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Drei Tage Fedora

Nachdem ich ein paar Wochen mit einer kaputten Tastatur zu leben versucht hatte, biss ich Anfang Oktober in den sauren Apfel und brachte meinen Mac in die Werkstatt. Mir war klar, dass es ein neues Topcase geben würde und ich danach mindestens 800 € ärmer wäre, aber was soll man machen?

Da ich für die Ausfallzeiten eine Alternative brauchte, installierte ich mir Linux auf einem alten Mini-PC, der noch rumlag. Nach ein bisschen Rumfragen entschied ich mich für Fedora mit KDE.

Folgende Punkte sind mir in der Zeit aufgefallen:

  • Die Installation lief problemlos, nachdem ich einen passenden USB-Stick gefunden hatte
  • So ziemlich alles funktionierte einfach out of the Box
  • Manche Sachen funktionierten auch zu gut: Er fand meine Sonos-Boxen und nutzte sie automatisch für Systemsounds, was ich weder erwartet hatte noch gut fand. Ich fand auf die Schnelle auch keine Möglichkeit, es abzuschalten
  • Einen „typischen“ Linux-Bug hatte ich: Nach dem Sleep/Suspend funktionierte WLAN nicht mehr. Quickfix: Kabel reinstecken.
  • Fedora mit KDE bringt seeeeeehr viel Kram mit. Office und so, alles Mögliche. Beim nächsten Mal müsste ich mich mal mehr informieren oder schauen, ob ich beim Installationsprogramm einiges deaktivieren kann.
  • Kram zu installieren ist etwas verwirrend, da es teilweise mehrere Wege gibt (Snap, Flatpak, Paketmanager) und manche nicht funktionieren. Am Ende hat man drei Wege probiert, mit dem vierten klappt es dann, aber der ganze Müll von den vorherigen Versuchen liegt noch rum.
  • Insgesamt war es eine ganz gute Experience. Wenn ich müsste, könnte ich wahrscheinlich ganz gut arbeiten; das größte Problem waren allerdings die Tastatur-Shortcuts. Daran gewöhnt man sich in wenigen Stunden einfach nicht.
  • Mein Körper war zu schwach: Bereits nach einem Tag legte ich auf dem anderen MacBook im Haushalt doch einen Benutzeraccount an und nutzte es teilweise für Dinge.
  • Ganz unabhängig von Linux war ich überrascht, dass ich außer dem Zugang zu meinem Bitwarden-Vault eigentlich nichts brauche, um arbeitsfähig zu sein.

Fazit: Desktop Linux ist sicher brauchbar, wenn man sich ein paar Tage damit beschäftigt und sein Muscle Memory umstellt. Ich bin trotzdem extrem froh, dass mein MacBook nach drei Tagen wieder fertig war.

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