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Der privateste Blog von Philipp.

Philipps lustige App-Landschaft

Bereits vor Jahren entdeckte ich irgendwo mal Monica, letztens kam ich durch eine Idee von Florian mal wieder darauf. Für alle, die nicht auf den Link geklickt haben, damit noch auf meinem Blog sind und weiterlesen, wollen nun gerne wissen, um was es sich bei Monica wohl handelt. Zum Glück werde ich es euch nun verraten! Im nächsten Absatz gehts los!

Monica ist ein CRM für… Privatkontakte. Falls ihr bei dem Wort CRM nicht schon abgeschaltet habt, könnte es genau das richtige sein, wenn ihr so verrückt seid, wie ich, und schon damals, als man nur 20 Kontakte auf der SIM-Karte speichern konnte, dort immerhin alle Felder so gut wie möglich ausgefüllt habt. Von wegen Name: Mama. Nee, nee, das muss schon alles korrekt eingetragen sein.

Mit Monica hat man nun die Möglichkeit, sich dieses Open Source-Produkt auf den eigenen Server zu installieren (ich hoffe, niemand entscheidet sich dafür, die privaten Daten seiner Freunde und Verwandten in irgendein SaaS-Cloud-Hosting zu schieben, das nichtmal eine Adresse auf der Privacy-Seite hat. Also gut, es ist aus Kanada, aber DSGVO ist was anderes) und alles mögliche zu pflegen.

Das geht los bei Adressdaten, über Geburtstage, wichtige Lebensereignisse, Verknüpfung der Kontakte untereinander und sogar Dinge, wie das Lieblingsessen. Wahrscheinlich erlaubt mir die Software sogar noch irgendwie eigene Felder anzulegen, um auch die Lieblingsfarbe zu pflegen.

Ich klickte mir kurz einen Demo-Account und löschte ihn nach 10 Minuten wieder, als mir auffiel, dass ich a) sowas doch gar nicht brauche und b) es halt aussieht, wie ein Open Source-Produkt ohne UX/UI-Designer im Team. Als würde ich jemals etwas nutzen können, was mir nicht gefällt. Also, abgesehen von den Sachen, die ich selber gebaut habe, die sehen zwar auch nicht toll aus, aber immerhin kommen sie aus meinen eigenen Fingern.


Jedoch zündete es in mir eine Idee. Man bräuchte viel mehr Apps, die miteinander reden können. Wie cool wär es, wenn man in Monica, im Lieblingsessen-Feld ein Autocomplete-Suchfeld hätte, dass direkt die Rezepte-App anzapft, und direkt das gewählte Rezept in einer schönen Karte anzeigt.

Also klar, man könnte einfach einen Link ins Freitextfeld packen, aber das wäre ja so Web 1.0 — oder eher Web 2.0, wenn die Software automatisch den oEmbed-Kram aufruft und damit immerhin ein paar Metadaten abgreift. Oder irgendeinen Microformats-Kram. Aber klappt das, wenn man sich für die Links eigentlich erstmal einloggen müsste?

In der Schulden-Funktion von MonicaHQ könnte man direkt Transaktionen aus meiner Geld-App eintragen. Die Funktion um gemeinsame Spaziergänge (wer kommt auf solche Feature-Ideen??) zu loggen, könnte man mit meiner Location-Datenbank verbinden.

Wie cool wäre es, so eine Ansammlung von Apps zu haben, die wirklich über APIs miteinander sprechen können, und unter denen man Daten austauschen kann, damit nicht immer alles in irgendwelchen einzelnen Silos liegt. Mega!


Tja, mal wieder so ein typisches Philipp-Ding. Klar, ich würde gerne möglichst viel aus meinem Leben irgendwo festhalten, speichern und auch verlinken. Am Ende ist es natürlich doch zu aufwändig und niemand macht es wirklich, wäre also eine ganze Gruppe diverser Apps, die ich nur für mich baue, aber naja.

Natürlich werde ich nie dazu kommen, diesen Traum zu verwirklichen, ich habe ja auch schon festgestellt, dass ich für meine Kontakte eigentlich gar kein CRM brauche. Ganz abgesehen davon, darf ich die Adresse meiner Freunde überhaupt auf einem digitalen Gerät speichern, ohne deren Zustimmung? Naja, anderes Thema.

Als ersten Schritt könnte ich schonmal alle meine Apps auf das gleiche Authentifizierungssystem aufsetzen lassen, OpenID, oder so? Keine Ahnung, ich kenne mich damit nicht aus, aber etwas, womit ich mich mit dem gleichen Account bei allen Dingen anmelden kann, würde sicher schonmal helfen.

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