Das gute an neuen Schandmaul-Alben ist ja, dass sie immer genau so sind, wie die davor. Ich hatte die Single “Der Totengräber” auf einer Autofahrt in der Release Radar-Playlist von Spotify gehört und wusste nach den ersten zwei, drei Takten schon, dass es sich um einen Schandmaul-Song handeln muss. Perfekt. Das ganze Album ist ganz gut, muss aber nochmal genauer durchhören.
Auf der Youtube-Recherche, ob es Leute gibt, die sich die Mühe machen, auch Schandmaul-Alben so sehr zu reviewen, wie es der Dunkle Parabelritter mit dem neuen Rammstein-Album tat, stieß ich auf das Video zum Totengräber-Song und es ist super witzig.
Spätestens nach dem zweiten Anschauen des Videos war ich auch schon wieder auf Eventim und schaute, wann sie mal wieder in Hamburg spielen. Gut gemacht, Schandmaul.
Ich gebe zu, dass ich in letzter Zeit etwas aufgegeben habe und meine Barista-Karriere mental an den Nagel gehängt habe. Die Milch gelingt mir einfach zu selten gut genug, um damit etwas anfangen zu können.
Bisher dachte ich immer, das große Ziel bei einer neuen Wohnung wäre einen Backofen zu haben, der vom Herd entkoppelt ist und so auf angenehmer Höhe in die Küchenschränke integriert ist – im Urlaub machte ich nun aber Bekanntschaft mit einer viel besseren Geschichte: ein Geschirrspüler in so einer angenehmen Höhe. Wie geil ist das denn! Sich nicht mehr bücken müssen, wenn man den Spüler ausräumt? Grandios!
An und für sich finde ich es ja toll, dass immer mehr Geräte per USB-Kabel ladbar sind. So auch meine Happybrush-Zahnbürste. Tatsächlich ist der Micro-USB-Anschluss für etwas, was ständig nass wird aber denkbar ungeeignet. Nach einem halben Jahr, oder so, ist der Anschluss auf jeden Fall schon komplett kaputt korrodiert und das Laden klappt nur noch sporadisch. Hat da mal ein Produktdesigner drüber nachgedacht?
Ich habs getan! Vor einiger Zeit schrieb ich ja schon, dass ich Instagram vom Homescreen verbannt habe. Eins hatte ich aber nicht bedacht: Siri zeigte es mir trotzdem jedes mal an der ersten Position ihrer “App Suggestions” an. Da ich viele Apps über die Spotlight-Suche starte, fiel es mir also immer ins Auge und ich verschwendete doch mehr Zeit als gewollt in der App.
Am Wochenende löschte ich sie nun. Fertig.
Seitdem habe ich sie bereits zwei Mal wieder installiert. Beim ersten Mal klickte ich kurz durch die Stories, merkte, dass ich sie mir gar nicht wirklich angucke und löschte die App wieder. Ein paar Tage später dachte ich kurz, ich lösch halt meine Followings rigoros, damit da einfach weniger Content ist, den ich fokussierter angucken kann – das führte aber nur dazu, dass ich am Ende gefühlt mehr Werbung als Inhalte meiner Freunde sah. Tja. Wieder gelöscht.
Ausnahmsweise wird mal Fleisch verarbeitet, bei Hello Fresh verklickt!
Seit Monaten bekomme ich im Instagram-Feed Werbung für das Frankfurter Brett, ein überteuertes Holzbrett, dessen Besonderheit es ist, dass man an diversen Metallrahmen noch Behälter einhängen kann, damit man das Schnittgut und den Müll direkt sortieren kann, und so weiter. Was man halt so macht, beim kochen.
Da ich den Preis immer viel zu hoch fand, vor allem für ein Holzbrett, dass bei mir nach zwei Wochen wahrscheinlich nicht mehr benutzbar ist, weil ich nicht die nötige Disziplin für so ein feines Küchenutensil habe, kaufte ich das Brett natürlich nicht. Doch die Behälter blieben mir im Gedächtnis.
Ich bin ja großer Fan davon, beim Kochen erstmal alles so gut wie möglich vorzubereiten. Natürlich ist das Brettchen nicht groß genug, um allem Raum zu bieten und so behilft man sich halt mit Schüsseln, die man so findet. Meistens halt die Müsli-Schalen aus dem Regal. Abfälle müssen auch irgendwo hin, also noch ne Schüssel. Oder ein Topf, der vom letzten Kochen eh noch schmutzig ist. An und für sich auch okay, aber wenn man jetzt mal drüber nachdenkt, wie cool es wäre, hätte man Behälter genau für diesen Job, unglaublich.
