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Die lange Reise nach Sanktuario

Große Teile meines Lebens verbrachte ich damit, Diablo 2 zu spielen. Zwischen 14 und 16, oder so, war es wahrscheinlich mein einziger Lebensinhalt. Raus aus der Schule und den ganzen Tag zockeeen.

Natürlich konnte Diablo 3 nie wieder den gleichen Reiz erzeugen, von Diablo 4 möchte ich gar nicht anfangen, das habe ich nämlich bis heute nicht gespielt, weil es natürlich nicht mehr auf dem Mac läuft.

Immer wieder habe ich jedenfalls Lust, mal wieder den Klassiker zu spielen und vor ein paar Jahren kam mit Diablo 2 Resurrected ja sogar eine aktualisierte Version raus, die das Spiel etwas auf modernere Displaygrößen (größer als 800x600) anpasst und ein paar Komfortfunktionen hinzufügt. Leider natürlich ohne Mac Support. Schade.

Vor zwei Jahren dachte ich mir, ich könnte es aber ja auf meinem Ayaneo AM01 spielen, kaufte es im Battle.net-Shop und… spielte ein klein wenig. Leider fand ich es etwas blöd, mich dafür immer an einen Schreibtisch mit Tastatur und Monitor setzen zu müssen und installierte dann Sunshine und Moonlight um das Spiel auf mein Macbook zu streamen, aber so richtig gut funktionierte das nicht, da der Mini-PC dafür wohl doch zu langsam war.


Zwischendurch kaufte ich das Spiel nochmal auf der Switch, denn da läuft es, im Gegensatz zu meinem Mac. Tatsächlich spielte ich dort auch relativ viel, nämlich einen Paladin bis Level 20. Ich schaffte leider den Endboss von Akt 2 nicht und meine Motivation schlief ein. Außerdem ist die Switch einfach nicht dafür geschaffen, verschiedene Spiele zu spielen.

Die Switch ist nämlich ein mega geiles Gerät, wenn man immer nur Animal Crossing spielt. Oder Zelda. Dann lässt man das einfach an, und wenn man spielen will, ist das Spiel noch geladen und man kann einfach weiter machen. Sobald da ein weiteres Spiel ins… Spiel kommt, ist es leider einfach nur noch anstrengend. Spiel beenden, laden, laden, neues Spiel starten, laden, laden, laden, laden. In einer Phase, in der die Switch also hier stark andersweitig frequentiert wurde, verlor ich irgendwann die Lust weiter zu spielen.


Nun ist 2026, ich dachte mir mal wieder, dass man ja Diablo 2 spielen könnte. Ich kam auf die tolle Idee, dass ich ja mal Bazzite auf meinem Ayaneo AM01 installieren könnte, denn dieses Linux nur für Gaming ist bestimmt einfach viel besser als Windows 11. Ich kaufte also erstmal einen USB-Stick, der groß genug ist, um das Image drauf zu spielen, installierte alles und musste mich erstmal damit rumärgern, dass der Battle.net-Launcher anscheinend die schlimmste Software der Welt ist und sich nur über die schlimmsten Umwege unter Linux zum Laufen kriegen lässt.

Leider musste ich da aufgeben, zum Glück kam das Spiel ein paar Tage vorher auch einfach bei Steam raus, wo ich es… naja, nochmal kaufte. Mit Steam klappte das alles super, das Spiel startete und… ich konnte es Spielen. Mit 10 FPS. Aaah. Unter Windows lief das doch recht performant, warum ist es jetzt so unglaublich ruckelig? Ich hatte wirklich keine Lust auf weitere Linux-Frickeleien, hab den Rechner abgeschaltet und wieder in den Schrank verpackt. Immerhin ist sind eine 1TB SSD und 32GB RAM drin, das ist ja quasi gerade Gold.


Da die Switch seit ein paar Wochen nur im Schrank rumlag, hab ich sie mir nochmal geschnappt und ein paar Runden Diablo 2 gespielt. Tatsächlich find ich die Steuerung mit dem Controller ja fast besser, als mit Maus und Tastatur. Ich hab ein paar Monster umgehauen, habe es bisher aber weiterhin nicht geschafft, mit meinem Paladin den Endboss vom 2. Akt zu besiegen, es ist einfach unglaublich schwer, wenn man mit den Items leben muss, die man so findet. Trotzdem macht es Spaß und eine schöne Portion Nostalgie schwingt ja immer mit. Ich hoffe, es will so schnell niemand etwas anderes auf der Switch starten.

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