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Der privateste Blog von Philipp.

Der Fail des Jahres

Als ich hörte, dass es 2018 eine neue Show von Stefan Raab geben wird, war ich, als alter Fanboy, natürlich erstmal kurzzeitig in einen gewissen Hype-Zustand versetzt. Dieser hielt etwa 20 Sekunden an, bis ich las, dass er nur als Produzent an der Show beteiligt sein wird. Was machen Produzenten schon. Ich will Stefan Raab sehen! Naja.

Nun ist es 2018 (Ja, wirklich. Sorry, an alle, die noch auf den 2017er (und 2016er) Jahresrückblick warten, der natürlich pünktlich Ende Dezember hätte erscheinen sollen!) und die Show ist gelaufen und ich fühle mich genötigt einen Blogpost dazu zu schreiben, weil, immer wenn was schlecht ist, muss man sowas machen.

Das Unheil begann schon mit der ersten Folge. Irgendjemand hat wohl entschieden, dass das ganze Ding, wahrscheinlich wegen den nicht unbedingt fernseh-erprobten ErfinderInnen und Erfindungen, bei denen bestimmt ab und zu was schief läuft und kaputt gehen kann, lieber auf eine Aufzeichnung zu setzen. Wenn man Raab-Shows gewöhnt ist, ist das erstmal direkt ein großer Downer, denn diese lebten ja gerade von dem, was in der Live-Show vielleicht schief ging.

Statt irgendein Risiko einzugehen waren die ersten vier (oder mehr?? Keine Ahnung) Folgen nun eine relativ langweilig und -atmig herunterproduzierte Aneinanderreihung von mehr oder weniger spannenden Erfindungen. Gefühlt passierte nichts. In einem kurzen Einspieler wurden die KandidatInnen vorgestellt, danach gabs ein kurzes Gespräch mit der Jury, die immer alles ganz toll fand und manchmal Sachen ausprobierte, was aber eher zu Fremdschämen führte, als zu guter Unterhaltung. Es gab sogar kackende Hundebabys, wie bei der Höhle der Löwen!

Jetzt kann man natürlich sagen, dass Die Höhle der Löwen auch ein vorproduziertes Format ist und keine Live-Show. Ja, okay, aber es versucht auch keine Samstag Abend-Familienunterhaltung mit Studiopublikum zu sein und nutzt den Vorteil, dass sie wahrscheinlich wesentlich mehr aufzeichnen, als am Ende ausgestrahlt wird so gut, dass am Ende eine relativ spannende Sendung dabei rauskommt.

Klar sind viele der Erfindungen bei DHDL auch nicht mega spannend, aber dann kann man sich wenigstens mit angucken, wie Frank Thelen die GründerInnen ordentlich in die Pfanne haut — und sich am Ende darüber freuen, dass der Dümmel doch einsteigt, weil man auch keine Katzenkackeschaufel wunderbar in 10.000 Regale legen kann.

Gestern lief nun das Finale. Ich hatte nach den Shows vorher schon keine große Hoffnung, dass sie damit noch viel raus reißen, dachte mir aber, dass ja vielleicht noch irgendetwas lustiges passiert. War ja dann immerhin live.

Im Endeffekt war es eine dreistündige Sendung, die zu 80% aus Einspielern bestand. Jede der Final-Erfindungen wurde nochmal kurz vorgestellt, danach gab es noch ein kurzes Making Of des Werbespots, welcher für jedes Produkt gedreht wurde.

In den fünf Minuten Live-Talk mit den KandidatInnen wurde dann noch kurz abgecheckt, wie viele Vorbestellungen eingegangen sind (Frank Thelen würde sich im Grab umdrehen, so schlecht skalierbar, wie all die Erfindungen waren). Am Ende gabs dann noch die Werbespots, die irgendwo zwischen o-kay, und cringy waren.

In der allerletzten Finalrunde wurden dann noch die verbliebenen vier Erfindungen in den ausführlichen Praxistest geschickt, zum Beispiel durfte eine Zuschauerin aus dem Publikum den faltbaren Autoanhänger zusammenfalten. Was für ein Erlebnis.

Immerhin hat dieser Anhänger am Ende auch gewonnen. War schon keine schlechte Erfindung, da kann man nichts sagen. Allgemein waren die Dinge, die ins Finale kamen, alle schon irgendwie gut — allesamt hätten sie aber einfach eine bessere, unterhaltsamere Show verdient. So besonders gut können die Quoten auch nicht gewesen sein, getwittert hat nämlich gefühlt keiner darüber.

