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Er bloggt noch? Krass!

Dragonball Z Kai (2)

Nun bin ich mehr als fünfzig Folgen drin und, wie im letzten Post erwartet, trafen sie auf Freezer und zwar so richtig. Zuerst ging es noch langsam und abwechslungsreich los, mit verschiedenen Gegnern, die sich von der Kampfkraft langsam stärkten. Die letzten, ich weiß nicht genau, dreißig Episoden der Freezer-Arc umfassten aber nur noch den großen Kampf von Son Goku gegen den Endboss dieser Geschichte. Ich hatte das ja schon wirklich lang und ausgestreckt im Kopf, aber dass es so lang war, hatte ich vergessen. Wie muss das damals gewesen sein, als man da nur eine Folge pro Tag gucken konnte. Oder gab es Doppelfolgen? Ich glaube es waren Doppelfolgen.

Insgesamt fiel mir auf, dass die Serie doch ziemlich brutal ist, das hatte ich nicht so in Erinnerung. Kein Wunder, dass es nicht im RTL2-Nachmittagsprogramm lief. Beim Gucken schaue ich ständig im PERFECT POWER LEVEL LIST Wiki um mir eine Vorstellung zu machen, wie stark jetzt alle sein sollen. Keine Ahnung warum.

Ein witziges Element, dass ich, ja, ich sag es immer wieder, komplett vergessen hatte, war die Ginyu Force mit ihrem bescheuerten Tanz, haha.

ginyutokusentai.jpg
Bitte nicht verklagen, wegen einem Screenshot. Quelle: Dragon Ball Wiki

Nun kämpfen Goku und Freezer ungefähr dreißig Episoden lang und Freezer sagt mehrfach “Ich glaube, dass in so zwei Minuten der Planet explodiert”. Daraufhin kämpfen sie ewig weiter, zehn Folgen vergehen, nicht allerdings die Zeit. Zwei Minuten. Für immer. Naja. Trotzdem bleibt es immer auf eine komische Art und Weise spannend — an und für sich weiß ich ja, was passiert und wer überleben wird. Ab und zu gibt es auch noch einen überraschend Emotionalen Moment. Eigentlich immer noch perfekte Unterhaltung!

(Das einzige, was ein bisschen nervt ist dieser Atombomben-Explosions-Sirenen-Sound nach jeder Energiekugel, die auf dem Planeten einschlägt.)

Noch eine Sache, die ich nie gedacht hätte, dass ich sie über die Lippen bringe: Der englische Dub ist über jeden Zweifel erhaben. Mega gut.

Nachdem Freezer erstmal erledigt ist, geht auch alles super schnell, Dragonball Z Kai, ohne Filler-Arcs, sei dank. Kurz ein bisschen mit den geretteten Namekianern auf der Erde abhängen, alle, die noch tot sind, wiederbeleben und schwupps, zwei Folgen, nach dem man dachte, man sieht Freezer erstmal nicht wieder, landet er schon wieder auf der Erde – und mit ihm Trunks.

Wie cool ist eigentlich Trunks? Ultra.

Kirby 3.6 und PHP 8.1

Ich hatte länger Bedenken auf Kirby 3.6 upzudaten, weil ich dachte, alle meine Plugins gehen durch den Umbau im Panel kaputt, aber dem war gar nicht so klappt alles noch. Endlich kann ich also den eingebauten Builder benutzen! Zeitgleich habe ich auch mal auf PHP 8.1 geupdated und bin jetzt up to date für die nächsten zehn Jahre, juchu!

BetterJournal (3)

So, nicht, dass ich denke, dass irgendjemand es benutzen würde, aber ich dachte, es wäre mal wieder an der Zeit etwas bei Github hochzuladen. Ich legte zum Einen für BetterJournal eine Projektseite im Wiki an, mit ein paar Screenshots und merkte, dass ich da dringend nochmal ans Design muss, das sieht aus wie Kraut und Rüben, also das Wiki, nicht BetterJournal. Zum Anderen pushte ich den Code zu Github.

