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Samsas Traum - Asen'ka - Ein Märchen für Kinder und solche, die es werden wollen.

Als Herr Kaschte im September 2011 ankündigte, dass Samsas Traum aufgelöst wird war ich etwas traurig. Immerhin ist es laut Last.fm (Stand 11/2012) meine zweit-meist-gehörte Band, und das will was heißen. a.Ura und das Schnecken.Haus und Tineoidea gehören zu meinen absoluten Lieblingsalben überhaupt.

Umso überraschter war ich, als ich vor ein paar Monaten in einem Newsletter von infrarot.de las, dass es ein neues Album gibt! Ich bestellte direkt irgendeine Deluxe-Limited-Edition für viel zu viel Geld und wartete. Letzten Donnerstag bekam ich dann endlich die Versandbestätigung und seit heute halte ich auch endlich die CD in den Händen. (Keine Ahnung warum infrarot soviel Geld für den Versand verlangt und die CD dann per Warensendung, was ungefähr der langsamste Versandweg der Welt ist, versendet)

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Immerhin hat sich die Limited Edition gelohnt, denn sie kommt als hübsches gebundenes Buch daher. Gefüllt mit den Songtexten, ein paar Illustrationen, einem komischen Poster und einer Bonus-CD die einige von Kaschtes Theater-Kompositionen enthält (allerdings nur als Instrumental-Version).

Bisher konnte ich die CD ungefähr 2 mal komplett durchhören. Die nun folgenden Schilderungen basieren also auf ganz frischen Gedanken.

Das Album beginnt mit "Sieg zu Sieg", welches eher ruhig daher kommt. Immerhin merkte ich hier schonmal: Puh, kein Doublebass. Es bleibt recht einleitend und ruhig, es gibt aber auch die Richtung vor, in die der Rest des Albums gehen wird -- und die heißt a.Ura.

Über die nächsten Lieder baute ich mir dann eine gewisse Erwartungshaltung auf. Es wird durchaus gut und recht abwechslungsreich. "Sag das Zauberwort" und "Heute noch" sind super. Spätestens bei "Stirb, Kindlein, Stirb" merkt man allerdings, dass der zweite Teil des Albumtitels wohl eher nicht so ernst gemeint war.

Beim zehnten Titel fiel dem Komponisten dann wohl ein, dass man ja doch noch irgendwo ein bisschen nerviges Superspeed-Schlagzeug einbauen muss. Da "Im Ursprung der Schatten" insgesamt 15 Minuten lang ist und nicht komplett von der Doublebass getragen wird ist das aber verschmerzbar.

Die letzten beiden Tracks sind dann nochmal ganz schön, aber bestätigen nur nochmal den Eindruck, den ich vom Rest des Albums bekommen habe: Ganz netter Versuch an a.Ura ranzukommen, aber leider nicht geschafft.

Nichtsdestotrotz ist das Ding besser als das letzte Album "Anleitung zum Todsein", welches ja auch schon einen Schritt weg vom Blackmetal ging. Diesmal ging es einen weiteren Schritt in die richige Richtung. "Asen'ka" ist insgesamt stimmiger, schöner arrangiert und hat vor allem wieder eine Story, die alles zusammenhält.

Vielleicht reift das Album auch einfach in der nächsten Zeit noch etwas in meinem Gehörgang. Wenn ich es denn reinlasse -- das letzte Album war nach kurzer Zeit aus meiner Playlist verschwunden.

[rating:4/5]

(Bei der "Recherche" zu diesem Blogeintrag las ich, dass Samsas Traum garnicht wirklich beendet wurde, sondern sich jetzt nur noch auf Studio-Projekte konzentriert. Da wurde damals wohl etwas falsch kommuniziert. Es bleibt also Hoffnung auf einen echten a.Ura-Nachfolger!)

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