Was an der Show war nun Stefan Raab? Das einzige, was mir einfällt, ist die Theme-Musik. Die klang schon sehr nach ihm / TV Total. Aber der gesamte Rest? Da erkenne ich nichts wieder — da war selbst die vierundzwanzigste Ausgabe des TV Total Turmspringens mit den allerletzten C-Promis noch unterhaltsamer als das Ding des Jahres.

Die Antwort auf die, in der Show, so oft ausgesprochene Frage, “Was können sie am Besten gebrauchen?”, ist auf jeden Fall nicht “Das Ding des Jahres”. Vielleicht hätten sich die Programmchefs von ProSieben diese Frage mal stellen sollen.

Berlin, Februar 2018

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Nach nur drei Monaten verschlug es mich mal wieder nach Berlin. Es galt Martin beim Umzug zu helfen und außerdem wollte ich ein paar Leute treffen! Leider waren viele Leute, die ich auch gerne noch getroffen hätte, ausgerechnet an diesem Wochenende nicht da! Tja, sowas passiert. Immerhin traf ich Danjel, Marcel, Cecilia, Malte und Lukas!

Natürlich nehme ich auf so eine Reise auch eine Kamera mit -- bisher die gute alte 6D. Da ich aber, wie immer, auf der Suche nach etwas neuem bin, und demnächst die X-A5 von Fuji kommt, wollte ich mir mal die Fuji-Welt etwas angucken. Zum Glück lieh mit Chris seine X-T20 und ich konnte sie ein bisschen durch Berlin tragen.

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Am Anfang war ich auch noch voll motiviert, als ich nach 15 Minuten aber kein Fotomotiv fand und das Wetter auch sehr trüb und langweilig war, hatte ich auch keine große Lust mehr. Den restlichen Tag hing die Kamera an mir herum und meistens vergaß ich einfach, dass sie existiert. Auch eine Qualität. Leicht ist sie ja.

Ich hab es nichtmal geschafft im Burgeramt ein Foto vom Burger zu machen, ich bin ein schlechter Tagebuch-Fotograf. Vielleicht brauch ich auch einfach gar keine kleine Kamera.

Naja, abgesehen von diesen wichtigen existenziellen Fragen, war es ganz schön mal wieder alle zu treffen und hoffe, dass die Berlin-Crew beim nächsten mal vollzähliger ist!

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Das Failtom der Oper

Ich fahre durch Hamburg, stehe an einer Ampel und sehe ein Plakat am Wegesrand. Das Phantom der Oper mit Weltstar Deborah Sasson. Ich denke mir, okay, war nicht erst letztens der zweite Teil von Phantom in Hamburg? Komisch, dass der erste schon wieder läuft.

Ende Januar, ich komme gerade vom Pia Douwes-Konzert und bin im Musical-Rausch. Ich erinnere mich an das Plakat, das ich ein paar Wochen zuvor sah, logge mich bei Eventim ein und kaufe für 64 € ein Ticket für den 15. Februar. Bereits im Blogpost scheine ich eine Vorahnung zu haben.

Keine Ahnung, ob es eine gute Produktion ist, aber ich denke, das kann man sich mal angucken.

Fünfzehnter Februar, 9:00 Uhr. Ich bin etwas zu früh um Büro und ich drucke mir das Print@Home-Ticket aus. Mit Erschrecken stelle ich fest, was darauf steht. “Das Phantom der Oper, Musik: A. Gerber, Text: P. Wilhelm”.

Moment mal, ist das Musical nicht eigentlich von Andrew Lloyd Webber?

Ich google kurz, ob Andrew Lloyd Webber eventuell nur ein Künstlername von A. Gerber ist, aber nein — Ich bin tatsächlich in eine Falle getreten.

Man muss nämlich Wissen, dass es vom Phantom insgesamt (mindestens) vier Musical-Produktionen gibt. Eine sehr alte (die Erste) von irgendeinem Typ, ein Flop — danach die weltbekannte von Herrn Webber — das, was den meisten wahrscheinlich zuerst einfällt, wenn man sie nach einem Musical fragt. Naja, und halt die Version von Gerber/Wilhelm und die von Deborah Sasson. Witzigerweise waren jetzt beide Versionen im kurzen Abstand hintereinander im Mehr! Theater in Hamburg.

Ich erspare mir jetzt die Diskussion, ob es cool von den Produzenten ist, unter solch einem vorbelasteten Namen ein Musical an den Markt zu bringen. Rechtlich ist es wohl okay, da es alles auf dem gleichnamigen Buch basiert und der Autor schon lange tot ist.

