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Ein L und zwei P. Philipp!

Die Scrobble-Lücke

Am meisten freue ich mich ja über Daten, die einfach so über mich erfasst werden, ohne dass ich dazu etwas machen muss. Eine dieser Datenkraken ist last.fm.

Früher, als ich mich anmeldete, hieß das Ding noch Audioscrobbler und man musste ein WinAmp-Plugin installieren. Danach hat er automatisch alles, was ich so gehört habe, in eine Datenbank gespeichert. Später kamen andere Funktionen dazu, wie Band-Empfehlungen, Konzert-Erinnerungen und natürlich alles, was ein Soziales Netzwerk so braucht. Eigentlich nutzte ich nichts davon, scrobbelte aber munter weiter.

Erst mit der erhöhten Spotify-Nutzung lies es irgendwann nach. Zwar hat Spotify einen last.fm-Client integriert, aber am Ende vergisst man es doch, alles zu konfigurieren und andere Sachen sind wichtiger.


Letztens, als ich so meine Internet-Accounts durchging, kam ich auf jeden Fall wieder auf last.fm und versuchte mal meine Daten zu exportieren. Geht auf der Seite direkt leider nicht, aber immerhin gibt es ein paar Third Party-Websites, welche die API implementiert haben und einem ein schönes CSV generieren. Nun habe ich also eine 28 Megabyte große Text-Datei, die alle meine Scrobbles enthält.

Als erstes interessierte mich nun, wie groß meine Scrobble-Lücke wohl ist. Also die Zeit zwischen “Spotify hat noch gescrobbelt” und… jetzt. Ich importierte die CSV also erstmal in eine SQLite Datenbank, weil ich mit SQL-Befehlen leichter umgehen kann, als mit diversen Unix-Tools. Sicherlich wäre auch eine lange Zeile mit sed und awk möglich gewesen, um meine Frage zu beantworten.

Wie auch immer. Importiert, drei Wochen reifen lassen, und jetzt mal schnell eine wunderschöne Ausgabe gezimmert. A-ha!

Zum Einen sieht man, dass mir zwischen Januar 2009 und Juli 2010 schon gut anderthalb Jahre unwiderruflich fehlen. Was war da denn los? Falsch Konfiguriertes Foobar2000? Naja. Was weg ist, ist weg.

Die Lücke, die ich eigentlich suchte, beginnt jedenfalls im Januar 2019. Das ist ja noch gar nicht so schlimm. Ich hoffe, dass ich meine gespielten Tracks noch bis zu diesem Punkt aus der Spotify API pulen kann. Oder aus dem DSGVO-Export. Spotify wird diese Daten ja wohl nicht weg geworfen haben.

Naja, außer mein Account-Transfer letztens kommt mir da in die Quere.


Wird Philipp seine Scrobble-Lücke schließen können? Wo wird er die Daten hinspeichern? Baut er seine eigene Scrobble-Datenbank? In welcher Programmiersprache? Falls euch diese Fragen genauso brennend interessieren, wie mich, dann bleibt dran!

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