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Sonos

Da zu Silvester Besuch da war, dachte ich mir, es wäre ja nicht schlecht, wenn man im Hintergrund etwas Musik hören konnte. Da mich AirPlay in den letzten Monaten gar nicht mehr überzeugt, bis dahin, dass ich es nicht mal mehr versuche in Betrieb zu nehmen kaufte ich kurzerhand eine Sonos Play:1 Box bei Amazon. Ich hatte eh noch fast 60€ in Geschenk-Gutscheinen und Amazon.de-Bonuspunkten. Außerdem wurde mir versprochen, dass die Box noch am Silvestertag ankommt, obwohl es bereits nach 18 Uhr am 30.12. war.

Tatsächlich kam die Box per Same-Day-Delivery am 31. um kurz nach 13 Uhr an. Die Einrichtung war überraschend einfach — sie benutzen ja irgendwie das AirPort-Einrichtungstool von Apple? Sieht auf jeden Fall fancy aus und funktioniert super.

Auch die Verbindung mit Spotify klappt eigentlich ganz gut und in kürzester Zeit konnten wir Musik hören (zwischendurch musste ich noch wild zu Alien-Sounds tanzend durchs Wohnzimmer kreisen um TrueTone zu kalibrieren, kann aber nicht behaupten einen Unterschied gehört zu haben). Alles gut also?

Naja. Die Probleme fangen dann damit an, dass ich zwar in Spotify einen Song auswählen kann, der der dann abspielt, Lautstärke verändern funktioniert in Spotify aber nicht. Er meint zwar, er würde etwas tun, es passiert aber nichts. Wenn man das Handy ein paar Minuten weg legt und dann wieder Spotify öffnet ist es bei mir auch jedes mal passiert, dass die App keine Ahnung mehr hat, welches Lied eigentlich gerade spielt. Außerdem konnte ich auch nichts ändern oder das Abspielen stoppen, das funktionierte erst, als ich in die Sonos-App wechselte.

Insgesamt habe ich es kein einziges Mal hinbekommen die Box problemlos direkt über die Spotify-App zu steuern und das ist schon extrem nervig.

Der große Vorteil an dem System scheint ja zu sein, dass sie nicht einfach einen Audio-Stream übers WLAN empfangen, sondern, dass der Spotify- (und Apple Music- und Amazon Music- und und und) Client lokal auf der Box läuft. Damit war das Abspielen wirklich immer 100% perfekt — leider kann man so aber nicht mehr einfach den Systemsound vom iPhone/Mac da hin schicken und ist irgendwie auf die Sonos-Apps angewiesen (die Mac-App sieht auch noch schrecklich aus)

Ein weiteres, wenn auch sehr kleines, Manko ist, dass das Scrobbling per Last.fm nicht funktioniert, das ist natürlich sehr unschön für meine Statistiken.

Ich glaube, ich könnte mich sicherlich daran gewöhnen, Spotify zuhause halt über die Sonos-App zu benutzen, und auch auf Scrobbling könnte ich verzichten, aber wenn ich mir zusammenrechne, was ich ausgeben müsste, um die Wohnung “vernünftig” mit Sonos-Boxen auszurüsten, bin ich schnell bei tausend Euro — und das ist mir so eine halbgare Kompromisslösung dann auch nicht wert.

Wenn man mal genau darüber nachdenkt, fällt einem dann nämlich auch ein, dass man eigentlich fast nie außerhalb des Wohnzimmers Musik hören will, und dass der Apple TV als AirPlay-Receiver an dem alten Teufel 5.1-Set eigentlich völlig ausreichen würde, wenn AirPlay funktionieren würde.

(Ja, ich könnt’s mal mit einem Ethernet-Kabel probieren, bringt aber auch nix, weil ich keine 10 Meter Ethernet-Kabel vom Router zum AppleTV quer durch die Wohnung verlegen will)

Meine Lösung für zukünftige gesellige Abende mit Musik-Untermalung: Ein iPad im AUX-Eingang, darauf Spotify. Kann man dann auch von überall steuern und funktioniert problemlos. Es lebe das Klinkenkabel.

