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Er bloggt noch? Krass!

Top Songs 2016

Mal wieder beschenkte uns Spotify im Dezember mit einer personalisierten Playlist mit den Top Tracks des Jahres. Wie letztes Jahr bin ich relativ begeistert und sehr zufrieden mit der Auswahl, kein Wunder, denn die Playlist besteht ja einfach aus den Songs, die ich am Meisten hörte, wie sollte ich sie auch nicht gut finden!

Ein Song, der es aus mir unbekannten Gründen nicht auf die Liste geschafft hat ist allerdings “Gold von den Sternen” aus dem Musical Mozart!. Ich muss zugeben, dass ich das Musical erst Ende 2015 kennenlernte, ja, als ich zuhause mit der Familie zufällig die Helene Fischer-Show gesehen habe. Seit dem hörte ich es eigentlich das ganze Jahr über ständig, sehr verwunderlich, dass es keiner der Songs in die Playlist schaffte. “Gold von den Sternen” verschafft mir jedenfalls fast bei jedem hören Gänsehaut, deswegen wollte ich es noch mal erwähnen.

Eigentlich mag ich so Mystery-Sachen ja nicht, der Hype erwischt mich dann ja aber doch immer. In diesem Jahr passierte das zuerst bei Stranger Things und jetzt schon wieder bei einer Netflix-Serie: The OA.

Die Story erreicht eine glatte 8/10 auf meinem Abstrusometer, ist aber über die ganzen acht Folgen sehr spannend, ich konnte die Serie kaum aus der Hand legen. Perfektes Netflix-Binge-Material.

Alles dreht sich um Prairie, eine blinde junge Frau, die damals von einem sehr alten Ehepaar adoptiert wurde, dann irgendwann verloren ging und nun mit zurückerhaltener Sehkraft wieder zuhause auftaucht. Statt ihren Eltern oder dem FBI zu erzählen, was ihr passiert ist, scharrt sie fünf sehr unterschiedliche Menschen um sich und erzählt ihnen jeden Abend in einem verlassenen Gebäude ihre Geschichte. Und das ganze macht sie natürlich nicht ohne Grund!

The OA ist auf jeden Fall eine von diesen Serien, nach deren Ende man tausend Fragen auf dem Herzen hat. Dann wendet man sich an Reddit und hat danach mindestens zehntausend Fragen und hofft auf eine weitere Staffel.

(Es ist nicht wirklich mit Stranger Things vergleichbar und ich fand OA wesentlich besser!)

Serien für die Weihnachtstage

Ihr kennt das, ihr fahrt an Weihnachten mit dem Zug nach Hause und wollt ein paar Serien gucken.

Ihr kennt das, ihr sitzt an Weihnachten zuhause, geht ins Bett und wollt noch ein paar Serien gucken.

Ihr kennt das.

Jedenfalls habe ich gerade sehr viele “offene” Serien, mehr als normal. Aktuell schaue ich folgendes, alles kann ich mehr oder weniger empfehlen:

  • The OA: Komische, abstruse Mystery-Geschichte, aber doch ziemlich spannend. Dachte eigentlich, mich interessiert das gar nicht, aber das dachte ich ja auch bei Stranger Things, bevor ich es am Stück durchschaute. Bin bei 4/8 und werde es diese Weihnachten auf jeden Fall noch beenden.
  • Dirk Gently’s Holistic Detective Agency: Komische, abstruse Detektiv-Geschichte. Basierend auf einer Vorlage von Douglas Adams, der ja bekannt ist für abstruse Geschichten. Habe zwei von acht Folgen gesehen, war unterhaltsam, aber hat keine hohe Priorität.
  • Designated Survivor: Alle Politiker sterben, Kiefer Sutherland wird neuer Präsident. Intrigen, Leute die es nicht gut mit ihm meinen, etc etc, alles was man halt so hat in so einem Politik-Ding. Pro: Ist relativ spannend und unterhaltsam; Kontra: Nur eine Folge pro Woche und eine 22-Folgen-Staffel. Es wird sich ganz schön ziehen.
  • Black Mirror: Zwölf unzusammenhängende Folgen, die sich mit verschiedensten Dingen beschäftigen, die passieren könnten. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Jedenfalls ganz interessant. Fangt am besten bei S1E3 oder S2E1 an.
  • The Crown: Sehr britisch aussehendes und klingendes Geschichtsdrama zum Thema God Save the Queen. Es ist eher ruhig und langsam, gefällt mir aber sehr gut.
  • Sound! Euphonium: Ich gab ja letztens bei Twitter an, dass ich mal wieder einen Anime schauen möchte. Gesagt, getan — Sound! Euphonium ist eine neusten Produktionen von Kyoto Animations. Ich sah bisher 4 Folgen und teilweise sah ich auch schon die Dinge, die ich damals an Anime mochte, so richtig gehooked bin ich aber nicht. Vielleicht sind Anime einfach nichts mehr für mich.

