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Er bloggt noch? Krass!

Den Glasfaser-Ausbau vorantreiben

Der ein oder andere erinnert sich vielleicht daran, wie ich vor ein paar Tagen eine Powerline-Kombination kaufte und ausprobierte, weil meine Verbindung zu Geforce NOW zu latenzig war. Ich war ja erstmal relativ zufrieden, jedoch gab es ein paar Wermutstropfen:

Da ich allerdings keine Alternative sah, ich wollte ja keine Wand durchbohren, war ich kurz davor, es einfach erstmal so zu lassen. Mentale Energie sparen und lieber zocken!

Ein paar Minuten später fiel mir aber nun noch eine Stelle im Flur auf, wo ich ein klitzekleines Loch bohren kann, ohne durch eine Steinwand zu müssen. Zudem lässt es sich auch noch super leicht verstecken! Niemand, wird jemals darauf kommen, dass sich dort ein Loch befindet!

Ein Cat6-Kabel fiel allerdings weiterhin raus:

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Test-Setup

Zum Glück hatte Tobi schon am Anfang gefragt, ob ich schonmal über Glasfaser nachgedacht habe. Haha, Glasfaser. Natürlich, worüber denkt ein ehemaliger Computer Networking-Student sonst nach! Tatsächlich las ich vor ein paar Wochen erst einen Post von Michael Stapelberg, der bei sich ein Glasfaserkabel verlegte und in seinen Erläuterungen darlegte, dass das 2020 alles gar nicht mehr so teuer ist! Das Tobi den Post mir nun nochmal schickte, nahm ich zum Anlass tatsächlich nochmal darüber nachzudenken.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Gerne hätte ich einfach alle Sachen aus Michaels Post bestellt, bei diesem kuriosen Shop, aber natürlich war nix auf Lager. Ich kaufte also leider bei Amazon:

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Nochmal aus einer anderen Perspektive, wenn ich schonmal einen Post mit Bildmaterial habe, dann richtig.

In dem ganzen Kosmos gibt es so viele Bezeichnungen, Duplex, Simplex, LC, SC, Multimode, Singlemode, ich habe keine Ahnung, was das alles bedeutet, und es interessiert mich auch nicht sonderlich, denn mein Studium ist ja vobei! Warum habe ich das nie in einer der Vorlesungen gelernt?

Es ist wahrscheinlich relativ wichtig, dass man alles so kauft, dass es zusammen passt — glücklicherweise habe ich es anscheinend geschafft. Also ausgepackt, ausgerollt, durchs Loch gesteckt und angestöpselt. Es scheint wichtig zu sein, dass man die Glasfaserkabel vertauscht reinsteckt, also der als A markierte Strang auf der einen Seite in das eine Loch und auf der anderen Seite ins andere, wenn ihr versteht. A auf B und B auf A! Sonst gehts nicht, wie ich schmerzlich feststellen musste. Zum Glück sind wir im Jahre 2021 und es explodiert nicht sofort alles, weil man ein Kabel irgendwo falsch reinsteckt!


Die endgültige Versteckung der Kabel erledige ich dann am Wochenende. Hier und da muss man sicherlich aufpassen, da man keine 90°-Knicke einbauen sollte, das mag die Faser eher nicht, kann man sich ja auch vorstellen. Hat schonmal jemand gesehen, wie die Sonne um die Ecke scheint? Geht nicht!

Jetzt bin ich erstmal zufrieden und spiele eine Runde über meine Glasfaser-Leitung. Wenn die Telekom mir schon keine Faser legt, dann jetzt wenigstens vom Schreibtisch zur Abstellkammer!

(Insgesamt war das Setup jetzt quasi genauso teuer, wie die Powerline-Adapter. Natürlich teurer als ein 20m Cat6-Kabel, aber auch so viel cooler!)

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