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Ein L und zwei P. Philipp!

Sunsetting Gifstream

Aufmerksame Leser des Blogs wissen wahrscheinlich, dass ich vor drei Jahren eine App mit dem Namen Gifstream launchte. Ein paar Wochen später gab es sogar noch einmal ein Update.

Wie das immer so ist mit Sachen, die man baut, weil man denkt, es wäre eine ganz lustige Idee, ist der Spaß an der Sache oft schneller vorbei als man erwartet hat. Natürlich schickten Max und ich uns am Anfang oft ein paar Gifs hin und her und ich verbrachte sicherlich einige Zeit damit über Gifs zu lachen, die mir angezeigt wurden — irgendwann war die Zeit der Gifs aber vorbei und die App wurde nicht mehr gebraucht.

Sie war natürlich etwas benutzerunfreundlich mit den komischen JSONs die man erstellen und hochladen musste, wer will das schon machen. Also, es war auch nie meine Intention mit dieser Quatsch-App einen Erfolg zu verzeichnen — das war aber gleichzeitig auch der Todesstoß. Warum sollte ich an einer App weiterarbeiten, die eh nur Quatsch ist und die ich auch nicht mehr brauche.

Als iOS 9 rauskam investierte ich ein paar Stunden, versuchte alles mit Auto Layout und fancy neuen Sachen umzubauen, oder dachte daran, eine Apple TV-App zu bauen. Ich überlegte, es in eine Art Gif-Sammel-App umzufunktionieren, in der man selber “Streams” erstellen kann um sie dann mit Freunden zu teilen. Nach kurzer Zeit war mir aber klar, dass das alles Quatsch ist und ich da nicht weiter Zeit versenken sollte.

Gestern kam mal wieder die Nachricht, dass die Domain gifstream.in bald expired und diesmal werde ich sie nicht verlängern und die App auch aus dem App Store nehmen, denn mittlerweile sieht sie echt nicht mehr gut aus und ich kenne auch keinen Gifstream mehr, der irgendwo gehosted wird.

Bye bye!

(Nun könnte man sich fragen, warum ich darüber überhaupt nachdenke und diesen Blogpost verfasse. Meistens ist Gifstream in meinen Gedanken auch nicht präsent, aber manchmal denkt man ja schon über “offene” Projekte nach und die Mail vom Registrar der Domain gab auch noch mal einen Anstoß, zu überlegen, was ich damit machen soll.)

Eine Serie, die in meinem Freundeskreis so sehr gehyped wird konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn ich vorher schon etwas Bedenken hatte, weil ich Stranger This für eine Horror-Serie hielt.

Spoilerwarnung

Reviews müssen ja immer mit einer kurzen Inhaltsangabe starten, das habe ich im Deutschunterricht so gelernt. Bei Stranger Things kommt ein Kind abhanden, kurz darauf taucht ein weiteres Kind auf, natürlich gibt es eine geheime Organisation mit Männern in Anzügen, die selbstverständlich mit dem CIA verbandelt ist und zu guter letzt gibt es ein Monster, dass ab und zu auftaucht. Die drei Fragezeichen und ein besoffener Polizist versuchen nun mit Hilfe der geheimen Kräfte des aufgetauchten Kindes das verschwundene Kind zu finden.

Fangen wir vielleicht mal mit den Dingen an, die ich wirklich gut fand, und an denen es auch nichts zu rütteln gibt.

Zu allererst möchte ich die Schauspieler loben, alle miteinander. Vor allem die Kinder waren alle unglaublich gut, keine Ahnung, wann ich zum letzten Mal in einer Serie einen so gut abgestimmten Kinder-Cast sah.

Des Weiteren war die Musik tippi toppi. Das Haupttheme wird mir sicher noch etwas im Kopf bleiben und auch die restlichen 80er Jahre-Songs die so liefen waren gut gewählt. Es gibt sogar eine Spotify-Playlist dazu! Ein Soundtrack, in dem Africa von Toto vorkommt, kann ja auch gar nicht schlecht sein.

