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Der privateste Blog von Philipp.

Kirby x Laravel x Cannot redeclare e()

Ich hatte über das Problem ja schon einmal berichtet – wenn man Kirby zusammen mit verschiedenen Laravel-Sachen benutzen will, bekommt man oft diese Fehlermeldung:

Fatal error: Cannot redeclare e() (previously declared in vendor/illuminate/support/helpers.php:109) in vendor/getkirby/cms/config/helpers.php on line 130

Das Problem ist, dass sowohl Laravel als auch Kirby ein paar Helper-Funktionen definieren, unter anderem eine, die e heißt. Leider hat Kirby in seiner Deklaration keine function_exists-Abfrage und dadurch explodiert alles. Ich hatte sogar schonmal im Kirby-Discord nachgefragt, warum das so ist – man will hier vermeiden, dass eine Helper-Funktion, von einem random Composer-Package überschrieben wird, das gegebenenfalls etwas komplett anderes macht und damit die Funktionalität der Seite kaputt macht. Fair enough.

Nervig ist es trotzdem.

Man kann die Sache umgehen, in dem man in der public/index.php folgendes ergänzt:

define('KIRBY_HELPER_E', false);

Letztens wollte ich allerdings mal ein paar coole Sachen in mein immer wachsendes Kirby-Projekt hinzufügen, namentlich phpunit, phpstan und phpcs. Natürlich haben all diese Tools das exakt gleiche Problem. Leider lässt es sich nicht so leicht lösen, wie für Kirby, denn die Tools lesen natürlich nicht zuerst die public/index.php ein. Je nachdem gibt es zwar ein paar Optionen, um gewissen Code vorher auszuführen, aber ich fand nichts, was wirklich universell gut klappte.

Zum Glück fand ich jetzt in einem Github-Issue auf das composer-include-files-Plugin aufmerksam wurde. Die Funktion ist sehr übersichtlich: Es sorgt einfach dafür, dass die Dateien, die man in der composer.json angeben kann, als allererstes im Autoloader ausgeführt werden.

Das heißt, ich kann die tolle Konstante für Kirby ganz am Anfang ausführen und auch alle externen Tools, die den Code parsen, verstehen das. Wunderbar.

Damit ist jetzt hoffentlich dieses furchtbare Problem, über das ich immer wieder gestolpert bin, ein für alle Mal gelöst.

Warum sind alle Rezepte-Apps furchtbar

Eben fragte ich auf Mastodon, was ihr so als Rezepte-Sammlungs-App benutzt. Diese Frage stelle ich regelmäßig und ich bin jedes Mal wieder enttäuscht. Das Problem ist nämlich, dass es tausende Apps, Webapps und analoge Möglichkeiten gibt und, kaum zu glauben, alle sind in furchtbar. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum es so viele verschiedene Lösungen gibt. Jede Person hat Vorlieben, was das Rezepte-Management angeht und anscheinend ist es dann direkt die zweite App, die man direkt nach der Todo-App anfängt.

Moment Philipp, werdet ihr euch fragen, hast du nicht selber eine Rezepte-App gebaut? Ja, richtig. Hab ich. Leider benutze ich sie nicht, da ich eines Tages angefangen habe, alles umzubauen und schöner zu machen, aber, wie immer, keine Lust mehr hatte, alles liegen ließ und nun funktioniert die Hälfte nicht mehr. Natürlich könnte ich sicher alles per Git auf einen funktionierenden Stand reverten, aber zwischendurch gab es auch Datenbank-Änderungen und alles ist schlimm. Das klassische neglected Sideproject, das man eigentlich endlich mal in die Restmülltonne kehren sollte, damit es nicht ständig mentale Energie verbraucht.

Genau das möchte ich ja tun, aber ich finde einfach nichts, was passt. Ich habe ja gar nicht so viele Wünsche:

  • Es soll halbwegs ansprechend aussehen, kein Webinterface mit Material UI.
  • Tags oder Ordner zum Sortieren.
  • Zutaten sollten eigene Entities im System sein, ich möchte nach Zutaten filtern, und alle Rezepte die rote Zwiebeln verwenden, sollen auf die gleiche Entity zeigen und nicht auf “Zwiebeln (rot)” und “rote Zwiebeln” und “Zwiebel, rot”.
  • Beim Anlegen neuer Rezepte möchte ich einen Autocomplete bei den Zutaten.

