann auch schon an der Zeit zur Schleyerhalle aufzubrechen. Glücklicherweise fand man dort auch relativ gut hin, denn der Weg war gesäumt von Menschen in Die Ärzte-T-Shirts, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass irgendwo in der Nähe ein Konzert stattfinden muss.

Wie der Zufall es so wollte befand ich mich am Ende ziemlich weit vorne am Einlass und bekam in der Halle sogar noch eins dieser Bändchen, welches mich dazu berechtigt hätte in den ersten Abschnitt vor der Bühne zu gehen, um direkt im Moshpit totgetrampelt zu werden. Ich entschied mich nach kurzem Überlegen dazu, es mir vorläufig erstmal im zweiten Abschnitt gemütlich zu machen. Hatte am nächsten Tag ja noch ein weiteres Konzert vor mir.

Irgendwann begann dann die Vorband, Cryssis. Ganz lustig daran war, dass der Schlagzeuger von den Hosen dort ebenfalls am Schlagzeug sitzt. Immerhin waren sie ganz in Ordnung. Die Ärzte spielten danach auch ziemlich gut, leider das gleiche Set wie in München. Da sie aber zwischendurch anderen Quatsch machten war das alles völlig okay. Außerdem spielte Rod sein langes Solo bei "Sohn der Leere", was den Song nur noch besser macht.

Insgesamt war ich auch überrascht vom Sound in der Schleyerhalle, nachdem ich eigentlich bisher nur negatives darüber gehört habe. Naja.

Etwas negativ fand ich, dass ich irgendwie nach fünf Minuten Konzert mitten in einem Moshpit stand, also genau die Situation, die ich vermeiden wollte und der Grund warum ich nicht in den ersten Abschnitt ging. Nachdem ich Kontakt mit genügend durchgeschwitzten ekligen Menschen hatte, bewegte ich mich dann langsam nach hinten durch, gelangte in weitere nasse Menschenmassen und letzendlich glücklicherweise in eine Zone, aus der ich noch ziemlich gute Sicht hatte und auch nicht ständig angerempelt wurde.

Nach dem Konzert wollte ich ich dann noch mit dem Team Stuttgart treffen. Außerhalb der Halle bot sich mir dann die Entscheidung entweder auf den Bus zu warten, der vielleicht irgendwie in eine verwertbare Richtung fährt (20 Minuten) oder einfach den Massen hinterher zu laufen und zu hoffen, dass sie irgendwie zu einer U-/S-Bahn gehen würden. Beides überzeugte mich nicht so sehr und ich fragte kurz einen der im Überfluss vorhandenen Taxifahrer, was so eine Fahrt zum Hauptbahnhof kostet. Die grobe Schätzung von fünfzehn Euro entsprach genau meinem Budget, bei dem ich ganz gut damit klar komme es für eine Taxifahrt einzulösen.

Die Fahrt war sehr angenehm. Zum ersten Mal im Leben fuhr ich mit einem Auto, mit Start-Stopp-Automatik. Das hat mich umgehauen. Nachdem ich dem indisch-stämmigen Fahrer nicht klarmachen konnte, dass die Band, die spielte "die ärzte" heißt, zog ich es dann auch vor mich mit ihm über sein Auto zu unterhalten. Darüber erzählen Taxifahrer immer gerne.

Am Bahnhof holte ich meinen Rucksack aus dem Schließfach und machte mich dann auf dem weg zum Friedrichsbau oder so, wo ich Madlen, den Budenmeister und Sven traf. Wir liefen dann etwas durch die Gegend da, machten an ein paar Bars halt und hatten Spaß. Zum Abschluss gabs noch eine Falafel, die ziemlich gut war.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag verbrachte ich dann in des Budenmeisters Heim, dort wo ich schon damals schlief. Dummerweise hatte ich am nächsten Tag einen recht frühen Zug nach Erfurt gebucht, sodass ich die ganzen Menschen schon früh aus dem Bett schmeißen musste. Im Detail hieß das, dass wir um 4 ins Bett gingen und um 9 aufstanden oder so. Nachdem ich bei einem wunderbaren Frühstück noch die Budenmeistereltern kennenlernte wurde ich dann noch bis zum Hauptbahnhof nach Stuttgart gefahren! Automeister! Danke ♥

Danach stand meine erste Zugfahrt seit einer halben Ewigkeit an. Leider ging das nicht ganz ohne Probleme und so kam ich erst eine Stunde später als geplant in Erfurt an. War aber nicht so schlimm, denn mein Vater kam auch erst etwas später. Und so standen wir gegen 17 Uhr vor der Messehalle und warteten auf mein zweites Ärzte-Konzert an diesem Wochenende. Und auch das sollte ziemlich gut werden. Erfreulicherweise spielten sie hier auch das andere Set, sodass ich endlich mal in den Live-Genuss vom Waldspaziergang und einigen anderen Liedern kam.

Zum Übernachten ging es für die letzte Nacht der Reise dann nach Hause zu meinen Eltern. Dort erwartete mich direkt auch noch eine ordentliche Portion vom Mittagessen, was mir sehr gelegen kam, da ich den ganzen Tag noch nichts vernünftiges gegessen hatte. Supergut von Mama eingerichtet! ♥. Bei Oma gab es dann am nächsten Tag noch lecker Kaninchen, was meine kleine Rundreise perfekt abschloss. Um 17 Uhr war ich dann wieder in Hamburg.

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