Von diesen beiden Highlights abgesehen war vieles andere natürlich auch toll. Wenn nicht gerade ein sehr schlecht gerendertes Monster im Bild war sah alles toll aus und allgemein kann man der Serie sicherlich technisch keinen Vorwurf machen.

(Außerdem gibt es wohl recht viele Referenzen zu alten Filmen/Serien, etc, davon habe ich nichts erkannt, weil ich echt der schlechteste Referenzen-Erkenner bin, aber ich erkenne an, dass sie da waren und sobald ich mal ein “Alle Referenzen in Stranger Things erklärt”-Video auf Youtube gesehen habe, freue ich mich sicher auch noch einmal darüber!)

Aber,

Ja, jetzt beginnt der etwas negativere Teil!

Es hat mich einfach nicht richtig gehooked. Jetzt könnte man sich fragen, warum ich es trotzdem fertig geschaut habe, und ich werde antworten “Weil ich sonst nichts zu tun hatte und es nur acht Folgen waren und es war ja auch nicht super schlimm”.

Ich glaube, es lag vor allem an folgenden Punkten, für die die Serie nur teilweise etwas kann:

1) Mich nervt das Amerika-In-den–80ern-Setting. In letzter Zeit habe ich einfach zu viel davon gesehen. Fargo, 11–22–63 (ja, das waren, obviously, die Sechziger…)

2) Ich finde so Horror-Monster-Geschichten nicht so interessant. Ja, soviel Monster war auch gar nicht, aber dafür eine andere Sache, nämlich eine andere Dimension, die auf obskure Arten besucht werden kann. Find ich auch nicht so geil, ich bin irgendwie eher der Zeitreisentyp.

3) Die Geschichte war an mir an vielen Stellen zu vorhersehbar… bzw. zu gradlinig. Vielleicht ist das aber ein Nebenprodukt des Bingewatchens. Alles verschwimmt so zu einer langen Masse, vielleicht habe ich den ein oder anderen Story-Twist ja komplett vergessen. Kann mich insgesamt aber nicht an viele Momente erinnern, die total unerwartet kamen.

4) Teilweise war es mir zu… cheesy. Vor allem in den letzten beiden Folgen. Wie Nancy und Jonathan sich da Waffen zusammen-MacGyvern um das Monster zu fangen. Oder die Drei Fragezeichen, die immer ihren supernetten Lehrer irgendwas obskures Fragen und am Ende mitten in der Schule einen kleinen Floating-Pool aufbauen, hä. Sind wir hier in einer Folge Buffy? (Lustigerweise fand ich sowas bei Buffy völlig in Ordnung. Stranger Things habe ich irgendwie ernster eingeschätzt)

5) Ebenfalls eventuell durchs Bingewatchen: Vom Gefühl her hätte die gesamte Story auch in einen 2-stündigen Kinofilm gepasst, ohne, dass man groß etwas hätte weglassen müssen.

6) Nachdem die Serie vorbei war hatte ich zwar ein paar offene Fragen (Warum findet Barbara keinerlei Erwähnung mehr? Wer kürzt bitte Barbara mit “Barb” ab? Warum ist Nancy am Ende immer noch mit dieser Schmalzlocke Steven zusammen, statt mit Jonathan? Immerhin haben sie zusammen das Monster fast erledigt!), aber eigentlich kein Interesse daran YouTube aufzuschlagen und Interpretations und Fragenklärungs-Videos zu schauen. Auch bin ich wenig gehyped auf eine eventuelle zweite Staffel. Diese andere Dimension ist mir ziemlich egal.

Stranger Things fühlte sich für mich an wie eine Mischung aus… Buffy (Monster und Teeny-Drama zwischendurch), einer Episode der Drei Fragezeichen (die drei Jungs sind soo cool!) und Fargo an. Das klingt ja erstmal gar nicht schlecht, denn ich mag die drei Sachen gerne, umgesetzt konnte es mich aber nicht restlos begeistern.

