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Man muss nicht alles machen

Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich so jemand bin, der gerne alles macht. Side-Projects überlegen, am liebsten auch designen (…), umsetzen, natürlich baue ich mir dafür eine eigene UI-Library. Außerdem lese ich gerne Bücher, gucke Serien, würde auch gerne mal die letzten drei Avengers-Filme gucken. Letztens fing ich wieder Hikaru No Go an und auch ansonsten würde ich gern mal wieder einen anderen Anime schauen. Podcasts hören ist schön, Hörbücher auch. Gitarre spielen! Zeichnen lernen! Einen Manga könnte man auch mal wieder lesen. Achja, Computerspiele spielen! Digitale Sprach-Assistenten bauen, den Garten auf Vordermann bringen… und eigentlich könnte man sich ja auch abseits von Hello Fresh mal kulinarisch weiterbilden, und vielleicht etwas aus irgendeinem anderen Kochbuch kochen.

Am Anfang des Jahres war ich ja mal wieder so überwältigt, dass ich kurzerhand alle meine Todos löschte (oder in ein tiefes Archiv verschob). Eine der Gründe, die mich dazu brachten, war dieser Blogpost von Paul Stamatiou, in dem er schreibt:

Now this has me thinking that as long as I have some app that I’m working on as my main side project… I’m not so sure I’ll ever go back to spending months working on detailed photosets. While photosets are largely just for me, an app is a different beast entirely.

Er macht jetzt einfach ne App und sagt sich ok, dann werde ich halt keine Photosets mehr machen, in die ich all meine Freizeit investiere, sondern nur noch diese App. Fertig. 🤯

Offensichtlich muss man gar nicht alles auf einmal machen, und man sollte sich vielleicht eine Zeit lang einen Fokus überlegen.


Natürlich ist das keine neue Information, ich las schon zweitausend Artikel und Bücher zum Thema Fokus und alles, aber bisher war für mich das nie so richtig greifbar. Wenn nun aber ein Mensch, den ich irgendwie cool finde, explizit schreibt, dass er sich jetzt erstmal auf eine Sache fokussiert, scheint das irgendwas in mir auszulösen. Fokus ist nicht nur etwas, was in Selbsthilfe-Büchern steht, sondern Menschen tun es tatsächlich! Verrückt!


(Tatsächlich fällt es mir jetzt auch, einen Monat nach dem Lesen, immer noch schwierig, nicht in tausend Sachen abzuschweifen, aber ein bisschen besser ist es schon geworden)

Überraschung: ich habe die Powerline heute doch retourniert, da ich noch eine Möglichkeit fand, geschickt ein dünnes Kabel zu verlegen, ohne die Wand durchbohren zu müssen. Stay tuned.

1 Song

Ein(e) Nachbar(in) über uns spielt seit ein paar Wochen Klavier, zuverlässig von so 14 - 16 Uhr. Diversen Kram, manches kennt man, manches nicht. Ein Lied fiel mir dabei besonders auf, denn ich habe mir eingebildet es zu kennen, wusste aber partout nicht, wie es heißt.

Ich habe also alle Klassiker mal durchgehört. Forrest Gump Theme, Ludovico Einaudi, etc. Alles kein Treffer. Aber es kam mir so bekannt vor! Heute wendete ich mich in meiner Verzweiflung an meine Twitter-Gefolgschaft:

Nachbar spielt immer Klavier und es ist ein schönes Lied, aber ich weiß nicht welches. Hilfe. Es geht so:

Dideldidel däm däm, dideldidel däm däm, dideldideldidel didel däm däm.

Tja, und was soll ich sagen. Innerhalb von Sekunden konnte mir Daniel die richtige Antwort liefern. River Flows in You vom koreanischen Pianisten Yiruma. Es ist wunderschön.

Ich frage mich weiterhin allerdings, woher ich es kenne. Ein Blick auf Wikipedia brachte folgende Trivia zum Vorschein:

Populär wurde das Stück, nachdem es von den Fans der Twilight-Serie als Favorit für die Untermalung einer romantischen Szene gewählt wurde, in der Vampir Edward seiner Geliebten Bella eine Melodie auf dem Klavier vorspielt.

Der Film enthielt den Song allerdings nie, sondern nur so ein paar Fan-Remixe auf Youtube. Also, die Filme habe ich auch gar nicht gesehen, ganz abgesehen von Youtube-Videos zu Twilight. Woher kenne ich diesen eingängigen Song?


Zwischendurch ein Link zu einer schönen Gitarren-Version. Sieht doch gar nicht so schwer aus, hahahaha 🥴


Ich hab den ganzen Tag gerätselt und nichts gefunden. Einerseits bin ich nun froh, dass ich weiß, wie das Lied heißt und es auch hören kann, wenn gerade es gerade nicht 14 – 16 Uhr ist, andererseits wird mich die Frage, woher ich es überhaupt kenne nun bis ans Lebensende verfolgen.