Broom Service

Willkommen zu Philipps kleiner Brettspielecke. Den Anfang macht dieses Kennerspiel des Jahres 2015. Broom Service (Boardgamegeeks, Amazon-Link (Partnerlink)) ist ein… Brettspiel bei dem man Karten legt und damit versucht zu gewinnen. Broom Service ist für 2-5 Spieler ausgelegt und eine Partie dauert etwa eine Stunde. Regeln erklären etwa 10-15 Minuten.

Herrje, ich kenne gar nicht die richtigen Begrifflichkeiten!

Die Spielwelt ist jedenfalls ein rechteckiges Brett mit verschiedenen Gebieten (Wald, Berge, Hügel, Wiesen), die Türme enthalten. Zu diesen Türmen kann man Tränke liefern, die man vorher herstellen muss. Für das Ausliefern der Tränke gibt es Siegpunkte -- davon abgesehen gibt es, wie in den meisten Spielen noch viele andere Wege um Punkte zu erlangen und es liegen auch noch ein paar extra Dinger bei, mit denen man zusätzliche Varianten ins Spiel bringen kann, wenn einem das Hauptspiel zu langweilig wird.

Das ganze Material ist ganz schön designt, enthält ein paar Holzdinger und ja, alles vernünftig. Einzig der Spielplan, auf der sich alles abspielt ist für meinen Geschmack etwas zu ungenau, auf Anhieb ist nicht unbedingt klar welche Türme in welchem Gebiet stehen und welches jetzt die Hügel und Weiden sind.

Jeder Spieler hat einen Satz Karten seiner Farbe, die verschiedene Spielcharaktere darstellen (Hexen liefern Tränke per Luftpost, Druiden tragen sie, Sammler finden Zutaten und stellen Tränke her, die Wetterfee kann Wolken, die den Weg versperren, wegzaubern). Zu Rundenbeginn kann man sich überlegen, was man gerne so machen würde (z.b. “einen Lila Trank erstellen und ihn mit ner Hexe zu einem Lila Turm im Wald bringen”) und darauf basierend fünf Handkarten für die nächste Runde bestimmen (z.b. also die u.a. Waldhexe und den Früchtesammler).

Danach werden die Karten reihum eingesetzt. Der Witz dabei ist, dass jede Karte eine “mutige” und eine “feige” Aktion besitzt. Will man auf Nummer sicher gehen wählt man letztere — die Aktion wird sofort ausgeführt, ist aber weniger stark als die mutige Aktion. (Feige Hexen können sich z.B. nur ein Feld weiter bewegen, Mutige Hexen können sich ein Feld bewegen und einen Trank ausliefern). Wenn man sich für die mutige Aktion entscheidet muss man warten, ob der nächste Spieler die gleiche Karte auf der Hand hat — dieser muss sie ebenfalls spielen. Wählt Spieler 2 ebenfalls die mutige Variante geht Spieler 1 leer aus und Spieler 2 muss zittern, ob Spieler 3 vielleicht auch die Karte hat, und so weiter…

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Keine Ahnung, ob das nun spannend klingt oder nicht — wenn man einmal im Spiel ist macht es auf jeden Fall Spaß und hat eine angenehme Dynamik. Anhand des Spielplans, auf dem ersichtlich ist, welche Hexen welches Spielers sich gerade wo befinden, kann man auch erahnen, was die anderen wohl als nächstes tun wollen und das in seine Strategie aufnehmen. Das ständige Vorlesen der Kartentexte (“Ich bin eine feige Waldhexe und möchte einen Trank ausliefern…”) ist auch ganz witzig. Außerdem ist es doch immer spannend zu warten ob der letzte Mitspieler jetzt doch noch deine Karte auf der Hand hat und deine mutige Aktion übertrumpft — manchmal ärgert man sich doch sehr, dass die eigene Strategie zerstört wurde.