Mir gibt es nun immerhin so halbwegs das Gefühl mal eine Sache abgeschlossen zu haben, etwas so rund gemacht, dass jemand es theoretisch benutzen könnte, ein gewisses Interesse daran, mit PHP Code rumzuspielen vorausgesetzt. Gleichzeitig sagt in mir wieder eine Stimme, dass das alles nicht genug ist, keiner läd sich ein paar PHP-Dateien runter, warum habe ich es nicht direkt als iPhone App gemacht, die im App Store ist, das wäre cool!

Alles eine Einstellungssache, natürlich. Ich entscheide mich jetzt aktiv dafür, dass ich stolz bin, ein benutzbares Mini-Projekt in kurzer Zeit zusammengebaut habe. Zumindest versuche ich das.

Dragonball Z Kai (1)

Letztens scrollte ich durch Reddit und sah mal wieder ein Gif von einer Szene aus Dragonball Z. Eigentlich habe ich Apollo, den Reddit-Reader meiner Wahl meistens gelöscht, aber ab und zu verspüre ich leider den Drang und dann muss ich ihn installieren und scrollen. Furchtbar. Naja, jedenfalls weckte das in mir die Lust auf Dragonball. Neben Pokémon war das damals einer der ersten Anime, mit denen ich in Kontakt kam. Damals, auf RTL2 um 19 Uhr oder so, mit viel Werbung.

Ich las weder den Manga zuende, noch guckte ich es im Fernsehen fertig, da ich die Lust verlor, oder durch andere Anime abgelenkt wurde, aber eine gewisse Faszination war natürlich weiterhin in meinem Kopf gespeichert. Zum zwanzigsten Geburstag gab es nun, also vor 13 Jahren, einen Remaster oder so. Die alten Folgen wurden aufgepeppt, teilweise wohl Dinge neu gezeichnet und auf High Definition upgegradet. Zudem wurde alles etwas gestrafft und alle Filler-Episoden entfernt, was die Gesamtzahl der Episoden auf 167 reduziert, statt den 291 Folgen der Originalfassung. Das ist doch überschaubarer!

Ich fing mal an zu gucken und war direkt in den Bann gezogen. Ich erinnerte mich an fast gar nichts mehr. Klar, die Charaktere sind mir ein Begriff, aber kaum weitere Details. Das Piccolo nach Son Gokus erstmaligen Ableben erstmal Son Gohan trainiert, und ganz casual den Mond kaputt schießt, haha. Komplett vergessen. Wie ging eigentlich das normale Dragonball zu Ende? War Piccolo da der Endgegner? Keine Ahnung mehr. Schade eigentlich, dass Dragonball Z Kai nicht ganz am Anfang beginnt.

Ich bin jetzt durch mit dem ersten Arc, dem Kampf gegen Vegeta und Nappa und hatte viel Spaß dabei. Ungewöhnlicherweise gucke ich es auf Englisch, aber der Dub ist auch richtig gut, da kann man nicht meckern. Natürlich dauerte der Fight mit Vegeta jetzt irgendwie fünf oder sechs Episoden lang, aber was soll man machen, spannend war es trotzdem, auch wenn man ja doch weiß, wie es ausgeht. Freue mich nun auf den nächsten Teil auf Namek, dem Heimatplaneten von Piccolo! Auch hier sind meine Erinnerungen ziemlich verwaschen. Treffen sie da schon auf Freezer? Bald werde ich es erfahren!

Mein Allerwertester

Letztens, ich glaube, weil ich unter anderen Markus Lanz es sagen hörte, fragte ich mich, wie jetzt eigentlich die richtig offizielle, anatomisch und medizinisch korrekte Bezeichnung für den Teil des Körpers ist, auf dem man sitzt. Hätte ich da jetzt eine große, grüne, nach Rost stinkende Warze und müsste eine Ärztin oder einen Arzt anrufen und ihr oder ihm die Situation schildern, was würde ich sagen?

Markus Lanz sagte jedenfalls “Po”. Das Wort hört man recht häufig und in meinem Kopf ist es irgendwie mit Kindersprache verbunden. Tatsächlich ist es ja auch die Kurzform von “Popo“, das laut Duden aus der Kindersprache kommt. Sollten Erwachsene in normalen Gesprächen also “Po” benutzen?