Jetzt noch der Engagement-Teil: Welche Serien habt ihr euch für die Weihnachtsfeiertage vorgenommen?

Macbook Pro, Late 2016

Es dauerte fast vier Wochen, bis das neue Macbook endlich da war. Genügend Zeit also, um einige Reviews anzuschauen und sich etwas unsicher zu werden, ob es jetzt wirklich so cool ist, wie man in der Keynote dachte.

Glücklicherweise bin ich eh immer relativ skeptisch, was das angeht und erwartete weder, dass der Akku wirklich 10 Stunden hält, noch dass die Touchbar eine revolutionäre Neuerung ist. Ich freute mich also weiterhin auf ein schönes neues Macbook, das etwas schneller ist als das Alte — und vor allem auf die SSD, die endlich nicht mehr zu klein sein wird (zumindest für die nächsten 2-3 Jahre, hoffentlich.)

Seit Dienstag ist es nun da und um Großen und Ganzen bin ich doch recht zufrieden. Bisher hatte ich keine großen Probleme damit. Einmal musste ich einen SMC-Reset durchführen, weil er vergessen hat, dass man die Batterie laden sollte, wenn man am Strom hängt. Naja.

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Ich wünschte, die Tasten wären nicht instant so angefettet.

Ansonsten habe ich bisher keins der befürchteten Probleme gehabt. Einzig das Trackpad war in den ersten Tagen sehr nervig. Ich benutze das Macbook ja in der “Martin Wolf-Konfiguration” (ich habe keine Ahnung warum sie so heißt, aber irgendwann hat Martin seinen Mac mal so benutzt, und jetzt heißt es halt so), d.h. Macbook vorm Monitor, keine externe Tastatur und Maus. Da fällt es natürlich direkt auf, wenn sich irgendwas zum schlechteren verändert.

Mittlerweile hat sich meine Hand wahrscheinlich an das monströse Trackpad gewöhnt und liegt entsprechend etwas anders, am Anfang hatte ich aber schon relativ viele Probleme damit — noch an das alte Trackpad gewöhnt lag meine Hand nämlich meistens irgendwie halb drauf und löste alle möglichen Fehl-Klicks aus. Dazu kommt Force-Touch, das eigentlich ganz geil ist, bisher hatte ich aber schon mehrfach das Phänomen, dass ich beim Drag’n’droppen die Datei verloren habe… keine Ahnung, was da schief läuft, ich konnte es noch nicht richtig reproduzieren.

Die neue Tastatur finde ich wirklich sehr gut. Sie ist etwas laut, aber daran gewöhnt man sich ja. Die Touchbar habe ich so konfiguriert, dass sie nur die wichtigsten Controls anzeigt und den App-spezifischen Quatsch hab ich erstmal deaktiviert, bis da vielleicht mal ein sinnvolles Feature für rauskommt. Das beste an der Touchbar ist jedenfalls der Touch-ID-Sensor, auch wenn der darunterliegende Power-Knopf irgendwie sehr wackelig ist.

Außerdem ist es ein klitzekleines Bisschen kleiner und leichter. Man merkt es kaum und doch genug um es gut zu finden. Da ich das Ding ja auch jeden Tag mit mir herumtrage und Abends oft damit auf der Couch sitze bin ich da um jedes Gramm dankbar. (Auch wenn es auf Kosten des Akkus geht)

Das waren meine bisherigen Eindrücke zum neuen Macbook. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Luke Cage, die, falls ich richtig zähle, dritte Marvel-Serie aus dem Netflix-Universum. Nach dem Dare Devil (da muss ich mal die zweite Staffel fertig schauen…) und Jessica Jones ja beide schon sehr gut waren reiht sich nun auch Luke Cage ganz gut mit ein. Wenn auch eher auf dem (vorläufigen) dritten Platz.

Aber das ist alles meckern auf hohem Niveau. Luke war mir schon in Jessica Jones sympathisch, auch wenn seine Superkraft nun nicht die ungewöhnlichste auf dem Planeten ist. Er ist halt unverwundbar. Naja. Leider war der Bösewicht nicht so ultra herausragend, aber da hat Jessica Jones letztes Jahr auch die Messlatte relativ hoch gelegt.