Folgende i-Tüpfelchen hätte ich noch:

  • Es gibt eine iOS-App und eine Mac-App, die Daten per CloudKit speichern, sodass ich die Rezepte per CloudKit-Sharing im Haushalt teilen kann, ohne, dass ich einen Account beim Hersteller der Rezepte-App brauche.
  • Wochenplan-Funktion, wo ich aber nicht nur Rezepte eintragen kann, sondern auch Freitexte
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man with long brown curly hair sitting in front of a laptop and is desperately looking at screenshots of recipe manager apps, digital art

Folgende Sachen habe ich in den letzten Wochen angeguckt oder ausprobiert:

  • Nextcloud Cookbook (via alerich) — Guckt es euch nicht an, es sieht furchtbar aus. Außerdem werde ich dafür kein Nextcloud installieren.
  • Mela (via Don, hatte ich aber auch vorher schon probiert) — Ist an und für sich ziemlich gut, auch mit i-Tüpfelchen, aber Zutaten sind nur ein großes Freitext-Feld.
  • Mealie (via Sebastian) — MaterialKotzUI. Habe es mir nicht genau angeschaut, aber auf den Screenshots sieht die Editieroberfläche aus wie bei mir, Zutaten sind also Entities. Nice. Leider sieht es halt wirklich schlimm aus.
  • Crouton (via Andreas, hatte es aber auch schon vor Monaten probiert) — Davon war ich, als ich es neu fand, oder auch von jemandem empfohlen bekam, richtig stark begeistert. Schön schlichtes Design, CloudKit. Leider, ihr ahnt es, keine vernünftigen Zutaten. Die Mac-App sah auch dumm aus.
  • Bring! (via Maurice) — sieht furchtbar aus. Ich hab mir das Rezepte-Feature nichtmal angeguckt, weil die App gezwungenermaßen einen Account braucht.
  • körbchen und Pestle — diese beiden Apps mit dummen Namen habe ich im App Store gefunden, installiert, drei Sekunden angeguckt und gelöscht, ich weiß gar nicht mehr, was mich im Detail störte.
  • Paprika — Ist ja die bekannteste Rezepte-App aber das Design kickt mich auch echt gar nicht. Und ich fand auf der Webseite jetzt auch keine Sharing-Funktionalität mit mehreren Benutzern? Haben die das echt nicht?

Wie man sieht, alle Apps sind furchtbar, inklusive meiner Eigenen. Ich kann’s ja auch ein bisschen verstehen. Zutaten als eigene Entity ist schwer und macht ein riesiges Fass auf. Ist eine gelbe Paprika eine andere Zutat als eine rote Paprika, oder sind es beides Paprika nur mit einem Modifier? Wenn man Lust auf Datenmodellierung hat, kann man da sicherlich Wochen zubringen. Oder man macht die Zutaten einfach als großes Freitextfeld, weil 99% der Leute eh Rezepte von Chefkoch.de importieren und es allen egal ist, dass die Daten völlig unkonsolidiert sind.

Was ich nun mache? Keine Ahnung. Ich denke, trotz allem kann ich eher mit der Zutaten-Situation leben, als damit, MaterialUI anzuschauen, daher werde ich wohl meine Daten mal in Mela importieren und meine Webapp endlich entsorgen. Auch wenn es mir beim Schreiben dieses Satzes schon weh tut.

Falls noch jemand, unerwarteterweise, eine bessere Empfehlung hat, lasst es mich bitte wissen.

(Auch wenn ich in diesem Post eindrucksvolle Wörter wie “furchtbar” und “kacke” verwende möchte ich herausstellen, dass es sich hier lediglich um ein pet peeve handelt und ich nicht den lieben langen Tag darüber traurig bin, dass es keine Rezepte-App gibt, die mir gefällt, oder dass jemand MaterialUI erfunden hat. Wobei letzteres wirklich Potential dazu hätte)

Eine Liste von Gründen, aus denen ich doch anfing Youtube-Videos herunterzuladen

Letztens schrieb ich auf Mastodon, dass ich viel Musik auf Youtube konsumiere, da ich vor allem die TV Noir-Aufnahmen von diversen Künstlern teilweise besser finde, als alles, was sie je auf Alben veröffentlicht haben. Normalerweise läuft das so ab, dass ich Youtube öffne, eins der Videos von der Startseite anklicke und dem Algorithmus vertraue, der mich nach und nach durch meine altbekannten und oft-gehörten Songs begleitet.

