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Ein L und zwei P. Philipp!

Das doppelte Plexchen

Eine lange Zeit lang hatte ich ja einen Plex-Server auf meinem alten Raspberry Pi. Da funktionierte immer alles ziemlich gut, was den externen Zugriff anging. Irgendwann stellte ich um auf meinen Asus PN51, übertrug alle Daten und zunächst klappte hier auch alles wunderbar, doch nach einer Zeit ging es kaputt.

Wie das so ist mit nervigen Netzwerkproblemen, die eigentlich auch gar nicht so schlimm sind, wann muss ich schonmal von unterwegs jetzt dringend ein Ärzte-Konzert angucken, lies ich erstmal die Finger davon und hoffte, dass sich das Problem von alleine löst. Leider hatte ich bei dieser sonst tadellos funktionierenden Strategie diesmal kein Glück.

Ich rätselte also herum, was wohl los sein könnte. Das Interface war der Meinung, dass Plex wunderbar von außen erreichbar wäre, in der Praxis klappte es aber nicht. Zusätzlich hatte ich die Problematik, dass die iOS-App mir regelmäßig nach dem Starten einen sehr veralteten Stand anzeigte. Ich startete sie immer nochmal neu, dann klappte es meistens. Sicher Caches, was sonst. Das hier der Cache der Plex-App über vier Wochen immer wieder mit einer alten Version aufwartete, erschien mir aber doch komisch.


Nach Wochen des Vergessens, Genervt seins, wenn es mir wieder einfiel und vergeblicher Suche kam ich der Sache auf den Grund. Mein Migrationsplan sah damals ja folgendermaßen aus:

  1. Plex auf raspberry stoppen
  2. Daten kopieren
  3. Plex auf neuem Rechner hochfahren

Was ich natürlich nicht machte, war es, Plex aus dem Autostart zu nehmen. Beim nächsten Stromausfall oder sonstigen Reboot der kleinen Himbeere – was für eine sinnlose Boomerübersetzung – ging Plex also wieder an. Meine iOS-App zeigte keine Caches an, sondern in fünfzig Prozent der Fälle antwortete einfach der alte Plex-Server zuerst. Beim externen Zugriff kam alles durcheinander, weil es in meinem Account zwei Plexer mit dem gleichen Namen gab.

So leicht kann es manchmal sein! Ich habe den Plex-Server also mal wieder gestoppt und beim nächsten Stromausfall, weiß ich was zu tun ist, denn bisher war ich weiterhin zu faul um “Debian remove from autostart” zu googeln. Wobei ich ja auch einfach das Paket entfernen könnte…

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