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Ein L und zwei P. Philipp!
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London (2)

Dies ist der zweite Post meiner großen Reihe zum Thema "Londonurlaub 2012 - Ein Spaß mit Eichhörnchen, Tauben und der Queen".

Als ich meinen Urlaub vor einigen Tagen ankündigte ereilten mich kurz darauf sehnsüchtige Hilfeschreie nach Brot. Vollkornbrot! Leonie und Kika, die beide gerade für ein Jahr in London sind, beklagten sich über die allgemein schlechte Versorgungslage was Vollkornbrot angeht und baten mich ihnen etwas mitzubringen. Weil ich sooo nett bin packte ich neben Klamotten, Macbook und Kamera also auch ein Kilo feinstes deutsches Vollkornbrot in meinen Rucksack.

Am Freitag Abend machte ich also noch schnell einen Treffpunkt mit Leonie aus um den Brotaustausch durchzuführen. Samstag, 10:30, Tube-Station Charing Cross.

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Natürlich verschlief ich etwas, beeilte mich aber zur Tube und kam dann doch noch recht pünktlich an. Nicht so Leonie und Kika, aber das erwähne ich besser mal nicht. Naja. Nachdem ich ein paar Minuten lang Touristen aus aller Welt dabei beobachten konnte, wie sie sich am Trafalger Square aufstellten und sich fotografieren ließen, kamen auch endlich Kika und Leonie und ich wurde das Kilo Brot los.

(Während der 30 Minuten Wartezeit habe ich mindestens 3-4 Leuten geholfen, die nach dem Weg fragten und bestimmt 5 Fotos von irgendwem vor der National Gallery machen müssen.)

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Gemeinsam liefen wir noch etwas in Richtung Piccadilly Circus und ich kam in den Genuss einen Primark zu besuchen. Ein Traum für jeden Fashionblogger! Schätze ich. Äh, ja. Weiter.

Wir entschieden uns nach Camden zu fahren, das stand ja sowieso auf meiner Todo-Liste. Anscheinend waren wir allerdings nicht die einzigen Menschen, die diesen Plan gefasst hatten. Alter, war da viel los!

(Wir fuhren mit dem Bus, das war ziemlich gut, da es meine erste Fahrt mit so einem Doppeldecker-Bus war. Woohoo!)

Menschen, Menschen, Menschen, Tattoo-Läden, Tattoo-Entfernungsläden, Menschen und noch mehr Menschen. Links und rechts von den Menschen waren viele Läden und Stände mit Essen (PLEASE TRY THIS!! VERY TASTY!!) und Kram. Ich bin mir sicher dass einzelne Läden hier mehr Krimskrams hatten als ganze Flohmärkte in Deutschland.

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Während wir uns also durch Menschenmassen quetschten versuchte ich zu verstehen, warum, wieso und weshalb man in einem dieser Läden überhaupt irgendetwas kaufen sollte und wie die Läden wohl überleben könnten, wenn jeder darüber nachdenken würde. Glücklicherweise denken die meisten Menschen wohl eher so "Oh, guck mal, da glitzert was ^_^".

Insgesamt war das also alles ganz interessant anzusehen, aber auch etwas anstrengend. Mit etwas warmen Essen bewaffnet setzten wir uns in einen Park um etwas Abstand zu gewinnen.

(Also ich hatte hatte nur ein Twix, welches ich mir einige Stunden vorher kaufte, weil ich mich nicht dazu durchringen konnte an einem der Stände, an dem pro Minute ca. 200 Menschen vorbei gehen, etwas zu kaufen. Auch wenn da große "hygiene rating 4/5 stars"-Aufkleber drauf waren.)

(Diese Schilder brachten mich den Rest des Tages zum Denken, warum sie nur vier von fünf erreichten und wieso man in einem Laden, der wohl ganz klar Hygiene-Mängel hat, etwas zu Essen kaufen sollte.)

Allerdings war das Wetter ziemlich schön, das soll nicht unerwähnt bleiben. Den ganzen Samstag über hat es keinen Tropfen geregnet! Eine echte Seltenheit in London, habe ich mir sagen lassen.