Die Atmosphäre fand ich an sich aber ganz gut — die ganze Staffel spielt ja in Harlem und zeigt mal eine andere Welt als all die anderen Serien in in LA, Miami oder anderen Stadtteilen von New York spielen. Und auch wenn ich eigentlich gar kein Fan von Soul und R’n’b-Musik bin fand ich eigentlich alle Musik-Acts die in Harlem’s Paradise (ein Club, in dem sich große Teile der Story abspielen) zwischendurch auftraten sehr passend und unterhaltsam.

Luke Cage wurde schon für eine zweite Season verlängert, aber zuerst kommt wohl mit Iron Fist der nächste Marvel Superheld. Im März 2017, das ist ja auch schon bald.

Musikupdate (5)

Monatlich, Philipp. Du wolltest das monatlich machen.

Captain PlanET. Eine alte Punkband aus Hamburg. Kannte ich vorher nicht, aber ihr neues Album Ein Ende kann man sich ganz gut anhören.

Jennifer Rostock , schwieriges Thema. An und für sich konnte ich mich mit der Band nie so richtig anfreunden, das neue Album habe ich aber jetzt seit September in meiner “Reinhören”-Liste und es ist schon ziemlich catchy.

Knorkator sind natürlich ein Klassiker. Leider habe ich das Konzert in Hamburg verpasst. Also, nicht wirklich verpasst, mir war schon klar, dass es statt findet, aber ich traute mich nicht hinzugehen. Aber sicherlich wäre es eine gute Show gewesen. Ich bin der Boss ist bescheuert, aber hörbar.

Die Höchste Eisenbahn geht etwas in die Richtung von Wegen Lisbeth, meiner großen Entdeckung des letzten Musikupdates. Sehr schön.

Peter Pux’ Album Stadtland ist schon 2015, trotzdem habe ich es wohl letztens erst entdeckt. Kurz aber gut!

Im Neo Magazin Royale waren letztens The Divine Comedy zu Gast, weil sie eine der Lieblingsbands von Böhmi sind. So weit würde ich jetzt nicht gehen, aber ihr aktuelles Album ist auf jeden Fall sehr gut hörbar.

Hab ich schon mal gesagt, wie toll ich die Spotify Sessions-Alben finde? Dieses mal gibt es eins von OK KID und eines von CHVRCHES. Letztere hatte ich auch allgemein als so eine Dockville-Hipsterband in Erinnerung aber sie sind wirklich sehr sehr gut.

Ebenfalls neu in meiner musikalischen Welt: Faber . Kurz nachdem ich sie “entdeckte” gab es dann eine Folge #BongoBoulevard mit Faber, die empfehlenswert ist.

Eigentlich dachte ich ja, ich hätte mich an AnnenMayKantereit satt gehört, aber das kurze Live-Album ist doch auch wieder ganz schön.

Ein weiterer neuer Interpret! Elias Hadjeus. Kann man mal reinhören!

Ich bekam es nicht so richtig mit, aber Schandmaul brachten mit Leuchtfeuer im September auch ein neues Album raus. Ich bin nicht super begeistert, vielleicht ist meine Schandmaul-Zeit vorbei. Ich weiß es nicht. Vielleicht kommt ja bald nochmal ein Akustik-Album. Die waren ja immer schön.

Playlist auf Spotify!

Bear

Bear ist eine Notizen-App für Mac und iOS. Jetzt denkt ihr euch sicher, wow, wie innovativ, Notizenapps gibt es wie Sand am Meer, warum benutzt Philipp nicht einfach die Apple Notizen-App oder irgendwas anderes, blah blah blah.

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Bis vor ein paar Wochen benutzte ich iA Writer um darin Blogposts und alle anderen längeren Texte zu schreiben. Eigentlich klappte das auch ganz gut, nur leider war die Ordner-Navigation sehr komisch implementiert und so konnte ich Posts zum Beispiel nur schwierig aus einem “Drafts” in einen “Published” Ordner verschieben. Ja, das ist mein komischer Workflow, aber den unterstützte Writer leider nicht besonders gut. Trotzdem hielten wir es bestimmt ein Jahr miteinander aus.

Todos machte ich mir einerseits in Wunderlist — was ich aber noch nie so toll fand, weil ich immer vergaß reinzugucken, weil die App am Mac irgendwie so nebensächlich wirkt — und andererseits in ein Notizbuch im Büro, wo ich mir jeden Tag grob notierte, was es zu tun gibt. Das funktionierte eigentlich auch ganz gut, bis darauf, dass das Notizbuch halt nicht digital und immer-verfügbar ist und das ich die privaten Todos in Wunderlist gekonnt ignorierte.

Auf dem iPhone hatte ich zusätzlich noch Vesper, dort hatte ich vor allem die Konfiguration der Fitnessgeräte, ein paar Rezepte für Cocktails und alles andere gespeichert, was mir unterwegs einfiel. Leider ist die App einerseits discontinued und andererseits niemals mit einer Mac-App ausgestattet worden.