Nach etwas Recherche fand ich auch diverse Meldungen von Verbraucherzentralen, die vor Betrug warnen — was natürlich etwas… übertrieben ist, denn am Ende treten da auch Schauspieler und Musiker auf, die versuchen etwas schönes zu produzieren — nur halt nicht unbedingt das, was man erwartet, wenn man Karten für das fucking Phantom der fucking Oper kauft.

Immerhin die Veranstaltungsorte geben sich immer recht viel Mühe, darauf hinzuweisen, was es nicht das Original ist — beim Mehr! Theater stand es zum Beispiel ganz groß in rot über dem Beschreibungstext. Schade, dass ich damals direkt über Eventim buchte. Denen ist das natürlich völlig egal.

Fünfzehnter Februar, 9:05 Uhr. Der Tag ist gelaufen. Ich freute mich seit ein paar Wochen auf das Musical und jetzt wird mir klar, das ich wohl etwas komplett anderes sehen werde. Ich informierte mich noch etwas und hoffte einfach, das es bestimmt auch in irgendeiner Weise gut sein wird. Ich kenne das Phantom bisher ja nicht und ja, vielleicht ist das Bühnenbild billig und die Lieder nicht ganz so toll, aber an sich kann ich mich ja trotzdem ganz gut begeistern solang ein paar Leute schön singen.

Fünfzehnter Februar, 19:30 Uhr. Es regnet und ich steige ins Taxi. Ich dachte schon kurz darüber nach, gar nicht erst hinzugehen, denn das Sofa war auch sehr gemütlich. Trotzdem fahre ich los.

19:45 Uhr. Im verdammten Mehr! Theater muss man immer aus Sicherheitsgründen seine Jacke an der Garderobe abgeben. Ich kapiere es einfach nicht. Naja. 2€ weniger.

19:55 Uhr. Es ist gar nicht mal so voll. Bei der Buchung sah es eigentlich fast ausverkauft aus. Sind so viele einfach nicht gekommen, oder bescheißt Eventim?

20:01 Uhr. Immerhin geht es pünktlich los. Das Orchester sitzt vor der Bühne, war das bei Elisabeth auch so? Ist aber auch okay. Das Bühnenbild besteht hauptsächlich aus einer Beamerleinwand, die mit einem statischen Foto bestrahlt wird und zwei Tischen.

20:10 Uhr. Bisher wurden verschiedene Charaktere vorgestellt. Das Phantom huschte ein paar mal über die Bühne. Bisher hat niemand auch nur einen Ton gesungen. Bin ich hier richtig?

20:15 Uhr. Der erste Song! Ah. Mh. Der Sound klingt, als hätte jemand einen alten Telefonhörer mitten über der Bühne aufgehangen und voll aufgedreht. Haben die keinen Soundcheck gemacht, oder ist der Audiotyp eventuell taub?

21:00 Uhr. Mittlerweile läuft das Stück seit einer Stunde. Der die vier jungen Frauen neben mir (die zwei Reihen vor und nach mir sind komplett leer, warum kommen gerade die Leute, die neben mir sitzen??) schauen abwechselnd aufs Smartphone (volle Helligkeit) oder quatschen. Es ist ihnen nicht zu verübeln, denn Quatschen ist auch das, was die Darsteller auf der Bühne hauptsächlich machen. Ich glaube, in der ersten Stunde gab es so vier oder maximal fünf Songs, maximal.

21:15 Uhr. Das Phantom hat Christine zu sich in den Keller geholt. Sie möchte nicht da sein, er lässt sie gehen, ist danach furchtbar traurig. Der erste Akt ist vorbei. Nicht nur das Phantom ist furchtbar traurig. In den letzten 15 Minuten konnte ich zwar meinen Song-Counter vielleicht noch um eins erhöhen, trotzdem mache ich mir Gedanken, ob das jetzt wirklich die schönste Version dieses angebrochenen Donnerstagabend ist.

21:20 Uhr. Positiv am Mehr! Theater: Es gibt viele Toiletten! So muss ich nicht lange anstehen. Ich entschließe mich meine Jacke zu holen, frage noch nach Rabatt, weil ich ja gar nicht die volle Zeit in Anspruch nahm und bewege mich nach Hause. In Anbetracht der Tatsache, dass ich soeben ein 64€-Musical nach einer Stunde verlassen habe und die Hinfahrt schon teuer genug war, laufe ich einfach die 25 Minuten nach Hause. Ich bedanke mich bei mir selbst, dass ich die AirPods einsteckte und aktiviere meine Best of Musical-Playlist im Spotify. Jedes Lied ist besser als die komplette letzte Stunde.