Re: Powerline. Meine ersten Tests mit Anno und Everspace liefen so überragend stabil, dass ich den Quatsch behalten werde, auch wenn 100 Mbit für einen eventuell zukünftigen NAS-Einsatz etwas mau sind.

Powerline

Mein WLAN scheint für Geforce NOW nicht auszureichen. Ich kann allerdings auch kein Kabel von der Abstellkammer ins Wohnzimmer legen, weil ich es nicht verstecken kann.

Malte meinte, ich soll mal Powerline ausprobieren. Gesagt, getan. Mittelmäßig begeistert.

Versuch 1: Adapter beide am Ende einer Mehrfachsteckdose. Pairing klappte sofort, nett. Maximal 25 Mbit Durchsatz.

Versuch 2: Adapter beide in eigenen Steckdosen, dass zumindest in einem Zimmer erfordern würde, dass ich das Kabel wieder um drei Ecken aus der Abstellkammer herausführen muss. (Die Abstellkammer hat nur eine Steckdose; wie dumm ist das denn). Lästig, aber ginge. Maximal 100 Mbit.

Ich habe noch etwas rumprobiert, aber ich schaffe einfach nicht mehr als 100Mbit. Fürs Spielen an sich sollte das reichen, ich habe aber noch keine Zeit gehabt, zu testen, wie der NOW-Client damit zurecht kommt. Selbst wenn ich nun ruckelfreier spielen könnte, wäre es aber ernüchternd, da der Adapter ja eigentlich Gbit schaffen soll! 1.300 Mbit. Mit 500 wäre ich ja schon zufrieden!

Die gewinnbringenste Alternative wäre wahrscheinlich, den Router an den Telefonanschluss im Wohnzimmer anzuschließen, aber dann müsste ich den ganzen Smart Home-Scheiß auch umziehen, dass will ja auch keiner.

Hm. Ich probiere jetzt erstmal, ob es über die PowerLine stabiler ist, dann schaue ich weiter. Vielleicht auch nochmal ein paar andere Steckdosen-Kombinationen probieren!

(Vielleicht ist der Anker USB-C-Ethernet-Adapter auch einfach crap? So viele Optionen!)

Ich gönnte mir ein Upgrade auf das Mi Band 5, ich lasse mich nämlich gerade von der Vibration wecken. Leider stinkt das neue Band sehr furchtbar. 🙃

Hikaru no Go

Damals, 2004, oder so, als ich anfing, Anime zu schauen, war Hikaru no Go ganz vorne mit dabei. Es dürfte mehr oder weniger der erste gewesen sein, den ich auf japanisch mit Untertiteln schaute. Dabei ensprang direkt auch mein Interesse, selber Go zu spielen, was ich sogar eine Zeit lang tat!

Während meiner Anime-Zeit schaute ich die 75 Folgen so drei oder vier mal komplett, weil ea einfach immer super war. Jahrelang kümmerte ich mich nun nicht mehr darum, gestern entschied ich mich aber nochmal dafür, zumindest die erste Folge nochmal anzugucken.

Was soll ich sagen – es ist immer noch wunderbar. Vor allem der Soundtrack löste mehrfach Nostalgie-Gänsehaut bei mir aus. Schade, dass es den nicht bei Spotify gibt, ich hörte ihn immer sehr gerne.

Wenn jemand eine Banane öffnet und sie ihren charakteristischen Geruch verströmt, bekomme ich auch sofort Lust darauf. Nach dem ersten Bissen, ist sie aber auch schon verflogen, denn ich mag Bananen gar nicht. 🍌

DT-770 Pro

Zu Weihnachten schenkte ich mir neue Kopfhörer, da ich irgendwann feststellte, dass ich keine Klinken-Dinger habe, mit denen ich Gitarre spielen kann. Also klar, bei den QC 35 war ein winzig kleines und kurzes Klinkenkabel dabei, aber dann muss ich mir das Audio-Interface quasi an den Kopf schnallen, damit das lang genug ist.

Da es so ein bisschen die Standard-Kopfhörer zu sein scheinen, gönnte ich mir also ein Paar DT-770 Pro von Beyerdynamic und stecke nun regelmäßig wieder ein Klinke ins Macbook. Jaa, es nervt, das Kabel hier rumwuseln zu haben, aber dafür fühlen sich die Ohren auch mal entspannter, nach stundenlangen AirPod-Sessions. Bin ganz zufrieden.

Das Einzige, was mich etwas stört, ist die Build Quality. Da alle meine Bekannten früher schon die DT-770 hatten, hatte ich schon viele in der Hand, vor allem so um 2012 herum, und irgendwie fühlten sie sich damals besser an? Das Plastik der Ohrmuscheln scheint irgendwie dünn und zerbrechlich und der Metallbogen an den Muscheln ist… fast scharf?

Naja. Trotzdem bin ich zufrieden.