Flughafenrunde

Wie ich bereits in der letzten uswief-Folge erzählte, aber lustigerweise noch nicht hier im Blog erwähnte, habe ich ja ein neues Fahrrad und in dieser Anfangsphase ist man ja noch total motiviert es auch zu benutzen. Nachdem ich heut morgen also schon bei H&M war, kam ich am Abend auf die grandiose Idee mal eben die 12km zum Flughafen zu fahren um dort ein paar Flugzeuge anzuschauen!

Solang man direkt nach der Fahrt unter die Dusche springen kann, ist Fahrrad fahren nämlich gar nicht so schlimm.

Ich schaffte es, es landeten und starteten auch ein paar Flugzeuge, ich stellte mich neben die weiß-berohrten Profi-Spotter und machte mit meinem alten, verkratzten 100-300mm ein paar amateurhafte Fotos und fuhr dann wieder zurück. Laut Moves.app (ja, ich benutze es immer noch) fuhr ich heute damit insgesamt 28km, was mein All-Time-Record ist. Das ist einerseits natürlich etwas traurig, weil was sind schon 28km, und andererseits ja auch nicht übel für jemanden, der seit Jahren kein Fahrrad mehr fuhr!

Genug der Worte, hier ein paar Fotos von Flugzeugen.

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watched.li: Aktueller Stand

Hallo Zusammen,

ich habe schon länger nichts mehr zu watched.li geschrieben. Also naja, Ende April, das ist ja gerade mal drei Monate her damit ist wesentlich weniger Zeit vergangen als je zuvor!

Heute möchte ich mich jedenfalls mal wieder zum aktuellen Stand äußern, denn mittlerweile ist das ja nicht nur ein Projekt, dass ein paar User hat, sondern es gibt auch noch eine ganze Reihe an Leuten, die das Projekt monatlich unterstützen! Mittlerweile gibt es schon 37 Patrons, die im Monat insgesamt 61 Dollar zahlen. Auch wenn das noch keine riesige Summe ist, deckt es doch immerhin die Serverkosten und motiviert mich regelmäßiger als zuvor daran zu arbeiten. Vielen Dank!

Für alle Patrons habe ich vor ein paar Monaten ja eine Feature-Liste freigeschaltet, in der dann fröhlich Votes verteilt werden wurden. Wie natürlich zu erwarten war, führen dort zwei nicht zu unterschätzende “Features” — die öffentliche API und die iPhone-App (Android leider nur auf dem sechsten Platz!) — und wie versprochen bin ich gerade daran diese umzusetzen.

Ich weiß, das erzähle ich schon seit Jahren. Ich habe auch schon mehrfach damit angefangen und immer wieder damit aufgehört, dieses mal bin ich aber schon wesentlich weiter als je zuvor™.

In den letzten Wochen habe ich viel Zeit in die API investiert, die natürlich nicht nur für die iPhone-App eine gute Basis sein soll, sondern auch für einen zukünftigen Relaunch der Webseite. Mehr oder weniger ist sie auf jeden Fall fertig. (Für die Technik-Nerds: Immer noch PHP, diesmal aber Laravel. Natürlich eine ganz normale REST-API mit OAuth2-Authentifizierung)

Damit ich die API auch testen kann, musste natürlich ein Test-Client her (natürlich gibt’s auch Unit-Tests, wow, aber das ist ja nicht das gleiche!), und da bot es sich natürlich an, direkt das Backend der iPhone-App zu bauen. Damit ist hier auch schon ein Teil geschafft, vor dem ich mich bei bisherigen Versuchen immer sehr drückte, der ganze Synchronisierungskram ist nämlich nicht so einfach. Aber ich denke, ich habe eine ganz gute Lösung gefunden! (Auch hier, für die Nerds: Swift! (finally) mit Realm als Datenbank)

Zusammengefasst kann ich also berichten, dass es voran geht. Zwischendurch fixe ich natürlich auch immer wieder Bugs und bügele Fehler in der Serien-Datenbank glatt. Dafür hab ich auch ein Adminpanel gebaut, damit ich nicht mehr PHPMyAdmin benutzen muss. Das basiert übrigens auch auf der neuen API. Alles baut aufeinander auf, wunderschön.