Eventuell bekam man durch diese kurze Schilderung des Abends mit, dass es mir wirklich nicht gefallen hat. Es muss schon viel passieren, dass ich eine so saumäßig teure Veranstaltung frühzeitig verlasse. Hier nochmal meine Kritikpunkte in einer kurzen Liste:

  • Sound war unglaublich schlecht (mag an der Halle liegen, aber bei Elisabeth war alles gut)
  • Sie haben nur geredet
  • Das Phantom hatte schon einen sehr starken Akzent, was an und für sich ja okay ist, aber wenn das Stück halt zu 90% aus Reden besteht und man dann nichts versteht, ist das etwas schade
  • Die wenigen Lieder, die im ersten Akt vorkamen waren allesamt sehr sehr langweilig

Nach 25 Minuten Musical-Playlist und durch den Abend spazieren, ging es mir zuhause natürlich schon wieder gut und der Frust war vergessen. Trotzdem schmerzen noch zwei Dinge:

  1. Das ASA Events offensichtlich nicht mal versucht ein gutes Musical unter dem Namen zu machen
  2. Das ich so dumm war, darauf reinzufallen und dann noch ein 64€ Ticket kaufte, statt einer günstigeren Platzkategorie.

Ich hatte ja den ganzen Donnerstag die Hoffnung, das es irgendwie gut wird. Das Orchester wird doch aus Leuten bestehen, die ihr Handwerk verstehen und gute Musik spielen wollen. Das Ensemble wird doch aus guten Darstellern bestehen, die das Publikum begeistern wollen! Die ganze Crew muss doch genauso denken?

Offensichtlich hat entweder keiner der Beteiligten Ahnung davon, was ein gutes Musical ausmacht, oder es ist ihnen egal. Vielleicht sind solche Rollen auch eben Rollen, die man am Anfang einer Karriere macht, weil man sonst noch nichts hat? Ich weiß es nicht, wie es dazu kommen kann.

Also Leute, falls ihr mal spontan Lust auf ein Musical habt, Augen auf. Lieber zweimal hingeschaut als am Ende enttäuscht.

Zuviel zu tun

Hallo Welt!

Kennt ihr das, wenn ihr so viele Todos in Things habt, das ihr dazu übergegangen seid es gar nicht mehr zu öffnen und statt dessen wieder tägliche Todolisten ins Notizbuch zu schreiben?

Welcome to my life!

In den letzten Jahren habe ich, wie man das halt so macht, hunderte kleine und große Projekte angefangen. Es macht halt Spaß. Jedes davon hat mittlerweile seine eigene kleine Welt in Form eines Projektes in Things und ab und zu versuche ich dann mal eins der Todos abzuhaken. Das Problem dabei: Ich komme meistens nicht dazu, weil ich statt dessen ein neues Projekt erfinde, an dem ich jetzt dringend etwas machen muss.

Eine aktuelle Auflistung aller kleinen und großen Sachen:

  • watched.li — Da gibt es im laufenden Betrieb nicht viel zu tun, außer etwas Datenpflege. Hier empfinde ich aber immer den größten Druck endlich mal meinen treuen Usern ein paar neue Features zu schenken. Der Druck hat durch die Patreon-Sache natürlich auch nicht nachgelassen.
  • albumup — Eine echte Unternehmung! Die Feature-Liste hier ist natürlich unendlich.
  • hej.world — Erwähnte ich schon, dass wir da noch im Jahr 2016 sind? Immerhin kommt da bald die Galerie aus dem November.
  • fin — Auch wenn Outbank mittlerweile echt gut ist, deckt es nicht all meine Needs ab, wenn es im dieses Personal Finance-Thema geht. fin ist schon recht weit, was das angeht, aber leider auch ein Angular 1-Projekt.
  • archiv.knuspermagier.de — Eigentlich würde ich auch gern mehr Zeit in den Blog stecken und mal was schreiben, mehr Substanz hat als diese Sonntagabend-Jammerposts.
  • uswief — Kennt ihr noch den Podcast von Flo und mir?
  • Factorio — Natürlich habe ich auch Todolisten für Spiele. Also, naja, nur für Factorio.

