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Broom Service

Willkommen zu Philipps kleiner Brettspielecke. Den Anfang macht dieses Kennerspiel des Jahres 2015. Broom Service (Boardgamegeeks, Amazon-Link (Partnerlink)) ist ein… Brettspiel bei dem man Karten legt und damit versucht zu gewinnen. Broom Service ist für 2-5 Spieler ausgelegt und eine Partie dauert etwa eine Stunde. Regeln erklären etwa 10-15 Minuten.

Herrje, ich kenne gar nicht die richtigen Begrifflichkeiten!

Die Spielwelt ist jedenfalls ein rechteckiges Brett mit verschiedenen Gebieten (Wald, Berge, Hügel, Wiesen), die Türme enthalten. Zu diesen Türmen kann man Tränke liefern, die man vorher herstellen muss. Für das Ausliefern der Tränke gibt es Siegpunkte -- davon abgesehen gibt es, wie in den meisten Spielen noch viele andere Wege um Punkte zu erlangen und es liegen auch noch ein paar extra Dinger bei, mit denen man zusätzliche Varianten ins Spiel bringen kann, wenn einem das Hauptspiel zu langweilig wird.

Das ganze Material ist ganz schön designt, enthält ein paar Holzdinger und ja, alles vernünftig. Einzig der Spielplan, auf der sich alles abspielt ist für meinen Geschmack etwas zu ungenau, auf Anhieb ist nicht unbedingt klar welche Türme in welchem Gebiet stehen und welches jetzt die Hügel und Weiden sind.

Jeder Spieler hat einen Satz Karten seiner Farbe, die verschiedene Spielcharaktere darstellen (Hexen liefern Tränke per Luftpost, Druiden tragen sie, Sammler finden Zutaten und stellen Tränke her, die Wetterfee kann Wolken, die den Weg versperren, wegzaubern). Zu Rundenbeginn kann man sich überlegen, was man gerne so machen würde (z.b. “einen Lila Trank erstellen und ihn mit ner Hexe zu einem Lila Turm im Wald bringen”) und darauf basierend fünf Handkarten für die nächste Runde bestimmen (z.b. also die u.a. Waldhexe und den Früchtesammler).

Danach werden die Karten reihum eingesetzt. Der Witz dabei ist, dass jede Karte eine “mutige” und eine “feige” Aktion besitzt. Will man auf Nummer sicher gehen wählt man letztere — die Aktion wird sofort ausgeführt, ist aber weniger stark als die mutige Aktion. (Feige Hexen können sich z.B. nur ein Feld weiter bewegen, Mutige Hexen können sich ein Feld bewegen und einen Trank ausliefern). Wenn man sich für die mutige Aktion entscheidet muss man warten, ob der nächste Spieler die gleiche Karte auf der Hand hat — dieser muss sie ebenfalls spielen. Wählt Spieler 2 ebenfalls die mutige Variante geht Spieler 1 leer aus und Spieler 2 muss zittern, ob Spieler 3 vielleicht auch die Karte hat, und so weiter…

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Keine Ahnung, ob das nun spannend klingt oder nicht — wenn man einmal im Spiel ist macht es auf jeden Fall Spaß und hat eine angenehme Dynamik. Anhand des Spielplans, auf dem ersichtlich ist, welche Hexen welches Spielers sich gerade wo befinden, kann man auch erahnen, was die anderen wohl als nächstes tun wollen und das in seine Strategie aufnehmen. Das ständige Vorlesen der Kartentexte (“Ich bin eine feige Waldhexe und möchte einen Trank ausliefern…”) ist auch ganz witzig. Außerdem ist es doch immer spannend zu warten ob der letzte Mitspieler jetzt doch noch deine Karte auf der Hand hat und deine mutige Aktion übertrumpft — manchmal ärgert man sich doch sehr, dass die eigene Strategie zerstört wurde.

Der einzige Minuspunkt, der mir noch einfällt, wäre, dass die Packung angibt, dass sich das Spiel auch vor allem für 2-Spieler-Partien eignet — das probierten Hannah und ich auch schon aus, das war aber wesentlich unspektakulärer als eine Runde mit vier oder fünf Spielern.

★★★★☆

Silvester (1)

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