Schade ist natürlich, dass ich nach all den Wochen der Arbeit, in denen ich echt viel geschafft habe, zwar einen langen Blogpost habe, aber keine coolen Features für die User. Man kann nicht alles haben!

Ich hoffe, ihr bleibt am Ball und ich bedanke mich bei allen Usern für den langanhaltenden Support! Extra-Danke an alle, die auch noch bei Patreon dabei sind! Ihr seid toll!

The Winds of Winter (S06E10)

Spoilerwarnung

Schon die letzte Folge dieser Staffel. Es geht immer so schnell!

Mit einem wunderschönen Piano-Stück (den Soundtrack gibt’s auf Spotify) im Hintergrund startet diese Folge in Kings Landing. Alles sieht so aus, als würde Cersei gleich verurteilt werden. Alles ziemlich ungewöhnlich für diese Serie gefilmt und geschnitten. Top Szenen. ??

Jedenfalls warten alle, dass Cersei mal eintrifft, die hockt aber immer noch zuhause rum und freut sich darauf, was gleich passieren wird. Denn, wie erwartet, hat sie nicht so richtig Lust auf die Verhandlungen und jagt deswegen die ganze Kirche in die Luft. ?

In diesem Moment erinnerte ich mich daran, wie ich mich freute, als Tommen in der letzten Folge “Trial by Combat” verbot. Mist. Gleichzeitig ist damit wohl auch die High Sparrow-Religionskäse-Storyline erledigt, die mich hart genervt hat. Dass Natalie Dormer die Serie damit aber auch schon verlässt, hatte ich nicht erwartet. Ich dachte, sie hat noch irgendwas vor. ?

Tommen verlässt die Serie ebenfalls durch einen Sprung durchs Fenster, was Cersei relativ egal zu sein scheint. Jamie is not amused. Ich auch nicht. ?

Wir springen kurz zu den Twins, wo Jamie und und sein komischer Freund gerade abhängen. Dort kommt es zu einem kurzen “Have you met Ted?”-Moment, das fand ich ganz lustig.

Gilly und Sam kommen dort an, wo im Winter die Raben losgeschickt werden. Sehr wichtig!

Etwas spannender ist, dass Jon Snow endlich die Rote Tante wegschickt, vielleicht passiert da ja mal was in er nächsten Staffel. Was kann die eigentlich? Welchen Zweck erfüllt die? Außer, die random Person zu sein, die Jon Snow wiederbelebt. ?

Des Weiteren wird Jony endlich King of the North und durch eine gute alte Bran-Zeitreise kommt raus, dass er gar nicht Ned Starks Kind ist, sondern das von seiner Schwester! Das bestätigt anscheinend einige Fan-Theorien, weil er ja jetzt auch Halb-Targaryen ist und eventuell Drachen reiten darf! Superspannend! #teamjony ?

Natürlich darf auch Arya in dieser Folge nicht fehlen. Endlich zahlt sich der ganze Faceswap-Quatsch aus und sie schafft es mit Walder Frey mal wieder einen Namen von ihrer Liste zu nehmen. Das war ein überraschender Twist, den ich nicht erwartet hatte! ?

Am Ender der Folge sieht man dann nochmal die siebzigtausend Schiffe und Drachen, die Dany mittlerweile angehäuft hat. Da wird’s nächste Staffel aber knallen! Hoffentlich heiratet sie Jon Snow. Wie ist der richtige Name für dieses Shipping? Jony? Dansnow? Dannow? Jonerys?

Top Folge. Beste Folge der Staffel. Die Musik! Die Kamera! Überraschungen! Perfekt.