Leider habe ich an all diesen Sachen in den letzten Wochen relativ wenig gemacht und statt dessen:

  • angefangen zu Hause ordentlich auszumisten und Dinge aufzuräumen und wegzuwerfen,
  • das Arbeitszimmer komplett umgeräumt, inklusive neuem Schreibtisch und viel Kabelkanal,
  • Kram fürs Bad aus Holz gebaut,
  • ein Skript geschrieben, mit dem ich hej.world-Galerien in Sketch anlegen kann, statt in Photoshop (naja, das ist wenigstens noch hej.world-related, hätte die Zeit aber auch investieren können um die Galerie fertig zu stellen),
  • angefangen meine Seiten von Digital Ocean zu Hetzner umzuziehen, weil ich dann 5€ im Monat Hostingkosten spare,
  • meine Steuererklärung 2017, ich meine, hä, wir haben Februar??
  • einen Vortrag auf einer kleinen Contao-Konferenz gehalten
  • geplant mein Portfolio neu zu bauen,
  • zu guter Letzt: Mir überlegt diesen Blog auf Kirby umzustellen und das ganze noch in Form eines Screencasts fest zu halten.

All diese Dinge waren natürlich auch sinnvoll, notwendig (Gefühlt habe ich schon drei mal ausgemistet und trotzdem noch soviel Kram!) und auch sehr spaßig, trotzdem hätte ich die Zeit auch in eins der bereits laufenden Dinge stecken können. Wird das jemals aufhören? Ich glaube, diese Zwickmühle begleitet mich schon immer. Die Liste, der Dinge, die ich jetzt sofort gerne noch anfangen würde, lasse ich am besten direkt weg, habe die Hoffnung ein paar Sachen einfach zu vergessen!

Letzte Woche Sonntag, als ich mich noch einmal hinsetzte um endlich den Screencast weiter zu machen, überlegte ich mir dann, dass es Quatsch ist. und dass ich dieses eine Projekt mal auf Eis lege.

  1. Unvorbereitete Screencasts in denen man einfach mal so was macht sind Quatsch, weil zu durcheinander — bzw brauchen in der Post enorm viel Zeit um etwas sinnvolles daraus zu schneiden
  2. Es gibt keinen wirklichen Need jetzt dringend zu Kirby zu wechseln. Das Wordpress hier funktioniert eigentlich noch ganz gut, und ich hab echt genug anderes zu tun.
  3. Wenn, dann ergibt es mehr Sinn, das Projekt nochmal an zu gehen, wenn Kirby 3 raus ist.

Sorry an alle, die sich die ersten zwei Folgen, die ja relativ nichts-sagend waren angeguckt haben, in der Hoffnung in Folge 3 endlich ihren ROI zu bekommen. Ich habe die alten Videos daher auch erstmal auf Privat gesetzt.

Ein langer Jammerblogpost, nur um mitzuteilen, dass ein Screencast, den 5-6 Leute geschaut haben, nicht in Serie gehen wird? Genau das richtige, wenn man sich beklagt, dass man zu wenig Zeit für die anderen Projekte hat.

🙈

Was hab ich mich gefreut, als Amazon ankündigte, dass sie Pastewka weiterführen! Eine der wenigen deutschen Serien, die ich mag.

Die neue Staffel ist durchaus etwas anders, als die vorherigen. Alles ist etwas kälter, ernster, der Humor schwärzer. Man merkt, dass es mehr Freiheiten bei der Produktion gab. Die erste Folge, die als Doppelfolge daher kommt, ist direkt ein ziemlich guter Auftakt, danach geht es leider etwas bergab.

Insgesamt fand ich es ein okayes Comeback und hoffe, dass sie noch ein paar Staffeln machen, die dann durchgängiger gut sind.

Xenoblade Chronicles 2

Damals, als das erste Xenoblade für die Wii rauskam war ich schon halbwegs interessiert, da es grafisch aber furchtbar aussah, habe ich die Finger komplett davon gelassen.

Als es für die Switch angekündigt wurde, horchte ich natürlich direkt wieder auf. Ich schaute ein paar Videos, die alle sagten, dass es toll ist, aber zeitaufwendig und dass das Kampfsystem kompliziert ist.

Wochenlang konnte ich mich nicht entscheiden, was ich mir kaufe, um mir die Zeit nach Zelda zu vertreiben. Entweder Skyrim, was ich schon kenne und gut fand, aber nie durchspielte — oder eben Xenoblade.

Marcel nahm mir die Entscheidung ab, da er mir sein Xenoblade etwas günstiger verkaufte.