Mich hat das schon immer etwas gestört. Was wenn eins meiner Lieblingsvideos mal verschwindet. Vielleicht finde ich sie auch gar nicht wieder, wenn der Algorithmus es aussortiert! Außerdem ist es auch ziemlich verschwenderisch immer ganze Videos zu streamen, wenn man eh nur Musik hört und eigentlich würde ich die Tracks auch gerne unterwegs hören.

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Einer der wenigen Filme, die ich 2022 gesehen habe und er ist einfach perfekt. Am Anfang ist es etwas verwirrend, wenn sie so zwischen Englisch und Mandarin wechseln, aber der Rest des Films ist einfach unglaublich gut.

Die ersten Minuten gefielen mir gar nicht. Man muss dazu sagen, dass ich gerade vom ersten Teil kam, der ja so schön kuschelig in dieser alten Villa spielt. Da war der ganze Sprung zu diesen random Influencer:innen und Menschen, die alle mit diesem Elon Musk-Verschnitt – ebenfalls ein Thema, mit dem ich eigentlich gerade nichts zu tun haben will – zusammen hängen und auf so einer Luxus-Insel ein Wochenende verbringen sollen.

Immerhin hat Daniel Craig es noch gerettet und den Film doch noch zu einem angenehmen Zeitvertreib werden lassen. Aufgrund der ganzen Grundthematik und des aufgeblasenen Casts leider trotzdem weit vom ersten Teil entfernt. Ich hoffe Netflix übertreibt es beim dritten Teil nicht so sehr.

Ich wünsche allen Leser:innen ein frohes neues Jahr! Besser spät als nie.

Letztens fragte ich auf Mastodon nach tollen Filmen aus dem Jahr 2022 und mir wurde Knives Out 2 empfohlen. Ich dachte mir, ich schaue lieber erstmal den ersten Teil und… ich bin ganz begeistert. Toller kurzweiliger Krimi-Film mit einem richtig tollen Daniel Craig. Ich mochte ihn als James Bond ja ganz gerne, aber in dieser Columbo-Rolle gefällt er mir so viel besser.

Der ganze Film fühlt sich einfach kuschelig an, was auch daran liegen mag, dass es zum großen Teil in dieser alten Villa spielt und den Ort des Geschehens auch nur selten verlässt. Gefällt mir alles sehr gut und weckt wieder mein Interesse an solchen Geschichten. Vielleicht sollte ich anfangen Detective Conan zu gucken!

Wiki-Seite zu Schandmaul

Ich las letztens irgendwo, dass es Quatsch ist, Dinge Wiki zu nennen, wo gar nicht jeder editieren darf, daher muss ich mir wohl mal einen neuen Namen überlegen für meine Artikel-Ablage. Nicht jetzt.

Eigentlich hätte ich mich eher mal um Reinhard Mey kümmern können, der wurde ja immerhin gestern achtzig Jahre alt. Glückwunsch! Statt dessen hörte ich mich aber mal durch die ganzen Schandmaul-Alben und schrieb das ein oder andere dazu, und zur Band allgemein auf die entsprechende Seite im Wiki. Falls es also jemanden interessiert, welches mein Lieblingsalbum und meine Lieblingssongs sind, bitte dort entlang!

(Ich brauch auch dringend eine schönere Darstellung der Alben-Kacheln)

Top-Alben 2022

Es ist Jahres-Ende und damit die Zeit für Rückblicke und so Kram. Ich habe seit Jahren keinen davon mehr geschrieben und auch dieses Jahr werde ich keine Zusammenfassung schreiben. Trotzdem fragte ich mich letztens, welche Alben in 2022 eigentlich veröffentlicht wurden. Ich glaube, die Frage kam auf, als ich meine Spotify Top Tracks 2022-Playlist bekam und feststellte, dass sie zum Großen Teil mal wieder den gleichen Inhalt wie im letzten Jahr hatte.

Dank meines treuen Scripts, dass meine Spotify-Plays mitschneidet konnte ich nun schnell ermitteln, welche Alben ich in diesem Jahr besonders oft gehört habe. Leider speichere ich aktuell fast keine Meta-Informationen, also zum Beispiel auch nicht das Erscheinungsjahr des Albums, daher musste ich noch manuell Hand anlegen, um herauszufinden, welche der Platten nun also auch in diesem Jahr neu erschienen sind. Zum Glück hörte ich, wie man anhand der Playlist schon erkennen konnte, nicht viel Neues, und daher ging das schnell.