Der einzige Minuspunkt, der mir noch einfällt, wäre, dass die Packung angibt, dass sich das Spiel auch vor allem für 2-Spieler-Partien eignet — das probierten Hannah und ich auch schon aus, das war aber wesentlich unspektakulärer als eine Runde mit vier oder fünf Spielern.

★★★★☆

Top Songs 2016

Mal wieder beschenkte uns Spotify im Dezember mit einer personalisierten Playlist mit den Top Tracks des Jahres. Wie letztes Jahr bin ich relativ begeistert und sehr zufrieden mit der Auswahl, kein Wunder, denn die Playlist besteht ja einfach aus den Songs, die ich am Meisten hörte, wie sollte ich sie auch nicht gut finden!

Ein Song, der es aus mir unbekannten Gründen nicht auf die Liste geschafft hat ist allerdings “Gold von den Sternen” aus dem Musical Mozart!. Ich muss zugeben, dass ich das Musical erst Ende 2015 kennenlernte, ja, als ich zuhause mit der Familie zufällig die Helene Fischer-Show gesehen habe. Seit dem hörte ich es eigentlich das ganze Jahr über ständig, sehr verwunderlich, dass es keiner der Songs in die Playlist schaffte. “Gold von den Sternen” verschafft mir jedenfalls fast bei jedem hören Gänsehaut, deswegen wollte ich es noch mal erwähnen.

Eigentlich mag ich so Mystery-Sachen ja nicht, der Hype erwischt mich dann ja aber doch immer. In diesem Jahr passierte das zuerst bei Stranger Things und jetzt schon wieder bei einer Netflix-Serie: The OA.

Die Story erreicht eine glatte 8/10 auf meinem Abstrusometer, ist aber über die ganzen acht Folgen sehr spannend, ich konnte die Serie kaum aus der Hand legen. Perfektes Netflix-Binge-Material.

Alles dreht sich um Prairie, eine blinde junge Frau, die damals von einem sehr alten Ehepaar adoptiert wurde, dann irgendwann verloren ging und nun mit zurückerhaltener Sehkraft wieder zuhause auftaucht. Statt ihren Eltern oder dem FBI zu erzählen, was ihr passiert ist, scharrt sie fünf sehr unterschiedliche Menschen um sich und erzählt ihnen jeden Abend in einem verlassenen Gebäude ihre Geschichte. Und das ganze macht sie natürlich nicht ohne Grund!

The OA ist auf jeden Fall eine von diesen Serien, nach deren Ende man tausend Fragen auf dem Herzen hat. Dann wendet man sich an Reddit und hat danach mindestens zehntausend Fragen und hofft auf eine weitere Staffel.

(Es ist nicht wirklich mit Stranger Things vergleichbar und ich fand OA wesentlich besser!)

Serien für die Weihnachtstage

Ihr kennt das, ihr fahrt an Weihnachten mit dem Zug nach Hause und wollt ein paar Serien gucken.

Ihr kennt das, ihr sitzt an Weihnachten zuhause, geht ins Bett und wollt noch ein paar Serien gucken.

Ihr kennt das.

Jedenfalls habe ich gerade sehr viele “offene” Serien, mehr als normal. Aktuell schaue ich folgendes, alles kann ich mehr oder weniger empfehlen:

  • The OA: Komische, abstruse Mystery-Geschichte, aber doch ziemlich spannend. Dachte eigentlich, mich interessiert das gar nicht, aber das dachte ich ja auch bei Stranger Things, bevor ich es am Stück durchschaute. Bin bei 4/8 und werde es diese Weihnachten auf jeden Fall noch beenden.
  • Dirk Gently’s Holistic Detective Agency: Komische, abstruse Detektiv-Geschichte. Basierend auf einer Vorlage von Douglas Adams, der ja bekannt ist für abstruse Geschichten. Habe zwei von acht Folgen gesehen, war unterhaltsam, aber hat keine hohe Priorität.
  • Designated Survivor: Alle Politiker sterben, Kiefer Sutherland wird neuer Präsident. Intrigen, Leute die es nicht gut mit ihm meinen, etc etc, alles was man halt so hat in so einem Politik-Ding. Pro: Ist relativ spannend und unterhaltsam; Kontra: Nur eine Folge pro Woche und eine 22-Folgen-Staffel. Es wird sich ganz schön ziehen.
  • Black Mirror: Zwölf unzusammenhängende Folgen, die sich mit verschiedensten Dingen beschäftigen, die passieren könnten. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Jedenfalls ganz interessant. Fangt am besten bei S1E3 oder S2E1 an.
  • The Crown: Sehr britisch aussehendes und klingendes Geschichtsdrama zum Thema God Save the Queen. Es ist eher ruhig und langsam, gefällt mir aber sehr gut.
  • Sound! Euphonium: Ich gab ja letztens bei Twitter an, dass ich mal wieder einen Anime schauen möchte. Gesagt, getan — Sound! Euphonium ist eine neusten Produktionen von Kyoto Animations. Ich sah bisher 4 Folgen und teilweise sah ich auch schon die Dinge, die ich damals an Anime mochte, so richtig gehooked bin ich aber nicht. Vielleicht sind Anime einfach nichts mehr für mich.

Jetzt noch der Engagement-Teil: Welche Serien habt ihr euch für die Weihnachtsfeiertage vorgenommen?

Macbook Pro, Late 2016

Es dauerte fast vier Wochen, bis das neue Macbook endlich da war. Genügend Zeit also, um einige Reviews anzuschauen und sich etwas unsicher zu werden, ob es jetzt wirklich so cool ist, wie man in der Keynote dachte.

Glücklicherweise bin ich eh immer relativ skeptisch, was das angeht und erwartete weder, dass der Akku wirklich 10 Stunden hält, noch dass die Touchbar eine revolutionäre Neuerung ist. Ich freute mich also weiterhin auf ein schönes neues Macbook, das etwas schneller ist als das Alte — und vor allem auf die SSD, die endlich nicht mehr zu klein sein wird (zumindest für die nächsten 2-3 Jahre, hoffentlich.)

Seit Dienstag ist es nun da und um Großen und Ganzen bin ich doch recht zufrieden. Bisher hatte ich keine großen Probleme damit. Einmal musste ich einen SMC-Reset durchführen, weil er vergessen hat, dass man die Batterie laden sollte, wenn man am Strom hängt. Naja.

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Ich wünschte, die Tasten wären nicht instant so angefettet.

Ansonsten habe ich bisher keins der befürchteten Probleme gehabt. Einzig das Trackpad war in den ersten Tagen sehr nervig. Ich benutze das Macbook ja in der “Martin Wolf-Konfiguration” (ich habe keine Ahnung warum sie so heißt, aber irgendwann hat Martin seinen Mac mal so benutzt, und jetzt heißt es halt so), d.h. Macbook vorm Monitor, keine externe Tastatur und Maus. Da fällt es natürlich direkt auf, wenn sich irgendwas zum schlechteren verändert.

Mittlerweile hat sich meine Hand wahrscheinlich an das monströse Trackpad gewöhnt und liegt entsprechend etwas anders, am Anfang hatte ich aber schon relativ viele Probleme damit — noch an das alte Trackpad gewöhnt lag meine Hand nämlich meistens irgendwie halb drauf und löste alle möglichen Fehl-Klicks aus. Dazu kommt Force-Touch, das eigentlich ganz geil ist, bisher hatte ich aber schon mehrfach das Phänomen, dass ich beim Drag’n’droppen die Datei verloren habe… keine Ahnung, was da schief läuft, ich konnte es noch nicht richtig reproduzieren.