Nach fünf Stunden Spielzeit hier mein ausführliches Review:

  • Ich find die Story ganz interessant und würde mir das ganze gerne in Anime-Form angucken
  • Nach 5 Stunden Spielzeit habe ich gefühlt etwa 2 Stunden mit Zwischensequenzen verbracht
  • Das Kampfsystem ist zum aktuellen Zeitpunkt noch furchtbar langweilig, weil man nichts tun kann, gleichzeitig bin ich schon zehn mal gestorben, weil ich nicht aufgepasst habe und man schlecht vor Gegnern wegrennen kann, wenn man einmal im Kampf ist, aus Versehen
  • Wenn man stirbt gibt es kein Auto-Save und man kommt zum letzten manuellen Save zurück. Manuell speichern geht nur über ein relativ langsames Menü.
  • Insgesamt ist die Interface-UX ziemlich 2005. Typisch JRPG würde ich fast sagen. Tief verschachtelte Menüs mit tausenden Sachen, die man machen kann
  • Die Grafik auf der Switch sieht okay aus, aber ein bisschen matschig, weil es wahrscheinlich upgescaled wird. Am Fernseher soll es toll aussehen, hab das aber nie ausprobiert
  • Weiteres aus der Kategorie “Ich habs vorher gewusst”: Der Anime-Style ist an sich hübsch, aber irgendwie bin ich auch aus dem Alter raus. Beziehungsweise fand ich Anime, wo alle weiblichen Charaktere riesige Brüste haben, schon immer fragwürdig. Hier wird das leider auch ziemlich gefeiert.

Ich denke man kann an dem Spiel eine Menge Spaß haben, wenn man dazu bereit ist, sich da richtig dafür einzuarbeiten. Zelda ist da wesentlich einsteigerfreundlicher und eignet sich auch wunderbar für meinen Casual Gamer “alle paar Abende mal ne Stunde”-Lifestyle. Daher habe ich mich entschlossen, das Spiel an jemanden weiter zu geben, der es mehr spielen wird.

(Der einzig verbleibende Vorteil von physikalischen Datenträgern: Man kann sie einfach weiter verkaufen und setzt nicht 60€ in den Sand, für ein Spiel, das einem keinen Spaß bereitet.)

watched.li, Februar-Updates

Mal wieder ein paar kleine Updates:

  • Man kann in den Settings nun abschalten, dass auf der "Upcoming"-Seite auch bereits archivierte Serien auftauchen. Das ist eins der Features, das sich die Hälfte der User so wünschte, die andere anders, daher habe ich jetzt nach Jahren endlich ein Setting draus gemacht!
  • Wenn man das öffentliche Profil abschaltet, kommt nun kein "Der User hat das Profil deaktiviert", sondern ein ordentlicher 404. Privacy first!

Der Tag, an dem ich mir mal wieder keine EOS M100 kaufte

Als ich den Post mit dem Titel “Erinnerungsbuch” schrieb, musste ich ein paar Fotos machen und dabei wünschte ich mir eine Kamera mit Klappdisplay. Wär das toll gewesen, hätte ich mein Display herausklappen können!

Mir fiel ein, dass die M100 mittlerweile raus sein müsste, kurz bei Amazon geguckt, ein paar Youtube-Reviews reingezogen und dann kurz darüber nachgedacht, ob ich mir jetzt eine kleine spiegellose Zweitkamera kaufen sollte.

Natürlich entschied ich mich dagegen, ich bin ja nicht verrückt. Das Display lässt sich nur in eine Richtung klappen und hätte mir sicher kaum geholfen. Sie hat zwar, soweit ich das sehe, so ziemlich alle Features, die die M5 auch hat, aber natürlich keinen Anschluss für ein externes Mikro, was sie für Video wieder total ungeeignet macht, obwohl alle immer über den Dual Pixel Autofokus schwärmen, und ich den echt gerne auch ausprobieren würde.

Ich hatte ja vor ein paar Monaten mal die M5 ausprobiert und hier gar nicht weiter darüber informiert. Auch die habe ich nach einer kleinen Foto-Runde mit Martin wieder eingepackt und zurück geschickt, weil sie mir nicht wirklich gefiel. Alles war so langsam. Gefühlt künstlich verlangsamt. Außerdem war sie jetzt auch nicht gerade winzig und leicht und mit 1.200€ (zum damaligen Zeitpunkt) auch relativ teuer für eine Zweitkamera.

Die M100 hakt nun einige… Punkte meiner Wunschliste ab (laut diversen Youtube-Reviews soll sie komischerweise sogar weniger behäbig sein als die M5 / M6). Klein, kostet “nur” 500€, kann all meine Objektive benutzen, hat immerhin ein halbwegs klappendes Klappdisplay… aber naja, kein Mikrofon-Anschluss ist dann doch ein Ausschlusskriterium.

