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Der privateste Blog von Philipp.

Diablo 2: Resurrected

Ich weiß gar nicht mehr wann ich mitbekam, dass es ein Remake von Diablo 2 geben wird. Auf jeden Fall war ich ziemlich hyped und dann vergaß ich es komplett. Vor ein paar Wochen war dann aber Open Beta-Wochenende, auf das ich mich etwas freute – die Tatsache, dass ich es aber in meinem Shadow spielen musste und wieder irgendwas am Internet nicht schnell genug war und ich allgemein keine Zeit hatte am Wochenende, führte aber dazu, dass ich eigentlich nur fünf Minuten spielte. Die reichten aber um festzustellen, dass sich alles gut anfühlt und ich die finale Version auf jeden Fall spielen will, natürlich auf der Switch, denn mir hat die direkte Controller-Steuerung bei Diablo 3 schon sehr gut gefallen.


Naja, direkt am 22. September pre-orderte ich also im Nintendo e-Shop, löschte Mario Kart, denn ich brauchte Platz und meine SD-Karte für die Switch war irgendwie Dead on Arrival. Oder der Slot in der Switch, wer weiß das schon so genau, das muss ich wohl nochmal mit einer anderen Karte probieren. Naja. Diablo 2: Resurrected wurde installiert und ich saß Punkt 0:00 Uhr da, mit dem neuen die ärzte-Album auf den Ohren und wollte loszocken, aber es ging nicht. Denn es war ein weltweiter Zeitzonen-Rollout. Kein 0-Uhr-bis-in-die-Nacht-zocken für mich, als wäre ich gerade 16 und hätte morgen Englisch in der ersten Stunde, Grüße an Frau Ritter! Wahrscheinlich hätten wir eh nur mal wieder Rod Stewards “Sailing” gehört.

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Eine Switch mit Diablo 2: Resurrected

Stunden später fing ich nun also an zu spielen und, was soll ich sagen: Es ist ziemlich cool. Sie haben schon fast alles so gelassen wie es ist. Natürlich sind ein paar Sachen anders, weil ich es jetzt auf der Switch spiele aber im Großen und Ganzen ist das Feeling von vor zweihundert Jahren noch gut erhalten. Loot aufsammeln ist leider etwas nervig, da er einfach jeden Scheiß aufsammelt, wenn man immer A masht, aber was solls.

Was mir allerdings auch auffiel: Ich glaube, ich spielte Diablo nur so einmal komplett durch, auf normaler Schwierigkeit. Danach zockte ich immer nur mit Freunden, die meine Charaktere natürlich durchzogen, so nannte man das damals. Kannste meine Sorc mal ziehen? Danach verbrachte man seine Zeit im Kuh-Level oder bei endlosen Mephisto-MF-Runs oder beim tunen seines JavaScript-Diablo 2-Bots, der diese anstrengende Sachen für einen erledigen sollte.

Was ich damit sagen will: Diablo 2 ist verdammt schwer. Ich spiele gerade einen Paladin, weil ich mich erinnerte, dass das ganz lustig war mit der Fanatismus-Aura und Eifer als Angriffsskill, aber tatsächlich ist es ein hartes Stückchen Arbeit ohne Items, die den Lebensstil supporten und auf Level 14 im zweiten Akt.

Werde ich es durchhalten zumindest den normalen Schwierigkeitsgrad durchzuspielen? Werde ich jemals eins der alten einzigartigen Gegenstände finden, die ich damals massenweise hatte? Wahrscheinlich nicht, da müsste ich nämlich wohl tausend MF-Runs in Hell machen, dazu müsste ich es erstmal bis dahin durchspielen. Puh.

Helfen wird mir leider auch keiner können, da ich mich entschieden habe, einen lokalen Charakter anzulegen, weil ich keine Lust hatte, auf den ständigen Onlinezwang wie bei Diablo 3 – wie oft bin ich da aus dem Spiel geflogen, weil das Internet weg war. Außerdem konnte ich direkt nach dem Release einfach kein Spiel eröffnen.

Gerade macht es mir jedenfalls noch Spaß, das kleine Revival. Ganz ohne Englisch in der ersten Stunde.

Serie: Homelab
Homelab 2021

Vor etwas mehr als einem Jahr schrieb ich vom Asus PN50 und dass ich überlege mir einen für's Homelab anzuschaffen. Mittlerweile gibt es den PN51 und ich habe mich überwunden ihn zu bestellen. Soll mal einer sagen, ich würde Kurzschluss-Kaufentscheidungen treffen.

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Asus PN51, 32GB RAM, 1TB NVMe SSD

Aktuell habe ich einen Raspberry Pi 3b im Einsatz, auf dem so ein bisschen Kram läuft, das sich über die Zeit angesammelt hat. Ein Plex-Server für ein paar Dokumentationen über Linux-Distributionen (naja, sind wir ehrlich, es sind hauptsächlich irgendwelche schlechten Musical- und Konzert-Mitschnitte von Youtube.), ein Bisschen Homebridge und so Zeug. An und für sich funktionierte das auch ganz ok, aber der Plex-Server war schon extrem langsam. Außerdem wollte ich auch was zum Rumspielen und Herumprobieren und nicht für jede VM direkt 3€ bei Hetzner einwerfen. Also war ich, wie schon gesagt, sehr lange auf der Suche nach etwas Neuem.

Irgendwann war meine Nervschwelle überschritten und ich klickte den Button. Jetzt habe ich sechs feine Ryzen-Cores, mein erster AMD seit bestimmt 15 Jahren, oder so. Da ich keine Lust hatte, alles auf der Welt in Docker zu packen und mittlerweile auf Klicki-Bunti-Interfaces stehe, installierte ich Proxmox, eine klassische Open Source-Software: Dämliche Name, hässliche UI, aber funktioniert ganz gut. Ich würde sogar behaupten, dass es sehr gut funktioniert, ich habe es nämlich geschafft, ohne größere Probleme alles zu installieren und ein paar VMs einzurichten (unter anderem eine für Plex!). Alles ohne den Hauch einer Ahnung von KVM.

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So sieht's aus, wenn man es einbaut.

Außerdem kaufte ich letztens eine 30€-Lightbox bei Amazon, für einen anderen Blogpost – stay tuned – und nutzte sie direkt für ein paar tolle Fotos von meinem neuen Supercomputer. Sieht plötzlich richtig professionell aus, dieser Blog.

Naja, wie ihr sicher schon ahnt, folgt nun bald eine tolle Post-Serie zum Thema “Philipp stückelt sich ein Homelab zusammen indem er Open Source Software installiert, die seit Jahren von freiwilligen Contributors entwickelt wird und statt einem Danke gibt es nur ein Woa, is die UI hässlich". Ihr kennt mich.

Falls jemand spezielle Fragen zu dem Thema hat, oder möchte, dass ich über etwas ganz besonders ausführlich berichte, sag Bescheid!

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