Das erste Mal seit ein paar Jahren, dass ich eine Staffel mal wieder sofort sah und damit volle neun Monate auf die nächste Warten muss. Gerade nach den letzten Folgen fällt das natürlich mal wieder schwer.

Game of Thrones ist und bleibt für mich eine top Serie, an der ich viel Spaß habe, auch wenn ich nicht immer jede Folge so perfekt finde, wie ich manchmal vom Hype darum erwarten würde.

Top Staffel, gerne wieder.

Human Resource Machine

Endlich mal wieder harter Gaming-Content hier!

Dieses Spiel entdeckte ich vor ein paar Wochen auf Twitter und kaufte es zwei Wochen später. Leider für den Mac, da ich erst danach erfuhr, dass es auch für’s iPad verfügbar ist und dort UI-technisch sicherlich besser zu bedienen ist.

Wie dem auch sei, ich hab’s ein paar Stunden gespielt und auch schon fast alle Challenges gemeistert. Im Grunde ist es ein Logik/Puzzle-Spiel, man könnte aber auch sagen, dass man Assembler programmiert. Je nachdem, wie sehr man andere abschrecken möchte.

Man hat Input, Output und dazwischen ein paar Felder um Daten zu speichern und ein paar Funktionen um etwas mit den Daten zu machen und damit die Aufgabenstellungen zu lösen. Die fangen ganz einfach an (“Sortiere alle 0en aus”, “Verdreifache die jede Zahl”) und wird am Ende richtig kompliziert (“Sortiere alle Zahlenfolgen der Größe nach und gib sie von der Kleinsten bis zur Größten wieder aus”). Auf jeden Fall macht es ne Menge Spaß!

Human Resource Machine, sehr zu empfehlen.

Battle of the Bastards (S06E09)

Spoilerwarnung

Da öffnet man super gehyped die Folge in iTunes um Jon und Ramsay battlen zu sehen und dann startet die Folge natürlich erstmal in Meeren. Naja. Tyreon muss Dany überzeugen, nicht alle Gegner komplett auszulöschen und es statt dessen mit Verhandlungen zu probieren. Die enden damit, dass zwei von den drei Master-Obermotzen umgenietet werden und ein Schiff von den Drachen — die nun alle frei sind und auf Dany zu hören scheinen, — kaputt gemacht wird. ?

Das war alles ganz okay, finde mittlerweile Dany aber etwas zu unberechenbar und zu overpowered mit den bescheuerten Drachen. Schätze nicht, dass sie die beste Lösung für die Seven Kingdoms wäre. ? #nichtmehrsorichtigteamdany

Danach kommt noch kurz Theon und seine Schwester vorbei, um sich bei Dany einzuschleimen, indem sie ihr ein paar Schiffe schenken. Okay, ne.

Der Rest der Folge dreht sich endlich um Jon und Ramsay! Nach etwas Gelaber und der Feststellung, dass sie nicht genügend Männer haben und das alles sicherlich etwas kompliziert wird beginnt der Kampf. Ramsay schießt den kleinen Keine-Ahnung-Hab-Ich-Nie-Gesehen Stark mit Pfeil und Bogen ab um Jon völlig austicken zu lassen, das klappt natürlich, denn in Jon fließt Stark-Blut und das ist ja dafür bekannt dumme Entscheidungen zu treffen, wie zum Beispiel völlig allein in eine Horde Gegner zu rennen. ?

Ramsay schickt seine Reiter los, Davos schickt seine Reiter los, statt irgendwie nach der überlegten Taktik vorzugehen, am Ende werden alle plattgetrampelt oder von Pfeilen erwischt. Bei den ersten paar dieser Kampf-Sequenzen dachte ich noch “Wow, was für eine Kameraführung, echt gut gemacht”. Dieser Effekt währt aber nur für ein paar Minuten. Dann wird es einfach nur ein zäher, langer Kampf, der künstlich spannend gemacht wird.