Warum komm ich überhaupt immer wieder auf die Idee, eine neue Kamera zu kaufen? Ja, die 6D ist mir zu groß. Auch wenn ich mich immer dagegen gewehrt habe… jetzt sieht man alle mit ihren kleinen spiegellosen rumrennen und dann will man auch eine kleine Kamera, die man immer dabei haben kann! (Ja, man könnte auch Fotos mit dem iPhone machen, aber damit konnte ich mich noch nie anfreunden. Genauso wie mit tippen auf dem iPhone. Und im Internet surfen. Und, äh, ja)

Gleichzeitig will ich natürlich dann direkt das beste und kleinste was es gibt, was gleichzeitig aber noch mega flexibel ist und mich all meine Objektive nutzen lässt. Eierlegende Wollmilchsau, wie immer!

Aber jetzt zurück zu Lightroom, da warten die Fotos aus dem Fuerteventura-Urlaub von 2016 darauf bearbeitet zu werden. Warum denke ich überhaupt über Kameras nach, wenn die Bearbeitung immer so eine Mammutaufgabe ist? 🙈

Die Craft-Verzweiflung

Frisch vom Contao-Nordtag kommend, hatte ich heute endlich mal die Motivation, mich länger als 10 Minuten (also ca. 30 Minuten) mit Craft CMS zu beschäftigen. Also fix die 3.0 RC installiert, kurz begeistert gewesen, dann kamen aber auch schon die Ernüchterungen:

  • Gibt es keine eingebaute Möglichkeit, mehrere Layoutbereiche für eine Seite festzulegen?
    • Content / Sidebar? Legt man da zwei Content-Matrizen an und packt sie im Template nebeneinander?
    • Was, wenn verschiedene Unterseiten verschiedene Header, oder Footer haben müssen? Legt man das dann in einem “Select”-Feld im Entry Type fest? “Diese Seite benutzt den Header-Typ ‘Header-ohne-Logo’”? (Das wäre ggf etwas, was ich auf Section-Level vermuten würde)
  • Gibt es keine Möglichkeit Felder zu duplizieren, oder Templates dafür anzulegen? Da man jedes Feld nur einmal benutzen kann, ist das ja irgendwie… blöd? Gibt anscheinend ein Plugin -- und ggf braucht man das Feature einfach nicht, wenn man's richtig macht.
  • Im Assets-Bereich kann ich nicht verschiedene Ordner anlegen? (Also, man kann verschiedene… “Mounts” anlegen, und das geht dann schon so in etwa, aber ein “Neuer Ordner”-Button wäre… leichter?) Im Asset-Ding kann man links rechtsklicken, dann gibt's ein Context-Menü 😵
  • Nochmal bezüglich der Mehrspaltigkeit: Ich sehe keine Möglichkeit, einem Redakteur die Möglichkeit zu geben, einfach mehrspaltige Contentbereiche anzulegen? (Beispiel: Drei Teaser nebeneinander) — Also ja, ich könnte eine Matrix anlegen, die ich Grid nenne, deren Blöcke ich dann nebeneinander packe — da man Matrizen aber nicht verschachteln kann, kann jede Seite nur eine oder eine festgelegte Anzahl davon enthalten? (Letzteres auch nur, wenn ich mehrere dieser Matrizen-Felder unter unterschiedlichen Namen anlege(??)) (Oder man löst es so, wie manchmal bei Contao: Es gibt einen Block-Typ "Spalte Start" und "Spalte Ende", und alles dazwischen wird entsprechend in Divs gepackt -- schön ist das ja aber auch nicht)
  • Ich hab eine Seite “produkte” mit der Produktübersicht und erstelle eine Child-Seite für ein Produkt, der Slug ist dann “produkt-1”, statt “produkte/produkt-1”? Ich kann in dem Slug-Editor auch keine Slashes eingeben… ​​Geht per {parent.uri}/{slug}​

(Ich möchte nicht ausschließen, dass ich die Funktionen nur noch nicht gefunden habe, jedenfalls nicht an dafür eingängigen Orten.)

Ich möchte Craft wirklich richtig gerne richtig gut finden, weil ich dringend auf der Suche nach einem neuen tollen CMS bin, aber noch fehlen mir etwas die Ideen, wie ich es vernünftig benutzen kann. Es mag sein, dass ich in meiner Denkweise noch zu sehr in der Contao-Seitenbaum-Artikel-Content-Welt gefangen bin und es mir schwer fällt daraus auszubrechen… daher bitte ich hier nochmal um Unterstützung von euch Craft-Profis. (Ich habe natürlich auch schon gegoogelt, aber bin bisher bei keinem der Themen fündig geworden)

Erinnerungsbuch

Seit Jahren sammele ich alles mögliche, was in irgendeiner Weise zur Dokumentation meines Lebens hilfreich sein könnte. Dazu gehören unter anderem Konzert- und Kino-Tickets, Eintrittskarten, alles Mögliche, was im Urlaub so anfällt, Festivalbändchen und vieles mehr.