Vor ein paar Wochen kam dann Bear in mein Leben. Nach mehrfacher Empfehlung, unter anderem von Marcel, installierte ich mir die App und fing an erstmal alles aus Vesper zu übertragen.

Im Grunde ist Bear nicht viel anders, als andere Apps dieser Klasse. Ein Notizen-Editor mit Markdown-Support, Notizen sind sortierbar (aber nicht mit starren Ordnerhierarchien, sondern durch Hashtags), man kann Todo-Punkte anlegen, Notizen nach oben pinnen (um die aktuelle Todo-Liste immer oben zu haben), Notizen auch direkt als HTML kopieren (wichtig für mich, da ich kein Markdown-Wordpress-Plugin haben will).

Mittlerweile nutze ich es seit einigen Wochen und es hat sich in kurzer Zeit zu einer der meistgenutzten Apps entwickelt. Bear ist für mich Todo-Manager, Blogpostdraft-App, Code-Snippet-Sammlung, Cocktailrezepteverwalter und hat zum Teil sogar Sublime Text als “Mal schnell neues Fenster aufmachen weil ich kurz was reinpasten muss” abgelöst. Da die App so oft offen im Vordergrund ist, seh ich auch die Todos, die ich früher einfach ignoriert habe, wesentlich besser, und ich bilde mir ein dadurch ein bisschen mehr erledigt zu haben!

uswief.de

Damals, als Flo und ich unseren Podcast starteten wollten wir natürlich nicht viel Zeit mit Quatsch verschwenden und entschieden uns für Soundcloud und Tumblr um unsere Podcasts ins Internet zu stellen.

Das lief eigentlich auch ganz gut, hatte nur den Nachteil, dass Soundcloud zehn Euro im Monat kostet, ohne, für so einen kleinen Podcast, sinnvolle Funktionen zu bieten. Am Anfang hatten sie noch so eine Art RSS-Download-Statistik, die sie dann aber wieder abgeschaltet haben.

Ich dachte es wäre vielleicht für die Discoverability ganz gut auf Soundcloud zu setzen, der Webplayer ist ja ganz gut und so, aber die einzigen, die uns auf Soundcloud gefunden haben waren Spambots, die fleißig die Episoden likten.

Wenn wir jetzt 100.000 Hörer hätten, und die Podcast-Downloads dann 10TB Traffic verursachen würden, dann okay, dann wären 10€ im Monat für Soundcloud natürlich ein Schnäppchen, so war das aber einfach kein guter Deal.

uswief.jpg

Es war also Zeit für einen Wechsel. Da ich schon immer mal etwas mit Kirby machen wollte, und letztens auch ein Kundenprojekt erfolgreich damit umsetzte, war die Wahl natürlich einfach. Zum Glück gibt es ein Kirby-Plugin zur Erstellung eines Podcast-Feeds. (Es ist leider recht alt und unmaintained und ich musste ein paar Sachen reparieren, glaub ich.)

Eine Sache die mich auch sehr störte, war der Release-Workflow mit dem alten System:

  1. Cover in Photoshop vorbereiten (Zahl austauschen)
  2. MP3 bei Soundcloud hochladen, veröffentlichen
  3. URL nehmen und bei Tumblr einen Audio-Post erstellen, Shownotes reinkopieren, veröffentlichen
  4. Tumblr-URL wieder als Shownotes bei Soundcloud einfügen, mit dem Nachteil, dass sie in Podcast-Clients nicht direkt angezeigt werden.
  5. Tumblr-URL bei Reddit und Twitter, Soundcloud-URL hier im Blog sharen

Das ganze Ding ist mit dem neuen System auf jeden Fall etwas einfacher geworden und lässt sich zum Glück auch noch weiter automatisieren, sobald ich mal Lust darauf habe:

  1. Lokal neuen Ordner anlegen, MP3 und episode.txt mit den Shownotes reinlegen
  2. Hochladen
  3. Cover & Waveform werden automatisch generiert
  4. Link Twittern und bei Reddit posten (das ist noch automatisierbar)

Geht alles viel entspannter und hat noch den Vorteil, dass die Shownotes nun direkt im Feed und damit im Podcast-Client sind.

Geändert hat sich natürlich auch das Design, das auf Hannahs Kappe geht. Schön bunt und mit den Waveforms auch einen Podcast-Bezug. Dort drin versteckt sich auch direkt der Player, falls man dann doch mal im Browser reinhören möchte.

Falls ihr bisher nicht reingehört habt, versucht’s doch noch mal! Als Einstieg empfehle ich die Folge Nummer 33. Oder die, die danach kommen.