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Lokale Musik

Ich liebe ja Live-Aufnahmen von Musik. Wer meinen letzten Musik-Post gelesen hat, weiß, dass mir diese ganzen YouTube-Formate wo KünstlerInnen ihre Stücke ohne das ganze Studio-Brimborium spielen, einfach genau mein Vibe sind.

Seit dem ich meine Musik nun hauptsächlich über Spotify konsumiere, habe ich allerdings ein bisschen die Verbindung dazu verloren. Während ich damals z.B., wenn es um Die Ärzte ging hauptsächlich Die Band, die sie Pferd nannten hörte, kann ich das heute nicht mehr, denn die DVD ist niemals als CD erschienen und damit nicht auf Spotify. Ja gut, Wir wollen nur deine Seele und die anderen Live-Alben sind auch ok, aber Die Ärzte sind da auch eine Ausnahme.

Oft gibt es zu den Live-DVDs ja auch beiliegende CDs, die aber nur einen Ausschnitt der Songs enthalten, und so Sachen. Alles nervig. Früher konnte ich das gut umgehen, denn wenn man die DVD hat, kann man ja MP3s extrahieren und die in Foobar2000 werfen. So konnte ich zum Beispiel ständig die Einer Gegen Alle Live-DVD von Samsas Traum genießen — und viele andere tolle Sachen.

Als das ganze Musikstreaming los ging fing ich erst an mit diesem iTunes Match-Service von Apple, der es mir ermöglichte meine ganzen tollen MP3-Dateien von überall zu genießen. Leider benutzte ich es gar nicht so viel — die Apple Musik-App, also iTunes, fand ich nie so toll und damals hatte man kleine iPhones und wenig Datenvolumen. Irgendwann kam die Telekom mit ihrem “Spotify-Traffic kostet nichts”-Tarif, der für die Netzneutralität natürlich nicht förderlich war, für meinen Musikkonsum allerdings schon. Ich wechselte also komplett zu Spotify und sagte leise Lebewohl zu meinen ganzen selbst-getaggten MP3-Dateien, die seit dem ein Schattendasein auf meinem Plex-Server pflegen.

Ja, Plex kann auch Musik-Dateien und mit Plexamp ist das auch gar nicht so schlimm. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass ich alles in einer App haben könnte, um genau zu sein am Liebsten in Spotify, denn das mag ich eigentlich ganz gerne. Leider ist die Implementierung der Local Files ziemliche Grütze und wird schnell unübersichtlich, wenn es mehr als fünf Dateien sind.


Zurück zu meinen Lieblings-YouTube-Sachen. Natürlich habe ich hier ein ähnliches Problem, denn ich kann mir die Live-Sets nicht in Spotify anhören, sondern nur auf YouTube und meistens gibt es auch gar keine Liste im Timestamps, wann welche Songs kommen und so, mega nervig. Nun überlegte ich, dass ich die meisten Sachen ja einfach mit youtube-dl herunterladen kann und sicherlich mit ffmpeg und etwas googeln da leicht MP3-Dateien herauspulen kann, so lange ich mir die Mühe mache, mir die Timestamps selber rauszuschreiben.

Nur, was dann machen, mit den Dateien? Bisschen nervig. Tatsächlich kann Apple Music ja noch die Match-Sachen, also, dass man halt seine eigenen Dateien hochladen kann. Vom Musik-Angebot her sollten Apple Music und Spotify ja auch relativ gleich sein. Aber ich habe so viel schlechtes von der Music-App gehört, dass ich eigentlich gar keine Lust habe zu wechseln. Hmmm.

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