Im Jahre 2011 kam ich dann auf die Idee, dass es cool wäre, den ganzen Kram aus meiner Sammelbox zu entnehmen und in ein… Buch zu kleben. Wie man das halt so macht.

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An einem verregneten Nachmittag (davon gehe ich mal aus, ich bestelle das Buch im Oktober) fing ich also an jedes dieser kleinen Andenken, das flach genug war um aufgeklebt zu werden, in dieses A4-Moleskine zu überführen. Angefangen bei meinem ersten Subway to Sally-Konzert im Jahr 2005, oder so, bis 2011.

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Tatsächlich pflegte ich das Buch dann noch ein paar Monate weiter, auch 2012 wurde noch ziemlich komplett geklebt. Danach ließ ich es etwas schleifen und aktuell besitze ich das Buch und eine Box mit Kram, der da eigentlich rein müsste.

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Nun gibt es aber folgende Probleme:

  1. So ein gebundenes A4-Moleskine ist auch nicht wirklich für solche Kleb-Arbeiten geeignet. Bereits jetzt ist es irgendwie vier mal so dick, wie es eigentlich sein sollte, und dabei ist es gerade mal zu einem Drittel gefüllt
  2. Viele Sachen aus der Zeit von 2012-2018 (wow, so viele Jahre schon?) habe ich nicht mehr, da ich zwischenzeitlich in diversen Anflügen von Aufräumen auch viele Dinge weggeworfen habe. Mein ehrgeiziges Ziel, jedes Kino- und Konzertticket aufzuheben und zu -kleben kann nicht mehr erreicht werden.
  3. Allgemein gibt es immer weniger Tickets als schöne Hard-Tickets. Ausgedruckte Eventim-Dinger muss ich irgendwie auch nicht aufkleben. Was aber dazu führt, dass das Buch nicht komplett ist.
  4. Eigentlich will ich auch nicht so ein fettes Buch, aus dem die Inhalte überstehen im Regal stehen haben

Hier bin ich mal wieder in der typischen Minimalismus-Zwickmühle. Was lohnt sich aufzuheben? Lohnt es sich überhaupt, die Zeit zu investieren, den Kram aufzukleben, oder sollte ich die paar schönen Tickets, die ich doch noch habe, einfach wegwerfen?

Schaue ich mir das Buch in seinem aktuellen Zustand an, freue ich mich schon, dass ich es angelegt habe und ich hab die Angst, dass mir das in Zukunft fehlen wird und ich mich dann frage, was ich wohl ab 2012 gemacht habe, weil ich keine Dokumentation darüber mehr habe.

Also klar, die besten Dinge sind eh im Kopf gespeichert und man sollte nicht so viele Andenken aufheben, die eigentlich nur emotionaler Ballast sind — gleichzeitig sind es halt gerade so kleine Dinge, die ich beim Durchblättern des Buches sehe, die erst die genaueren Erinnerungen im Kopf triggern. Die kommen ja nicht von alleine raus!

Soll ich meine Tickets scannen, und irgendwo auf dem Rechner ablegen, damit ich sie immerhin noch habe, falls ich sie mal verarbeiten will? Auch irgendwie sinnlos.

Am allerliebsten hätte ich für jedes Jahr so ein kleines Büchlein oder Heftchen, das mir jemand schön in Indesign layouted hat, in dem dann alles wichtige, was ich in dem Jahr erlebt habe drin ist. “Du warst auf 20 Konzerten:”, “Du warst 36-Mal im Kino”, eine kleine Zusammenfassung meiner Swarm-Checkins und top Instagram-Fotos. Und das ganze ausgedruckt und ins Regal gestellt, zu den Fotobüchern, die mich jedes Mal erfreuen, wenn ich sie angucke. Manche Sachen brauche ich einfach zum Anfassen.

Da ich es schon nicht schaffe, das Fotobuch ohne riesigen Zeitverzug zu produzieren, werde ich es natürlich auch niemals schaffen so ein Heftchen zu produzieren. Was mir bleibt ist also dieses nicht sehr volle A4-Moleskine. und mein Pritt-Stift.

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Was sind eure Gedanken dazu? Sammelt ihr Konzert-Tickets? Was macht ihr mit der Sammlung? Sollte man einfach mit der Vergangenheit abschließen und alles wegwerfen?