Hier folgt nun also eine Liste der Alben aus dem Jahr 2022, die einen etwas höheren Abspiel-Count vorweisen konnten:

Betterov — OLYMPIA

Ich entdeckte Betterov zwar in diesem Jahr (danke an Florenz), aber das Album, das ich die ganze Zeit durchhöre ist leider von 2021, also passt es hier nicht in die Liste. OLYMPIA ist sein echtes erstes Studio-Album und enthält alle Lieder, die vorher quasi wöchentlich auf Spotify gedroppt wurden, eine Sache die ich übrigens ziemlich dumm finde, denn es nimmt ein Bisschen die Überraschung. Naja.

Ich mag Betterov, und habe das Album auch ein paar Mal durchgehört, aber ich fürchte, ich werde für immer die Dussmann-Session hören und als OG Betterov in meinem Herzen behalten, OLYMPIA hat bei mir einfach nicht komplett gefunkt.

Funny van Dannen — Kolossale Gegenwart (Live)

Ein neues Live-Album von Funny. Freue mich immer, höre es drei oder vier mal durch und lege es zu den Akten. Lieder mit ausschließlich lustigen Texten schaffen es bei mir selten in Playlisten. Ist eher immer so eine Stimmungssache, dass man mal ein Funny-Album auflegt. Allerdings glaube ich nicht, dass es dieses Album sein wird, wenn wenn ich so über die Track-Liste scrolle, fällt mir kein Lied auf, welches ich jetzt besonders gut fand.

Sebastian Madsen — Ein Bisschen Seele

Mir gefällt dieses Album vom Madsen-Frontmann sehr gut. Es er schien erst im September und hatte daher noch nicht die Chance besonders oft gehört zu werden, aber mir gefallen die meisten Songs sehr gut, vor allem natürlich die Songs mit Eva Briegel und Drangsal.

FiNCH — Rummelbumms

Dieser Künstler ist komplett neu für mich, aber irgendwie spülte Spotify mir seinen Track mit Scooter rein und den find ich so richtig knorke. Rummelbumms enthält daneben noch einen Song mit Alligatoah, den ich auch ziemlich gut finde. Der Rest kriegt mich leider so gar nicht.

Keimzeit — Kein Fiasko

Kein Fiasko hat das gleiche Problem, wie alle Keimzeit-Studioalbem nach Bunte Scherben: Ein paar wenige gute Lieder, der Rest ist egal. Es wird endlich Zeit für ein neues Live-Album, dass die ganzen guten Songs der letzten Studioalben zusammenfasst.

Provinz — Zorn & Liebe

Nachdem ich Provinz entdeckte, ich glaube mit Neonlicht war das, hatte ich große Hoffnung. Leider gefällt mit Zorn & Liebe zum großen Teil gar nicht. Unsere Bank mit Danger Dan ist halt ultra gut, aber nichtmal das Feature von Casper bei Betäub mich kann mich davon überzeugen, aus dem Album mehr als ein One-Hit-Wonder zu machen.

Casper — ALLES WAR SCHÖN UND NICHTS TAT WEH

Wo wir schon bei Casper sind. AWSUNTW ist ein komischer Titel aber ein solides Album mit vielen guten Tracks. Eins der besseren in diesem Jahr!

Tocotronic — Nie wieder Krieg

Ich konnte nie richtig viel mit Tocotronic anfangen, aber das neue Album hat mich doch etwas mehr mitgenommen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich die ersten sechs Songs wesentlich öfter höre als den Rest.

Alligatoah — Rotz & Wasser

Auch Rotz & Wasser litt für mich etwas darunter, dass die Lieder so reingetröpfelt kamen. Nichts desto trotz eine Platte voller Highlights. Bis auf Fuck Rock n Roll ist eigentlich jedes Lied sehr gut. Wobei selbst das okay ist, bis auf dieses Refrain-Sample.

Schandmaul — Knüppel aus dem Sack

Zu diesem Album habe ich mich ja im letzten Post erst ausführlich geäußert. Es ist sehr gut und damit verdient auf dem ersten Platz der “Alben, die im Jahr 2022 erschienen sind und am meisten gehört wurden”-Liste.


Würde mich jemand fragen, was meine Top-Alben von 2022 sind würde ich also so etwas antworten, wie:

Knüppel aus dem Sack, Rotz & Wasser und das neue von Casper mit diesem langen Titel, den man sich nicht merken kann.

Das neue Thees Uhlmann-Live-Album habe ich hier nicht aufgeführt, denn ich finde das Sound-technisch so schwach, dass ich es bisher nicht einmal durchhören konnte. Dabei liebe ich doch Live-Alben!