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Google Drive aufräumen

Leider ist Google Sheets weiterhin die beste Software um auf dem Mac Spreadsheets anzulegen. Numbers ist furchtbar, Excel ist entweder auf dem Mac kacke, oder seit Office 2003 nicht mehr gut und LibreOffice, oder wie der ganze Open Source-Kram aktuell heißt ist leider auch nicht wirklich benutzbar.

Aus diesem Grund liegen leider sehr viele Spreadsheets in meinem Google Drive, das ich ansonsten eigentlich für nichts mehr verwende. Ich bin ein großer Fan davon, alle meine Dateien im Dateisystem liegen zu haben. Klar, sie dürfen in die Cloud gebackupt sein, aber die Source of Truth darf gerne auf meinem persönlichen Computer sein. Leider ist das mit einer Web-Anwendung wie Sheets nicht möglich. Ich könnte zwar die Google Drive-App installieren, aber was hätte ich dann lokal? Legt der einem immer aktualisierte .xlsx-Dateien ab? Oder synct er die Sheets-Files gar nicht? Ich werde es nicht ausprobieren.

Jedenfalls dachte ich mir, ich kann das Drive ja immerhin mal aufräumen, wenn ich es schon nicht komplett verlassen kann. Ich schaute also den ganzen Kram durch, den ich da seit den frühen Zweitausendern abgelegt habe und fand ein paar lustige Sachen, vor allem aber natürlich diverse Tabellen mit Kalkulationen diverser finanzieller Budgets, Listen mit Mittagessen, getrackte Stunden aus Studentenjobs und natürlich auch jede Datei, die ich mal hochgeladen habe um sie in ein Spreadsheet zu importieren. Eieiei.

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Viele wichtige Dokumente

Ich lud einmal alles herunter und löschte alle Dateien, die ich in den letzten zwölf Monaten nicht angefasst habe. Das hat sich auf jeden Fall ganz gut angefühlt. Das Archiv habe ich als .zip in meinen Archiv-Ordner auf der NAS geschoben, falls ich nochmal wissen muss, was ich am 4.5.2010 zum Mittag hatte.

Eine offene Sache bleibt jetzt leider noch: Ich muss mich wohl mal um ein Backup kümmern. Ich habe die aktuellen Dateien jetzt auch einmal heruntergeladen und verwahrt, aber das was da jetzt drin ist, sind ja wirklich halbwegs wichtige und benutzte Dateien, die müsste ich auch regelmäßig sichern. Wie ich das mache, weiß ich noch nicht, aber irgendwer hat da sicher schon ein schlaues Script geschrieben.


Einen kleinen Glücksfund hatte ich bei der ganzen Sache auch noch. Ich fragte mich kurz, warum das Drive eigentlich 6,5GB Speicher verbraucht. Eigentlich hatte ich damals alles aus Google Photos und Google Mail gelöscht. Woher kommt dieser Platzverbrauch? Ich klickte mich etwas durch und fand plötzlich einen iPhone-Ordner, der tatsächlich Fotos von 2009 - 2014 enthielt. Das ist daher spannend, weil ich die ersten Fotos, die ich damals mit der schrottigen Handy-Kamera machte längst verloren glaubte. Bei irgendeiner Aufräumaktion einfach gelöscht!

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Ein gesundes Mittagessen aus dem Jahre 2009

Aber nein, da lagen sie nun in irgendeinem versteckten, ehemals zu Google Drive gesyncten Ordner. Ich hab kurzerhand mal alles heruntergeladen und… archiviert. Wenn ich mal Lust habe, importiere ich sie vielleicht in meine Photo-Library, da wo sie hin gehören. Aber einerseits sind sie zum großen Teil echt kaum zu gebrauchen und haben nichtmal zeitgeschichtlichen Wert und andererseits fehlt bei mehr als einem Drittel der Bilder aus unbekannten Gründen die Information aus den EXIF-Daten, was eine genaue Zuordnung, die über das Jahr hinaus geht, sehr schwierig macht.

Naja, ein Thema für ein anderes Mal!

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