“Popo” ist übrigens die Kurzform des lateinischen Wortes “Podex”, was allerdings eigentlich “Furzer” bedeutet, also auch kein Wort, was man jetzt benutzen sollte, um gebildet zu wirken. Bei der Gelegenheit schaute ich direkt mal in den Eintrag zu “furzen”, einfach um mal zu gucken, was der Duden dazu zu sagen hat. Gebrauch: derb. Ja, das würde ich auch sagen. Ein Synonym dazu ist koffern. Das habe ich noch nie gehört. Hinten in der Aula wurde laut gekoffert.

Wie dem auch sei, das Wort für den Normalgebrauch scheint “Gesäß” zu sein. Ganz besonders angetan hat es mir allerdings der “Allerwerteste”, der mir erst bei tieferer Recherche wieder ins Gedächtnis gespült wurde. Umgangssprachlich scherzhaft verhüllend, genau mein Sprachstil.

Duden.de ist auf jeden Fall eine ganz gute Quelle für einen verregneten Nachmittag und ziemlich direkt vor “Podex” im Duden ist übrigens ”Podcast”, keine Ahnung, ob es da einen Zusammenhang gibt.

Arrow Functions in PHP

In den letzten Jahren habe ich viel Kram gemacht, Vue.js, React, versuchen ein Entwickler-Team aufzubauen, etc, was man halt so macht, in einer kleinen Agentur, dass ich nie wirklich die Muße fand mich mit den tollen neuen Entwicklungen bei PHP zu beschäftigen. Weil immer alles nur schnell-schnell gehen musste, war auch nie Zeit dafür, und privat wollte ich auch eher Dinge fertig haben, als mich mal tiefergehender damit zu beschäftigen, also die neuen Features wirklich zu benutzen, statt nur kurz einen Post dazu zu lesen.

Naja, und oft war es auch so, dass das Projekt halt mit PHP 7.1 oder PHP 7.3 lief und so lang das noch nicht Security-EOL war und der Server noch lief, da updated man ja nun auch nicht auf eine gerade neu erschienene Version. Ausreden habe ich genug parat!

Jetzt habe ich aber mal Lust, mich damit zu beschäftigen. Ich fange an, mit einer Sache, die in der JavaScript-Welt natürlich schon lange zum Standard gehört und mit PHP schon in Version 7.4 kam: Arrow Functions!

$kartoffelsuppe = fn($x) => $x * 9000;
echo $kartoffelsuppe(2);

// Sollte 18000 ausgeben!

Sieht ein bisschen dumm aus und nicht so elegant wie in JavaScript, aber man nimmt ja, was man kriegen kann.

Sinnvoll ist das natürlich hauptsächlich, wenn es um array_map oder sowas geht:

print_r(
    array_map(
        fn($item) => $item['title'],
        [ ['title' => 'foo'], ['title' => 'bar'] ]
    )
);

// Ergibt [ 'foo', 'bar'] 

Das ist dann schon wesentlich kürzer als die alte Syntax – bleibt aber auch beschränkt auf diesen Anwendungsfall, dass man direkt etwas returned. Arrow functions, die wieder mit geschweiften Klammern einen ganzen Block umfassen, gibt es in PHP nicht. Ist auch wieder okay, dann schreibt man halt function davor.

Also, ich würde sagen Arrow Functions in PHP bekommen vier von fünf 🐘🐘🐘🐘.

So was von da

Unsere Geschichte startet heute in am 11. Januar im Interface der Spotify-App. Ab und zu schaue ich mal in die Seitenleiste, in der man sieht, welche Musik meine Freunde gerade hören. Obwohl ich meinen Spotify-Account irgendwann von Facebook löste, wurden meine Freunde wohl übernommen und so folge ich noch ganz schön vielen Leuten!

An diesem schönen Tage hörte eine ehemalige Arbeitskollegin “Ich träume vom Träumen” von “Husten”. Der Name der Band klang lustig, also hörte ich mal rein. Der Song gefiel mir direkt gut, so auch einige andere, so hörte ich ein paar Tage vor mich hin und googelte irgendwann mal nach Husten. Normalerweise google ich ja nicht nach Krankheiten, da wird man ja nur verrückt, aber hier machte ich mal eine Ausnahme.

Ich fand den Artikel vom diffus Magazin, der kurz auf die Geschichte der Band eingeht.