So reifte also der Gedanke weiter in meinem Kopf. Umso mehr ich drüber nach dachte, umso amateurhafter kam es mir vor Müslischüsseln für die Essensvorbereitung zu benutzen. Dafür sind sie doch gar nicht gedacht!
Nach weiteren Wochen Dauerbeschallung mit Instagram-Werbung fiel mir auf, dass man die Behälter vom Brett auch einzeln kaufen kann. Außerdem entsprechen sie der Gastro-Norm, einer deutschen Norm für solche Behälter. Man kennt sie hauptsächlich von Buffets und sowas. Alles genormt!
Ich suchte nun also erstmal auf Amazon nach passenden Gastro-Norm-Behältern, aber die waren entweder genau so teuer wie im Shop vom Frankfurter Brett, oder hatten diverse Bewertungen, dass man sich an den scharfen Kanten die Arme aufschlitzt. Ich entschied mich also erstmal für vier Behälter in Größe GN 1/6.
Am Freitag kamen sie nun an und übers Wochenende hatte ich diverse Möglichkeiten sie zu benutzen und es ist fantastisch. Selten habe ich für so “wenig” Geld (die vier Dinger kosteten jetzt 35€, was natürlich teuer ist für ein paar Gramm Edelstahl, aber hey) so viel Spaß gehabt, und das bei einer ganz lapidaren Tätigkeit wie dem Kochen!
Manchmal kann ich mich echt an den dümmsten Sachen erfreuen. Diesmal sind es Gastro-Norm-Behälter und die Tatsache, keine Müslischüsseln mehr für die Vorbereitung mehr benutzen zu müssen.
Jetzt muss ich nur noch einen Platz in der eigentlich schon vollen Küche finden…
Ich als großer Angsthase, was das reden von Menschen angeht, traute mich heute mal über den Tellerrand zu schauen und ging tatsächlich in ein Foto-Fachgeschäft, nämlich zu Foto Wiesenhavern in der Mönkebergstraße und fragte einen Menschen ganz nett, ob ich mal die EOS RP anfassen darf. Und die EOS R, die 6D Mark II und zum Vergleich noch die Sony Alpha A7III. Es war ein sehr positives Einzelhandelserlebnis, auch wenn der Verkäufer mir natürlich eindeutig etwas verkaufen wollte.
Unsortierte Gedanken
Die RP ist wirklich süß klein und leicht, sie triggerte sofort so ein "haben wollen"-Gefühl wie die M50
Sie hat leider auch ähnliche Nachteile: der EVF braucht ewig, bis er triggert (ist bei der Sony aber genauso langsam) und ich verstelle den Autofokuspunkt mit meiner Nase.
Ich habe keine Lust Sensortechnik von vor zwei Jahren zu kaufen
Die winzigen Akkus machen mir Angst, dafür ist es aber die erste Canon, die man per USB-C laden kann!
Eigentlich hätte ich sie gerne, aber ich hab auch Angst, dass sie wieder so ein Reinfall ist wie die M50, nur halt doppelt so teuer
Ich sollte einfach noch mal 1 – 1,5 Jahre warten, was das nächste Kompromiss-Produkt von Canon sein wird, statt jetzt zuzugreifen, nur weil ich etwas Neues will
Außerdem sollte ich mir mal klar darüber werden, dass es in der ~1.500€-Preisrange, in der ich mich bewege, wahrscheinlich nie eine Profi-Fullframe-Kamera mit allen Features geben wird, und ich mich damit abfinden muss, dass ich immer nur Hobby-Kameras mit Hobby-Kamera-Features haben werde, wenn ich nicht bereit bin wesentlich mehr Geld in die Hand zu nehmen
Beim Upgrade von der 400D auf die 6D hab ich mir einfach viel weniger Gedanken gemacht, weil der Sprung von einer 8 Jahre alten Baby-Kamera zu einer Einsteiger-Vollformat-Kamera einfach so riesig war, das werde ich jetzt wahrscheinlich nie wieder realisieren können
Alles nicht so einfach. Die A7III fand ich übrigens mega hässlich und habe sofort alle Gedanken, auf Sony zu wechseln, beiseite gelegt.