Als dann nur noch ein paar Fußsoldaten übrig sind, lässt Ramsay sie nochmal schön Phalanx-artig einkesseln und alles sieht sehr schlecht für Jony aus, aaaaber natürlich kommt dann Lord Baelish um die Ecke mit ein paar vielen Pferden, die alles niedermähen. Hätte Sansa das nicht voher sagen können? Dann hätten sie den Kampf sicherlich wesentlich problemloser für sich entscheiden können, ohne so ziemlich alle Leute zu verlieren.

Also ein ganz nett choreographierter Kampf, der zum Ende hin künstlich verlängert wird um Spannung zu erzeugen. Mir fällt kein sinnvoller Grund ein, warum Sansa so hätte handeln sollen. Außer sie schreibt einen Fantasy-Roman. ?

Naja. Am Ende geht alles gut, alle wichtigen Charaktere haben überlebt und Ramsay, naja. ? Fand die Folge okay, aber, genauso wie einige davor, komplett über-hyped.

Wird Jon Snow jemals ein guter Taktiker, der sich nicht von allem aus der Ruhe bringen lässt? Wird Sansa genau so grausam wie Ramsay? Wird Dany zum neuen Mad King? ? Es bleibt spannend!

No One (S06E08)

Spoilerwarnung

Arya heilt über Nacht kurz bei ihrer Schauspielerfreudin, wird dann aber natürlich gefunden und kann plötzlich wieder ziemlich gut rennen, dafür dass sie mehrere Stichwunden im Bauch hat. Am Ende ist sie aber siegreich. Yay. ?

Clegane räumt mal ordentlich auf und findet am Ende neue Freunde. Mal sehen, wie lang es diesmal hält. ??

Immer wenn Tyrion auftaucht, merke ich, dass er viel zu wenig Screentime hat, in dieser Staffel. Zumindest gefühlt. Naja. Ein paar Witze, Varys geht und am Ende kommt Dany wieder. Perfekt am Ende der Staffel, um wieder mal eine Staffel lang nichts geschafft zu haben! ?

Cersei lässt ihren Mutanten aufräumen und wird am Ende von ihrem Sohn etwas in Bedrängnis gebracht, denn er schafft Trial by Combat ab! Was für eine richtungsweisende Entscheidung für diese Zeit! Naja, jetzt kann sie sich ihren Plan wohl abschminken, da freuen wir uns doch! ??

Außerdem gibt es auch noch Neuigkeiten vom Nebenschauplatz “Burg, die von Black Fish besetzt wird”: Brianne ist auch da und versucht ihn zu überzeugen, sich den Starks anzuschließen. Er hat allerdings keinen Bock. Am Ende gewinnt Jaime und dieser Nebenquest ist endlich abgeschlossen. Ob Brianne und Jaime in der nächsten Staffel endlich zusammen kommen? ?

Insgesamt eine okaye, aber nicht weltbewegende Folge.

Geschafft!

Diese Season begann relativ lahm, wurde dann aber stetig besser und bekommt von mir daher eine gute Gesamtbewertung. Vielleicht wäre es der Serie gut bekommen, hätte man die guten Ideen aus der 8. und der 9. in eine Staffel zusammengefasst, statt es so auszudehnen. Aber nachher ist man ja immer schlauer, ne!

Es fühlt sich gut an, dieses lange Kapitel meiner Serienkarriere endlich abzuschließen. Angefangen habe ich es ja damals, zu den Zeiten, als ich auch House guckte und eh gerade mit Serien anfing, also hängt da auch viel Nostalgie dran. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich mal zwei Wochen krank war, im Bett lag und hauptsächlich HIMYM geschaut habe. Ich habe keine Ahnung, an welche aktuelle Serie ich in ein paar Jahren nostalgisch zurückschauen werde.

Die Serien werden zwar gefühlt immer (technisch) besser und epischer, aber so richtig packen, wie damals, tut mich eigentlich nichts mehr, aber das ist ja ein ganz anderes Thema.