Die neue Tastatur finde ich wirklich sehr gut. Sie ist etwas laut, aber daran gewöhnt man sich ja. Die Touchbar habe ich so konfiguriert, dass sie nur die wichtigsten Controls anzeigt und den App-spezifischen Quatsch hab ich erstmal deaktiviert, bis da vielleicht mal ein sinnvolles Feature für rauskommt. Das beste an der Touchbar ist jedenfalls der Touch-ID-Sensor, auch wenn der darunterliegende Power-Knopf irgendwie sehr wackelig ist.

Außerdem ist es ein klitzekleines Bisschen kleiner und leichter. Man merkt es kaum und doch genug um es gut zu finden. Da ich das Ding ja auch jeden Tag mit mir herumtrage und Abends oft damit auf der Couch sitze bin ich da um jedes Gramm dankbar. (Auch wenn es auf Kosten des Akkus geht)

Das waren meine bisherigen Eindrücke zum neuen Macbook. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Luke Cage, die, falls ich richtig zähle, dritte Marvel-Serie aus dem Netflix-Universum. Nach dem Dare Devil (da muss ich mal die zweite Staffel fertig schauen…) und Jessica Jones ja beide schon sehr gut waren reiht sich nun auch Luke Cage ganz gut mit ein. Wenn auch eher auf dem (vorläufigen) dritten Platz.

Aber das ist alles meckern auf hohem Niveau. Luke war mir schon in Jessica Jones sympathisch, auch wenn seine Superkraft nun nicht die ungewöhnlichste auf dem Planeten ist. Er ist halt unverwundbar. Naja. Leider war der Bösewicht nicht so ultra herausragend, aber da hat Jessica Jones letztes Jahr auch die Messlatte relativ hoch gelegt.

Die Atmosphäre fand ich an sich aber ganz gut — die ganze Staffel spielt ja in Harlem und zeigt mal eine andere Welt als all die anderen Serien in in LA, Miami oder anderen Stadtteilen von New York spielen. Und auch wenn ich eigentlich gar kein Fan von Soul und R’n’b-Musik bin fand ich eigentlich alle Musik-Acts die in Harlem’s Paradise (ein Club, in dem sich große Teile der Story abspielen) zwischendurch auftraten sehr passend und unterhaltsam.

Luke Cage wurde schon für eine zweite Season verlängert, aber zuerst kommt wohl mit Iron Fist der nächste Marvel Superheld. Im März 2017, das ist ja auch schon bald.

Musikupdate (5)

Monatlich, Philipp. Du wolltest das monatlich machen.

Captain PlanET. Eine alte Punkband aus Hamburg. Kannte ich vorher nicht, aber ihr neues Album Ein Ende kann man sich ganz gut anhören.

Jennifer Rostock , schwieriges Thema. An und für sich konnte ich mich mit der Band nie so richtig anfreunden, das neue Album habe ich aber jetzt seit September in meiner “Reinhören”-Liste und es ist schon ziemlich catchy.

Knorkator sind natürlich ein Klassiker. Leider habe ich das Konzert in Hamburg verpasst. Also, nicht wirklich verpasst, mir war schon klar, dass es statt findet, aber ich traute mich nicht hinzugehen. Aber sicherlich wäre es eine gute Show gewesen. Ich bin der Boss ist bescheuert, aber hörbar.

Die Höchste Eisenbahn geht etwas in die Richtung von Wegen Lisbeth, meiner großen Entdeckung des letzten Musikupdates. Sehr schön.

Peter Pux’ Album Stadtland ist schon 2015, trotzdem habe ich es wohl letztens erst entdeckt. Kurz aber gut!

Im Neo Magazin Royale waren letztens The Divine Comedy zu Gast, weil sie eine der Lieblingsbands von Böhmi sind. So weit würde ich jetzt nicht gehen, aber ihr aktuelles Album ist auf jeden Fall sehr gut hörbar.

Hab ich schon mal gesagt, wie toll ich die Spotify Sessions-Alben finde? Dieses mal gibt es eins von OK KID und eines von CHVRCHES. Letztere hatte ich auch allgemein als so eine Dockville-Hipsterband in Erinnerung aber sie sind wirklich sehr sehr gut.