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Nach den ganzen lustigen Shops in Camden fuhren wir nach South Kensington zum Harrods. Das war natürlich ein ordentliches Kontrastprogramm. Der Wikipedia-Seite kann man folgendes entnehmen:

Auch wenn das Kaufhaus zu den teuersten Einkaufsmöglichkeiten in London gehört, steht es allen Menschen offen. Voraussetzung dazu ist allerdings ein angemessenes äußeres Erscheinungsbild, so dass etwa Träger von Rucksäcken vom Sicherheitspersonal darauf hingewiesen werden, dass sie diese in der Hand und keinesfalls auf dem Rücken zu tragen haben.

Hui. Und ich dachte, dass mit den Rucksäcken wäre eine Sicherheitsmaßnahme gegen Pickpockets! Jedenfalls war dort alles ziemlich... exklusiv und schick. Hier hätte man wahrscheinlich schön Geld versenken können, zum Beispiel für ein paar exklusive Namenschilderhaltersilberfrösche für über einhundert Pfund. Ich begnügte mich mit etwas Tee, den ein Blogleser bestellt hatte (Schicke das Päckchen bald ab!) und verließ das Geschäft mit einem guten Gewissen, viel Geld gespart zu haben.

Kurz nachdem wir Harrods verlassen hatten geschah es. Ich ging so herum, linker Fuß, rechter Fuß, linker Fuß, Autsch. Wahrscheinlich lief ich falsch, trat schräg auf oder sonstwas. Auf jeden Fall hatte ich seit dem Schmerzen im linken Knie, bei jedem Schritt. Vor allem wenn es Treppen nach unten ging.

(Mittlerweile ist wieder alles okay, keine Sorge.)

Nachdem wir zurück am Piccadilly waren verabschiedeten wir uns kurz und ich und mein Knie waren wieder auf uns alleine gestellt. Auf meiner Liste stand noch "Soho" und das war auch gerade in der Nähe. Ich ging also schön quer durch die Straßen zum Soho-Square und arbeitete mich von dort Richtung Süden vor. Durchaus interessant anzusehen.

Selbstverständlich bekam ich irgendwann Hunger, außer einem Twix hatte ich noch nichts gegessen und mittlerweile war es 18 Uhr, oder so. Also machte ich mich auf um das Tokyo Diner zu finden. Auf dem Weg kam ich an einer Forbidden Planet-Filiale vorbei, in der ich mich einige Zeit aufhielt, denn dort gab es allerhand Nerd-Kram. Mangas, Comics, Figuren, Game-Zeug. Ich entschied mich allerdings dagegen irgendetwas zu kaufen, da mein Platz für Einkäufe im Rucksack eh nur dem Volumen des Kilos Vollkornbrot entsprach.

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Nach gefühlten siebenunddreißig Kilometern (in Wirklichkeit etwa 800m) und ein paar Umwegen (verdammte nicht nach Norden zeigende Karten) erreichte ich auch mein Ziel. Mitten in Chinatown war Londons bestes japanisches Restaurant (den Touristenrankings nach zu urteilen). Leider ist der Laden kein wirklicher Geheimtipp und war richtig schön voll. Schade.

Ich hatte so langsam keine Lust mehr, wollte mein Bein noch etwas schonen und fuhr daher zum Hotel. Zum Essen gab es nur zwei abgepackte Sandwiches vom Tesco, die auch nicht schlechter waren als die von Pret a Manger vom Tag zuvor.

Mein Abendprogramm bestand aus ein wenig Planung für Sonntag und der XL-Version der QI-Folge vom Vortag. Bevor ich schlafen ging kreuzte ich noch alles mögliche in der Frühstück-Aufs-Zimmer-Bestellung für den nächsten morgen an und hoffte, dass es meinem Bein am nächsten Morgen besser gehen wird.

Hier noch die Karte vom Samstag, leider ziemlich upgefucked wegen dem vielen Tube-Gefahre:

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So, dass war Tag zwei. Der Rest wird wohl in einem dritten und letzten Teil dieser Blogserie verarbeitet werden. Schaltet daher wieder ein, wenn wir klären, wie das schweineteure Frühstück schmeckte, ob mein Bein am Sonntag weniger weh tat und wieviel Zeit man wohl in einem "Cool Britannia"-Laden verbringen sollte, wenn man auf der Suche nach Mitbringeln ist.

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