Die Geschichte der Band Husten beginnt eigentlich bei einem Film oder vielmehr bei einem Buch. Es gab vage Pläne, „So was von da“ von Tino Hanekamp zu verfilmen, Musikproduzent Moses Schneider, der bereits mit prestigeträchtigen Bands wie Tocotronic und Beatsteaks gearbeitet hat, wollte sich dem Soundtrack annehmen und rekrutierte dafür Der Dünne Mann, seines Zeichens Mitglied der (inzwischen inaktiven) Berliner Band Viktoriapark. Aus dem Film wurde dann letztendlich nichts, aber die beiden Musiker waren eben schon am werkeln und beschlossen kurzer Hand, Sänger und Liedermacher Gisbert zu Knyphausen als dritten im unwahrscheinlichen Bunde aufzunehmen – Husten war geboren.

Da klingelten bei mir mehrere Glocken. Erstmal: Gisbert. Ja, mir kam die Stimme bekannt vor, doch kam ich da von alleine nicht drauf. Zum Anderen: “So was von da”. Das Buch von Tino Hanekamp las ich Anfang 2017 und befand es für sehr gut. Als ich es fertig gelesen hatte, hatte ich auch kurz darauf von den Plänen für einen Film gelesen und mich drauf gefreut, und mich sogar für einen Newsletter angemeldet.

Der Film war nun also fertig? Und Husten spielt mit? Noch mehr keimte in mir der Wunsch, den Film sofort zu sehen. werstreamt.es konnte mir zum Glück schnell verraten, dass Netflix den Film, der anscheinend schon 2018 raus kam, also vor vier Jahren, im Angebot hat.


Ich schaute mir den Film nun an zwei Abenden an, bereits nach der der ersten Hälfte merkte ich, dass da keine Spur war von Gisbert und ich las nochmal den diffus-Artikel. Dort steht direkt oben im Teaser, den ich beim ersten Mal überlesen haben muss:

So oder so ähnlich war das bei der Band Husten – die eigentlich mal einen Soundtrack machen wollte, für einen Film, der letztendlich nie erschien.

Aha. Die Band Husten hat sich also geformt um den Soundtrack für den Film beizusteuern, der aber anscheinend ein anderer Versuch war, das Buch zu Verfilmen, die aber am Ende nicht zu Stande kam. Schade. Kurios, dass es trotzdem eine Adaption gibt, die fertig geworden ist und das alles in etwa der gleichen Zeit. Wenn jemand mehr zu dem ganzen Hin und Her weiß, sagt bescheid, finde das spannend.


Zum Film: Ich freute mich sehr darüber. Er richtet sich grob nach den Geschehnissen im Buch und ist ähnlich verrückt und leicht durcheinander im zeitlichen Ablauf. Laut cinetastic.de wurden die Club-Szenen an vier Abenden mit “echten Partygästen” gedreht und von den Schauspielern weitgehend improvisiert — und das merkt man, wie ich finde. Und das meine ich so positiv, wie nur möglich. Die ganze Stimmung ist richtig gut und alles wirkt irgendwie frei, fluffig, ungeplant.

Ich war nie jemand, der in Clubs war, wo Leute tanzten. Selbst in meiner Zeit als regelmäßiger Genießer alkoholischer Getränke war ich immer nur in Bars und maximal einmal im Übel & Gefährlich, wo Leute zu furchtbarer Musik tanzten, stand da aber auch nur auf dem Balkon — und doch gab mir der Film irgendwie ein spaßiges Nostalgie-Gefühl.

Große Teile des Films sind sehr dunkel oder blinken wild, es geht viel hin und her, alle rauchen ständig oder konsumieren mehr Drogen, als man an einem Abend einnehmen sollte, denke ich, kenne mich damit nicht aus, aber irgendwie ist es halt wie im Buch und ich empfand es einfach als eine sehr kurzweilige, wilde Reise. Die Gastauftritte von Kalle Schwensen und Bela B trugen auch nur positiv dazu bei.

Top Film, danke an Steffi, dass sie Anfang Januar Husten hörte, sonst hätte ich es wahrscheinlich noch einmal zehn Jahre nicht mitbekommen.