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Sketch als Fotosortierhilfe

Wie wir ja wissen, habe ich so eine Fotobuch-Tradition. Also naja, letztes Jahr habe ich damit angefangen. Der Prozess ist leider nicht so einfach und besteht aus mehreren Schritten, die unterschiedlich nervig sind.

  1. Alle Fotos des Jahres, also auch die 2000 aus dem großen Sommerurlaub, fertig sortieren und bearbeiten
  2. Die 200–300 Fotos, die man jetzt drucken will auswählen
  3. Die Ausgewählten Fotos schön in Indesign drapieren, damit es etwas abwechslungsreicher aussieht als einfach nur “Ein Foto auf jeder Seite”

Am ersten Punkt kann ich natürlich nicht viel machen, das muss man einfach tun. Ich könnte natürlich einfach alle Fotos nach Indien schicken und dort bearbeiten lassen, aber eigentlich möchte ich für meine privaten Fotos da kein Geld bezahlen.

Screen-Shot-2016-01-11-at-16.14.27.png

Spannend wird’s dann beim zweiten Punkt, der ein, auch im Jahre 2016, noch relativ ungelöstes Technologieproblem aufzeigt. Die Idealsituation wäre wohl, man würde die 500–600 guten Fotos, die in Frage kämen, einfach ausdrucken. Dann könnte man sie schön auf dem Boden der Wohnung ausbreiten, nebeneinander schieben und gucken wie sie miteinander funktionieren.

Leider ist das auch wieder ganz schön teuer. Letztes Jahr behalf ich mich also erstmal mit Lightroom, Finder und InDesign und versuchte damit irgendwie diesen Prozess nachzubilden, was leider nicht besonders erfreulich war (am Ende aber trotzdem zu einem guten Ergebnis führte). Dieses Jahr kam mir dann aber eine neue Idee. Sketch! Sketch kann nämlich das, was ich in Photoshop und InDesign nicht hinbekam: Ich habe eine riesige Fläche und kann meine Fotos reinziehen, umherschieben und mit ihnen herumprobieren, soviel ich will — und zwar, und das ist der springende Punkt hier — ruckelfrei. Für Sketch ist es kein Problem 200 JPEGs im Buffer zu haben und gleichzeitig herumzuzoomen und zu schieben.

So war es mir nun möglich in Rekordzeit das Fotobuch 2015 halbwegs fertig zu bekommen (der Island-Teil fehlt noch… natürlich).

Das einzige kleine Problemchen war natürlich noch, dass ich die Bilder dann halt in Sketch hatte, und nicht in InDesign, das ließ sich aber relativ schnell mit Hilfe eines kleinen Sketch-Plugins lösen, das mir die Bilder, die ich am Ende auswählte, einfach in einen anderen Ordner verschiebt.

Jetzt habe ich immer noch das kleine Problem, dass ich die Bilder am Ende in InDesign zurecht schubsen muss, weil ich keine Lust habe die Standard-Buchfunktion von Lightroom zu benutzen. Das ist aber zum Glück kein all zu großes Problem mehr.

Ein Problem, was ich demnächst noch lösen möchte, ist ein Lightroom-Plugin, was mir aus den Dateilisten, die ich aus Sketch bekomme eine Collection zaubert, die ich dann benutzen kann um alle Fotos, die ich für’s Fotobuch brauche nochmal hochauflösend zu exportieren nachdem ich hier und da noch eine Änderung vorgenommen habe. Kommt ja manchmal vor.

Da ich das Gefühl habe, dass der Blogpost viel zu lang geworden ist, hier nochmal meine drei Grundaussagen kurz zusammengefasst:

  1. Sketch eignet sich gut um Fotos zu sortieren, wenn man bei dem Sortiervorgang mehrere Fotos im Zusammenhang bewerten möchte
  2. Sketch hat eine leicht zu benutzende Plugin-API
  3. Fotobücher machen ist ein nicht zu unterschätzender zeitlicher Aufwand, der sich aber lohnt — jedes mal, wenn man das Buch aus dem Regal nimmt.

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