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Sternensegler

Bei neuen Schandmaul-Alben habe ich ja immer erstmal Angst, dass es mir nicht gefallen könnte. Bisher hatten sie einen relativ guten Track-Record, vor allem, da sie ihrem Stil irgendwie immer ziemlich treu blieben und sich kaum veränderten.

Zu der normalen Angst kam diesmal noch der Faktor des neuen Sängers hinzu.

Nachdem ich das Album nun zwei- oder dreimal gehört habe, muss ich leider sagen, dass Sternensegler wohl das erste Album ist, das mir kaum gefällt und das ich in seiner Gänze wohl nicht nochmal anhören werde. Es gibt ein paar Lieder, die mir ganz gut gefallen, zum Beispiel Nosferatu und An beiden Enden. Das Highlight ist natürlich Zwei Raben, was ein ganz netter Song mit grandios langem Gitarrenpart ist, aber das ist kein neuer Song. Er war schon 2011 auf dem zweiten Album von Weto und war damals auch besser, da … na ja … Thomas es allein sang.

Mein letzter Notnagel waren noch die als „Akustik-Version“ betitelten Songs auf der zweiten CD. Die sind aber tatsächlich nicht nur unplugged, sondern auch ohne Gesang und daher nicht weiter relevant.

Der Song mit Subway to Sally ist wiederum ganz nett.

Nun wäre es natürlich leicht, das alles auf den neuen Sänger zu schieben, aber es liegt gewiss nicht nur an seiner Stimme, dass mindestens die Hälfte der Songs klingt, als könnten sie auch auf einem Unheilig-Schlageralbum sein.

Nachdem mir das komisch vorkam, habe ich mal gecheckt, wer jeweils als Texter hinterlegt ist, und es ergibt sich ein klares Bild: Alle Lieder, die ich irgendwie gut finde (also 75+), haben Thomas allein geschrieben. Alles Schlechte stammt vom neuen Sänger oder ist eine Co-Produktion. Es ist also eindeutig: Der neue Sänger ist vollumfänglich schuld an dieser Misere und das nicht nur wegen seiner Stimme.

Auf jeden Fall ist es immer ein schlechtes Zeichen für die Qualität eines Albums, wenn Spotify danach einfach irgendein zufälliges anderes Schandmaul-Lied spielt und das einem plötzlich besser vorkommt als die letzten 50 Minuten, die man gehört hat.

Tracklist · 12 Tracks
  1. 1 50
  2. 2
    Sternensegler Warum klingt es so nach einem Schlager
    55
  3. 3 75
  4. 4 70
  5. 5 85
  6. 6 55
  7. 7 75
  8. 8
    An beiden Enden „Sei lieber ein Komet als ein Planet” ist der dämlichste Reim des Albums
    80
  9. 9
    Lass nicht los Noch so ein Schlager
    50
  10. 10 50
  11. 11
    Zwei Raben (feat. Laura Fella) Die Weto-Version ist allerdings besser, sorry.
    85
  12. 12 85
Diese Seite wurde zuletzt am 26.10.2026 bearbeitet.