Ebenfalls neu in meiner musikalischen Welt: Faber . Kurz nachdem ich sie “entdeckte” gab es dann eine Folge #BongoBoulevard mit Faber, die empfehlenswert ist.

Eigentlich dachte ich ja, ich hätte mich an AnnenMayKantereit satt gehört, aber das kurze Live-Album ist doch auch wieder ganz schön.

Ein weiterer neuer Interpret! Elias Hadjeus. Kann man mal reinhören!

Ich bekam es nicht so richtig mit, aber Schandmaul brachten mit Leuchtfeuer im September auch ein neues Album raus. Ich bin nicht super begeistert, vielleicht ist meine Schandmaul-Zeit vorbei. Ich weiß es nicht. Vielleicht kommt ja bald nochmal ein Akustik-Album. Die waren ja immer schön.

Playlist auf Spotify!

Bear

Bear ist eine Notizen-App für Mac und iOS. Jetzt denkt ihr euch sicher, wow, wie innovativ, Notizenapps gibt es wie Sand am Meer, warum benutzt Philipp nicht einfach die Apple Notizen-App oder irgendwas anderes, blah blah blah.

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Bis vor ein paar Wochen benutzte ich iA Writer um darin Blogposts und alle anderen längeren Texte zu schreiben. Eigentlich klappte das auch ganz gut, nur leider war die Ordner-Navigation sehr komisch implementiert und so konnte ich Posts zum Beispiel nur schwierig aus einem “Drafts” in einen “Published” Ordner verschieben. Ja, das ist mein komischer Workflow, aber den unterstützte Writer leider nicht besonders gut. Trotzdem hielten wir es bestimmt ein Jahr miteinander aus.

Todos machte ich mir einerseits in Wunderlist — was ich aber noch nie so toll fand, weil ich immer vergaß reinzugucken, weil die App am Mac irgendwie so nebensächlich wirkt — und andererseits in ein Notizbuch im Büro, wo ich mir jeden Tag grob notierte, was es zu tun gibt. Das funktionierte eigentlich auch ganz gut, bis darauf, dass das Notizbuch halt nicht digital und immer-verfügbar ist und das ich die privaten Todos in Wunderlist gekonnt ignorierte.

Auf dem iPhone hatte ich zusätzlich noch Vesper, dort hatte ich vor allem die Konfiguration der Fitnessgeräte, ein paar Rezepte für Cocktails und alles andere gespeichert, was mir unterwegs einfiel. Leider ist die App einerseits discontinued und andererseits niemals mit einer Mac-App ausgestattet worden.

Vor ein paar Wochen kam dann Bear in mein Leben. Nach mehrfacher Empfehlung, unter anderem von Marcel, installierte ich mir die App und fing an erstmal alles aus Vesper zu übertragen.

Im Grunde ist Bear nicht viel anders, als andere Apps dieser Klasse. Ein Notizen-Editor mit Markdown-Support, Notizen sind sortierbar (aber nicht mit starren Ordnerhierarchien, sondern durch Hashtags), man kann Todo-Punkte anlegen, Notizen nach oben pinnen (um die aktuelle Todo-Liste immer oben zu haben), Notizen auch direkt als HTML kopieren (wichtig für mich, da ich kein Markdown-Wordpress-Plugin haben will).

Mittlerweile nutze ich es seit einigen Wochen und es hat sich in kurzer Zeit zu einer der meistgenutzten Apps entwickelt. Bear ist für mich Todo-Manager, Blogpostdraft-App, Code-Snippet-Sammlung, Cocktailrezepteverwalter und hat zum Teil sogar Sublime Text als “Mal schnell neues Fenster aufmachen weil ich kurz was reinpasten muss” abgelöst. Da die App so oft offen im Vordergrund ist, seh ich auch die Todos, die ich früher einfach ignoriert habe, wesentlich besser, und ich bilde mir ein dadurch ein bisschen mehr erledigt zu haben!