Seit einiger Zeit (warum beginnen so viele Blogposts so?) benutze ich den Clipboard-Manager von Alfred und es hat mein Leben enorm verbessert.
Was ist denn ein Clipboard-Manager, werden sich jetzt einige Leute fragen. Ganz einfach: Normalerweise drückt man Cmd + C und schwupps, ist etwas in der Zwischenablage, mit Cmd + V kann man es wieder einfügen. Standardmäßig hat die Zwischenablage aber nur einen Platz, der bei jedem neuen Kopiervorgang wieder überschrieben wird.
Das mag jetzt erstmal normal erscheinen, für mich war es die ersten dreißig Jahre meines Lebens auch völlig so, aber jetzt beim schreiben dieses Absatze kommt mir das Konzept dermaßen schwach und falsch vor, dass ich kaum verstehen kann, wie ich es so lange ohne Alfred ausgehalten habe!
Mit dem Clipboard-Manager von Alfred hat man jedenfalls die Möglichkeit, alles, was man so kopiert, zu speichern (man kann sagen wie viel und wie lange) und später wieder darauf zuzugreifen. So kann man sich erstmal 3-4 Sachen kopieren und sie wieder, z.B. in anderer Reihenfolge einfügen. Einfach Alfred per Shortcut öffnen, und in der Clipboard-History umhergucken. Das eignet sich auch wunderbar für Sachen, wo man genau weiß, dass man sie vor drei Stunden mal kopiert hatte, die mittlerweile aber verschwunden sind. Quasi ein Backup!
So gut die Anwesenheit einer beliebig großen Clipboard-History nun ist, es geht natürlich immer besser. In den letzten Wochen hatte ich ein paar langweilige Copy-n-Paste-Jobs zu tun, bei denen ich mir sehr stark wünschte, dass Alfred eine Art Clipboard-Stack hätte, den ich erst beladen und wieder entladen kann. Beispielsweise:
Ich kopiere nacheinander “A”, “B” und “C”, habe also drei Einträge in meinem Stack
Dann füge ich ein und “C” fällt raus, ich drücke nochmal Einfügen und “B” fällt raus, und beim letzten Mal kommt das “A”.
Meinetwegen muss das auch nicht in umgekehrter Reihenfolge sein. Daneben könnte ich mir noch einige andere Funktionen vorstellen. Zum Beispiel alles, was gerade im Stack ist Komma-separiert aneinanderhängen und ausgeben. Oder automatisch ein Search-and-Replace ausführen, und und und.
Alfred hat zwar eine ganz gute Schnittstelle für eigene Workflows, leider ist das Clipboard-Management da nicht so gut angebunden. Man kann zwar den aktuellen Inhalt der History übergeben, aber diese nicht modifizieren, etc.
Zuerst habe ich also ein paar Alfred-Hacks gegoogelt, alles was ich fand waren aber wilde Dinge, die die sqlite-Datenbank von Alfred anzapfen und bearbeiten. Darauf hatte ich keine große Lust. Also machte ich mich auf den beschwerlichen Weg selber eine Mac App zu schreiben. Hier ist also Fridolin!
(Der Name ist noch Quatsch, aber ich musste mir für den Blogpost schnell was überlegen)
Fridolin funktioniert folgendermaßen:
Er überwacht ständig das Clipboard auf Änderungen und speichert die in einer eigenen History
Drückt man den Shortcut, wird ein Script auf die History angewendet, das irgendwas macht. Zum Beispiel die oben beschriebenen Anwendungsfälle
Die UI ist noch hässlich und nicht so einfach benutzbar, aber insgesamt habe ich auch nur etwa eine Stunde Arbeit investiert. Aber es funktioniert!
Die Scripte, die auf die History angewendet werden sind übrigens in JavaScript geschrieben! Ein Hoch auf JavascriptCore.
Die ganze App besteht bisher nur aus wenigen Zeilen Swift-Code und ich werde mal sehen, ob ich sie wirklich benutze, oder ob das nur dumme Spinnereien von mir waren und ich diese Funktionalität eigentlich gar nicht brauche. Falls ja, werde ich es vielleicht irgendwann nochmal hübsch machen.
Den aktuellen Stand habe ich auf jeden Fall schonmal auf Github geladen. Schadet ja nicht!