Zurück zum Thema. Insgesamt möchte ich der neunten Staffel und der gesamten Serie eine, natürlich auch nostalgisch beeinflusste, 4-Sterne-Bewertung geben. Natürlich gab es viele Filler-Folgen, die nicht so super toll waren, insgesamt überwiegen aber die guten Folgen und das übergreifende Konzept mit den ständigen Zeitsprüngen fand ich immer wieder gut umgesetzt, vor allem in der letzten Staffel.

Überraschend fand ich noch, dass mir das Ende in den letzten zwei Jahren, seitdem es lief, nie gespoilert wurde. Natürlich sah ich zwischendurch mal ein Bild von der Schauspielerin, die es wurde, aber die letzten 5 Minuten der letzten Folge blieben komplett von mir verborgen. Gute Twitter-Timeline! Ich will dazu auch nichts näheres sagen, nur soviel: Ich fand’s nicht gut.

Randnotiz: Besonders beim Schauen der letzten beiden Staffeln fiel mir aber immer wieder auf, das alles sehr sehr billig produziert wirkt. Die seltenen Effekte einfach super schlecht, ziemlich viele Greenscreen-Aufnahmen, die nicht so sauber aussahen, etc. Einiges davon ist sicher auch gewollt, weil es halt nur eine Sitcom ist und nicht Transformers 8, aber die Serie lief Ewigkeiten mit guten Quoten (und wurde deswegen ja auch überhaupt auf 9 Staffeln verlängert) — war da wirklich nicht mehr Budget übrig?

Vielleicht war es ihnen auch einfach egal. Oder die Schauspieler wollte in feinster Friends-Manier am Ende zu viel Geld? Naja. Jedenfalls altert die Serie dadurch nicht besonders gut. Wenn ich jetzt eine Folge der 9. Staffel sehe, die 2013 — vor knapp drei Jahren -- in den USA lief, dann kommt mir das nicht wesentlich wertiger vor als eine Folge Friends, die bald 20 Jahre auf dem Buckel hat.

The Broken Man (S06E07)

Spoilerwarnung

Anmerkung an mich selbst: Ich sollte keine ganze Woche mit dem Review warten, dann kann ich mich nämlich trotz Notizen an nichts erinnern

Die Folge beginnt mit einer Gruppe Menschen die, in einem ausnahmsweise sehr friedlich aussehenden Teil der Game of Thrones-Welt, versuchen eine Kirche zu bauen. Dabei spielt ein cooler Remix des Intro-Themes. Später stellt sich heraus, dass auch hier alle Leute böse sind, das muss auch THE HOUND feststellen, der hier all seine neuen Sektenfreunde an ein paar Wilderer verliert. Aber er ist zurück, ich habs ja geahnt! ??

In Kings Landing geht es weiter mit dem High Sparrow, mich nervt der so gewaltig. Er versucht Margaery weiter für sich einzuspannen, glücklicherweise gibt es hier aber einen kleinen Twist, der die Story bald vielleicht wieder schöner macht. ?

Der langweiligere Part der Folge beschäftigt sich damit, wie Jon Snow und seine Schwester versuchen ein paar Häuser davon zu überzeugen, sich ihnen anzuschließen und dabei mehr oder weniger scheitern. ?

Theon kommt auch kurz vor, ist aber egal. ?

Endlich lernt man Black Fish kennen, anscheinend auch nur irgendein Typ, der halt ne Burg erobert hat. Jaime, der frisch an der Front angekommen ist, versucht ihn zu überzeugen, die Burg zu räumen. Die Szene war okay, habe aber das Gefühl, dass es absolut egal ist. ?

Zu guter Letzt sehen wir noch Arya, wie sie sich von ihrer Freundin aus dem Many-Faced God-Ausbildungshaus abstechen lässt. Was läuft die da auch so ungeschützt rum, nachdem sie denen den Rücken gekehrt hat. ?

Gesamtbewertung: ??????? (also eindeutig besser als die Letzte!)